In dieser Hausarbeit befasse ich mich mit den Wahlen in Großbritannien. Beginnend werde
ich erst die Entwicklung des britischen Wahlrechts von einem privilegierten zu einem
demokratischen hin betrachten.
Im Folgenden werden das Prozedere und die Besonderheiten der gesamtbritischen
Unterhauswahlen und den Regional-, Kommunal- und Europawahlen beschrieben. Nach
dieser beschreibenden Betrachtung der britischen Wahlen, werde ich die Bedeutung des
Mehrheitswahlsystems und die Folgen daraus untersuchen.
Abschließend vergleiche ich das relative Mehrheits- mit dem Verhältniswahlsystem. Dies hat
einen aktuellen Bezug, denn schon seit den 70er Jahren auf Betreiben der Liberals und
verstärkt durch ein Wahlversprechen Tony Blairs aus den 90er Jahren, gibt es immer wieder
Diskussionen um eine Einführung eines Verhältniswahlrechts, da dieses als das
demokratischere gilt. Die Betrachtung der Vor- und Nachteile des relativen
Mehrheitswahlrechts im Vergleich zum Verhältniswahlrecht soll dann zu einer Einschätzung
führen, welches Wahlsystem tatsächlich demokratietauglicher ist.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Geschichte des britischen Wahlrechts
- Parlamentswahlen, Regionalwahlen und Europawahlen in Großbritannien
- Die Parlamentswahlen zum House of Commons (General Elections)
- Regionalwahlen, Europawahlen und Kommunalwahlen
- Zwei Modelle: Verhältnis- und Mehrheitswahlsystem
- Die Wahlsysteme im Vergleich
- Das System des Mehrheitswahlrechts in Großbritannien
- Die Vor- und Nachteile der beiden Wahlsysteme
- Schluss
- Literaturliste
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert das politische System Großbritanniens mit einem Fokus auf Wahlen, Wählerverhalten und Wahlsysteme. Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Entwicklung des britischen Wahlrechts, die Besonderheiten der verschiedenen Wahlformen und die Auswirkungen des Mehrheitswahlsystems auf das politische System zu beleuchten.
- Entwicklung des britischen Wahlrechts
- Parlamentswahlen, Regionalwahlen und Europawahlen
- Das Mehrheitswahlsystem in Großbritannien
- Vergleich von Mehrheits- und Verhältniswahlsystem
- Einfluss des Wahlsystems auf das Parteiensystem
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Wahlen in Großbritannien ein und skizziert den Aufbau der Arbeit. Das zweite Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des britischen Wahlrechts, beginnend mit den Anfängen im 17. Jahrhundert bis hin zur Einführung des allgemeinen Wahlrechts im 20. Jahrhundert. Dabei werden wichtige Meilensteine wie die Abschaffung des Zensuswahlrechts und die Einführung des Frauenwahlrechts hervorgehoben.
Das dritte Kapitel befasst sich mit den verschiedenen Wahlformen in Großbritannien, darunter die Parlamentswahlen zum House of Commons, Regionalwahlen, Europawahlen und Kommunalwahlen. Es werden die Besonderheiten der jeweiligen Wahlformen, das Wahlprozedere und die Wahlbeteiligung beschrieben.
Das vierte Kapitel widmet sich dem Mehrheitswahlsystem, das in Großbritannien Anwendung findet. Es werden die Funktionsweise des Systems, seine Vor- und Nachteile sowie die Auswirkungen auf das Parteiensystem und die politische Kultur in Großbritannien erläutert.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen das britische Wahlrecht, Parlamentswahlen, Regionalwahlen, Europawahlen, Mehrheitswahlsystem, Verhältniswahlsystem, Parteiensystem, Zweiparteiensystem, Cleavage-Theorie, Westminstermodell, Devolutionspolitik.
Häufig gestellte Fragen
Wie funktioniert das Mehrheitswahlsystem in Großbritannien?
Es handelt sich um ein relatives Mehrheitswahlrecht ("First-past-the-post"), bei dem in jedem Wahlkreis nur der Kandidat mit den meisten Stimmen gewinnt.
Was sind die Folgen des britischen Wahlsystems für das Parteiensystem?
Es begünstigt ein Zweiparteiensystem und führt oft zu klaren stabilen Mehrheiten im Unterhaus, benachteiligt aber kleinere Parteien erheblich.
Warum wird in Großbritannien über das Verhältniswahlrecht diskutiert?
Kritiker halten das Mehrheitswahlrecht für weniger demokratisch, da viele Stimmen "verloren" gehen, was seit den 70er Jahren immer wieder Reformdebatten auslöst.
Seit wann gibt es das allgemeine Wahlrecht in Großbritannien?
Die Arbeit beschreibt die Entwicklung von einem privilegierten Zensuswahlrecht hin zum demokratischen Wahlrecht inklusive der Einführung des Frauenwahlrechts im 20. Jahrhundert.
Was ist das Westminstermodell?
Es bezeichnet das britische Regierungssystem, das eng mit dem Mehrheitswahlsystem und der Souveränität des Parlaments verknüpft ist.
- Arbeit zitieren
- Manuel Singh (Autor:in), 2009, Wahlen, Wählerverhalten und Wahlsystem in Großbritannien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130649