Im Bereich der frühen Bildung in Kitas und Krippen entwickelt sich langsam ein Marktwettbewerb, der aktiv beworben wird. In diesem Bereich geht es vor allem darum, die Eltern zu erreichen, dabei auf die eigene Einrichtung aufmerksam zu machen und die Eltern mit ihrem Kind in die Institution zu holen. Freiwilligkeit und Freude sind dabei meist typische Anzeichen. Im Bereich der stationären Jugendhilfe ist dieses Merkmal selten bis gar nicht gegeben. In den wenigsten Fällen beruht der Einzug eines Kindes oder Jugendlichen auf allseitigem Einverständnis. Und trotzdem müssen auch diese Einrichtungen für sich werben. Der aktuelle Fachkräftemangel, soll in dieser Arbeit in Kombination mit Öffentlichkeitsarbeit aufgegriffen werden. Maßnahmen um potentielle Bewerber anzusprechen werden im Rahmen einer Neugestaltung des Flyers ausgearbeitet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Phase 1: Ausgangslage
3. Phase 2: Imageerneuerung
4. Phase 3: Strategieentwicklung
4.1. Bisherige Auflage
4.2. Wer soll erreicht werden?
5. Phase 4: Konkrete Maßnahmenplanung
6. Umsetzung
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Neukonzeption eines Flyers für ein städtisches Kinderheim, um durch eine strategische Öffentlichkeitsarbeit auf das Arbeitsfeld der stationären Jugendhilfe aufmerksam zu machen und dem akuten Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
- Analyse der Ausgangslage und des bestehenden Kommunikationsmittels
- Entwicklung eines positiven Images durch ein neues Corporate Design
- Strategische Planung zur Einbindung potenzieller Fachkräfte und relevanter Zielgruppen
- Gestaltungskonzept für ein modernes, zielgruppenorientiertes Printmedium
Auszug aus dem Buch
4. Phase 3: Strategieentwicklung
Die Strategie, der Einrichtung ein neues, zeitgemäßes Image zu verschaffen, soll den Arbeitsbereich für Erzieher/innen, Sozial-, Heil- oder Sonderpädagog/innen attraktiv machen. Eine Kommunikation nach außen soll die Einrichtung der Öffentlichkeit vorstellen. Um diese umfassend zu gestalten, wird die Lasswell-Formel die angestrebte Kommunikation in mehrere Aspekte aufteilen. Die Formel „Who says what in which channel to whom with what effect?“ ist Ausgangslage. Zunächst wird nach dem Kommunikator (who) gefragt. Im Fall der vorliegenden Arbeit ist dies zunächst die Stadt als Arbeitgeber, gleichzeitig auch die MitarbeiterInnen des Kinderheims, welche die Konzepte umsetzen. Anschließend wird nach der Mitteilung (says what), also der Inhaltsanalyse gefragt. Inhalt wird sein, Ziele und Gründe einer Heimunterbringung, mögliche Betreuungsformen, kurze konzeptionelle Zusammenfassungen und die Kontaktdaten der Einrichtung. Im Anschluss steht die Frage nach dem Medium (in which channel), was in diesem Fall ein Flyer sein wird, bevor die Frage nach dem Rezipienten (to whom) folgt. Hier soll das Hauptziel, potentielle Bewerber anzusprechen greifen. Zum Abschluss wird die Wirkung (with what effect) erfragt, die darauf ausgelegt sein soll, eine Mehrzahl an Bewerbungen zu verzeichnen (vgl. Scheufele 2004, S. 180). Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit ist eine enge Kooperation mit dem Träger notwendig. Hierbei gibt es besondere Richtlinien einzuhalten, um dem Bild der Stadt und dem dort entwickelten CD gerecht zu werden. Neben Farbnummern, Logogrößen und inhaltlichen Vorgaben muss die finanzielle Komponente mit dem Träger geklärt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Öffentlichkeitsarbeit in Nonprofit-Organisationen und definiert den Fachkräftemangel als Anlass für die Überarbeitung des Flyers.
2. Phase 1: Ausgangslage: Dieses Kapitel beschreibt die aktuelle Situation eines städtischen Kinderheims und die Mängel des bestehenden, veralteten Flyers.
3. Phase 2: Imageerneuerung: Hier wird der Bedarf an einer positiven Imagestärkung durch Public Relations und ein einheitliches Corporate Design erläutert.
4. Phase 3: Strategieentwicklung: Auf Basis der Lasswell-Formel wird der strategische Rahmen für die Kommunikation und die inhaltliche Ausrichtung des neuen Flyers festgelegt.
4.1. Bisherige Auflage: Die Beschreibung des aktuellen Flugblatts zeigt die Schwachstellen des bisherigen Formats und Designs auf.
4.2. Wer soll erreicht werden?: Dieses Kapitel identifiziert die relevanten Zielgruppen, darunter potenzielle Bewerber, Jugendämter und Familien, und deren spezifische Informationsbedürfnisse.
5. Phase 4: Konkrete Maßnahmenplanung: Hier wird der detaillierte Planungsprozess von der Finanzierung bis hin zur grafischen Gestaltung mit Metaphern und Scribbles dargelegt.
6. Umsetzung: Das Kapitel erläutert die organisatorischen Schritte von der Federführung über die grafische Erstellung bis zur Verteilung der Flyer.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der gewählten Kommunikationsstrategie zusammen und empfiehlt ergänzende Maßnahmen, um langfristig dem Fachkräftemangel zu begegnen.
Schlüsselwörter
Öffentlichkeitsarbeit, stationäre Jugendhilfe, Kinderheim, Flyer, Imageerneuerung, Corporate Design, Fachkräftemangel, Strategieentwicklung, Kommunikation, Lasswell-Formel, Bewerberansprache, Pädagogik, Sozialmanagement, PR, Markenbildung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Hausarbeit?
Die Arbeit behandelt die konzeptionelle Entwicklung eines neuen Flyers für eine stationäre Jugendhilfeeinrichtung, um das Image zu verbessern und potenzielle Fachkräfte für die Einrichtung zu gewinnen.
Welche Themenfelder stehen im Fokus?
Zentrale Themen sind Öffentlichkeitsarbeit, moderne visuelle Konzepte im Sozialbereich, Zielgruppenanalyse und die strategische Planung von Kommunikationsmaßnahmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erstellung eines zielgruppenorientierten Flyers, der die Einrichtung attraktiv für Bewerber macht und gleichzeitig wichtige Informationen für Jugendämter und Familien bereitstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Lasswell-Formel zur strategischen Kommunikationsplanung und bezieht sich auf fachspezifische Literatur zur Öffentlichkeitsarbeit in sozialen Einrichtungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Phasen: von der Analyse der Ausgangslage und des Images über die Strategieentwicklung bis hin zur konkreten operativen Maßnahmenplanung.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Öffentlichkeitsarbeit, Corporate Design, stationäre Jugendhilfe, Fachkräftemangel und zielgruppenorientierte Kommunikation.
Warum spielt das Design bei der Neukonzeption eine so große Rolle?
Das Design entscheidet maßgeblich über die Außenwirkung. Da das alte Design veraltet war, soll ein visuelles Konzept mit Metaphern und Scribbles eine wohlige Atmosphäre schaffen und das negative Image einer „Massenunterbringung“ minimieren.
Wie soll der Erfolg der neuen Flyer gemessen werden?
Der Erfolg soll durch einen Anstieg von Initiativbewerbungen und eine Zunahme der Belegungsanfragen durch Jugendämter kontrolliert werden, wobei die Bewerber zudem gezielt nach der Informationsquelle befragt werden sollen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Entwicklung eines Flyers für eine stationäre Jugendhilfereinrichtung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1306089