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Übersetzung und Analyse der Verse 513-530 des zweiten Buches der 'Ars Amatoria' von Ovid

Title: Übersetzung und Analyse  der Verse 513-530 des zweiten Buches der 'Ars Amatoria' von Ovid

Term Paper , 2007 , 11 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Lena Binder (Author)

Latin philology - Literature
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Summary Excerpt Details

Diese Hausarbeit soll sich mit den Versen 513-530 des zweiten Buches der Ars Amatoria von Ovid auseinandersetzen. Die soeben genannten Verse sind etwa im letzten Drittel des Liber Secundus anzuordnen. Während das erste Buch der Ars Amatoria dem Liebenden Ratschläge gibt, auf welche Weise er ein Mädchen erwerben kann, werden nun im zweiten Buch Tipps zur dauerhaften Erhaltung der Liebe aufgeführt.
Der zu analysierende Textabschnitt klärt über die zahlreichen Leiden der Liebe auf, auf welche der Liebende sich gefasst machen muss. Ovid spart dabei nicht an Beispielen und Metaphern, die den Liebenden auf seine Leiden vorbereiten bzw. ihn vor Problemen warnen sollen.
In Teil II dieser Arbeit wird eine Übersetzung der Verse 513-530 geliefert. Im Anschluss soll in Teil III mithilfe der Kommentare von Brandt und Janka der Originaltext analysiert und interpretiert und die Übersetzung ins Deutsche, die in Teil II geliefert wurde, erläutert werden. Der zugrundeliegende lateinische Text ist in der Oxford Ausgabe von E. J. Kenney von 1994 zu finden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Übersetzung

III. Analyse der Textstelle und Kommentar zur Übersetzung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den Versen 513–530 des zweiten Buches von Ovids "Ars Amatoria" auseinander. Das primäre Ziel ist es, die in diesem Abschnitt enthaltenen Ratschläge zum Umgang mit den Leiden der Liebe durch eine eigene Übersetzung sowie eine anschließende wissenschaftliche Analyse und Interpretation der antiken Metaphorik und Textkritik zu erschließen.

  • Analyse ovidischer Metaphern aus den Bereichen Ackerbau und Seefahrt
  • Untersuchung der elegischen Topoi und deren Bedeutung für das Werbeverhalten
  • Textkritische Betrachtung der lateinischen Vorlage von E. J. Kenney
  • Erläuterung der Rolle von Geduld und Zurückhaltung in der antiken Liebeslehre

Auszug aus dem Buch

III. Analyse der Textstelle und Kommentar zur Übersetzung

Bereits in Vers 513/514 des vorliegenden Textes vermittelt Ovid seine Kenntnisse über die Liebe mithilfe von Metaphern. So erläutert Janka, dass die Analogien aus dem Bereich des Ackerbaus sowie aus der Seefahrt den Leser „vor allzu leichtfertiger Zuversicht“ bewahren mögen: Wenn man sät, heißt dies noch nicht, dass der Acker einem mehr zurückgibt; wenn man auf die See fährt, heißt dies nicht, dass man problemlos zum Ziel kommt, weil der Wind einem hilft. Verstärkt wird die Warnung durch die Anapher non semper/nec semper, welche auf die wiederkehrenden Mühen, die jedoch oftmals vergeblich sind, hinweist. Brandt merkt an, dass „das Verhältnis zwischen dem den Acker bebauenden Menschen und der gabenspendenden Erde [...] nach alter und bekannter Auffassung“ auf Darlehen beruht. Diese Saatmetaphorik ist laut Janka seit Tibull im erotischen Sinne bekannt.

Die Verwendung von sulcus ist als eine erotische Anspielung aufzufassen, da sulcus als Metapher für das weibliche Sexualorgan durchaus üblich ist. Janka erklärt die Verwendung dieser Metapher als Bild der „Abträglichkeit weiblicher Bewegung beim Geschlechtsakt für die Empfängnis.“

Der Vorschlag zur Übersetzung von aura als „günstiger Fahrtwind“ stammt von Janka, der dem Verb adiuvare die Bedeutung „helfen“ entnommen und diese Bedeutungskomponente hilfreich/günstig auf aura projiziert und in der Übersetzung verdeutlicht hat. Aura einfach nur als „Wind“ zu übersetzen finde ich ebenfalls irreführend, da Wind schwankenden Schiffen ja nicht helfen kann, sondern im Gegenteil, sie noch weiter ins Schwanken bringt. Der Vorschlag von Janka wurde also übernommen, um die Verständlichkeit des Verses zu geben. Das Schwanken des Schiffes verdeutlicht die Gefahren, die ein Liebhaber zu bewältigen hat und die unstete Situation, in der er sich befindet, auch wenn er bereits ein Mädchen erobert hat.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Verse 513–530 des zweiten Buches der Ars Amatoria vor und erläutert die methodische Vorgehensweise bei der Übersetzung und Analyse.

II. Übersetzung: Dieses Kapitel präsentiert die deutsche Übertragung der gewählten Verspassage, welche die Leiden der Liebe und das notwendige Verhalten des Liebenden thematisiert.

III. Analyse der Textstelle und Kommentar zur Übersetzung: Hier wird der Originaltext eingehend unter Verwendung der Kommentare von Brandt und Janka interpretiert, wobei insbesondere die Metaphorik und textkritische Aspekte beleuchtet werden.

Schlüsselwörter

Ovid, Ars Amatoria, Liebesleiden, Metaphorik, Antike Literatur, Übersetzungskritik, Elegischer Topos, Liebe, Geduld, Textkritik, Ackerbau-Metapher, Seefahrt-Metapher, Erotik, Werbeverhalten, Interpretationsanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Interpretation einer spezifischen Passage (Verse 513–530) aus dem zweiten Buch von Ovids "Ars Amatoria".

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die ovidischen Ratschläge für Liebende, die Handhabung von Liebesleiden und der elegische Topos des Verhaltens bei einer verschlossenen Tür.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine präzise Übersetzung der Verse ins Deutsche sowie eine wissenschaftlich fundierte Erläuterung der rhetorischen Stilmittel und der inhaltlichen Aussagen Ovids.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine philologische Textanalyse angewandt, die sich auf textkritische Kommentare (u.a. Janka und Brandt) stützt, um die Bedeutung der Metaphern und die Wortwahl zu begründen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Übersetzung und eine detaillierte, versweise Analyse der lateinischen Metaphorik und der antiken Auffassungen von Liebe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Ovid, Ars Amatoria, Liebesleiden, Metaphorik, Elegischer Topos und Übersetzungskritik.

Welche Funktion hat die "Saatmetaphorik" in Ovids Text?

Sie dient dazu, dem Leser zu verdeutlichen, dass Anstrengung in der Liebe nicht zwangsläufig zum Erfolg führt, ähnlich wie eine Saat nicht garantiert, dass der Acker Ertrag liefert.

Warum betont die Autorin die Übersetzung von "aura"?

Die Autorin argumentiert, dass die Übersetzung als "günstiger Fahrtwind" den Kontext des schwankenden Schiffes und die unstete Lage des Liebenden besser verdeutlicht als die bloße Übersetzung als "Wind".

Welche Bedeutung kommt dem "decorum" im letzten Vers zu?

Das "decorum" dient als Maßstab für den Liebenden, um trotz aller Unterwürfigkeit und Leidensbereitschaft nicht ins Aufdringliche zu verfallen und dadurch die Gunst der Geliebten zu verlieren.

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Details

Title
Übersetzung und Analyse der Verse 513-530 des zweiten Buches der 'Ars Amatoria' von Ovid
College
University of Cologne  (Institut für Altertumskunde)
Course
Proseminar "Ars Amatoria" von Ovid
Grade
2,3
Author
Lena Binder (Author)
Publication Year
2007
Pages
11
Catalog Number
V130745
ISBN (eBook)
9783640367696
ISBN (Book)
9783640367993
Language
German
Tags
Analyse Verse Buches Amatoria Ovid
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lena Binder (Author), 2007, Übersetzung und Analyse der Verse 513-530 des zweiten Buches der 'Ars Amatoria' von Ovid , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130745
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