Die Seminararbeit beschäftigt sich damit, dass institutionelle Widerstände den Empowerment-Prozess in einer stationären Einrichtung behindern oder gar Rückschritte bewirken können. Aufgezeigt werden die Herausforderungen, die Institutionen mittels defizitorientierter Einschätzungsbögen und einer möglichst sparsamen Fallbearbeitung an die Praxis der sozialen Arbeit stellen.
Dies soll am praktischen Beispiel der Erfahrungen, die eine Klientin aus einer stationären Suchthilfeeinrichtung machen musste, untersucht werden. Diese Negativbewertungen, welche von verschiedenen Ämtern verlangt werden, können dazu führen, dass ein respektvoller und rücksichtsvoller Umgang mit der Zeit, die der Klient benötigt, in manchen Fällen stark eingeschränkt wird. Denn ist dieser bereit, eigene Lebensentwürfe in Angriff zu nehmen und mit Hilfe seines Mentors selbstbestimmt in sein "neues" Leben zu starten, dann sind meist die Budgets für den jeweiligen Hilfesuchenden aufgebraucht und er muss sich allein in den "Dschungel" der Gesellschaft stürzen.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Empowerment
- Der Begriff Empowerment
- Ausgangspunkt und Ziele des Empowerments
- Die Aufgaben des professionellen Helfers im Empowerment-Konzept
- Zusammenfassung Empowerment
- Grenzen des Empowerments in der Praxis der Sozialen Arbeit
- Die verschiedenen Widerstände in der Empowerment-Praxis
- Die Ebene der institutionellen Widerstände
- Die Beeinflussung der institutionellen Widerstände an einem Klientenbeispiel
- Die Einrichtung in der sich die Klientin befindet
- Die Klientin
- Die Bedürftigkeit der Klientin
- Der Bezug zu den institutionellen Widerständen
- Zusammenfassung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit den Herausforderungen, die institutionelle Widerstände im Empowerment-Prozess in einer stationären Einrichtung mit sich bringen. Es werden insbesondere die Auswirkungen defizitorientierter Einschätzungsbögen und sparsamer Fallbearbeitung auf die Praxis der sozialen Arbeit untersucht. Der Fokus liegt dabei auf einem konkreten Fallbeispiel aus einer stationären Suchthilfeeinrichtung. Die Arbeit zielt darauf ab, aufzuzeigen, wie diese institutionellen Vorgaben den Empowerment-Prozess behindern und ein respektvolles und zeitgerechtes Vorgehen im Umgang mit Klienten erschweren können.
- Institutionelle Widerstände im Empowerment-Prozess
- Defizitorientierte Einschätzungsbögen und sparsame Fallbearbeitung
- Auswirkungen auf die Praxis der Sozialen Arbeit
- Beispiel einer Klientin aus einer stationären Suchthilfeeinrichtung
- Behinderung des Empowerment-Konzepts durch institutionelle Vorgaben
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einführung: Die Einleitung stellt das Zitat von Ebner-Eschenbach vor, welches als Ausgangspunkt für die Arbeit dient. Es wird erläutert, dass Zeit für Handlungsfähigkeit benötigt wird, aber dass verschiedene Hindernisse, insbesondere institutionelle Widerstände, den Empowerment-Prozess in stationären Einrichtungen beeinträchtigen können.
- Kapitel 2: Empowerment: Dieses Kapitel befasst sich mit dem Begriff Empowerment und seinen Zielen. Es wird deutlich, dass Empowerment einen Perspektivwechsel in der Sozialen Arbeit erfordert, der auf die Stärken und Kompetenzen von Menschen fokussiert. Empowerment beinhaltet einen Prozess der Selbstfindung und Selbstbestimmung, der den Klienten helfen soll, ihre inneren Ressourcen zu aktivieren und ein positives Selbstbild zu entwickeln.
- Kapitel 3: Grenzen des Empowerments in der Praxis der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel untersucht die verschiedenen Widerstände, denen Empowerment in der Praxis begegnet. Es werden verschiedene Ebenen von Widerständen analysiert, wobei der Fokus auf den institutionellen Widerständen liegt.
- Kapitel 4: Die Beeinflussung der institutionellen Widerstände an einem Klientenbeispiel: Dieses Kapitel analysiert ein konkretes Fallbeispiel aus einer stationären Suchthilfeeinrichtung, um die Auswirkungen institutioneller Widerstände auf den Empowerment-Prozess zu verdeutlichen.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Empowerment, institutionelle Widerstände, defizitorientierte Einschätzungsbögen, sparsame Fallbearbeitung, stationäre Einrichtung, Suchthilfe, Empowerment-Praxis, soziale Arbeit, Klientenbeispiel, Ressourcenorientierung, Stärkenfokus, Selbstbestimmung.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Empowerment in der Sozialen Arbeit?
Empowerment ist ein Konzept, das auf die Stärken und Ressourcen der Klienten fokussiert. Es zielt darauf ab, Menschen zur Selbstbestimmung und zur aktiven Gestaltung ihres Lebens zu befähigen.
Welche institutionellen Widerstände behindern Empowerment?
Widerstände entstehen oft durch defizitorientierte Einschätzungsbögen, starre bürokratische Vorgaben der Ämter und eine auf Sparsamkeit ausgerichtete Fallbearbeitung, die wenig Raum für individuelle Zeitbedürfnisse lässt.
Warum sind defizitorientierte Einschätzungsbögen problematisch?
Sie konzentrieren sich auf die Mängel statt auf die Potenziale der Klienten. Dies kann dazu führen, dass Klienten auf ihre Probleme reduziert werden, was dem ressourcenorientierten Ansatz des Empowerments widerspricht.
Welches Praxisbeispiel wird in der Arbeit untersucht?
Die Arbeit analysiert die Erfahrungen einer Klientin in einer stationären Suchthilfeeinrichtung, um die negativen Auswirkungen institutioneller Hürden zu verdeutlichen.
Was passiert, wenn Budgets für Hilfesuchende aufgebraucht sind?
Oft müssen Klienten die Einrichtung verlassen und sich allein im gesellschaftlichen „Dschungel“ zurechtfinden, genau dann, wenn sie eigentlich bereit wären, ihre neuen Lebensentwürfe stabil umzusetzen.
Welche Aufgabe hat der professionelle Helfer beim Empowerment?
Der Helfer fungiert als Mentor, der den Klienten dabei unterstützt, eigene Ressourcen zu entdecken und die Selbstfindung zu fördern, statt lediglich Probleme zu verwalten.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Empowerment in der Sozialen Arbeit. Die Rolle der institutionellen Widerstände, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1307389