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Feministische Pornografiekompetenz. Das Modell der 3 Ebenen x 5 Komponenten nach Döring und die sexpositive Position

Titel: Feministische Pornografiekompetenz. Das Modell der 3 Ebenen x 5 Komponenten nach Döring und die sexpositive Position

Hausarbeit , 2022 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anna Mayer (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit untersucht die Entwicklung einer Pornografiekompetenz, auf deren Basis eine individuelle, ethisch vertretbare Nutzung und Gestaltung pornografischer Inhalte erfolgt und die auch mit positiven Effekten verbunden ist. Die Arbeit geht der Frage nach, wie sich eine feministische Pornografiekompetenz ausgestalten kann. Nachdem eine allgemeine Definition von Pornografie erfolgt ist, wird das Verhältnis von Feminismus und Pornografie vorgestellt, mit besonderem Augenmerk auf die sexpositive Position und die daraus resultierenden Pornografieangebote. Im Anschluss wird das 3 Ebenen x 5 Komponenten Modell der Pornografiekompetenz nach Döring erläutert, welches zur Beantwortung der Frage aus der sexpositiven Haltung interpretiert wird.

Pornografie ist ein gesellschaftlich ambivalentes Thema, bei dem Beurteilung und Umgang oft nicht im Einklang miteinander stehen. Auf der einen Seite wird sie von vielen Menschen als problematisch empfunden. In öffentlichen Diskursen werden häufig Risiken für die Konsument_innen, sowie die Darsteller_innen thematisiert und es tauchen immer wieder pornografiebezogene Skandale auf. Auf der anderen Seite ist die Nachfrage nach Pornografie enorm.

Im Rahmen der Mediatisierung hat sich Online-Pornografie als fester Bestandteil der digitalen Kultur verankert. Das Pornografische hält immer mehr Einzug in das Leben der Menschen, sodass bereits von einer Pornografisierung der Gesellschaft die Rede ist. In anderen Bereichen wird ein bewusster, ethischer Konsum häufig thematisiert, zum Beispiel in Bezug auf Lebensmittel oder Kleidung. Forderungen nach einem bewussten, ethischen Pornografiekonsum sind in öffentlichen Debatten jedoch nicht präsent.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pornografie - Plurale Definitionen und deren Problematik

3. Feminismus und Pornografie

3.1. Die sexpositive Position

3.2. Feministische Pornografie

4. Pornografiekompetenz nach Döring

5. Eine sexpositive Pornografiekompetenz

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich eine feministische Pornografiekompetenz auf Basis des "3 Ebenen x 5 Komponenten"-Modells nach Nicola Döring unter Einbeziehung der sexpositiven Position konzipieren und ausgestalten lässt.

  • Grundlagen der Pornografiedefinitionen und deren medienethische Problematik
  • Feministische Debatten und die Bedeutung der sexpositiven Position
  • Merkmale und Kriterien feministischer Pornografie
  • Analyse und Interpretation des Pornografiekompetenz-Modells nach Döring
  • Entwicklung eines Konzepts zur sexpositiven Pornografiekompetenz

Auszug aus dem Buch

Die sexpositive Position

Laura Méritt beschreibt, dass eine sexpositive Haltung die Bedeutung der sexuellen Freiheit, als Teil der freien Lebensgestaltung von Menschen, unterstreicht (vgl. Méritt 2012, S. 374). Demnach sollte jede_r die Möglichkeit haben, Sexualität nach den eigenen Vorstellungen und Neigungen auszuleben (solange sie auf Einvernehmlichkeit beruhen und sich in einem legalen Rahmen bewegen), ohne dass diese von außen bewertet wird (vgl. ebd.). Sie betont jedoch trotzdem, dass Sexualität einer stetigen Reflexion bedarf, da sie ein gesellschaftliches Konstrukt sei, ebenso wie Geschlecht (vgl. ebd.).

In Bezug auf Pornografie geht es der sexpositiven Haltung jedoch nicht darum, jegliche Form zu legitimieren, sondern “einen ethisch bewussten [...] Umgang” (Döring 2011, S. 235) damit zu etablieren. Dafür bedürfe es individuellen Bewertungen, anhand von Kriterien der Produktions-, Repräsentations- und Rezeptionsethik (vgl. ebd.). Diese basieren auf den sexuellen Menschenrechten, sexuellen Bürger_innenrechten, sowie der sexuellen Konsensethik (vgl. ebd.). Wie bereits erwähnt sehen die Vertreter_innen der sexpositiven Position die stereotypen, einseitigen Darstellungen in der Mainstream-Pornografie als durchaus problematisch. Dem setzen sie feministische Pornografie entgegen, die die (weibliche) Sexualität in ihrer Vielfalt in den Vordergrund stellt (vgl. Nazarova 2016, S. 52-53).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die gesellschaftliche Ambivalenz von Pornografie ein und stellt die Forschungsfrage nach einer feministischen Pornografiekompetenz.

2. Pornografie - Plurale Definitionen und deren Problematik: Das Kapitel erörtert die theoretische Unschärfe des Pornografiebegriffs und begründet die Entscheidung für die inhaltlich-funktionale Definition nach Döring.

3. Feminismus und Pornografie: Hier werden die Ursprünge der frauenbewegten Debatten sowie die spezifische Ausrichtung des sexpositiven Feminismus gegenüber dem Anti-Pornografie-Lager beleuchtet.

3.1. Die sexpositive Position: Dieses Unterkapitel definiert das Prinzip der sexuellen Freiheit und Selbstbestimmung als Grundlage für den ethisch bewussten Umgang mit dem Medium.

3.2. Feministische Pornografie: Es werden die Kriterien für feministische Pornografie sowie die Abgrenzung zur Mainstream-Produktion anhand von Qualitätsmerkmalen und Produktionsbedingungen dargestellt.

4. Pornografiekompetenz nach Döring: Das Kapitel erläutert das 3-Ebenen-Modell der Medienkompetenz und deren Übertragung auf den spezifischen Bereich pornografischer Medien.

5. Eine sexpositive Pornografiekompetenz: Basierend auf den Vorab-Kapiteln wird hier ein individueller Ansatz für eine feministische und sexpositive Medienkompetenz entwickelt.

6. Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung resümiert die Notwendigkeit einer reflexiven pornografischen Bildung für eine selbstbestimmte Gestaltung sexueller Identität.

Schlüsselwörter

Pornografie, Pornografiekompetenz, Feminismus, Sexpositive Position, Medienkompetenz, Selbstbestimmung, Mainstream-Pornografie, Non-Mainstream-Pornografie, Sexualethik, Gender, Identität, Produktionsethik, Konsensethik, Digitalisierung, Mediatisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Konzeption einer feministischen Pornografiekompetenz, die über pauschale Verbotsforderungen hinausgeht und einen reflektierten sowie ethisch bewussten Umgang mit dem Medium fordert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition von Pornografie, die feministische Kritik an Mainstream-Darstellungen, die Konzepte des sexpositiven Feminismus sowie die Struktur einer medienpädagogisch fundierten Pornografiekompetenz.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Nutzerinnen und Nutzer eine Pornografiekompetenz entwickeln können, die ihre sexuelle Selbstbestimmung stärkt und gleichzeitig kritische Distanz zu unethischen Produktionsweisen wahrt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse, um bestehende Ansätze (insbesondere das 3-Ebenen-Modell nach Nicola Döring) mit feministischen, sexpositiven Theorien zu verknüpfen und zu einem neuen Konzept zu synthetisieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung von Feminismus und Pornografie, die Erläuterung des Kompetenzmodells nach Döring und die praktische Herleitung einer "sexpositiven Pornografiekompetenz" in verschiedenen Lebensbereichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Pornografiekompetenz, sexpositive Position, feministische Pornografie, Medienethik und selbstbestimmter Konsum geprägt.

Warum wird strikt zwischen Mainstream- und Non-Mainstream-Pornografie unterschieden?

Dies ist notwendig, da Non-Mainstream-Angebote oft expliziter auf ethische Produktionsbedingungen und vielfältige Darstellungen weiblicher Lust zielen, während Mainstream-Produktionen häufig als normativ und potenzielle Quelle für Rollenklischees kritisiert werden.

Wie unterscheidet sich die sexpositive Position von anderen feministischen Strömungen?

Im Gegensatz zum Anti-Pornografie-Feminismus, der Pornografie primär als Werkzeug patriarchaler Macht sieht, lehnt die sexpositive Position staatliche Zensur ab und konzentriert sich auf die Aneignung von Pornografie als Instrument für sexuelle Befreiung und Aufklärung.

Welche Rolle spielt die Selbstreflexion in diesem Kompetenzmodell?

Die Selbstreflexion ist entscheidend, um den eigenen Mediengebrauch ständig kritisch auf patriarchale Prägungen oder unethische Muster zu prüfen und bei Bedarf an die eigenen Werte und Bedürfnisse anzupassen.

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Details

Titel
Feministische Pornografiekompetenz. Das Modell der 3 Ebenen x 5 Komponenten nach Döring und die sexpositive Position
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,3
Autor
Anna Mayer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
20
Katalognummer
V1305851
ISBN (PDF)
9783346782007
ISBN (Buch)
9783346782014
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pornografie Feminismus Medienkompetenz Pornografiekompetenz sexpositiv Döring
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Mayer (Autor:in), 2022, Feministische Pornografiekompetenz. Das Modell der 3 Ebenen x 5 Komponenten nach Döring und die sexpositive Position, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1305851
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Leseprobe aus  20  Seiten
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