Ziel dieser Arbeit soll sein zu erkennen, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um das Arbeitsfeld der stationären Jugendhilfe für potentielle Bewerber interessanter zu machen. Dazu wurde im Vorfeld eine SWOT Analyse für die Einrichtung durchgeführt, sodass im Anschluss die Szenariotechnik beim Finden der richtigen Maßnahmen helfen wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Szenariotechnik
3. Szenario- Bildung und -Transfer
3.1. Worst Case Szenario
3.2. Best Case Szenario
3.3. Szenariotransfer
4. Fazit
Zielsetzung & Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den Fachkräftemangel in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung und nutzt die Szenariotechnik, um Extremszenarien für die nächsten fünf bis zehn Jahre zu entwickeln und daraus konkrete Handlungsstrategien zur Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber abzuleiten.
- Anwendung der Szenariotechnik auf stationäre Jugendhilfeeinrichtungen
- Analyse der Ist-Situation und der daraus resultierenden Herausforderungen
- Gegenüberstellung von Worst Case und Best Case Szenarien
- Entwicklung von Strategien zur Stärkung der Mitarbeiterbindung und Außenwirkung
Auszug aus dem Buch
3.1. Worst Case Szenario
Durch die Bündelung der negativen Projektionen der Schlüsselfaktoren ergibt sich ein Bild, welches in fünf bis zehn Jahren folgendermaßen aussehen könnte:
Die Arbeit in der stationären Einrichtung wird von potentiellen Bewerbern als anstrengend und belastend wahrgenommen. Die emotionalen Belastungen scheinen über die Maße hoch zu sein, da immer mehr Kinder und Jugendliche in der Einrichtung aufgenommen werden, deren Bedarf weit höher ist, als das, was durch die Fachkräfte leistbar ist. Deutlich wird die Überforderung durch häufige Regelübertritte und körperliche Aggressionen der Kinder und Jugendlichen, die im Nachhinein auf beiden Ebenen unbearbeitet bleiben. Die psychologischen Fachkräfte der Einrichtung werden als Notanker gesehen und in schwierigen Situationen zu Rate gezogen. Die erhofften Hilfsmaßnahmen bleiben jedoch aus, da keine zeitliche Kapazität besteht, um Situationen genau betrachten zu können. Die traumapädagogischen Schulungen, die alle neuen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu Beginn durchlaufen sollten, wurden aufgrund von Zeitmangel, eingestellt. Dadurch gehen wichtige Inhalte und Handlungsrepertoires, die in schwierigen Situationen hilfreich sein könnten verloren und die pädagogischen Fachkräfte sind auf sich alleine gestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Problemstellung einer städtischen stationären Jugendhilfeeinrichtung mit Fokus auf den akuten Fachkräftemangel.
2. Szenariotechnik: Erläutert die theoretischen Grundlagen und die fünf Phasen der Szenariomethode zur Bewältigung von Zukunftsproblemen.
3. Szenario- Bildung und -Transfer: Wendet die Szenariotechnik konkret auf die Einrichtung an, um Entwicklungen und notwendige Gestaltungsstrategien aufzuzeigen.
3.1. Worst Case Szenario: Skizziert ein negatives Zukunftsbild einer überlasteten Einrichtung mit personellem Notstand und mangelnder pädagogischer Qualität.
3.2. Best Case Szenario: Beschreibt ein positives Zukunftsszenario, in dem die Einrichtung durch wertschätzende Mitarbeiterführung und moderne Arbeitsstrukturen überzeugt.
3.3. Szenariotransfer: Leitet aus den Szenarien konkrete Handlungsstrategien und Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Einrichtung ab.
4. Fazit: Fasst die notwendigen verändernden Maßnahmen auf den Ebenen der Einrichtungsleitung, der Partizipation der Kinder/Jugendlichen sowie der Außenwirkung zusammen.
Schlüsselwörter
Fachkräftemangel, Szenariotechnik, stationäre Jugendhilfe, Worst Case Szenario, Best Case Szenario, Mitarbeitergewinnung, Personalentwicklung, pädagogische Konzeption, Partizipation, Öffentlichkeitsarbeit, Arbeitgeberattraktivität, Schichtarbeit, Qualitätsmanagement, Zukunftsprobleme, Jugendhilfeeinrichtung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Fachkräftemangel in einer konkreten stationären Jugendhilfeeinrichtung und sucht nach Wegen, diese Problematik systematisch anzugehen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der Personalrekrutierung und -bindung, der Gestaltung professioneller pädagogischer Abläufe sowie der Optimierung der Außenwirkung einer sozialen Einrichtung.
Welches Ziel verfolgt die Untersuchung primär?
Das primäre Ziel ist es, durch die Erstellung von Extremszenarien konkrete Maßnahmen zu identifizieren, die die Einrichtung für Bewerber attraktiver machen und die pädagogische Qualität langfristig sichern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin nutzt die Szenariotechnik, die in fünf Phasen von der Szenariofeldbestimmung bis zum Szenario-Transfer durchlaufen wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Ausarbeitung eines Worst Case und eines Best Case Szenarios für die kommenden fünf bis zehn Jahre sowie der Ableitung strategischer Maßnahmen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Schlagworte sind Szenariotechnik, Fachkräftemangel, stationäre Jugendhilfe, Teambildung sowie Partizipation.
Warum wird im Best Case Szenario die Umstrukturierung der Aufgaben im psychologischen Fachdienst empfohlen?
Dadurch sollen Kapazitäten für die gezielte Mitarbeiterförderung und -schulung geschaffen werden, anstatt die Fachkräfte ausschließlich in der direkten Arbeit mit den Kindern zu binden.
Welche Rolle spielt das neue Corporate Design in dieser Hausarbeit?
Das einheitliche Design soll die Außenwirkung stärken, um die Einrichtung professioneller zu präsentieren und so einen Anstieg bei den Bewerberzahlen zu generieren.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Best case / worst case Zsenario für eine stationäre Einrichtung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1306090