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Körperliche Aktivität und Training mit chronischer Niereninsuffizienz

Title: Körperliche Aktivität und Training mit chronischer Niereninsuffizienz

Term Paper , 2008 , 43 Pages

Autor:in: Vassilis Anagnostou (Author)

Medicine - Internal Medicine
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Summary Excerpt Details

Die Nieren sind ein Paar bohnenförmiger, rötlicher Organe, gelegen an der rückwärtigen
Abdominalwand hinter der Bauchhöhle. Sie liegen zwischen dem letzten Brust- und 3.
Lendenwirbel, wobei das obere Drittel der Nieren durch die 11. und 12. Rippe geschützt wird.
Aufgrund der Ausdehnung der Leber liegt die rechte Niere etwas tiefer und ist minimal
kleiner als die linke. Oben auf der Niere sitzt kapuzenförmig die Nebenniere auf.
Jede Niere eines Erwachsenen ist etwa 10-12 cm lang, 5-6 cm breit und 3-4 cm dick und
wiegt 120-160 g. Der mediale, der Wirbelsäule zugewandte Rand, ist eingebuchtet. Hier
befindet sich die Durchtrittspforte für Blut- und Lymphgefäße sowie Harnleiter und Nerven.
Eingebettet sind die Nieren in eine bindegewebige mit einer Fettschicht ausgekleideten
Organkapsel. Diese hält sie in ihrer natürlichen Lage im Bauchraum und schützt vor
Verletzungen.
Beim Ein- und Ausatmen bewegen sich die Nieren einige Zentimeter auf und ab. Diese
Beweglichkeit kann allerdings aufgrund von Abnahme des Kapselfettes oder durch
Verringerung des Druckes im Bauchraum nach mehreren Geburten sehr stark zunehmen.
Pathologisch ist hier das Phänomen der Nephroptose (Senkniere), bei der das Organ so
weit, aufgrund der Bindegewebsschwäche abrutscht, dass es zu einem Abknicken des
Harnleiters kommen kann.
Frauen sind davon zehnmal häufiger betroffen als Männer (vgl. TORTORA, DERRICKSON,
2006, S.1154).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. DIE NIERE – ANATOMIE UND FUNKTION

1.1. LAGE UND ÄUßERE ANATOMIE

1.2. INNERE ANATOMIE

1.3. DER PHYSIOLOGISCHE VORGANG DER URINPRODUKTION

1.4. FUNKTIONEN DER NIERE

1.4.1. Regulierung der Körpersalze (Ionenhaushalt) im Blut

1.4.2. Regulierung des Blutvolumens und des Blutdrucks

1.4.3. Regulierung des pH-Wertes im Blut

1.4.4. Regulierung des Glucosespiegels im Blut

1.4.5. Hormonproduktion

1.4.6. Ausscheidung von Abfallprodukten und Fremdsubstanzen im Blut (Entgiftungsfunktion)

2. NIERENINSUFFIZIENZ

2.1. CHRONISCHE NIERENINSUFFIZIENZ

2.1.1. Definition:

2.1.3. Ätiologie

2.1.4. Diagnostik:

2.1.5. Epidemiologie chronischer Niereninsuffizienz

2.1.6. Therapie:

2.2. AKUTE NIERENINSUFFIZIENZ

2.2.1. Definition:

3. SPORTTHERAPIE BEI CHRONISCH NIERENKRANKEN

3.1. INDIKATIONEN FÜR EINE SPORT- UND BEWEGUNGSTHERAPIE

3.2. MEDIZINISCHE VORRAUSSETZUNGEN FÜR DIE TEILNAHME AM SPORT

3.3. BEURTEILUNG DER INDIVIDUELLEN BELASTBARKEIT (SPORTTAUGLICHKEIT)

3.4. FESTLEGUNG DER IM TRAINING ANZUSTREBENDEN BELASTUNGSINTENSITÄT

3.5. ZIELSETZUNG DER SPORT- UND BEWEGUNGSTHERAPIE FÜR CHRONISCH NIERENKRANKE

4. HÄMODIALYSE

4.1. DAS PRINZIP DER HÄMODIALYSE

4.2. KOMPLIKATIONEN

4.3. SPORTTHERAPIE WÄHREND DER HÄMODIALYSE

4.3.1. Einschränkungen

4.3.2. Durchführung und Wirksamkeit der Sporttherapie während der Hämodialyse

5. PERITONEALDIALYSE

5.1 EINFÜHRUNG

5.2. DAS PRINZIP DER PERITONEALDIALYSE

5.3. VERFAHRENSARTEN

5.4. KOMPLIKATIONEN

5.5. VOR- UND NACHTEILE

5.6. SPORTTHERAPIE BEI PD

6. NIERENTRANSPLANTATION

6.1. INDIKATIONEN

6.2. KONTRAINDIKATIONEN

6.3. SPENDER

6.4. DAS VERFAHREN

6.5. PROBLEME

6.6. IMMUNSUPPRESSIVE BEHANDLUNG UND UNERWÜNSCHTE NEBENWIRKUNGEN

6.7. BESONDERHEITEN BEIM SPORT MIT NIERENTRANSPLANTIERTEN

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die physiologischen Grundlagen der Nierenfunktion zu erläutern und das Potenzial sowie die medizinischen Voraussetzungen für sportliche Aktivität bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz, während der Dialyse und nach einer Nierentransplantation aufzuzeigen.

  • Anatomie und physiologische Funktionen der Niere
  • Pathologie der chronischen Niereninsuffizienz
  • Sporttherapeutische Ansätze bei Dialysepatienten
  • Besonderheiten der körperlichen Aktivität nach Nierentransplantation
  • Medizinische Voraussetzungen und Kontraindikationen für Sport

Auszug aus dem Buch

1.1. Lage und äußere Anatomie

Die Nieren sind ein Paar bohnenförmiger, rötlicher Organe, gelegen an der rückwärtigen Abdominalwand hinter der Bauchhöhle. Sie liegen zwischen dem letzten Brust- und 3. Lendenwirbel, wobei das obere Drittel der Nieren durch die 11. und 12. Rippe geschützt wird. Aufgrund der Ausdehnung der Leber liegt die rechte Niere etwas tiefer und ist minimal kleiner als die linke. Oben auf der Niere sitzt kapuzenförmig die Nebenniere auf.

Jede Niere eines Erwachsenen ist etwa 10-12 cm lang, 5-6 cm breit und 3-4 cm dick und wiegt 120-160 g. Der mediale, der Wirbelsäule zugewandte Rand, ist eingebuchtet. Hier befindet sich die Durchtrittspforte für Blut- und Lymphgefäße sowie Harnleiter und Nerven. Eingebettet sind die Nieren in eine bindegewebige mit einer Fettschicht ausgekleideten Organkapsel. Diese hält sie in ihrer natürlichen Lage im Bauchraum und schützt vor Verletzungen.

Beim Ein- und Ausatmen bewegen sich die Nieren einige Zentimeter auf und ab. Diese Beweglichkeit kann allerdings aufgrund von Abnahme des Kapselfettes oder durch Verringerung des Druckes im Bauchraum nach mehreren Geburten sehr stark zunehmen. Pathologisch ist hier das Phänomen der Nephroptose (Senkniere), bei der das Organ so weit, aufgrund der Bindegewebsschwäche abrutscht, dass es zu einem Abknicken des Harnleiters kommen kann.

Frauen sind davon zehnmal häufiger betroffen als Männer (vgl. TORTORA, DERRICKSON, 2006, S.1154).

Zusammenfassung der Kapitel

1. DIE NIERE – ANATOMIE UND FUNKTION: Beschreibt den anatomischen Aufbau der Nieren sowie ihre zentralen Funktionen wie Urinproduktion, Regulation des Wasser- und Elektrolythaushalts und Hormonproduktion.

2. NIERENINSUFFIZIENZ: Erläutert die Stadien, Ursachen, Diagnostik und Therapieansätze sowohl der chronischen als auch der akuten Niereninsuffizienz.

3. SPORTTHERAPIE BEI CHRONISCH NIERENKRANKEN: Behandelt die medizinischen Voraussetzungen, Indikationen und Zielsetzungen von Bewegungstherapie bei Nierenerkrankungen sowie Methoden zur Belastungssteuerung.

4. HÄMODIALYSE: Detaillierte Darstellung des Dialyseverfahrens, dessen Komplikationen und der Möglichkeiten, während dieser Zeit sportlich aktiv zu sein.

5. PERITONEALDIALYSE: Erklärt das Prinzip und die Verfahrensarten der Peritonealdialyse sowie die spezifischen Anforderungen an sportliche Aktivität bei dieser Form der Nierenersatztherapie.

6. NIERENTRANSPLANTATION: Fokus auf die Transplantation als Behandlungsoption, die damit verbundenen Herausforderungen wie Immunsuppression und die Besonderheiten bei der sportlichen Rehabilitation nach dem Eingriff.

Schlüsselwörter

Niereninsuffizienz, Sporttherapie, Hämodialyse, Peritonealdialyse, Nierentransplantation, Bewegungstherapie, Urinproduktion, Nephron, Immunsuppression, Lebensqualität, Belastbarkeit, renale Anämie, Niere, Sportmedizin, chronisch Nierenkranke.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von körperlicher Aktivität und Sporttherapie für Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen in verschiedenen Stadien der Behandlung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Nierenanatomie, den Formen der Niereninsuffizienz, den verschiedenen Dialyseverfahren (Hämodialyse und Peritonealdialyse) sowie der Nierentransplantation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch gezielte Sporttherapie die Leistungsfähigkeit verbessert und die Lebensqualität von nierenkranken Patienten gesteigert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Ausarbeitung, die auf einer umfassenden Literaturanalyse aktueller Fachliteratur und klinischer Studien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in anatomische Grundlagen, die medizinische Einordnung der Niereninsuffizienz und detaillierte Kapitel zu Therapieoptionen, wobei jeweils der spezifische Nutzen und die Richtlinien für sportliche Aktivität dargelegt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Niereninsuffizienz, Sporttherapie, Dialyse, Nierentransplantation und die physiologischen Anpassungsprozesse des Körpers.

Warum ist eine sportärztliche Untersuchung vor Trainingsbeginn zwingend erforderlich?

Aufgrund möglicher Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Schäden oder durch Medikamente beeinflusste Herzfrequenzverläufe muss die individuelle Belastbarkeit medizinisch genau geprüft werden.

Welche Rolle spielt die Immunsuppression bei nierentransplantierten Patienten im Sport?

Die immunsuppressive Therapie führt zu einer erhöhten Infektanfälligkeit und möglichen Nebenwirkungen wie Muskelschwäche, weshalb beim Training spezielle Hygieneregeln gelten und eine angepasste Intensitätssteuerung notwendig ist.

Ist Sport während der Hämodialyse möglich?

Ja, Studien zeigen, dass ein moderates Ausdauerprogramm (z.B. auf dem Fahrradergometer) während der Dialyse gut durchführbar ist und positive Effekte auf den Blutdruck und die physische Leistungsfähigkeit hat.

Was sind die besonderen Herausforderungen bei der Peritonealdialyse hinsichtlich Sport?

Die mechanische Belastung durch die Dialyseflüssigkeit im Bauchraum erfordert Vorsicht bei Kraftbelastungen und Übungen in Bauchlage, um den Druck im Peritonealraum nicht zu erhöhen und Komplikationen wie Bauchwandbrüche zu vermeiden.

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Details

Title
Körperliche Aktivität und Training mit chronischer Niereninsuffizienz
College
Sport Academy Cologne  (Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin)
Author
Vassilis Anagnostou (Author)
Publication Year
2008
Pages
43
Catalog Number
V130804
ISBN (eBook)
9783640368815
ISBN (Book)
9783640369218
Language
German
Tags
niere und sport niereninsuffizienz chronische nierenkrankheit dialyse nierentransplantation nephron
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vassilis Anagnostou (Author), 2008, Körperliche Aktivität und Training mit chronischer Niereninsuffizienz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130804
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