In dieser Hausarbeit wird die Fehlzeitstatistik eines Unternehmens ausgewertet. Außerdem findet eine Risikobetrachtung in Bezug auf den damit verbundenen Ersatzkräftebedarf statt. Zunächst werden der prozentualen Krankenstand und die durchschnittlichen AU-Tage nach verschiedenen Faktoren mithilfe der Formeln und Rechenwege dargestellt und bewertet. Im zweiten Teil wird mithilfe der Altersstrukturanalyse der Demografie-Check durchgeführt.
Inhaltsverzeichnis
1 FEHLZEITENSTATISTIK HELIX CONTACT GMBH
1.1 Prozentualer Krankenstand und durchschnittliche AU-Tage
1.2 Krankenstand und AU-Tage nach Abteilungen
1.3 Bewertung der Fehlzeitenstatistik
2 DEMOGRAFIE-CHECK HELIX CONTACT GMBH
2.1 Tabellarische Auswertung der Altersstrukturanalyse
2.2 Grafische Darstellung der Altersstrukturanalyse
2.3 Bewertung Demografie-Check
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die gesundheitliche Situation sowie die Altersstruktur eines fiktiven Unternehmens, der Helix Contact GmbH, um auf dieser Datenbasis Handlungsbedarfe im betrieblichen Gesundheitsmanagement zu identifizieren. Das Hauptziel besteht darin, durch eine statistische Aufarbeitung von Fehlzeiten und demografischen Parametern präventive Maßnahmen zur Sicherung der Arbeitsfähigkeit und zur Bewältigung des zukünftigen Ersatzkräftebedarfs abzuleiten.
- Berechnung und Analyse der Krankenstandsquoten und AU-Tage
- Differenzierung der Fehlzeiten nach Abteilungen (Callcenter vs. Verwaltung)
- Durchführung einer Altersstrukturanalyse zur Risikobewertung
- Prognose des zukünftigen Personalbedarfs unter Berücksichtigung des Renteneintrittsalters
- Ableitung von Empfehlungen zur Gesundheitsförderung
Auszug aus dem Buch
1.3 Bewertung der Fehlzeitenstatistik
Bei der Betrachtung der verschiedenen Abteilungen lassen sich deutliche Unterscheide erkennen. Der prozentuale Krankenstand ist bei der Callcenter deutlich höher, wobei man allerding auch die höhere Mitarbeiteranzahl mit einbeziehen sollte. Ebenso auffällig ist, dass in dem Callcenter die bezahlten als auch unbezahlten AU-Tage pro Mitarbeiter mindestens doppelt so hoch sind als in der Verwaltung. Damit lässt sich feststellen dass die Abteilung Callcenter hauptsächlich für den hohen Krankenstand in der Firma verantwortlich ist und dass dort der größte Handlungsbedarf liegt.
Auffällig ist außerdem auch das Verhältnis zwischen bezahltem und unbezahltem Krankenstand in beiden Abteilungen. Hier ist der Anteil an bezahlten Krankenstand doppelt so hoch. Als bezahlter Krankenstand wird hierbei ausgegangen, dass die Mitarbeiter nicht länger als sechs Wochen krankgeschrieben waren und damit eine Lohnfortzahlung in voller Höhe stattgefunden hat (destatis, 2022).
Ein Punkt, den es zu beachten gibt, sind die wechselhaften Arbeitszeiten bei dem Callcenter, sowie die Schichten am Wochenende und an Feiertagen.
Hier gibt es auch unterschiede je nach Branchen. Im Callcenter also der Branche des Dialogmarkting sind die Wahrscheinlichkeiten einer Grippe oder psychischen Erkrankung deutlich höher als in anderen Branchen. Beschäftigte fehlen im Schnitt 7,1 Tage aufgrund psychischer Erkrankungen (Durchschnitt aller Branchen liegt bei 3,0) sowie 3,6 Tage aufgrund einer Erkältungskrankheit, was dem Spitzenwert entspricht (qualitrain, 2022)
Zusammenfassung der Kapitel
1 FEHLZEITENSTATISTIK HELIX CONTACT GMBH: In diesem Kapitel werden die krankheitsbedingten Fehlzeiten des Unternehmens quantitativ erfasst und sowohl gesamt als auch auf Abteilungsebene ausgewertet, um Belastungsschwerpunkte aufzuzeigen.
2 DEMOGRAFIE-CHECK HELIX CONTACT GMBH: Hier erfolgt eine detaillierte Altersstrukturanalyse der Belegschaft, die in Verbindung mit den Fehlzeiten dazu dient, zukünftige Personalrisiken und Fachkräfteengpässe in den betroffenen Abteilungen zu prognostizieren.
Schlüsselwörter
Fehlzeitenstatistik, Krankenstand, AU-Tage, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Helix Contact GmbH, Altersstrukturanalyse, Demografie-Check, Callcenter, Verwaltung, Personalplanung, Fachkräftemangel, Renteneintrittsalter, Lohnfortzahlung, Arbeitsunfähigkeit, Prävention.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse betriebsbezogener Daten zur Fehlzeitenstatistik und Altersstruktur bei der fiktiven Firma Helix Contact GmbH, um Potenziale für das betriebliche Gesundheitsmanagement aufzuzeigen.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Die zentralen Themen sind die quantitative Erfassung von Arbeitsunfähigkeitstagen (AU-Tage), die differenzierte Betrachtung nach Abteilungen sowie die demografische Risikobewertung in Bezug auf das Alter der Belegschaft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, auf Basis statistischer Daten zu identifizieren, wo die höchsten Fehlzeiten auftreten und welche Abteilungen durch eine alternde Belegschaft in den kommenden Jahren ein gesteigertes Risiko für einen Fachkräftemangel aufweisen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Arbeit nutzt deskriptive statistische Methoden, um Rohdaten aus Excel-Tabellen zu berechnen, in Kennzahlen umzurechnen und diese durch grafische Darstellungen sowie einen Abgleich mit branchentypischen Durchschnittswerten zu bewerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die statistische Aufarbeitung der Fehlzeiten (bezahlt/unbezahlt) inklusive der Differenzierung nach Callcenter und Verwaltung sowie einen anschließenden Demografie-Check zur Altersstruktur.
Welche Schlagworte charakterisieren die Analyse?
Wichtige Begriffe sind Krankenstandsquote, Altersstrukturanalyse, präventives Gesundheitsmanagement, Mitarbeiterbindung und strategische Personalplanung.
Warum weist das Callcenter einen so hohen Krankenstand auf?
Die Arbeit deutet an, dass dies durch hohe Anforderungen in der Branche des Dialogmarketings, Schichtarbeit sowie wechselhafte Arbeitszeiten (auch am Wochenende) bedingt sein könnte.
Was ist das Ergebnis des Demografie-Checks für die Verwaltung?
Im Gegensatz zum Callcenter zeigt die Altersstrukturanalyse der Verwaltung eine ausgeglichenere Altersverteilung, weshalb der Abgang älterer Mitarbeiter dort als weniger kritisch für den zukünftigen Personalbestand eingestuft wird.
- Arbeit zitieren
- Michael Lehmann (Autor:in), 2022, Fehlzeitenstatistik und Risikobetrachtung des fiktiven Unternehmens Helix Contact GmbH, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1308372