This essay deals with the contentious issue of certification of forest products. Forest resources have been subject to an increasing deforestation process during the last fifty years. Although international trade in timber products is not the major source of global deforestation timber-related deforestation is greater than it needs to be. Illegal logging, unsustainable harvesting practices and distorting forestry policies all constitute to forest losses, especially in tropical countries. In order to protect natural resources on a global scale people from all countries have to cooperate. Since people from different countries have different cultural, social and financial backgrounds international agreements need to be signed to realise environmental goals. Developing countries are often not aware of the environment because they have to deal with problems such as poverty or political tensions prevailing in their country that are more serious to them. Nevertheless their cooperation is needed to reduce further deforestation. The international community needs to assist low income economies to make the adjustments needed for promoting more sustainable forestry. Certification of forest products, as part of any multilateral agreement, constitutes a policy-based instrument to ensure that all forest product exports are from sustainably managed sources. Therefore, certification is the only means to motivate regional governments to stick to a global environmental policy.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Definition: Nachhaltiges Forstwirtschaftmanagement
1.2 Die Entwicklung der Gesamt-Waldfläche der Erde
2 Der Weltmarkt für Holzprodukte
2.1 Handel mit Holzprodukten
2.2 Handelsschranken für Holzprodukte
2.3 Wettbewerb auf dem Holzmarkt
2.4 Illegale Abholzung und Handel mit Holzprodukten
3 Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Forstwirtschaft
3.1 Multilaterale Umweltabkommen
3.1.1 Basler Konvention
3.1.2 Montrealabkommen
3.1.3 CITES (Convention on International Trade in Endangered Species)
3.2 Zertifizierung und Umweltzeichen / Environmental Labelling
3.2.1 Anforderungen an ein Zertifizierungssystem
3.2.2 FSC-Zertifizierung
3.2.3 Schwierigkeiten bei der Implementierung
3.2.4 Finanzierung
4 Vereinbarkeit von Zertifizierung und Handelsabkommen
4.1 GATT
4.2 Zertifizierung und Handelsabkommen
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die kontroverse Thematik der Zertifizierung von Holzprodukten als Instrument zur Förderung nachhaltiger forstwirtschaftlicher Praktiken im Kontext des internationalen Handels. Ziel ist es zu analysieren, wie Zertifizierungssysteme zur Verringerung der globalen Entwaldung beitragen können und inwieweit diese Instrumente mit den bestehenden Regelungen des Welthandelsabkommens (GATT) vereinbar sind, ohne dabei neue protektionistische Handelsbarrieren zu schaffen.
- Analyse der globalen Waldflächenentwicklung und des Holzmarktes
- Untersuchung von Handelshemmnissen und illegalem Holzeinschlag
- Evaluierung multilateraler Umweltabkommen und deren Wirkung
- Kriterien für Zertifizierungssysteme und deren Implementierung
- Prüfung der Rechtskonformität von Umweltzeichen im Rahmen des GATT
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Anforderungen an ein Zertifizierungssystem
Ein Zertifizierungssystem muss um international anerkannt und vereinbar mit dem Allgemeinen Zoll und Handelsabkommen (GATT) zu sein eine Vielzahl von Kriterien erfüllen:
- Ein Zertifizierungssystem ist stets mit GATT vereinbar, wenn die Zertifizierung auf freiwilliger Basis erfolgt (siehe auch Kapitel 4.2).
- Eine international anerkannte Zertifizierungsstelle muss gegründet werden, die unabhängig und unparteiisch ist. Diese Organisation, sowie deren Mitarbeiter, sollen keinerlei kaufmännischem, finanziellen, oder anderem Druck ausgesetzt sein (siehe Kapitel 3.2.2).
- Das Zertifizierungssystem muss alle Holzarten und Holzprodukte erfassen, nicht nur Tropenholz.
- Die Kriterien müssen objektiv und messbar sein.
- Das Zertifizierungssystem muss transparent sein.
- Alle beteiligten Parteien sollen vertreten sein.
- Kosteneffizienz ist zu berücksichtigen.
- Maßnahmen sollen stets zielorientiert und frei von persönlichen Interessen ergriffen werden.
- Die Kriterien müssen veröffentlicht sein um allen Exportländern die Möglichkeit zu geben sich zu beteiligen.
- Die Zertifizierungskosten sollen möglichst niedrig gehalten werden um Entwicklungsländer nicht von der Teilnahme auszuschließen.
Bei der Ausgestaltung eines Zertifizierungssystems gibt es die Möglichkeit einer leistungs- oder einer prozessbasierenden Zertifizierung. Erstere untersucht auf Basis von verschiedenen Indikatoren, ob das Forstwirtschafsmanagement nachhaltig ist. Es werden beispielsweise die Abholzungsintensität untersucht, Erosion auf Grund von Zufahrtswegen, Auswirkungen auf die Fauna und Artenverlust durch Abholzung, um nur ein paar zu nennen. Bei der prozessbasierenden Zertifizierung wird lediglich untersucht, ob die Forstwirtschaft effizient betrieben wird, das heißt ob beispielsweise möglichst wenig Abfall produziert wird. Die tatsächlichen Auswirkungen der Forstwirtschaft auf die Umwelt werden dabei nicht berücksichtigt. Auf internationaler Ebene hat sich bislang die leistungsbasierende Zertifizierung durchgesetzt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Definition des Begriffs „nachhaltiges Forstwirtschaftmanagement“ und Darstellung der historischen sowie aktuellen globalen Waldflächenentwicklung.
2 Der Weltmarkt für Holzprodukte: Analyse der Handelsstrukturen von Holzprodukten, bestehender Handelsschranken, des Wettbewerbs sowie der Problematik illegaler Abholzungen.
3 Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Forstwirtschaft: Untersuchung verschiedener multilateraler Umweltabkommen wie der Basler Konvention oder CITES sowie eine detaillierte Betrachtung von Zertifizierungssystemen und Umweltzeichen.
4 Vereinbarkeit von Zertifizierung und Handelsabkommen: Rechtliche Prüfung der Kompatibilität von Zertifizierungssystemen mit den Regelungen des GATT, insbesondere hinsichtlich des Verbots der Diskriminierung.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Rolle von Zertifizierungen als mögliches, wenn auch nicht alleiniges Instrument zur Steuerung eines nachhaltigen Forstmanagements.
Schlüsselwörter
Nachhaltige Forstwirtschaft, Zertifizierung, Umweltzeichen, Holzhandel, Entwaldung, FSC-Zertifizierung, Welthandel, GATT, Handelsschranken, Umweltschutz, Tropenholz, Ressourcenmanagement, Umweltpolitik, Nachhaltigkeit, CITES.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Zertifizierung von Holzprodukten als Instrument, um nachhaltige Praktiken in der Forstwirtschaft zu fördern und der globalen Entwaldung entgegenzuwirken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse des internationalen Holzmarktes, dem Einfluss illegaler Abholzung, der Funktion von Umweltabkommen sowie der rechtlichen Einordnung von Umweltzertifikaten im Welthandel.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel besteht darin zu klären, ob Zertifizierungssysteme effektiv zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Holzressourcen beitragen können und wie diese im Einklang mit bestehenden internationalen Handelsabkommen stehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine analytische Untersuchung, die auf Basis bestehender Literatur, Statistiken (wie FAO-Daten) und rechtlicher Rahmenbedingungen (GATT-Verträge) die Wirksamkeit und Zulässigkeit ökologischer Zertifizierungen bewertet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erstreckt sich von einer fundierten Analyse des Marktes für Holzprodukte über eine detaillierte Prüfung internationaler Umweltabkommen bis hin zur Ausarbeitung von Kriterien für Zertifizierungssysteme und deren rechtliche Vereinbarkeit mit Handelsregeln.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „nachhaltige Forstwirtschaft“, „Zertifizierung“, „Welthandel“, „GATT“ und „Umweltschutz“ bestimmt.
Welche Schwierigkeiten werden bei der Implementierung von Zertifizierungssystemen genannt?
Neben dem hohen Planungs- und Kontrollaufwand sind es vor allem die direkten und indirekten Kosten, sowie die Herausforderung, die ökologischen „wahren Kosten“ in Produktionsprozessen zu internalisieren.
Welche Rolle spielen die Entwicklungsländer bei der Zertifizierung?
Sie werden oft durch Markteintrittshindernisse benachteiligt und benötigen finanzielle sowie technologische Unterstützung, um die notwendigen Standards für eine nachhaltige Forstwirtschaft zu erfüllen.
- Quote paper
- Diplom Journalistin / PR Referentin Tanja Feller (Author), 2005, Internationaler Handel und Forstwirtschaft - Environmental Labelling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130845