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Möglichkeiten der Einbeziehung von Schülerinnen und Schülern in die Bewertung und Zensierung von Schülerleistungen im Sportunterricht

Title: Möglichkeiten der Einbeziehung von Schülerinnen und Schülern in die Bewertung und Zensierung von Schülerleistungen im Sportunterricht

Examination Thesis , 2009 , 108 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Paul Döring (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Summary Excerpt Details

In der Schule im Allgemeinen und im Schulfach Sport im Besonderen finden
Bewertungen und Zensierungen von Schülerleistungen in vielen Unterrichtssituationen
statt. Sie beeinflussen damit sowohl das Lehrer/innen-Schüler/innen-
Verhältnis als auch die Planung und Durchführung des Schulfaches Sport. Eigene
Erfahrungen des Verfassers und verschiedene Beiträge aus sportwissenschaftlichen
Veröffentlichungen geben den Sportunterricht aus Sicht der
Schülerinnen und Schüler als reinen Übungsprozess „von Note zu Note“ wieder. In
der Bewertung und Zensierung von Schülerleistungen werden dabei in der Regel
fremdbestimmte Normen und Maßstäbe als Grundlage der Beurteilung verwendet.
Diese Bewertungskriterien werden von den Schülerinnen und Schülern meist
hingenommen, aber nur selten vollständig akzeptiert oder verstanden. Durch diesen
Umstand kann das vielseitige Leisten im Sportunterricht zum bloßen „Noten-Machen“ degradiert werden und das Schüler/innen/interesse am Sporttreiben sowie
die damit verbundenen Sinnperspektiven können verloren gehen.

Seit vielen Jahrzehnten werden die Verbindlichkeit und der Zweck einer
Notenvergabe im Schulsport aus fachdidaktischer und fachpädagogischer
Sichtweise kontrovers diskutiert. Dabei stehen sowohl die Inhalte und Formen der
Notenvergabe als auch die Lehrerinnen und Lehrer als Zensierende im Fokus der
Debatte. Der Verfasser möchte in dieser Arbeit die Aufmerksamkeit im Bewertungs- und
Zensierungsprozess auf die Schülerinnen und Schüler lenken. Kann es nicht
möglich sein, dass durch die aktive Einbeziehung der Lernenden eine höhere
Transparenz der Notenvergabe, eine stärkere Identifikation mit dem vermittelten
Unterrichtstoff und ein Zuwachs an sozialen und kognitiven Kompetenzen
einhergehen!

Müssen Schülerleistungen im Sportunterricht bewertet oder zensiert werden?
Wie können Lehrerinnen und Lehrer eine „gerechte“ Notenvergabe im
Sportunterricht realisieren?
Welche Bedingungen müssen für eine Schülerpartizipation erfüllt sein?
Was für Zielstellungen sind damit verbunden?
Wie können konkrete Umsetzungsmöglichkeiten im Schulsport aussehen?
In was für einem Umfang und mit welcher Absicht können Schülerinnen und
Schüler in den Bewertungs- und Zensierungsprozess eingebunden werden?
Sind das Interesse und die Akzeptanz für mit- und selbstbestimmende
Unterrichtsprozesse auf Schüler/innen- und Lehrer/innen/seite vorhanden?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bewertung und Zensierung im Sportunterricht

2.1 Bildungs- und Erziehungsaspekte des Sportunterrichtes

2.2 Relevanz der Notengebung für das Fach Sport

2.3 Leistungsnote oder pädagogische Sportnote

3 Gegenstand der Zensierung und Bewertung im Sportunterricht

3.1 Definition von Leisten und Leistung im Sportunterricht

3.2 Bezugsebenen der Bewertung und Zensierung

3.2.1 Absolute und relative sportliche Leistung

3.2.2 Individuelle Lernvoraussetzungen und Lernfortschritte

3.2.3 Leistungswillen und Verhalten im Sportunterricht

3.3 Kritische Betrachtung der bezugsorientierten Notenfindung

4 Schülerpartizipation als Perspektive für Schule und Unterricht

4.1 Allgemeine Ziele der Schülermitbestimmung

4.1.1 Selbstständigkeit

4.1.2 Soziale Handlungsfähigkeit

4.1.3 Fächerübergreifende Kompetenzen

4.2 Schülermitbestimmung im Sportunterricht

4.2.1 Gemeinsame Planung

4.2.2 Kooperative Unterrichtsdurchführung

4.2.3 Gemeinsame Auswertung von Unterrichtseinheiten

5 Schülerpartizipation am Bewertungs- und Zensierungsprozess

5.1 Differenzierung zwischen Bewertungs- und Zensierungsmitbestimmung

5.2 Schülermitbestimmung bei der Zensierung von Schülerleistungen

5.2.1 Auswahl der Kriterien für die Beurteilung

5.2.2 Schülerinnen und Schüler geben Noten

5.2.3 Notenvergabe als gemeinsame „Verhandlungssache“

5.3 Schülermitbestimmung in der Bewertung

5.3.1 Selbstbewertung durch Schülerinnen und Schüler

5.3.2 Fremdbewertung durch Schülerinnen und Schüler

6 Praxis der Schülerpartizipation am Bewertungs- und Benotungsprozess

6.1 Publizierte fachdidaktische Beiträge

6.2 Erfahrungsbericht des Verfassers

6.3 Zusammenfassung

6.4 Studien zur Schülermitbestimmung am Bewertungs- und Benotungsprozess

7 Fazit

8 Anhang

9 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Möglichkeiten, Schülerinnen und Schüler aktiv in den Bewertungs- und Zensierungsprozess im Sportunterricht einzubeziehen. Ziel ist es, die Transparenz der Notengebung zu erhöhen, die Identifikation mit den Unterrichtsinhalten zu stärken sowie soziale und kognitive Kompetenzen der Lernenden zu fördern, anstatt den Sportunterricht auf ein reines „Notenmachen“ zu reduzieren.

  • Bewertung und Zensierung im Sportunterricht
  • Schülerpartizipation als pädagogisches Konzept
  • Methoden der Schülermitbestimmung (Planung, Durchführung, Auswertung)
  • Selbst- und Fremdbewertung durch Schülerinnen und Schüler
  • Vergleich von Leistungsnote und pädagogischer Sportnote

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Absolute und relative sportliche Leistung

Das Leisten als Prozess der qualitativen und quantitativen Verbesserung kann ohne eine Orientierung an Gütemaßstäben, Bezugsnormen oder inhaltlichen Kriterien nicht zielgerichtet und planmäßig erfolgen. In der Praxis werden Leistungsstand-Vergleiche angestrebt, durch die es möglich ist, den Fortschritt oder die Stagnation der individuellen Leistungsfähigkeit einzuordnen. Dies geschieht entweder in Form der sozialen Bezugsnorm, die sich aus dem Vergleich zwischen verschiedenen Individuen ergibt oder mittels der individuellen Bezugsnorm, die den aktuellen Leistungsstand mit früheren Ergebnissen vergleicht. Die Veränderung des Leistungsstandes, in positivem und negativem Sinne, wird zur besseren Nachvollziehbarkeit und zum allgemeinen Verständnis an sportartenspezifische Gütemaßstäbe gebunden. Diese werden in Wettkampfregeln und offiziellen Vereinbarungen festgehalten. Allgemein lassen sich folgende, allgemeinhin gültige Leistungsziele in Abhängigkeit zur Spielidee oder Sportart anführen: Zeitminimierung, Distanz- und Treffermaximierung, Gestaltoptimierung, Positionserzwingung und Lastmaximierung. Diese Kriterien bieten gleichermaßen ein verankertes Orientierungsmaß im Sportunterricht, sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für die Lehrkräfte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der fremdbestimmten Notengebung im Sportunterricht und stellt die Forschungsfrage, ob durch aktive Schülerpartizipation eine höhere Transparenz und Kompetenzförderung erreicht werden kann.

2 Bewertung und Zensierung im Sportunterricht: Dieses Kapitel differenziert zwischen den Begriffen Bewertung und Zensierung und diskutiert die Bildungs- und Erziehungsaufträge sowie die Relevanz der Notengebung im Fach Sport.

3 Gegenstand der Zensierung und Bewertung im Sportunterricht: Hier werden Definitionen von Leisten und Leistung sowie die verschiedenen Bezugsebenen (sachbezogen, individuell, prozessual-sozial) erörtert, die der Notenfindung zugrunde liegen.

4 Schülerpartizipation als Perspektive für Schule und Unterricht: Dieses Kapitel erläutert die allgemeinen Ziele der Mitbestimmung sowie deren konkrete Umsetzungsmöglichkeiten im Sportunterricht durch gemeinsame Planung, Durchführung und Auswertung.

5 Schülerpartizipation am Bewertungs- und Zensierungsprozess: Der Hauptteil vertieft die Möglichkeiten der aktiven Einbindung von Schülerinnen und Schülern in den Beurteilungsprozess, inklusive Selbst- und Fremdbewertungsmethoden.

6 Praxis der Schülerpartizipation am Bewertungs- und Benotungsprozess: Anhand von publizierten Beiträgen und eigenen Erfahrungen des Verfassers werden praktische Ansätze und deren Vor- und Nachteile sowie wissenschaftliche Studien diskutiert.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer pädagogischen, an Prozessen orientierten Leistungsbewertung unter bewusster Einbeziehung der Schülerschaft.

Schlüsselwörter

Sportunterricht, Notengebung, Schülerpartizipation, Leistungsbewertung, Zensierung, Selbstbewertung, Fremdbewertung, pädagogische Sportnote, Kompetenzentwicklung, Sportdidaktik, Leistungsfortschritt, Schülermitbestimmung, Unterrichtsqualität, Leistungsverhalten, Bezugsnormen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung der traditionellen Notengebung im Schulsport und untersucht, wie Schülerinnen und Schüler durch aktive Partizipation in Bewertungs- und Zensierungsprozesse eingebunden werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Differenzierung zwischen Leistungs- und pädagogischer Note, die Bedeutung der Schülerpartizipation für die Identifikation mit dem Unterricht sowie die methodische Gestaltung von Selbst- und Fremdbewertungsansätzen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erforschung einer "gerechteren" Notengebung, die durch aktive Einbeziehung der Lernenden Transparenz schafft und gleichzeitig den Erwerb sozialer und kognitiver Kompetenzen fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Verfasser nutzt eine theoretische Aufarbeitung fachdidaktischer Literatur kombiniert mit einer Analyse praktischer Anwendungsbeispiele sowie die Auswertung wissenschaftlicher Erhebungen zu den Einstellungen von Schülern und Lehrern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Leistungsbewertung, die Ziele der Schülermitbestimmung und detaillierte praktische Modelle zur Einbindung der Schüler bei Planung, Beurteilung und Auswertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Sportunterricht, Schülerpartizipation, Leistungsbewertung, pädagogische Sportnote, Selbstbewertung und Kompetenzentwicklung.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Bewertung und Zensierung für den Autor wichtig?

Der Autor betont, dass die Zensierung hoheitliche Aufgabe der Lehrkraft bleiben muss, während die Bewertung als qualitativer Rückmelde- und Lernprozess eine hohe Partizipationsmöglichkeit bietet.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Leistungsfortschritts?

Der Leistungsfortschritt (LFN) wird als wichtiges Instrument gesehen, um auch schwächeren Schülern Erfolgserlebnisse zu ermöglichen, darf aber die objektiv ermittelte sportliche Leistung nicht vollständig in der Bedeutung verdrängen.

Welche Herausforderungen sieht der Verfasser bei der Einführung von Schülerpartizipation?

Der Verfasser nennt den hohen organisatorischen Zeitaufwand und die Gefahr einer möglichen Überforderung oder Frustration sowohl bei Lehrkräften als auch bei Schülern, wenn Partizipation nicht schrittweise eingeführt wird.

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Details

Title
Möglichkeiten der Einbeziehung von Schülerinnen und Schülern in die Bewertung und Zensierung von Schülerleistungen im Sportunterricht
College
Martin Luther University
Grade
1,5
Author
Paul Döring (Author)
Publication Year
2009
Pages
108
Catalog Number
V130725
ISBN (eBook)
9783640361250
ISBN (Book)
9783656567882
Language
German
Tags
Möglichkeiten Einbeziehung Schülerinnen Schülern Bewertung Zensierung Schülerleistungen Sportunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Paul Döring (Author), 2009, Möglichkeiten der Einbeziehung von Schülerinnen und Schülern in die Bewertung und Zensierung von Schülerleistungen im Sportunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130725
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