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Das metabolische Phänomen des gesunden Übergewichtigen. Ein narrativer Review

Titel: Das metabolische Phänomen des gesunden Übergewichtigen. Ein narrativer Review

Bachelorarbeit , 2022 , 55 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Finja Sänger (Autor:in)

Gesundheit - Fitness and Health Management
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Forschungsfrage der vorliegenden Arbeit lautet: Was sind die spezifischen Merkmale eines metabolisch Gesunden, was liegt ihm zugrunde und kann seine Existenz wirklich bestätigt werden?

Im Laufe dieser Arbeit wird sowohl von Übergewicht, als auch von Adipositas gesprochen. Unterschiede werden dabei im Body Mass Index (BMI) getroffen, sollen in dieser Arbeit aber als gleichwertige Begriffe betrachtet werden. Dieser narrative Review bietet daher eine gute Möglichkeit, um eine Übersicht über den aktuellen Wissensstand zu schaffen.

Eine erhöhte Nahrungsaufnahme, sowie mangelnde körperliche Aktivität können bei vielen Menschen die Entstehung von Übergewicht und Adipositas begünstigen. Ein stetiger Kalorienüberschuss in Kombination mit wenig Bewegung führt maßgeblich zu einer Körperfettzunahme. Dies ist das Resultat des sich wandelnden Lebensstils im 20. Jahrhundert. Laut Schätzungen der WHO waren 2016 weltweit 1,9 Milliarden Erwachsene übergewichtig und ca. 650 Millionen adipös. Auch bei Kindern ist riskantes Übergewicht, sowie Fettleibigkeit festzustellen. 2016 ließ sich bei über 340 Millionen Kindern im Alter von 5-19 Jahren ein übermäßiges Gewicht verzeichnen.

Doch nicht nur mangelnde körperliche Aktivität und eine übermäßige Nahrungsaufnahme führen zu Übergewicht. Ebenso Stress, Schlafmangel, genetische Ursachen und auch Essstörungen können zu dieser Entwicklung beitragen. Starkes Übergewicht korreliert mit immensen Folge- und Begleiterkrankungen, wie Diabetes mellitus Typ 2, kardiovaskulären Erkrankungen, Hypertonie und erhöht maßgeblich die Mortalität. Dennoch gibt es wissenschaftliche Hinweise darauf, dass Übergewicht nicht zwingend krank machen muss. Laut Schätzungen weisen 30% der adipösen Menschen keine Anzeichen für metabolische Veränderungen auf, was das Risiko einer Entstehung von beispielsweise Diabetes mellitus Typ 2 verringert.

Das Konzept des metabolisch gesunden Übergewichtigen läuft unter der Bezeichnung „Metabolically Healthy Obesity“ (MHO) und stößt in der Wissenschaft zum Teil noch auf Widerspruch, nimmt aber immer mehr an Bedeutung zu. MHO könnte sich bei der gezielten Behandlung von Adipositas als nützlich erweisen, da es eine Klassifizierung von adipösen Personen nach ihrem Gesundheitsstatus ermöglicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG

2 ZIELSETZUNG

3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND

3.1 Physiologische Bedeutung des Fettgewebes

3.2 Definition und Diagnose von Übergewicht / Adipositas

3.3 Prävalenz von Übergewicht/Adipositas in Deutschland/der Welt

3.4 Ursachen von Übergewicht/Adipositas

3.5 Mögliche gesundheitliche Konsequenzen von Übergewicht / Adipositas

3.6 Überleitung zur Problemstellung

4 METHODIK

5 ERGEBNISSE

5.1 Tabellarische Darstellung der Ergebnisse

5.2 Definition „Metabolically Healthy Obesity“

5.3 Physiologische Gegebenheiten bei „gesundem Übergewicht“

5.4 Gesundheitliche Langzeitprognose bei gesundem Übergewicht

6 DISKUSSION

6.1 Kritische Betrachtung der erfassten Ergebnisse

6.2 Kritischer Vergleich der Ergebnisse

6.3 Interpretation der Ergebnisse

6.4 Kritische Reflexion der eigenen Recherche

6.5 Weitere Forschungsfragen

7 ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, das Phänomen „Metabolically Healthy Obesity“ (MHO) wissenschaftlich einzuordnen, zu definieren und zu analysieren, ob dieser Zustand bei übergewichtigen Personen tatsächlich ein dauerhaft gesundes metabolisches Profil darstellt oder nur ein zeitlich begrenztes Übergangsstadium ist.

  • Grundlagen des Fettgewebes und Genese von Übergewicht
  • Epidemiologie und sozioökonomische Faktoren bei Adipositas
  • Pathophysiologische Zusammenhänge zwischen Fettansammlung und Folgeerkrankungen
  • Analyse aktueller Studien zum MHO-Phänotyp hinsichtlich Langzeitprognosen

Auszug aus dem Buch

Physiologische Bedeutung des Fettgewebes

Fettgewebe ist ein metabolisch aktives Gewebe, welches an unterschiedlichen Stellen des menschlichen Körpers auftritt. Es besitzt die Fähigkeit, große Mengen an Fett und Fettsäuren einzulagern. Die Zellen des Fettgewebes, die Adipozyten, machen rund 15 % bis 20 % der Körpermasse aus (Drenckhahn, 2008).

Bei der Entstehung von Adipositas ist eine langfristige positive Energiebilanz entscheidend. Diese korreliert mit weiteren pathogenen Faktoren, wie einem niedrigen Energiebedarf, geringer körperlicher Aktivität oder ein erhöhter Verzehr von energiereichen Lebensmitteln. Der wohl bedeutendste Faktor, der die Entstehung von Adipositas begünstigt, ist die Vermehrung von Körperfett und Fettgewebsmasse (Blüher, 2016).

Fettgewebe lässt sich in weißes und braunes Fettgewebe unterteilen, wobei das Auftreten, die Menge und die Verteilung spezies- und geschlechtsspezifisch sind (Grether-Beck & Krutmann, 2010).

Das weiße Fettgewebe oder auch „white adipose tissue“ (WAT) ist der größte Energiespeicher- und lieferant des Körpers. WAT besteht zu etwa 90 % aus univakuolären Adipozyten, welche sich zu mehr als 80 % in subkutane (unter der Haut befindlich) und weniger als 20 % in viszerale (intraabdominell, Organe umhüllend) Depots unterteilen lassen. Die Anzahl an Adipozyten des weißen Fettgewebes nimmt bis zum 20. Lebensjahr zu und bleibt im Erwachsenenalter konstant.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Umriss über die globale Zunahme von Adipositas und Vorstellung des Konzepts des metabolisch gesunden Übergewichtigen als wissenschaftlich kontroverses Phänomen.

2 ZIELSETZUNG: Darlegung der Forschungsabsicht, den aktuellen Wissensstand zu MHO aufzubereiten und die gesundheitliche Langzeitprognose zu untersuchen.

3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Detaillierte Darstellung der Physiologie des Fettgewebes, Diagnosekriterien von Adipositas, statistische Prävalenz, Ursachen und resultierende Begleiterkrankungen.

4 METHODIK: Erläuterung der systematischen Literaturrecherche in Datenbanken wie PubMed und Springer, unter Anwendung spezifischer Ein- und Ausschlusskriterien für den Zeitraum 2017 bis 2022.

5 ERGEBNISSE: Tabellarische Analyse ausgewählter Primärstudien zum Phänomen MHO und Differenzierung zwischen metabolischen Profilen bei unterschiedlichen BMI-Klassen.

6 DISKUSSION: Kritische Würdigung der uneinheitlichen Definitionen von MHO und Reflexion über die Aussagekraft der Studien in Bezug auf die Langfristigkeit des Gesundheitsstatus.

7 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Studienergebnisse, die verdeutlicht, dass MHO kein dauerhafter Zustand ist und präventive Maßnahmen erforderlich macht.

Schlüsselwörter

Metabolically Healthy Obesity, MHO, Adipositas, Übergewicht, Stoffwechselgesundheit, Metabolisches Syndrom, Körperfettverteilung, Insulinresistenz, kardiovaskuläre Erkrankungen, Langzeitprognose, Literaturreview, Body Mass Index, Fettgewebe, chronische Entzündungen, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen „Metabolically Healthy Obesity“ (MHO) – also adipöse Menschen, die keine unmittelbaren metabolischen Risikofaktoren aufweisen – und analysiert, ob dieser Zustand dauerhaft ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Physiologie von Fettgewebe, die epidemiologische Entwicklung von Adipositas, die Definition metabolischer Gesundheit sowie die Bewertung von Langzeitrisiken bei MHO-Personen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über die aktuelle Befundlage zur MHO zu schaffen, eine Definition zu erläutern und zu bewerten, wie stabil der Status eines „metabolisch gesunden Übergewichtigen“ über einen längeren Zeitraum bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen narrativen Review, bei dem wissenschaftliche Studien (vorwiegend englischsprachig) aus den Datenbanken PubMed und Springer für den Zeitraum 2017 bis 2022 systematisch ausgewählt und ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in den Kenntnisstand über Fettgewebsarten und Adipositas- Ursachen sowie die detaillierte tabellarische Zusammenfassung und Diskussion spezifischer Fachstudien, die den Übergang von metabolisch gesund zu ungesund untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Metabolically Healthy Obesity (MHO), Stoffwechselgesundheit, Insulinresistenz, kardiovaskuläre Risiken, Body Mass Index und die physiologische Differenzierung von Fettgewebe.

Ist der MHO-Status laut der Arbeit dauerhaft?

Nein, die analysierten Langzeitstudien legen dar, dass der Zustand von MHO-Personen instabil ist. Ein Großteil der Betroffenen entwickelt im Laufe der Jahre metabolische Risikofaktoren.

Welche Faktoren begünstigen den Übergang von "gesund" zu "ungesund"?

Faktoren wie ein hoher Kohlenhydratkonsum, der sozioökonomische Status, Schwangerschaften sowie die Ansammlung von viszeralem Fettgewebe wurden als Prädiktoren für eine Verschlechterung des metabolischen Status identifiziert.

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Details

Titel
Das metabolische Phänomen des gesunden Übergewichtigen. Ein narrativer Review
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,0
Autor
Finja Sänger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
55
Katalognummer
V1308628
ISBN (PDF)
9783346782045
ISBN (Buch)
9783346782052
Sprache
Deutsch
Schlagworte
phänomen übergewichtigen review
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Finja Sänger (Autor:in), 2022, Das metabolische Phänomen des gesunden Übergewichtigen. Ein narrativer Review, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1308628
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Leseprobe aus  55  Seiten
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