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Moral und Tradition bei Alasdair MacIntyre. Der Traditionsbegriff und der Begriff der Rationalität

Titel: Moral und Tradition bei Alasdair MacIntyre.  Der Traditionsbegriff und der Begriff der Rationalität

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2022 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nick Fastje (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Problem, zentrale moralische Fragen unserer Gesellschaft nicht beantworten zu können, wurzelt nach MacIntyre in dem Scheitern der Aufklärung. Er spricht sich deshalb für eine Neuformulierung der aristotelischen Tugendethik aus, die eine rationale Verständigung ermöglichen könnte. Diese Arbeit untersucht, inwiefern sich sein Konzept beziehungsweise seine Darstellung von Rationalität und Traditionen in seinen Werken "After Virtue" und "Whose Justice? Which Rationality" entwickelt.

Es wird geprüft, ob MacIntyre sein Vorhaben über die Rationalität und Tradition, welches er am Ende seines Buches After Virtue schildert, erreicht. Dafür wird zuerst eine inhaltliche Zusammenfassung der wichtigsten Argumente und Äußerungen aus After Virtue gegeben. Die inhaltliche Wiedergabe bezieht sich im Wesentlichen auf die Argumentationsweise MacIntyres und auf seinen in diesem Werk aufgeführten Traditionsbegriff. Im Anschluss wird eine Kritik über sein Buch After Virtue verfasst, die Mängel an den vorgestellten Inhalten offenlegen wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

AFTER VIRTUE - VERLUST DER TUGEND

INHALTSANGABE

Traditionsbegriff

KRITIK

WHOSE JUSTICE? WHICH RATIONALITY?

INHALTSANGABE “WHOSE JUSTICE? WHICH RATIONALITY?”

KRITIK

LÖSUNGSANSÄTZE FÜR DIE KRITIK IN AFTER VIRTUE

DAS PROBLEM MIT DER DARSTELLUNG VON HISTORIZITÄT UND DEM TRADITIONSWECHSEL

ABSCHLIEßENDE BEMERKUNG ZUR RATIONALITÄT VON TRADITION

FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung des Traditions- und Rationalitätsbegriffs von Alasdair MacIntyre, ausgehend von seinem Werk „After Virtue“ bis hin zu „Whose Justice? Which Rationality?“. Ziel ist die kritische Evaluation, ob MacIntyre sein Vorhaben, eine systematische und traditionsgebundene Theorie der Rationalität zu formulieren, erfolgreich umsetzen konnte.

  • Analyse des Traditionsbegriffs bei MacIntyre
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Rationalität und Tradition
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des Relativismus
  • Bewertung der Argumentation zur epistemologischen Krise
  • Evaluation der Rolle von Institutionen innerhalb von Forschungstraditionen

Auszug aus dem Buch

Traditionsbegriff

Zusammenfassend soll nochmal kurz auf den Traditionsbegriff, den MacIntyre vor allem in seinen letzten Kapiteln von Verlust der Tugend beschrieb eingegangen werden.

MacIntyre versteht Traditionen als eine Art fortlaufende Debatten oder Argumente über die Güter, die dazu beitragen, die Traditionen zu gestalten oder zu konstituieren (MacIntyre (1995), S.296f./ vgl. Wallace (1989), S.337). Er verwendet den Begriff Tradition, um eine Art des Verstehens zu beschreiben, in der eine Praxis über Generationen hinweg fortgeführt, weitergegeben und umgestaltet wird. Eine Tradition gilt nur unter bestimmten Bedingungen als akzeptabel. Beispielsweise, wenn sie durch ein Argument über die Güter konstituiert wird, deren Verfolgung dieser Tradition ihren besonderen Sinn und Zweck verleiht. So schreibt MacIntyre: “it is always partially constituted by an argument about the goods the pursuit of which gives to that tradition its particular point and purpose” (MacIntyre (2007), S. 222). MacIntyre spricht von der Tugend, die für den Erhalt einer Tradition, der einer Person angehört steht (ebd. S. 223). Eine solche Tugend liefert das praktische Urteilsvermögen, das in verschiedenen Situationen notwendig ist, insbesondere in solchen, die durch ein tragisches Dilemma gekennzeichnet sind. Damit sind Situationen gemeint, in denen sich gegenseitig ausschließenden Alternativen konfrontieren (ebd. / vgl. West (2018), S.26).

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Philosophie MacIntyres ein, erläutert die moralische Krise der Gegenwart und definiert die Fragestellung zur Entwicklung seines Rationalitätsbegriffs.

AFTER VIRTUE - VERLUST DER TUGEND: Dieses Kapitel fasst das 1981 erschienene Hauptwerk zusammen, beleuchtet das Gedankenexperiment der Unordnung und erläutert MacIntyres Rückgriff auf die aristotelische Tugendethik sowie das narrative Selbst.

WHOSE JUSTICE? WHICH RATIONALITY?: Hier wird MacIntyres Folgeband analysiert, wobei der Fokus auf der Antwort zur Frage liegt, wie zwischen rivalisierenden rationalen Traditionen entschieden werden kann.

KRITIK: Die Kritik untersucht MacIntyres Lösungsansätze gegen den Relativismus, hinterfragt seinen Historizismus und problematisiert die praktischen Schwierigkeiten bei der Wahl und dem Wechsel zwischen konkurrierenden Traditionen.

FAZIT: Das Fazit resümiert, dass MacIntyre wichtige Grundsteine für eine traditionsgebundene Vernunft legte, jedoch in der praktischen Anwendung und konsistenten Definition des Traditionsbegriffs offen bleibende Fragen hinterlässt.

Schlüsselwörter

Alasdair MacIntyre, Moral, Rationalität, Tradition, Tugendethik, After Virtue, Whose Justice? Which Rationality?, Relativismus, Historizismus, epistemologische Krise, Kommunitarismus, Aufklärung, Narratives Selbst, Praxis, Aristotelismus

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Anliegen der Arbeit von Nick Fastje?

Die Arbeit untersucht, wie Alasdair MacIntyre seine theoretische Konzeption von Rationalität und Tradition zwischen seinen Werken "After Virtue" und "Whose Justice? Which Rationality?" entwickelt und ob ihm eine konsistente Verteidigung dieser Position gelingt.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die moralphilosophische Kritik am Rationalismus der Aufklärung, die Rolle von Traditionen bei der Begründung von Rationalität und die dialektische Auseinandersetzung mit dem Vorwurf des Relativismus.

Welches wissenschaftliche Ziel verfolgt der Autor?

Das primäre Ziel ist es, die Schlüssigkeit und Überzeugungskraft von MacIntyres Argumentation kritisch zu bewerten und die Schwachstellen seiner Darstellung von Rationalität und deren Verankerung in historischen Traditionen aufzudecken.

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Der Autor führt eine inhaltliche Zusammenfassung und kritische Analyse der beiden genannten Primärquellen durch, ergänzt um eine diskursive Einordnung in den fachphilosophischen Diskurs unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung explizit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Darstellung der MacIntyre'schen Thesen, eine detaillierte Kritik an seinem Umgang mit Historizität und Relativismus sowie eine Diskussion über die institutionelle Verankerung moralischer Praktiken.

Wodurch lässt sich diese Publikation charakterisieren?

Die Arbeit zeichnet sich durch eine präzise analytische Herangehensweise an komplexe moralphilosophische Begriffe wie das "narrative Selbst", die "epistemologische Krise" und die "traditionskonstituierte Rationalität" aus.

Wie definiert MacIntyre nach der Ausarbeitung den Begriff der Tradition?

MacIntyre begreift eine Tradition als eine zeitlich ausgedehnte, fortlaufende Argumentation über die Güter, die dieser Gemeinschaft ihren Sinn verleihen, wobei sie sowohl durch interne Debatten als auch durch externe Konflikte konstituiert wird.

Was versteht MacIntyre unter einer "epistemologischen Krise"?

Es ist ein Zustand, in dem eine Tradition mit ihren internen Standards keine rationalen Antworten mehr auf drängende Probleme liefern kann und gezwungen ist, nach einer überlegenen Erklärungsmöglichkeit in alternativen Traditionen zu suchen.

Warum wird MacIntyre oft mit dem Vorwurf des Relativismus konfrontiert?

Da sein Ansatz postuliert, dass Rationalität immer traditionsabhängig ist, entsteht das Problem, dass keine objektiven, kultur- und traditionsunabhängigen Standards existieren, um zwischen rivalisierenden Modellen menschlichen Gutes rational zu wählen.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Moral und Tradition bei Alasdair MacIntyre. Der Traditionsbegriff und der Begriff der Rationalität
Hochschule
Universität zu Köln  (Philosophische Fakultät)
Veranstaltung
Moralphilosophie der Gegenwart
Note
1,0
Autor
Nick Fastje (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
24
Katalognummer
V1308037
ISBN (PDF)
9783346780485
ISBN (Buch)
9783346780492
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alasdair MacIntyre Moral Moderne Moralphilosophie Moderne Ethik Moralkritik Tradition Rationalität Alasdair MacIntyre Kritik Moderne Tugendethik Tugendethik rationale Vernunft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nick Fastje (Autor:in), 2022, Moral und Tradition bei Alasdair MacIntyre. Der Traditionsbegriff und der Begriff der Rationalität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1308037
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Leseprobe aus  24  Seiten
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