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Die aktuelle Geldpolitik der Europäischen Zentralbank in kritischer Beurteilung. Auswirkungen der Finanzkrise 2008 und der Corona-Pandemie

Title: Die aktuelle Geldpolitik der Europäischen Zentralbank in kritischer Beurteilung. Auswirkungen der Finanzkrise 2008 und der Corona-Pandemie

Seminar Paper , 2021 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniel Liebich (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen der geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB). Bewertet werden sollen vor allem die seit der Finanzkrise-Krise von 2008 anhaltende Niedrigzinspolitik und die durch die EZB veranlassten Maßnahmen als Reaktion auf die durch die Covid-19-Pandemie ausgelöste Konjunkturschwäche in der Eurozone.

Im zweiten Kapitel wird zunächst kurz auf die geldpolitischen Aufgaben der EZB eingegangen. Im dritten Kapitel werden die getroffenen Maßnahmen in Folge der Finanzkrise sowie auf die Covid-19-Pandemie aufgezeigt. In Kapitel 4 werden die möglichen Auswirkungen der getroffenen Maßnahmen unter Berücksichtigung verschiedener Standpunkte aufgezeigt.

Als Christine Lagarde im November 2019 den Posten als Chefin der EZB übernahm, war zunächst unsicher, ob sie den Niedrigzinskurs, den ihr Vorgänger Mario Draghi als Reaktion auf die durch die Finanzkrise 2008 ausgelöste Rezession einschlug, weiterführen würde. Zum ersten Mal lenkt eine Frau und zudem keine Volkswirtin, sondern eine Juristin und Politikerin die Geschicke der obersten europäischen Finanzbehörde. Durch die Corona-Pandemie wird Lagarde als Krisenmanagerin auch direkt auf eine immense Bewährungsprobe gestellt und viele bisher getroffene Maßnahmen sind unter Volkswirten nicht unumstritten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. EZB als Preisstabilisator

3. Aktuelle geldpolitische Strategie der EZB

3.1. Niedrigzinspolitik für den Erhalt der Preisniveaustabilität

3.2. Reaktion auf die durch Covid-19 verursachte Konjunkturbeeinträchtigung

4. Risiken des aktuellen geldpolitischen Kurses der EZB

4.1. Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen

4.2. Auswirkungen auf die Staatsverschuldung am Beispiel der japanischen Niedrigzinspolitik

4.3. Zombiefizierung – Auswirkungen auf den Unternehmenssektor

4.4. Auswirkungen auf den Finanzsektor - Risiko einer erneuten Bankenkrise

4.5. Auswirkungen auf private Haushalte

4.6. Kompetenzüberschreitungen und Interessenkonflikte

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit analysiert die aktuellen geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) nach der Finanzkrise des Jahres 2008 sowie deren spezifische Reaktionen auf die konjunkturellen Herausforderungen der Corona-Pandemie und bewertet diese kritisch.

  • Analyse der geldpolitischen Strategie der EZB zur Sicherung der Preisniveaustabilität.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Konsequenzen der Niedrigzinspolitik auf Staaten, Unternehmen und Privathaushalte.
  • Kritische Würdigung der "Zombiefizierung" von Unternehmen als Folge günstiger Kreditbedingungen.
  • Debatte um die Angemessenheit und verfassungsrechtliche Zulässigkeit der ergriffenen Anleihekaufprogramme.

Auszug aus dem Buch

3.1. Niedrigzinspolitik für den Erhalt der Preisniveaustabilität

Die Niedrigzinspolitik der EZB ist eine Reaktion auf die zu geringe Inflation. Diese lässt sich durch geringe natürliche Zinsen erklären, da das verlangsamte Wirtschaftswachstum nach der Subprime-Krise in den USA und der folgenden weltweiten Finanzkrise im Jahr 2008 zu geringeren langfristigen Zinsen führte. Es entstand eine Abwärtsspirale, da geringe Zinsen wiederum die Erwartungen der Wirtschaft senkten, denn Kaufentscheidungen von Konsumenten aufgeschoben, wenn keine Geldentwertung eintritt. Somit sank die Nachfrage, was wiederum die Investitionsbereitschaft von Unternehmen schmälerte und damit eine Stagnation des Wirtschaftswachstums bewirkte.

Ziel war es daraufhin, Unternehmen einen Anreiz zu geben, Investitionen zu tätigen. Durch Stärkung der Wirtschaft sollte so auch die Kaufkraft und damit das Preisniveau wieder steigen. Dies sollte auf zwei Wegen erreicht werden. Zunächst wurde der Hauptrefinanzierungszinssatz von 4,25% (Stand November 2008) innerhalb von 6 Monaten auf 1% gesenkt. Im März 2016 wurde dann zum ersten Mal die 0%-Marke erreicht. Kredite sollten so für Unternehmen attraktiver werden und zudem sollten durch die Abwertung der Währung die Exporte ins Ausland gesteigert werden, da dort europäische Waren nun billiger bezogen werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Ausgangslage mit Übernahme des EZB-Vorsitzes durch Christine Lagarde sowie Formulierung der Forschungsfrage und des Aufbaus der Arbeit.

2. EZB als Preisstabilisator: Erläuterung der organisatorischen Grundlagen der EZB sowie ihrer Zwei-Säulen-Strategie zur Sicherung der Preisniveaustabilität.

3. Aktuelle geldpolitische Strategie der EZB: Analyse der Zinssenkungen und Anleihekaufprogramme, insbesondere vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie.

4. Risiken des aktuellen geldpolitischen Kurses der EZB: Kritische Untersuchung negativer Effekte wie Zombiefizierung, Staatsverschuldung, Bankenrisiken und Interessenkonflikte.

5. Zusammenfassung: Fazit der Arbeit hinsichtlich der Wirksamkeit der Maßnahmen und der Herausforderungen für die europäische Identität und Demokratie.

Schlüsselwörter

EZB, Geldpolitik, Niedrigzinspolitik, Inflation, Preisniveaustabilität, Eurozone, Anleihekaufprogramme, Staatsverschuldung, Zombiefizierung, Finanzsektor, Corona-Pandemie, Bankenkrise, Quantitative Easing, Zinsniveau, Wirtschaftswachstum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die geldpolitische Ausrichtung der Europäischen Zentralbank (EZB) seit der Finanzkrise des Jahres 2008 und bewertet deren Auswirkungen auf die Wirtschaft der Eurozone.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die Niedrigzinspolitik, verschiedene Anleihekaufprogramme, die Folgen für den Banken- und Unternehmenssektor sowie die Auswirkungen auf private Haushalte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist eine kritische Beurteilung der geldpolitischen Maßnahmen der EZB, um festzustellen, ob diese tatsächlich zur wirtschaftlichen Stabilisierung beitragen oder neue systemische Risiken erzeugen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse sowie der Auswertung aktueller wirtschaftlicher Daten und geldpolitischer Berichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der EZB die spezifischen Auswirkungen der Maßnahmen – unter anderem die Zombiefizierung von Unternehmen und die Staatsverschuldung – detailliert beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind EZB, Geldpolitik, Niedrigzinspolitik, Preisniveaustabilität, Anleihekaufprogramme, Staatsverschuldung und Zombiefizierung.

Inwieweit wird das japanische Modell als Vergleich herangezogen?

Die Arbeit vergleicht die EZB-Politik mit der japanischen Niedrigzinspolitik, um Parallelen in der Staatsverschuldung und dem Phänomen der Zombie-Unternehmen aufzuzeigen.

Warum wird die EZB bezüglich ihrer Rolle kritisiert?

Ein zentraler Kritikpunkt ist, dass die EZB ihre Kompetenzen überschreite und durch indirekte Finanzausgleiche für kriselnde Mitgliedstaaten ihr Mandat zur reinen Preisstabilität gefährde.

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Details

Title
Die aktuelle Geldpolitik der Europäischen Zentralbank in kritischer Beurteilung. Auswirkungen der Finanzkrise 2008 und der Corona-Pandemie
College
Leipzig University of Applied Sciences
Grade
1,3
Author
Daniel Liebich (Author)
Publication Year
2021
Pages
19
Catalog Number
V1308542
ISBN (PDF)
9783346780720
ISBN (Book)
9783346780737
Language
German
Tags
geldpolitik europäischen zentralbank beurteilung auswirkungen finanzkrise corona-pandemie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Liebich (Author), 2021, Die aktuelle Geldpolitik der Europäischen Zentralbank in kritischer Beurteilung. Auswirkungen der Finanzkrise 2008 und der Corona-Pandemie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1308542
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