Das Ziel dieser Seminararbeit ist es, das Thema Unternehmensbewertung grundlegend vorzustellen und dabei das Discounted Cash-Flow-Verfahren und die verschiedenen Ansätze innerhalb des DCF-Verfahrens darzustellen. Dazu wird der Unternehmenswert eines fiktiven Unternehmens mit dem DCF Verfahren ermittelt. Zum Abschluss der Seminararbeit werden die Vor- und Nachteile der DCF-Verfahren analysiert. Der Gang der Arbeit ist folgendermaßen gegliedert. Einleitend werden zunächst in Kapitel zwei und drei die theoretischen Grundlagen der Unternehmensbewertung und die Charakteristiken der Discounted-Cash-Flow-Methode vorgestellt. Nachfolgend werden dann in Kapitel vier die theoretischen Informationen im Kontext einer beispielhaften Unternehmensbewertung der Max Mustermann GmbH untersucht. Im Anschluss daran folgt noch eine Analyse der Vor- und Nachteile der DCF-Verfahren und eine Zusammenfassung.
Für die Berechnung von potenziellen Preisen für ganze Unternehmen oder Unternehmensanteile ist die Unternehmensbewertung zuständig. In der Praxis wird der Bewertung von Unternehmen eine zunehmend bedeutsamere Rolle zugeschrieben. Im Besonderen bei Übernahmen und Fusionen von Unternehmen, aber auch bei der Abwicklung von aktien- beziehungsweise umwandlungsrechtlichen Maßnahmen ist die Unternehmensbewertung unerlässlich. Es existieren eine Vielzahl an unterschiedlichen Verfahren, um den Wert eines Unternehmens zu bestimmen. Heutzutage allerdings findet die Bewertung von Unternehmen zunehmend über die Cashflows statt. Hierzu wird in der Finanzlehre das sogenannte "Discounted-Cashflow-Verfahren" genutzt. Bei diesem Verfahren wird der Unternehmenswert durch Diskontierung der Cashflows ermittelt. Das Discounted-Cashflow-Verfahren als auch die Ertragswertmethode sind wesentliche Bestandteile der Unternehmensbewertung und zählen zu den wichtigsten Verfahren in der Aktien- und Bewertungsbranche.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen der Unternehmensbewertung
2.1 Bewertungsanlässe und Funktionen
2.2 Verfahren der Unternehmensbewertung
3 Theoretische Grundlagen des DCF-Verfahrens
3.1 Das Discounted-Cash-Flow-Verfahren
3.2 Cashflow, Free Cashflow
3.3 Diskontierung
4 Überblick der verschiedenen DCF-Verfahren
4.1 Brutto- versus Nettokapitalisierung
4.2 WACC-Ansatz
4.3 APV-Ansatz
4.4 Equity-Ansatz
4 Unternehmensbewertung mit dem WACC-Ansatz
4.1 Unternehmensbewertung: Max Mustermann GmbH
4.2 Vorteile des DCF-Verfahrens
4.3 Nachteile des DCF-Verfahrens
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der vorliegenden Seminararbeit ist es, eine grundlegende Einführung in die Thematik der Unternehmensbewertung zu geben, wobei der Fokus insbesondere auf dem Discounted-Cashflow-Verfahren und dessen verschiedenen Ansätzen liegt. Zur Verdeutlichung der theoretischen Konzepte wird der Unternehmenswert eines fiktiven Unternehmens, der Max Mustermann GmbH, exemplarisch mittels des WACC-Ansatzes ermittelt, um abschließend die Vor- und Nachteile dieses Verfahrens kritisch zu analysieren.
- Grundlagen und Funktionen der Unternehmensbewertung
- Methodik und Ansätze des Discounted-Cashflow-Verfahrens (DCF)
- Praxisnahe Unternehmensbewertung mittels WACC-Methode
- Analyse der Sensitivität von Bewertungsparametern
- Diskussion der Vor- und Nachteile von DCF-Verfahren
Auszug aus dem Buch
3.1 Das Discounted-Cash-Flow-Verfahren
Das Discounted-Cash-Flow-Verfahren oder kurz DCF-Verfahren, gilt als das Standardverfahren der Unternehmensbewertung und stellt eine Ausprägung der zukunftsbezogenen Gesamtbewertungsverfahren da. Der Unternehmenswert wird bei dem DCF-Verfahren durch die Prognose und Diskontierung zukünftiger Cashflows ermittelt. Die Cashflows bilden die Erwartenden Zahlungen des zu bewertenden Unternehmens an seine Kapitalgeber ab. Im Rahmen verschiedenster Unternehmenstransaktionen bildet das DCF-Verfahren die wesentliche Grundlage für die Wertermittlung. Sie überwindet die Schwierigkeiten bei der Anwendung des Ertragswertverfahrens, die in der Prognose zukünftiger Einzahlungsüberschüsse liegen. Das DCF-Verfahren wurde in den USA entwickelt und hat sich auch in Europa immer stärker durchgesetzt.
Basis des DCF-Verfahrens ist die Kapitalwertmethode. Bei dieser Methode wird der Nettokapitalwert durch die Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme auf den Bewertungsstichtag und Abzug der Anfangszahlung ermittelt. Um die grundsätzliche Vorgehensweise des DCF-Verfahrens zu verstehen, hier ein einfaches Beispiel: Nettokapitalwert = - 500 + 80/1,1^1 + 80/1,1^2 + (80 + 500)/1,1^3 = 74,61.
In diesem Beispiel gibt es eine Anfangszahlung für eine Investition von 500 Geldeinheiten im Zeitpunkt t = 0. In den Folgejahren von t = 1 bis t = 3 haben wir Einzahlungen von je 80 Geldeinheiten und eine zusätzliche Rückzahlung der ursprünglichen Investition in der Höhe von 500 Geldeinheiten. Nach Abzinsung der künftigen Rückflüsse mit dem Diskontierungszinssatz von 10% ergibt sich ein Nettokapitalwert von 74,61. Dadurch, dass der Nettokapitalwert positiv ist, würde sich die Investition unter rein finanziellen Gesichtspunkten lohnen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der korrekten Unternehmensbewertung ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Seminararbeit.
2 Theoretische Grundlagen der Unternehmensbewertung: Hier werden die Bewertungsanlässe systematisiert und die gebräuchlichen Bewertungsverfahren vorgestellt.
3 Theoretische Grundlagen des DCF-Verfahrens: Dieses Kapitel widmet sich der Funktionsweise von DCF-Verfahren, der Ermittlung von (Free) Cashflows und dem Prinzip der Diskontierung.
4 Überblick der verschiedenen DCF-Verfahren: Dieser Abschnitt differenziert methodisch zwischen Brutto- und Nettokapitalisierung sowie spezifischen Ansätzen wie WACC, APV und Equity-Ansatz.
4 Unternehmensbewertung mit dem WACC-Ansatz: Anhand einer fiktiven Max Mustermann GmbH wird die praktische Anwendung der WACC-Methode sowie die Analyse der Verfahrensvor- und nachteile demonstriert.
5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse der Seminararbeit zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Sensitivitäten bei der Anwendung von Bewertungsverfahren zu berücksichtigen.
Schlüsselwörter
Unternehmensbewertung, Discounted-Cashflow, DCF-Verfahren, WACC-Ansatz, Free Cashflow, Kapitalwertmethode, Eigenkapitalkosten, Fremdkapitalkosten, Beta-Faktor, Unternehmenswert, Finanzanalyse, Investitionstheorie, Diskontierung, Tax Shield, Bewertungsmethode
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Discounted-Cashflow-Verfahren (DCF) als Methode zur Unternehmensbewertung und erörtert dessen theoretische Grundlagen sowie praktische Umsetzung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Unternehmenswertermittlung, die Differenzierung verschiedener DCF-Ansätze sowie die Analyse der spezifischen Stärken und Schwächen der Methode.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, das DCF-Verfahren grundlegend vorzustellen, anhand eines fiktiven Beispiels anzuwenden und die Vor- sowie Nachteile kritisch zu reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Bewertung verwendet?
Die Arbeit verwendet primär das WACC-Verfahren (Weighted Average Cost of Capital) innerhalb des DCF-Konzepts.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der DCF-Verfahren deren diverse Ausprägungen wie WACC, APV und Equity-Ansatz analysiert und praktisch auf eine Beispiel-GmbH angewandt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Charakteristische Begriffe sind unter anderem Unternehmensbewertung, DCF-Verfahren, Free Cashflow, Kapitalkosten, Beta-Faktor und Unternehmenswert.
Wie groß ist der Einfluss des Beta-Faktors auf den ermittelten Unternehmenswert?
Der Beta-Faktor besitzt eine hohe Sensitivität; kleinste Änderungen können zu signifikanten Schwankungen des Unternehmenswertes führen, wie das Praxisbeispiel mit einer 30-prozentigen Wertveränderung verdeutlicht.
Warum wird im Beispiel der Max Mustermann GmbH eine "ewige Rente" angesetzt?
Die ewige Rente dient der Berücksichtigung des Unternehmenswertes im Anschluss an die Detailplanungsphase unter der Annahme einer unendlichen Lebensdauer und eines stabilen Gleichgewichtszustandes.
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- Anonym (Author), 2021, Unternehmensbewertung mit dem Discounted-Cashflow-Verfahren. Vor- und Nachteile, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1307702