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Albrecht Dürers Selbstbildnis im Pelzrock von 1500. Das neue Selbstbewusstsein des Künstlers

Title: Albrecht Dürers Selbstbildnis im Pelzrock von 1500. Das neue Selbstbewusstsein des Künstlers

Academic Paper , 2014 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Art - Miscellaneous
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Das berühmte Selbstbildnis im Pelzrock von Albrecht Dürer (1471-1528), gemalt im Jahre 1500 in Nürnberg, prägt unsere Vorstellung über den Künstler wie kein anderes Porträt. Es zählt zu den bekanntesten und rätselhaftesten Werken des Malers und der Kunstgeschichte überhaupt. Die ungewöhnliche Selbstporträtierung lässt im Vergleich zu seinen früheren Selbstbildnissen viele Fragen aufkommen. Die neue Art der Darstellung seiner Person vermittelt den Eindruck, dass Dürer einen gesellschaftlich höheren Status als Künstler einfordern möchte. Die vorliegende Arbeit stellt das Selbstbildnis vor und geht der Frage nach, inwiefern diese These bestätigt werden kann. Dabei werden die Antikenbezüge Dürers aufgezeigt, insbesondere die Rolle des antiken Malers Apelles, dessen Tradition er auf den ersten Blick zu verfolgen scheint. Hierbei wird beleuchtet, welche Absichten Dürer damit verfolgt haben könnte. Ebenso wird auf den Wandel des Selbstbewusstseins Dürers eingegangen, welcher im Zusammenhang mit den Veränderungen der Ansichten über den Menschen allgemein, insbesondere der Profession als Künstler, in der Zeitwende 1500 vom Spätmittelalter zur Neuzeit steht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Selbstbildnis im Pelzrock

2.1 Bildbeschreibung

2. 1.1 Inschrift

2. 1.2 Komposition

2.2 Bildanalyse

2.3 Die Antikenbezüge des Gemäldes

2.4 Dürer als neue Apelles

2.5 Das neue Selbstbewusstsein Dürers

3. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das berühmte „Selbstbildnis im Pelzrock“ von Albrecht Dürer aus dem Jahr 1500, um den Wandel des Selbstverständnisses des Künstlers an der Schwelle von der Spätmittelalter zur Neuzeit zu analysieren und die Frage zu klären, inwieweit Dürer damit einen höheren gesellschaftlichen Status als Künstler einforderte.

  • Analyse der kompositorischen und ikonografischen Merkmale des Gemäldes.
  • Untersuchung der Bedeutung der lateinischen Inschrift und deren humanistischer Prägung.
  • Einordnung Dürers in die Tradition des antiken Malers Apelles.
  • Erörterung der Veränderung der sozialen Rolle des Künstlers als eigenständiges, schöpferisches Genie.
  • Interpretation des Repräsentationsbedürfnisses und des neuen Selbstbewusstseins im frühen 16. Jahrhundert.

Auszug aus dem Buch

2.1 Bildbeschreibung

Das Gemälde „Selbstbildnis im Pelzrock“ von Albrecht Dürer, gemalt mit Öl auf Lindenholz im Jahre 1500, befindet sich in der Alten Pinakothek München und ist im Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlung (Abb. 1). Es dokumentiert das Aussehen Dürers im Alter von 28 Jahren und besitzt die Maße 67,1 bis 66,9 x 48,7 bis 48,9 cm (die bemalte Fläche beträgt 66,3 x 47,8 bis 48,0 cm). Das Selbstbildnis ist insgesamt gut erhalten, hat jedoch den originalen Rahmen eingebüßt.

Albrecht Dürer präsentiert sich in seinem Gemälde frontalansichtig als Halbfigur vor einem monochrom schwarzen Hintergrund. Sein Körper wird seitlich von den Bildrändern angeschnitten. Das Licht fällt, aus der Sicht des Betrachters, von oben links auf den Porträtierten herab. Auf der linken Seite sind die Schattierungen allgemein besser zu sehen, als auf der rechten Seite, da sie sich dort kaum vom Hintergrund abheben und von der Dunkelheit verschlungen werden.

Dürers braun-grüne Augen sind direkt auf den Betrachter gerichtet. Seine dünnen, braunen Augenbrauen umrunden sanft seine etwas ungleich großen und leicht hängenden Augen. Kleine Lichter spiegeln sich in ihnen. Der Gesichtsausdruck wirkt ruhig, aber dennoch ernst und konzentriert. Die Nase ist lang und gerade, durch eine Lichterhöhung ist ein Nasenhöcker auf dem Nasenrücken zu erahnen. Sein kleiner, geschwungener Mund wird von einem gezwirbelten, braunen Bart umrandet, der an den äußeren Mundwinkeln nach unten absteht. Unterhalb der vollen Lippen bedecken weitere Haare sein Kinn. Der äußere Rand seines Unterkiefers wird durch volle Barthaare umrahmt. Die Haut Dürers ist zart gerötet und weist Äderchen auf. Eine leichte Falte in der Mitte der Stirn kennzeichnet sein angespanntes Gesicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik des Selbstbildnisses und Formulierung der Forschungsfrage zur Intention Dürers bezüglich seines gesellschaftlichen Status.

2. Das Selbstbildnis im Pelzrock: Detaillierte deskriptive und analytische Aufarbeitung des Werkes, inklusive der Inschrift, Komposition sowie der historischen und gesellschaftlichen Einordnung.

3. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, die zeigt, dass Dürer erfolgreich seinen Wunsch nach gesellschaftlicher Anerkennung und der Wahrnehmung als schöpferisches Genie demonstriert hat.

Schlüsselwörter

Albrecht Dürer, Selbstbildnis im Pelzrock, Kunstgeschichte, Spätmittelalter, Neuzeit, Selbstbewusstsein, Künstlerbild, Humanismus, Apelles, Repräsentation, Frontalansicht, Porträtmalerei, Soziale Stellung, Renaissance, Bildanalyse

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit untersucht das „Selbstbildnis im Pelzrock“ von 1500, um zu analysieren, wie Albrecht Dürer durch dieses Werk sein verändertes Selbstverständnis als Künstler ausdrückt und einen höheren gesellschaftlichen Rang einfordert.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben der kunsthistorischen Bildbeschreibung stehen die Einflüsse des Humanismus, die Rolle der Antike (insbesondere der Vergleich mit dem antiken Maler Apelles) und die sozio-kulturelle Aufwertung des Künstlerberufes im Mittelpunkt.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit die ungewöhnliche Selbstporträtierung Dürers den Eindruck bestätigt, dass er damit einen gesellschaftlich höheren Status als Künstler einforderte und welche Absichten Dürer damit verfolgte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kunsthistorische Analyse, die deskriptive Methoden der Bildbeschreibung mit ikonografischen Analysen sowie einer Untersuchung zeitgenössischer schriftlicher Quellen und humanistischer Texte verknüpft.

Womit befasst sich der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Bildbeschreibung inklusive Inschrift und Komposition, eine bildimmanente Analyse, die Untersuchung von Antikenbezügen, den Vergleich mit dem Wirken von Apelles sowie die Reflexion über das neue Selbstbewusstsein des Künstlers.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Selbstbildnis, Künstlerrolle, Dürer, Humanismus, soziale Anerkennung, Renaissance und Apelles-Vergleich.

Welche Bedeutung hat der Vergleich mit dem antiken Maler Apelles für Dürer?

Der Vergleich diente im humanistischen Kreis dazu, Dürer eine Gleichrangigkeit mit antiken Meistern zuzusprechen und damit seinen Ruhm sowie seinen hohen künstlerischen Anspruch in der Gegenwart zu legitimieren.

Warum wird die Frontalansicht als so bedeutsam für das Werk eingestuft?

Die Frontalansicht erinnert an Christusdarstellungen oder herrscherliche Porträts der Antike und dient dazu, Dürers Gesicht mit harmonischen Zügen als ein ideales Menschenbildnis erscheinen zu lassen, was seine edle und kultivierte Erscheinung unterstreicht.

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Details

Title
Albrecht Dürers Selbstbildnis im Pelzrock von 1500. Das neue Selbstbewusstsein des Künstlers
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2014
Pages
15
Catalog Number
V1308741
ISBN (PDF)
9783346780874
ISBN (Book)
9783346780881
Language
German
Tags
Albrecht Dürer Dürer Selbstbildnis im Pelzrock Dürer Selbstbildnis Dürer Porträt Porträt Dürer im Pelzrock Selbstbildnis Dürer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2014, Albrecht Dürers Selbstbildnis im Pelzrock von 1500. Das neue Selbstbewusstsein des Künstlers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1308741
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