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Woher die Energie nehmen? Energiefragen rund um Marina Abramović oder Schmerz als Energieträger

Titel: Woher die Energie nehmen? Energiefragen rund um Marina Abramović oder Schmerz als Energieträger

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2022 , 23 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Theaterwissenschaft, Tanz
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich näher mit Marina Abramović. Da das Seminarthema, der Energie (in jeglichen Formen) gegolten hat, wird sich natürlich auch darauf bezogen. In Verbindung mit der Performance Künstlerin Marina Abramović, und dem Energie-Thema, greift die Hausarbeit auch noch ein drittes Thema auf, nämlich das Thema Schmerz. So lautet die Fragestellung „Woher die Energie nehmen? – Energiefragen rund um Marina Abramović oder Schmerz als Energieträger". Die Fragestellung bezieht sich darauf, dass Abramović oft mit Schmerzen in ihren Performances gearbeitet hat. Dem wird nachgegangen, und es werden Fragen gestellt wie: Kann man den Schmerz als Energieträger begreifen? Liegt diese Art des Energieträgers vielleicht an Abramovićs Kindheit? Ist Schmerz als Energieträger, ein übliches Performance-Mittel? (...) Die Hausarbeit lässt sich unterteilen in zwei größere, und drei kleinere Blöcke. Die zwei größeren Blöcke, welche den Hauptteil der Arbeit darstellen, beinhalten die Kapitel 3. Performance Kunst, 3.1 Begriffserklärungen, 3.2 Energie und die Kapitel 4. Schmerzen in der Performance Kunst, 4.1 Schmerz-Performances, 4.2 Performance, Schmerzen und Energie bei Abramović und 4.3 Schmerz als Energieträger. Das dritte Kapitel mit seinen beiden Unterkapiteln dient dem Einstieg in das Thema der Performance Kunst, sowie der allgemeinen Informationen die zu dem Begriff Energie, in der Physik, sowie im theaterwissenschaftlichen Diskurs, vorhanden sind. Das vierte Kapitel mit seinen drei Unterkapiteln widmet sich dann dieser Thematik genauer. Zunächst werden Schmerzen in der Performance Kunst, sowie zwei Schmerz-Performer*innen vorgestellt. Nachfolgend wird auf Abramović näher eingegangen, hierbei geht es um Performances, aber auch um Schmerzen, sowie um Energie. Das dritte Unterkapitel dient dann dem Thema Schmerz als Energieträger, hier wird wieder auf die Schmerz-Performer*innen, sowie auf Abramović eingegangen.
(...) Natürlich muss noch gesagt werden, dass auch diese Hausarbeit einen begrenzten Umfang hat, und versucht wird, alles bestmöglich in dem Rahmen, der zur Verfügung steht, bearbeitet wird. Eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema würde sich durchaus, in einer weiteren wissenschaftlichen Arbeit anbieten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Abramović Hintergrund und Kindheit

3. Performance Kunst

3.1 Begriffserklärungen

3.2 Energie

4. Schmerzen in der Performance Kunst

4.1 Schmerz-Performances

4.2 Performance, Schmerzen und Energie bei Abramović

4.3 Schmerz als Energieträger

5. Psychoanalytisch betrachtet

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Schmerzes als potenziellen Energieträger in den Performance-Kunstwerken von Marina Abramović. Ziel ist es, die Verbindung zwischen der traumatischen Kindheitserfahrung der Künstlerin, dem Einsatz von physischem und psychischem Schmerz in ihren Performances und der im theaterwissenschaftlichen Diskurs diskutierten Kategorie der Energie theoretisch zu ergründen.

  • Analyse der biografischen Hintergründe von Marina Abramović und deren Einfluss auf ihr künstlerisches Schaffen
  • Untersuchung der Definitionen und Funktionen von "Performance Kunst" und dem Begriff der "Energie"
  • Darstellung von Schmerz-Performances und die Rolle des Körpers als mediales Werkzeug
  • Diskussion der Wechselwirkung zwischen Performerin und Publikum bei der Entstehung von "Energie"

Auszug aus dem Buch

4.2 Performance, Schmerzen und Energie bei Abramović

Wie bereits im zweiten Kapitel erwähnt, sind Angst und Schmerz bereits früh ein Bestandteil in Abramovićs Leben. Daher ist es naheliegend, dass sie sich auch in ihren Performances auf dieses Ur-Gefühl rückbesinnt. Abramović kennt kein Leben ohne Angst und Schmerz. Sie betont, dass es darum geht, die Angst zu überwinden, sich mit ihr zu konfrontieren. Und das geht durch und mit Schmerz. „Wenn man sich Schmerzen zufügt, um sich von der Angst zu befreien, dann ist Schmerz in Ordnung.“ Der Schmerz wird also Mittel zum Zweck. Er dient der Überwindung der Angst. Jeanette Fischer spricht hier auch von einer Übersetzung. Die Übersetzung der Angst, in etwas Spürbares, in etwas Körperliches, nämlich in den Schmerz. Der es wiederum schafft, die Angst auszuschalten.

In ihrer Performance „Rhythm 10“, von 1973 ging es um Messer und um Mut. Die Idee der Performance beruhte auf einem Trinkspiel, welches die jugoslawischen und russischen Bauern spielten.

Man breitet eine Hand auf einem Holzbrett oder Tisch aus und sticht mit einem scharfen Messer möglichst schnell zwischen die gespreizten Finger. Jedes Mal, wenn man danebentrefft und sich schneidet, muss man trinken. Und je mehr man trinkt, desto größer ist natürlich die Gefahr, dass man sich verletzt.

Zehn Messer, ein Tonbandgerät und kein Schnaps, gehörten zur Performance dazu. Abramović verletzte sich und stöhnte jedes Mal vor Schmerzen. Der zweite Durchgang wurde dann erweitert durch die Aufnahmen des ersten Durchgangs. Abramović versuchte dabei, sich immer genau dann zu verletzten, wie beim ersten Durchgang.

Sie beschreibt weiter, wie sie sich mit dem Publikum verbunden gefühlt hat. „Es war (...) als wären das Publikum und ich eins geworden. Ein einziger Organismus. (...) als wäre ich zugleich Empfängerin und Senderin einer gewaltigen elektrischen Energie (...). Angst und Schmerz waren verschwunden. Ich war eine andere.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage, die sich mit der Korrelation zwischen Marina Abramović, dem Thema Schmerz und der Kategorie Energie befasst.

2. Abramović Hintergrund und Kindheit: Untersuchung der Kindheitserfahrungen in Belgrad und der frühen Konfrontation mit physischer und psychischer Gewalt durch das Elternhaus.

3. Performance Kunst: Theoretische Klärung des Begriffs Performance sowie eine physikalische und theaterwissenschaftliche Einordnung des Energiebegriffs.

4. Schmerzen in der Performance Kunst: Analyse des Schmerzes als Instrument der Performance am Beispiel spezifischer Werke von Abramović und anderen Künstlern.

5. Psychoanalytisch betrachtet: Betrachtung der schmerzinduzierten Prozesse unter Einbeziehung der Katharsistheorie nach Thomas J. Scheff.

6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Reflexion über die Verbindung von Schmerz, Energie und der künstlerischen Identität.

Schlüsselwörter

Marina Abramović, Performance Kunst, Schmerz, Energie, Katharsis, Körperlichkeit, Angst, Trauma, Performerin, Publikum, Leibliche Ko-Präsenz, Grenzzustände, Identität, Selbstbeherrschung, Aktionskunst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, inwiefern Schmerz in den Performances von Marina Abramović nicht nur ein Ausdrucksmittel ist, sondern als ein Energieträger fungiert, der sowohl die Künstlerin als auch das Publikum beeinflusst.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der biografische Hintergrund von Abramović, die Definition von Performance-Kunst, das physikalische und ästhetische Verständnis von Energie sowie die psychoanalytische Bedeutung von Schmerz.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: „Woher die Energie nehmen? – Energiefragen rund um Marina Abramović oder Schmerz als Energieträger“.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rein theoretische Arbeit, die auf Literaturrecherche und qualitativer, induktiver Analyse von Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (Performance, Energie) definiert und diese dann konkret auf das Werk von Abramović angewandt, insbesondere in Bezug auf ihre „Schmerz-Performances“.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Performance, Schmerz, Energieträger, Körperlichkeit, Trauma, Katharsis und Kommunikation.

Warum spielt Abramovićs Kindheit eine Rolle?

Ihre Kindheit in Belgrad war geprägt von Gewalt und Schmerz, was die Basis für ihre spätere künstlerische Auseinandersetzung bildet, in der sie sich bewusst dem Schmerz aussetzt.

Wie definiert die Arbeit den Begriff "Energie"?

Die Arbeit betrachtet Energie sowohl aus der physikalischen Sicht als auch aus der theaterwissenschaftlichen Perspektive als eine starke körperliche, affektive oder mentale Wirkung von Objekten oder Personen.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Woher die Energie nehmen? Energiefragen rund um Marina Abramović oder Schmerz als Energieträger
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
23
Katalognummer
V1306518
ISBN (PDF)
9783346779342
ISBN (Buch)
9783346779359
Sprache
Deutsch
Schlagworte
woher energie energiefragen marina abramović schmerz energieträger
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Woher die Energie nehmen? Energiefragen rund um Marina Abramović oder Schmerz als Energieträger, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1306518
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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