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Zur Ästhetik des Bodybuildings. Postmodernes Bodybuilding und die Frage nach der Kunst

Título: Zur Ästhetik des Bodybuildings. Postmodernes Bodybuilding und die Frage nach der Kunst

Trabajo Escrito , 2022 , 22 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Johannes Below (Autor)

Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)
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Spätestens seit dem Film "Pumping Iron" ist Bodybuilding populär. Wobei: Populär? Populär ist es, sich fit zu halten. Aber Fleischberge, die nur durch Gabe der Wundermittel unserer Pharmaindustrie überhaupt möglich sind? Sieben Mal die Woche pumpen und kein Alkohol, keine Zigaretten und vielleicht noch nicht mal Sex? So schrecklich populär ist Bodybuilding gar nicht. Aber dafür umso verrückter, cooler, artifizieller. Bodybuilding ist eine Kunst, eine kompromisslose Kunst, eine Köperkunst. Und ein bisschen Freak-Show. Genau darum geht es in dieser Hausarbeit.

Angefangen mit einem kleinen historischen Abriss, analysiert der Autor das spezifische Verhältnis von Stasis und Dynamis, das sich im Bodybuilding ausformuliert. Außerdem wird die Frage gestellt, was das eigentlich mit Gender und einem besseren Leben zu tun haben kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Genealogie des Bodybuildings

2 Sport oder Kunst?

3 Zur Ästhetik des Bodybuildings

3.1 Hypertrophisches Posing

3.2 Kontrastfolien

3.3 Ästhetik der Existenz

3.4 Boobiebuilders

Fazit: Ist Bodybuilding eine Gender-Utopie?

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht das vielschichtige Phänomen des Bodybuildings, um dessen Definition, Abgrenzung zu anderen Körperpraktiken wie Fitness sowie seine ästhetischen Charakteristika zu klären. Das zentrale Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen der Einordnung als sportliche versus künstlerische Praxis zu analysieren und unter Einbeziehung des utopischen Potenzials die Frage zu beantworten, inwiefern Bodybuilding gängige Genderzuweisungen unterläuft oder gar als Gender-Utopie fungieren kann.

  • Genealogie und historische Entwicklung des modernen Bodybuildings
  • Kritische Analyse des Bodybuildings als Sport vs. Kunstform
  • Ästhetische Betrachtung: Von hyper-maskulin zu androgyn/Camp
  • Bodybuilding als Praxis der Selbstgestaltung und Ausdruck von Identität
  • Untersuchung des utopischen Potenzials und der Subversion von Geschlechterbinaritäten

Auszug aus dem Buch

3.4 Boobiebuilders

Bodybuilding ist nicht klassizistisch und nicht klassisch modern, sondern Camp. Camp ist grundsätzlich ein Ästhetizismus, der die Dinge „not in terms of beauty but in terms of the degree of artifice, of stylization“ begreift (Sontag 1999, 54). Bodybuilding mit seiner monströsen Ästhetik kann nicht als klassisch schön gelten, wobei jedoch klar ist, dass Bodybuilding hauptsächlich ein ästhetisches Phänomen ist. An Camp hebt Sontag zusätzlich hervor, dass er apolitisch sei, was sich ohne Weiteres auch über das Bodybuilding als existenzielle und damit radikal selbstbezügliche Praxis sagen lässt (Sontag 1999, 54). Zusätzlich führt Sontag eine wichtige Distinktion ein: Camp sei einerseits ein „way of looking at things“ und andererseits „a quality discoverable in objects and the behavior of persons“ (ebd.). Camp ist also ein Rezeptionsmodus und eine Eigenschaft von Dingen. Die Distinktion ist wichtig, denn „not everything can be seen as Camp“ (ebd.). „Camp art is often decorative art, emphasizing texture, sensuous surface, and style at the expense of content“ (ebd., 55). Beim Bodybuilding geht es um muskuläre Textur, um Oberfläche, die sich aus den fragmentierten Muskeln ergibt, um Style ohne Inhalt, denn ein Muskel, der nicht in eine bestimmte Tätigkeit involviert ist, ist bedeutungslos, das heißt: inhaltsleer. Dazu kommt, dass Camp keine Eigenschaft der Natur sein kann (ebd.). Der natürliche Körper ist eine Negativfolie des Bodybuildings, Bodybuilding emanzipiert sich von Natur und zwar in Form einer Übertreibung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die Problematik, dass Bodybuilding oft als nicht normal wahrgenommen wird, und formuliert das Ziel, die Praxis ästhetisch und in Bezug auf ihr utopisches Potenzial zu untersuchen.

1 Genealogie des Bodybuildings: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung nach, von den antiken und kulturgeschichtlichen Wurzeln über die Kraftartistik der Jahrhundertwende bis hin zur Etablierung des modernen Bodybuildings durch den IFBB und den Film Pumping Iron.

2 Sport oder Kunst?: Das Kapitel diskutiert kontrovers die Einordnung von Bodybuilding und kommt zu dem Schluss, dass es sich um ein sowohl-als-auch handelt, da der Trainingsprozess sportliche Grundlagen hat, der Auftritt auf der Bühne jedoch künstlerischen Charakter besitzt.

3 Zur Ästhetik des Bodybuildings: Dieser Abschnitt beleuchtet die spezifische Ästhetik des Bodybuildings, welche durch Überzeichnung, eine monströse Formgebung und Distanzierung von klassischen Idealen geprägt ist.

3.1 Hypertrophisches Posing: Hier wird analysiert, dass das Posing keine bloße Statik darstellt, sondern eine hochgradig anstrengende, instabile Dynamik, die auf zukünftige Handlung verweist und Arbeit gegen den körperlichen Verfall repräsentiert.

3.2 Kontrastfolien: Das Kapitel kontrastiert den Bodybuilder-Körper mit der Fitness-Praxis und zeigt auf, dass Bodybuilding den Körper durch eine Fragmentierung im Trainingsprozess in ein "orthopädisches" Konstrukt verwandelt.

3.3 Ästhetik der Existenz: Diese Untersuchung verknüpft das Bodybuilding mit Überlegungen zu Identität und Selbstgestaltung, wobei es als eine freiheitliche, existenzielle Aufgabe begriffen wird, trotz der Gefahr, den Körper in dieser Prozesshaftigkeit zu mystifizieren.

3.4 Boobiebuilders: Dieses Kapitel ordnet Bodybuilding als "Camp" ein – eine Ästhetik der Übertreibung, der Künstlichkeit und des Stils ohne Inhalt, die sich über binäre Geschlechterkategorien hinwegsetzt.

Fazit: Ist Bodybuilding eine Gender-Utopie?: Das Fazit fasst zusammen, dass Bodybuilding zwar keine ultimative Befreiung oder genderspezifische Utopie im strengen Sinne darstellt, aber dennoch aufgrund des Spiels mit Geschlechtszuschreibungen und der Absage an funktionale Nutzwerte ein reales utopisches Potenzial besitzt.

Schlüsselwörter

Bodybuilding, Ästhetik, Kunst, Sport, Fitness, Identität, Camp, Utopie, Gender, Selbstgestaltung, Posing, Körperlichkeit, Performanz, Muskeln, Subversion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Bodybuilding als postmoderne Körperpraktik und untersucht dessen Positionierung zwischen sportlicher Betätigung und künstlerischem Ausdruck.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die historische Genese des Bodybuildings, die ästhetische Einordnung insbesondere im Vergleich zu Fitness, der performative Charakter des Posings sowie die Frage nach dem utopischen Potenzial der Praxis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Bodybuilding jenseits von Klischees zu definieren, seine ästhetischen Charakteristika zu beleuchten und kritisch zu prüfen, ob es als "Gender-Utopie" fungieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit bedient sich einer kulturwissenschaftlichen und ästhetischen Analyse, unter anderem durch den Rückgriff auf theoretische Konzepte von Autoren wie Adorno, Foucault, Sontag und Lacan.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Genealogie, eine methodische Differenzierung zwischen Sport und Kunst sowie eine detaillierte Untersuchung der Ästhetik, inklusive Themen wie Posing, Zergliederung des Körpers und Camp-Ästhetik.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ästhetik, Identität, Camp, Utopie, Körperlichkeit, Performanz und Subversion definiert.

Warum wird Bodybuilding im Text als "nicht normal" bezeichnet?

Der Text argumentiert, dass Bodybuilding eigene, von herkömmlichen Körperpraktiken abweichende Normen verfolgt und damit bewusst aus dem gesellschaftlichen Normalitätsbegriff heraustritt, um eine eigene ästhetische Form zu manifestieren.

Welche Rolle spielt der Begriff "Camp" für das Verständnis von Bodybuilding?

Der Begriff "Camp" dient als theoretischer Rahmen, um Bodybuilding als eine Ästhetik der Künstlichkeit, Übertreibung und Stilisierung zu begreifen, die sich von Naturidealen emanzipiert.

Inwiefern hat das Bodybuilding utopisches Potenzial?

Das utopische Potenzial liegt in der radikalen Absage an Funktion und Zweckmäßigkeit. Bodybuilding existiert als selbstbezügliche Praxis, die "Freiheit inmitten der Unfreiheit" verkörpert und den Körper als gestaltbares Artefakt begreift.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Zur Ästhetik des Bodybuildings. Postmodernes Bodybuilding und die Frage nach der Kunst
Universidad
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Institut für Philosophie)
Curso
Sportphilosophie
Calificación
1,3
Autor
Johannes Below (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
22
No. de catálogo
V1305827
ISBN (PDF)
9783346785459
ISBN (Libro)
9783346785466
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bodybuilding Kontingenz Ästhetik Sport Kunst Bildhauerei Gender
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Johannes Below (Autor), 2022, Zur Ästhetik des Bodybuildings. Postmodernes Bodybuilding und die Frage nach der Kunst, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1305827
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