Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, hierarchische und laterale Führung in Bezug auf die jeweils erforderlichen Kompetenzen, zur Verfügung stehender Instrumente und hinsichtlich ihrer gängigen Einsatzbereiche zu vergleichen. Dies erfolgt unter der Fragestellung: Inwieweit ist die Anwendung hierarchischer Mitarbeiterführung noch zeitgemäß?
Im Hauptteil dieser Arbeit geht es um die Erläuterung beider Führungsstile, während im zweiten Teil Unterschiede hinsichtlich der praktischen Anwendung aufzeigt werden und abschließend die Notwendigkeit neuer Kompetenzen diskutiert wird. Eine vorhergehende Erläuterung des Führungsbegriffs und des Führungsverhaltens liegt diesem Abschnitt zugrunde.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Untersuchungsthema
2.1 Begriff der Führung
2.2 Führungsverhalten
2.3 Kompetenzen in der Führung
2.4 Hierarchische Führung
2.4.1 Begriff und Abgrenzung
2.4.2 Drei Ebenen hierarchischer Führung
2.4.3 Kompetenzen in der hierarchischen Führung
2.4.4 Instrumente und Grenzen hierarchischer Führung
2.4.5 Einsatzbereiche hierarchischer Führung
2.5 Laterale Führung
2.5.1 Begriff und Abgrenzung
2.5.2 Drei Ebenen lateraler Führung
2.5.3 Kompetenzen in der lateralen Führung
2.5.4 Instrumente und Grenzen lateraler Führung
2.5.5 Einsatzbereiche lateraler Führung
2.6 Diskussion, Reflexion und Ausblick
Zielsetzung & Forschungsthemen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Vergleich zwischen hierarchischer und lateraler Führung, wobei der Fokus auf den jeweils erforderlichen Kompetenzen, verfügbaren Instrumenten und den gängigen Einsatzbereichen liegt. Zentral ist dabei die Beantwortung der Frage, inwieweit klassische hierarchische Führung im modernen Arbeitsumfeld noch als zeitgemäß betrachtet werden kann.
- Vergleich von hierarchischen und lateralen Führungsstilen
- Analyse notwendiger Kompetenzprofile für Führungskräfte
- Untersuchung von Macht, Vertrauen und Kommunikation als Einflussfaktoren
- Bewertung von Instrumenten und Einsatzmöglichkeiten in der modernen Arbeitswelt
- Diskussion der Trends in Richtung beidhändiger Führung (Ambidextrie)
Auszug aus dem Buch
2.4.1 Begriff und Abgrenzung
Die traditionelle hierarchische Führung wurde bis vor nur ein paar Dekaden für den buchstäblich einzig ernstzunehmenden Führungsstil gehalten, hat jedoch Gürtler (2013, S. 25) zufolge auch in Zeiten verbesserter Kommunikationsmittel eine dauerhafte Existenzberechtigung. Pearce et al. (2003, S. 300) charakterisieren sie als primär auf direktiven Befehlsstrukturen basierendes Führungsverhalten, bei der die Entscheidungskompetenz vollständig bei der Führungsperson liegt (Martin et al. 2013, S. 1373). Die herkömmliche, hierarchische Führung fußt auf einem kontrollierenden Managementmodell, in dem die Führungsperson allein Entschlüsse fällt und diese den Geführten mitteilt (von Au 2016, S. 29). Kennzeichnend für diesen Führungsstil sind Kontrolle und Distanz (David 2002, S. 62) verbunden mit hierarchischer Weisungsbefugnis (Kühl 2016, S. 252). Die häufig auch als 'Command and Control' bezeichnete Art der Führung fokussiert sich auf die Prüfung von Arbeitsqualität, der Ahndung von unerwünschtem Mitarbeiterverhalten durch Sanktionierung, während fachliche Themen eine untergeordnete Rolle spielen (Hauzenberger 2021). Um die Methode der hierarchischen und lateralen Führung hinsichtlich Kompetenzen, Grenzen und Instrumente detaillierter ausführen zu können, werden sowohl die hierarchische als auch die laterale Führung anhand drei Einflussmechanismen bzw. Ebenen beschrieben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Arbeit motiviert den Vergleich der beiden Führungsstile aus der Erfahrung der Autorin in der Film- und Medienbranche und begründet die wachsende Bedeutung lateraler Führung.
2. Untersuchungsthema: Dieses Kapitel legt die theoretische Basis durch Definitionen von Führung und Führungsverhalten sowie die Kategorisierung von Führungskompetenzen.
2.4 Hierarchische Führung: Es werden die Merkmale, Kompetenzen, Instrumente und Grenzen des klassischen, kontrollorientierten Führungsstils in hierarchischen Strukturen detailliert beleuchtet.
2.5 Laterale Führung: Dieses Kapitel erläutert das Konzept des "Führens von der Seite" ohne formale Weisungsbefugnis und stellt die zentralen Erfolgsfaktoren dar.
2.6 Diskussion, Reflexion und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse kritisch reflektiert und die Notwendigkeit einer beidhändigen Führung (Ambidextrie) in modernen Unternehmen diskutiert.
Schlüsselwörter
Führung, Hierarchische Führung, Laterale Führung, Führungskompetenzen, Management, Organisationsstruktur, Projektmanagement, Vertrauen, Kommunikation, Machtausübung, Ambidextrie, Digitale Transformation, Führungsstil, Mitarbeiterführung, Projektleitung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert und vergleicht die Ansätze der hierarchischen und lateralen Führung hinsichtlich ihrer praktischen Anwendung, der benötigten Kompetenzen und ihrer heutigen Relevanz.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Führungstheorie, Kompetenzmodelle, der Einfluss von Macht und Vertrauen sowie die strukturellen Rahmenbedingungen von Organisationen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie sich hierarchische und laterale Führung unterscheiden und inwieweit klassische hierarchische Führung im heutigen Arbeitskontext noch zeitgemäß ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung anhand einer Literaturanalyse, die verschiedene wissenschaftliche Modelle und Studien kritisch gegenüberstellt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil erläutert die theoretischen Grundlagen der Führung, differenziert zwischen hierarchischer und lateraler Führung in Bezug auf Instrumente und Ebenen und diskutiert notwendige neue Kompetenzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Zu den Kernbegriffen zählen Führung, Lateralität, Hierarchie, Kompetenzentwicklung, Ambidextrie und Organisationswandel.
Warum wird die "Sandwich-Position" im Kontext der Führung erwähnt?
Die Sandwich-Position beschreibt Manager der mittleren Ebene, die sich im Spannungsfeld zwischen Unternehmensinteressen und Mitarbeiterbedürfnissen befinden und somit häufig lateral führen müssen.
Was bedeutet "Ambidextrie" im Sinne dieser Arbeit?
Beidhändige Führung (Ambidextrie) beschreibt einen Führungsstil, der flexibel zwischen dem klassischen hierarchischen und dem agilen lateralen Stil wechselt, um aktuelle Anforderungen und Innovation zu vereinen.
Inwiefern beeinflusst die digitale Transformation das Führungsverhalten?
Die digitale Transformation erzwingt flachere Strukturen, komplexere Zusammenarbeit in Netzwerken und verringert die Wirksamkeit reiner Machtausübung, was neue Kompetenzen erforderlich macht.
- Quote paper
- Mario Ziemkendorf (Author), 2021, Kompetenzen, Instrumente und Einsatzbereiche hierarchischer und lateraler Führungskräfte im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1307590