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Das Konstrukt der männlichen Hypersexualität im Film "Shame". Störung im Spannungsfeld von Sex, Sucht und Soziokultur

Title: Das Konstrukt der männlichen Hypersexualität im Film "Shame". Störung im Spannungsfeld von Sex, Sucht und Soziokultur

Bachelor Thesis , 2022 , 54 Pages

Autor:in: Aleyna Tas (Author)

Communications - Movies and Television
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Inwiefern hängt das vermehrte Auftreten einer sogenannten Sexsucht mit den soziokulturellen Gegebenheiten des Betroffenen zusammen? Gibt es überhaupt einen Zusammenhang? Oder ist der Betroffene lediglich genetisch dazu veranlagt, eine sogenannte Sexsucht im Laufe seiner sexuellen Ausreifung zu entwickeln und das vermehrte Vorkommen derer ein bloßer Zufall?

Das Ziel der Arbeit ist es beschriebener Fragen, am Gegenstand wissenschaftlich fundierter Theorien und Konzepte diverser Psychoanalytiker, Soziologen sowie Sexualwissenschaftler, nachzugehen. Zur Visualisierung dient hierbei der Film "Shame" (2011) von Steve McQueen, in welchem die Hypersexualität des männlichen Filmcharakters Brandon Sullivan mit den benannten Theorien verknüpft und vollständig analysiert wird.

Mit Fokus auf die soziokulturellen Dynamiken sowie die psychosexuelle Verfassung des Protagonisten wird vor allem versucht, eine Antwort darauf zu finden, ob das Sexual- und Triebverhalten des Mannes ein von der Natur bestimmter oder doch ein sich im Laufe des Lebens entwickelnder Mechanismus, konstruiert durch die jeweiligen sozio-kulturellen Gegebenheiten sowie Erfahrungen, ist.

Dieser Diskurs begrenzt sich dabei dem Filmcharakter Brandon Sullivan entsprechend auf die männliche Heterosexualität in der Populärkultur der westlichen Hemisphäre. Zu Beginn der Arbeit wird der Stand der Forschung zum Thema Sexualität im Allgemeinen aufgeführt. Nach der Erläuterung des Terminus sexuelle Sozialisation und dessen Bedeutung für die Entwicklung des Menschen Sexualverhaltens wird auf das Zusammenspiel der Forschungsfelder Sexualität, Sozialisation und Psychoanalyse eingegangen. Mithilfe eines kurzen Einblicks in das Konstrukt der männlichen Sexualität wird die Materie eines gestörten Sexualtriebs in Form einer Addiktion thematisiert.

Jene als Sexsucht oder Hypersexualität betitelte Erkrankung wird im Anschluss aus historisch-vergleichender Perspektive und im Kontext der jeweiligen Kultur dargestellt. Nach einer Erläuterung über die Reziprozität von Psychosexualität und Filmwissenschaft sowie kurzen Einführungen zum Film wird zu guter Letzt versucht, die benannten Psychosexualtheorien auf "Shame" (2011) anzuwenden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Gendererklärung

2 Einleitung

3 Sex und Soziokultur

3.1 Aktualität der Sexualwissenschaft

3.2 Psychosexualtheorien

3.2.1 Sexuelle Sozialisation

3.2.2 Die Triade Sexualität, Sozialisation und Psychoanalyse

3.2.3 Sexualität des Mannes

3.2.4 Männliche Hypersexualität als pathologisches Sexualverhalten

3.2.5 Sexsucht und Kultur aus historisch-vergleichender Perspektive

4 Psychosexualität und Filmwissenschaft

5 Der Film Shame (2011)

5.1 Gesellschaftliche Relevanz

5.2 Inhaltsangabe und Darstellungsmethodik

5.3 Theorien in Bezug auf Shame (2011)

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der männlichen Hypersexualität im Kontext soziokultureller Prägungen und individueller psychosexueller Verfassungen. Anhand einer filmwissenschaftlichen Analyse des Films Shame (2011) wird der Frage nachgegangen, inwiefern ein gestörtes Sexualverhalten – konkret die Sexsucht – als erworbener Mechanismus im Spannungsfeld zwischen biografischen Traumata, gesellschaftlicher Sozialisation und der modernen, durch Urbanisierung und Medien geprägten Sexualkultur zu verstehen ist.

  • Psychodynamische und soziologische Grundlagen der Sexualsozialisation des Mannes.
  • Differenzierung zwischen natürlichem Libido-Ausdruck und pathologischem Suchtverhalten.
  • Die Rolle der (Kindheits-)Traumata in der Entwicklung hypersexueller Kompensationsstrategien.
  • Analytische Betrachtung der Filmästhetik von Shame zur Visualisierung innerpsychischer Suchtdynamiken.
  • Kritische Reflexion gesellschaftlicher Geschlechterideologien und des männlichen Patriarchats im modernen Kontext.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Sexuelle Sozialisation

„The first thing most of us want to know about sexuality is if we are born with our sexual orientations and preferences or if it is our social environment that creates them.”

Einige Sexualwissenschaftler vertreten die Ansicht, es gebe zu wenige Beweise, um gänzlich von der ursprünglichen Triebtheorie abzusehen. Daher sei immer noch umstritten, inwiefern gewisse sexuelle Verhaltensmuster und Präferenzen genetisch festgelegt sind oder durch Sozialisationsprozesse gesellschaftlich entwickelt werden. Mit der Beschreibung jüngster Forschung zur menschlichen Sexualität, jene sei ein Konstrukt aus Biologie, Sozio-Kultur sowie Individualität, bilden sich Neologismen wie etwa der Terminus der sexuellen Sozialisation oder der auf ihn zurückgehende, synonym verwendete Begriff der Sexualisierung. Beiden gelingt eine erfolgreiche Etablierung, sowohl im wissenschaftlichen als auch im gesellschaftlich alltäglichen Munde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Gendererklärung: Erläutert die Entscheidung für die durchgehende Verwendung des generischen Maskulinums zur besseren Lesbarkeit bei gleichzeitiger Wahrung des Gleichheitsgrundsatzes.

2 Einleitung: Führt in das Thema der männlichen Hypersexualität ein und skizziert die methodische Untersuchung am Beispiel des Films Shame.

3 Sex und Soziokultur: Behandelt theoretische Ansätze der Sexualwissenschaft und diskutiert die Entwicklung von Sexualität als Interaktion zwischen Biologie und sozialer Prägung.

4 Psychosexualität und Filmwissenschaft: Untersucht die Verbindung zwischen psychoanalytischen Konzepten (wie Trauma) und deren filmästhetischer Darstellung.

5 Der Film Shame (2011): Analysiert den Film als Fallbeispiel für männliche Sexsucht im Kontext der modernen urbanen Gesellschaft und männlicher Rollenbilder.

6 Fazit: Führt die Analyseergebnisse zusammen und betont die Bedeutung von Sozialisationsinstanzen bei der Entstehung von Sexsucht.

Schlüsselwörter

Hypersexualität, Sexsucht, sexuelle Sozialisation, Psychoanalyse, Traumatisierung, Sexualforschung, Filmwissenschaft, männliche Sexualität, Intrapsyche, Libido, Adoleszenz, Soziokultur, Shame (2011), Sexualerziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Krankheitsbild der männlichen Hypersexualität im Spannungsfeld zwischen individueller psychosexueller Entwicklung, Kindheitstraumata und dem soziokulturellen Umfeld.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Dazu gehören die psychologische Triebtheorie, die Bedeutung von Sozialisationsinstanzen wie der Familie, der Einfluss der modernen urbanen Sexualkultur und die filmische Inszenierung dieser Suchtproblematik.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, ob männliche Hypersexualität primär genetisch oder durch lebenslange soziale und psychische Konstruktionsprozesse determiniert ist, visualisiert durch den Film Shame.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Autorin nutzt die Methode des "Close Reading" in Kombination mit einer interdisziplinären Anwendung psychosexueller und soziologischer Theorien auf das Fallbeispiel des Films.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Psychosexualität und Sozialisation sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Film Shame, um die theoretischen Aspekte der Sexsucht am Protagonisten Brandon Sullivan zu belegen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Hypersexualität, Sexsucht, sexuelle Sozialisation, Trauma, Psychoanalyse, soziale Konstruktion und Männlichkeit.

Welche Rolle spielt der Film "Shame" für die Argumentation?

Der Film dient als visuelles Anschauungsobjekt, das die abstrakten wissenschaftlichen Theorien über Suchtdynamiken konkretisiert und die Rolle von Anonymität und Urbanisierung für ein Suchtverhalten unterstreicht.

Warum wird in der Arbeit das Konzept der "Erregbarkeit" von der "Erregung" unterschieden?

Die Unterscheidung verdeutlicht, dass kurzfristige sexuelle Betätigung (Erregung) nicht das Bedürfnis nach tiefergehender psychosozialer Befriedigung (Erregbarkeit) stillt, was für die Diagnose der chronischen Sexsucht entscheidend ist.

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Details

Title
Das Konstrukt der männlichen Hypersexualität im Film "Shame". Störung im Spannungsfeld von Sex, Sucht und Soziokultur
Author
Aleyna Tas (Author)
Publication Year
2022
Pages
54
Catalog Number
V1308435
ISBN (PDF)
9783346780140
ISBN (Book)
9783346780157
Language
German
Tags
konstrukt hypersexualität film shame störung spannungsfeld sucht soziokultur Sexualität männliche Sexualität Sexsucht Psychosexualität Filmanalyse sexualwissenschaft sexualtheorien psychosexualtheorien psychoanalyse sexuelle sozialisation filmwissenschaft der film shame 2011 gendererklärung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Aleyna Tas (Author), 2022, Das Konstrukt der männlichen Hypersexualität im Film "Shame". Störung im Spannungsfeld von Sex, Sucht und Soziokultur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1308435
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