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Präsenz der bayrischen Geschichte in den Lehrplänen des bayrischen G9/G8

Vergleich der Lehrpläne auf die Präsenz der bayrischen Geschichte hin

Title: Präsenz der bayrischen Geschichte in den Lehrplänen des bayrischen G9/G8

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 28 Pages , Grade: 1

Autor:in: Ursi Plenk (Author)

Didactics - History
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Wie schon in der bayrischen Verfassung, Art. 131 festgelegt, muss das bayrische Schulwesen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden. Das bedeutet, dass nicht nur fachlich gescheite Köpfe die bayrischen Schulen verlassen sollen, sondern wie in Abschnitt 3 des Artikels 131 festgelegt, „Die Schüler (…) im Geiste der Demokratie, in der Liebe zur bayerischen Heimat und zum deutschen Volk und im Sinne der Völkerversöhnung zu erziehen (sind).“ Gerade an dieser Stelle kann das Fach Geschichte einen wichtigen Beitrag leisten. Es trägt neben der Vermittlung von Faktenwissen und historischen Arbeitstechniken, wie dem Auswerten von Quellen, auch zur Wahrung von Brauchtum, Kultur und heimatbezogenen Werten bei. Die Hauptseminararbeit soll zeigen, inwieweit die bayrischen Lehrpläne G9/G8 die bayrische Geschichte berücksichtigen und den Artikel 131 (3) damit erfüllen. Dazu muss als zuerst die Frage geklärt werden, wieso Heimatgeschichte als lehrenswert angesehen werden muss - und warum sie als wichtige Vorraussetzung zur Ausbildung von Geschichtsbewusstsein gesehen werden muss. Darauf folgt dann in den Kapiteln 3 und 4 die Untersuchung der Lehrpläne hinsichtlich ihres Charakters, der Anteile der bayrischen Geschichte und ihrer Vor- und Nachteile.
Kapitel 6 der Arbeit geht schlussendlich noch einmal auf beide Lehrpläne ein, vergleicht sie mithilfe einer selbst erstellten Tabelle hinsichtlich der bayrischen Themen und gibt eine kurze Kritik an den Anteilen der bayrischen Geschichte in den Lehrplänen.
Wichtigste Quellen sind bei der Arbeit natürlich der G8 Lehrplan (zu finden auf der Seite des ISB Bayern ) und der noch aktuelle G9 Lehrplan (zu bestellen beim Medienhaus Kastner ). Einen guten Überblick bei der Klassifizierung der unterschiedlichen Lehrpläne bietet der Aufsatz von Ulrich Baumgärtner: Der neue Geschichtslehrplan für das Gymnasium in Bayern in historischer Perspektive .

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2 . Heimatgeschichte im Geschichtsunterricht als Lernvoraussetzung und Lernziel

2.1. aus politischer Sicht

2.2. aus didaktischer Sicht

3. Lehrplan 1992 (noch gültiger G9 Lehrplan)

3.1. Aufbau

3.2. Anteile der bayerischen Geschichte

3.3. Vor und Nachteile des G9 Lehrplans

4. Der aktuelle Geschichtslehrplan an bayerischen G8-Gymnasien

4.1. Aufbau

4.2. Anteile der bayerischen Geschichte

4.3. Vor und Nachteile des G8 Lehrplans

5. Bayrische Geschichte im G8/G9 Lehrplan

5.1. Vergleich der Anteile

5.2. Vernachlässigte Themen in beiden Lehrplänen

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Stellenwert der bayerischen Landesgeschichte in den Lehrplänen des G8 und G9, um festzustellen, inwieweit diese den erzieherischen Auftrag der bayerischen Verfassung erfüllen. Dabei wird analysiert, wie Heimatgeschichte als Voraussetzung für Geschichtsbewusstsein didaktisch genutzt wird und wie sich die Reform zum G8 auf die Berücksichtigung regionalgeschichtlicher Inhalte ausgewirkt hat.

  • Vergleich der curricularen Verankerung bayerischer Geschichte in G8 und G9
  • Analyse der didaktischen Funktion von Heimatgeschichte im Geschichtsunterricht
  • Bewertung des Einflusses politischer Vorgaben auf die Lehrplaninhalte
  • Untersuchung vernachlässigter Themenkomplexe der bayerischen Landesgeschichte

Auszug aus dem Buch

2.2. aus didaktischer Sicht

Behandlung unmittelbarer Heimatgeschichte ist jedoch nicht nur aus politischer Sicht unverzichtbar für einen lebendigen und begreifbaren Geschichtsunterricht. Da es dem menschlichen Gehirn oft nicht leicht fällt, schwer nachvollziehbare und undurchsichtige Vorkommnisse zu begreifen, ist es ratsam, durch visuelle und den SchülerInnen lebensnahe Anreize Geschichte farbenfroh und lebendig zu machen.

Besuche von historischen Bauwerken, wie zum Beispiel dem barocken Schloss Nymphenburg, erbaut 1664 von Kurfürst Ferdinand Maria, vermitteln den SchülerInnen ein einprägsames Bild vom gelebten Absolutismus in Bayern und helfen somit, einen Bogen hin zum französischen Absolutismus zu schlagen. Genauso kann eine historische Stadtführung das Interesse für mittelalterliche Baukunst und die aufregende Stadtgeschichte Münchens von ihrer Gründung bis zum heutigen Tag wecken und einen Anlass für vergleichende Stadtgeschichte mit anderen alten Städten geben. Die SchülerInnen sollen „von der Nähe zur Ferne hin lernen“ und von den LehrerInnen dort abgeholt werden, wo sie sich derzeit befinden. Das bedeutet, dass von regionalen Bezügen, wie beispielsweise der Begehung einer der zahlreichen Römerstraßen um München oder dem Besuch der Römerschanze in Grünwald, auf die Fortschrittlichkeit der Römer Schlüsse gezogen werden können, ohne gleich ins ferne Rom reisen zu müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den gesetzlichen Rahmen durch die bayerische Verfassung dar und erläutert das Ziel der Arbeit, die Umsetzung der bayerischen Geschichte in den Lehrplänen G9 und G8 zu untersuchen.

2 . Heimatgeschichte im Geschichtsunterricht als Lernvoraussetzung und Lernziel: Dieses Kapitel erörtert die Bedeutung der Heimatgeschichte aus politischer und didaktischer Perspektive als Ausgangspunkt für ein tieferes historisches Verständnis.

3. Lehrplan 1992 (noch gültiger G9 Lehrplan): Hier wird der Aufbau und die stoffliche Orientierung des postcurricularen G9-Lehrplans analysiert, einschließlich seiner Vor- und Nachteile hinsichtlich der Behandlung bayerischer Geschichte.

4. Der aktuelle Geschichtslehrplan an bayerischen G8-Gymnasien: Das Kapitel betrachtet die Reform des G8-Lehrplans und die Herausforderungen bei der Umsetzung durch Lehrkräfte sowie die Integration regionalgeschichtlicher Aspekte.

5. Bayrische Geschichte im G8/G9 Lehrplan: Dieser Teil vergleicht die inhaltlichen Anteile bayerischer Geschichte in beiden Lehrplanmodellen und identifiziert thematische Lücken.

6. Schluss: Die Schlussbetrachtung resümiert die Unterschiede der beiden Lehrplangenerationen und gibt einen Ausblick auf die notwendige Balance zwischen Standardisierung und regionalgeschichtlicher Vertiefung.

Schlüsselwörter

Bayerische Geschichte, G8, G9, Geschichtsunterricht, Lehrplan, Heimatgeschichte, Geschichtsbewusstsein, Landesgeschichte, Didaktik, Bildungsstandards, Kultusministerium, Regionalgeschichte, Reform, Schulleben, historische Bildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht den Stellenwert und die Präsenz der bayerischen Landesgeschichte in den Lehrplänen des G8 und des G9 Gymnasiums in Bayern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentral sind der Verfassungsauftrag zur Heimatliebe, die didaktische Einbindung von Regionalgeschichte und der Vergleich der inhaltlichen Dichte bayerischer Themen in den beiden Lehrplan-Generationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, wie die bayerischen Lehrpläne die bayerische Geschichte berücksichtigen und ob sie den Erziehungsauftrag der bayerischen Verfassung (Artikel 131) erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Lehrplanuntersuchung, die Inhalte vergleichend gegenüberstellt und diese durch eine eigene tabellarische Ausarbeitung sowie fachdidaktische Literatur stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische und didaktische Begründung von Heimatgeschichte, die detaillierte Untersuchung der Strukturen von G9- und G8-Lehrplänen sowie den direkten Vergleich der Anteile bayerischer Geschichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Bayerische Geschichte, Lehrplan, G8/G9, Heimatgeschichte, Geschichtsbewusstsein und Didaktik.

Welche Schwächen des G8-Lehrplans identifiziert der Autor in Bezug auf die Landesgeschichte?

Der Autor bemängelt, dass der hohe Zeitdruck und die Themenfülle trotz der expliziten Nennung bayerischer Geschichte dazu führen können, dass diese zugunsten standardisierter Lernziele vernachlässigt wird.

Wie unterscheidet sich die didaktische Freiheit im G9 gegenüber dem G8 laut Arbeit?

Während das G9 durch seinen postcurricularen Charakter stärker steuernd wirkte, erfordert das G8 ein hohes Maß an Eigenverantwortung der Lehrkräfte bei der Auswahl regionalgeschichtlicher Inhalte.

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Details

Title
Präsenz der bayrischen Geschichte in den Lehrplänen des bayrischen G9/G8
Subtitle
Vergleich der Lehrpläne auf die Präsenz der bayrischen Geschichte hin
College
LMU Munich
Grade
1
Author
Ursi Plenk (Author)
Publication Year
2009
Pages
28
Catalog Number
V130682
ISBN (eBook)
9783640395255
ISBN (Book)
9783640395095
Language
German
Tags
Präsenz Geschichte Lehrplänen G9/G8 Vergleich Lehrpläne Präsenz Geschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ursi Plenk (Author), 2009, Präsenz der bayrischen Geschichte in den Lehrplänen des bayrischen G9/G8, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130682
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