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Die Beziehung zwischen Denken und Sein bei Descartes. "Cogito ergo sum"

Title: Die Beziehung zwischen Denken und Sein bei Descartes. "Cogito ergo sum"

Essay , 2013 , 13 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Thomas Roy Craig (Author)

Philosophy - Early Modern Philosophy (approx. 1350-1600)
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Beziehung aufzuzeigen, unter Erklärung der einzelnen Begriffe an sich, soll das vorrangige Ziel im Folgenden sein. Hierzu soll betrachtet werden, 1. wie Descartes’ Schluss auf den Satz "ich denke, also bin ich" ("Cogito ergo sum") allgemein zustande kommt und verstanden werden kann, 2. was "Denken" und "Sein" für sich genommen bedeuten, und wie diese Bedeutungen ausgelegt werden können, und schließlich 3. welche Beziehung zwischen "Denken" und "Sein" besteht.

Im alltäglichen Wortgebrauch sind uns Wörter wie "Denken" und "Sein" klar. Wir benutzen sie völlig frei und mit einer festen Bedeutung für uns; und doch stutzen wir, wenn wir René Descartes lesen und uns fragen, wie er diese Begriffe verstanden haben will.

Im vierten Abschnitt seiner Abhandlung über die Methode, die Vernunft richtig zu gebrauchen und die Wahrheit in Wissenschaften zu suchen, schreibt Descartes, "dass die Wahrheit des Satzes: 'ich denke, also bin ich' so sicher und klar ist, dass kein Skeptiker imstande wäre, irgendein gewichtiges Argument zu erdenken, durch das sie erschüttert werden könnte’" und daher glaubte diesen Satz unbedenklich als die erste Grundlage der Philosophie annehmen zu können. Dieser Satz ("ich denke, also bin ich"), auf den Descartes, durch methodisches Wegzweifeln von allem, was in seinem Sinne bezweifelbar ist, geschlossen hat, setzt anscheinend eine gewisse Beziehung zwischen den Begriffen "Denken" und "Sein" voraus.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A.0: Einleitung

A.1: Wie ist Descartes zu der Annahme ,,ich denke, also bin ich’’ gekommen?

A 2: Was sagen die Begriffe ,,Denken’’ und ,,Sein’’ für sich aus?

A.3: Wo liegt der Unterschied in den Begriffen ,,Denken’’ und ,,Sein’’? Existiert ein solcher überhaupt?

A 4: Schluss: Die Folgen für ,,ich denke, also bin ich’’. Und was sagt dieser Satz nun aus?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die philosophische Beziehung zwischen den Begriffen „Denken“ und „Sein“ im Kontext von René Descartes’ berühmtem Satz „ich denke, also bin ich“ (Cogito, ergo sum). Das primäre Ziel ist es, den Ursprung dieses Schlusses zu beleuchten, die einzelnen Begriffe zu definieren und zu analysieren, ob es sich dabei tatsächlich um einen logischen Schluss handelt oder um eine Äquivalenz.

  • Herleitung des „Cogito, ergo sum“ durch den methodischen Zweifel.
  • Deutung der Begriffe „Denken“ und „Sein“ anhand historischer Wörterbücher (Eisler, Kirchner).
  • Analyse der untrennbaren Verbindung von „Denken“ und „Existieren“.
  • Kritische Reflexion der Tautologie-Hypothese nach O. Schneider und Feuerbach.

Auszug aus dem Buch

A.3: Wo liegt der Unterschied in den Begriffen ,,Denken’’ und ,,Sein’’? Existiert ein solcher überhaupt?

Wo liegt nun der Unterschied in den Begriffen ,,Denken’’ und ,,Sein’’? Dazu soll noch einmal Feuerbach herangezogen sein, der unter §57 folgendes schreibt:

,,Wenn das Sein vom Denken unterschieden wäre, welches das von mir Unabsonderliche und Unentreißbare, das einzig und ausschließlich, das absolut mit mir identische ist, so gehörte auch mein Sein in die Klasse des von mir Abzutrennenden, des zu Bezweifelnden, es wäre mir ungewiß, es das doch das Gewisseste, das Unbezweifelste ist, es wäre von mir absonderlich.’’

Feuerbach sagt hiermit zweierlei - und zwar, 1.) dass das Denken als einziges nicht bezweifelbar ist, und 2.) dass wenn das Sein etwas anderes wäre, als das Denken, es ebenso bezweifelt werden müsste. Logisch betrachtet fällt also auf, dass wenn es sich so verhält, wie Feuerbach es sieht, das Sein ein ,,sinnliches Sein’’ ist; aber: Descartes fordert im Zuge seines Zweifels alles Sinnliche zu entfernen, und damit müsste auch das (sinnliche) Sein entfernt werden. Das führt zu einem Problem, denn Descartes Fundament (CES) wäre nicht länger gültig, wäre das Sein von sich selbst entfernbar.

Zusammenfassung der Kapitel

A.0: Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung ein, wie Descartes im Kontext seines methodischen Zweifels die Begriffe „Denken“ und „Sein“ verknüpft.

A.1: Wie ist Descartes zu der Annahme ,,ich denke, also bin ich’’ gekommen?: Dieses Kapitel erläutert den Prozess des radikalen Zweifels, der Descartes dazu führt, alles zu hinterfragen, bis nur die Existenz des eigenen Denkens als unbezweifeltes Fundament übrig bleibt.

A 2: Was sagen die Begriffe ,,Denken’’ und ,,Sein’’ für sich aus?: Hier werden die Bedeutungen der Begriffe mittels philosophischer Wörterbücher analysiert, wobei „Denken“ als Bewusstseinsakt und „Sein“ als Existenzzustand präzisiert werden.

A.3: Wo liegt der Unterschied in den Begriffen ,,Denken’’ und ,,Sein’’? Existiert ein solcher überhaupt?: Das Kapitel untersucht anhand von Feuerbachs Argumentation, ob eine Differenzierung zwischen Sein und Denken innerhalb des Cogito überhaupt logisch haltbar ist.

A 4: Schluss: Die Folgen für ,,ich denke, also bin ich’’. Und was sagt dieser Satz nun aus?: Die Schlussbetrachtung hinterfragt, ob das „Cogito, ergo sum“ ein logischer Schluss oder eine Tautologie ist und welche Bedeutung diese Erkenntnis für das Verständnis der Identität hat.

Schlüsselwörter

Descartes, Cogito ergo sum, Denken, Sein, methodischer Zweifel, Existenz, Philosophie, Bewusstsein, res cogitans, Tautologie, Logik, Subjektivität, Feuerbach, Interpretation, Erkenntnistheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Untersuchung von René Descartes' berühmtem Ausspruch „ich denke, also bin ich“ (Cogito, ergo sum) und hinterfragt, wie die Konzepte des Denkens und Seins zueinander in Beziehung stehen.

Welche thematischen Schwerpunkte werden prioritär gesetzt?

Die zentralen Felder sind die Analyse des methodischen Zweifels, die etymologische und philosophische Begriffsbestimmung von „Denken“ und „Sein“ sowie die Untersuchung des logischen Charakters des Cogito-Satzes.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass die Begriffe „Denken“ und „Sein“ bei Descartes in einer untrennbaren Verbindung stehen und dass das Cogito eher als Äquivalenz denn als klassischer Schluss verstanden werden muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung angewandt?

Der Autor nutzt die Literaturanalyse und textkritische Auslegung, indem er Descartes' Originalschriften mit Erläuterungen aus einschlägigen philosophischen Fachlexika und Werken von Interpreten wie Feuerbach und Kemmerling konfrontiert.

Was genau wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Entstehungskontextes des „Cogito“, die Definition der Begriffe mittels fachphilosophischer Quellen und die kritische Auseinandersetzung mit der logischen Struktur des Schlusses.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der wissenschaftliche Gehalt beschreiben?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Cogito-Prinzip, methodischer Zweifel, Existenzphilosophie, res cogitans und die erkenntnistheoretische Verbindung von Denken und Sein aus.

Welche Rolle spielt der „Täuschergeist“ in Descartes Argumentation?

Der Täuschergeist dient Descartes als methodisches Werkzeug, um alles bisher als wahr Erachtete radikal in Zweifel zu ziehen, um so ein absolut unerschütterliches Fundament der Erkenntnis zu freizulegen.

Wie bewertet der Autor die logische Struktur des „Cogito, ergo sum“?

Unter Bezugnahme auf O. Schneider und Feuerbach diskutiert der Autor die Möglichkeit, dass der Satz kein linearer logischer Schluss ist, sondern vielmehr eine Tautologie oder Identitätsbeziehung ausdrückt („Ich denke“ gleich „Ich bin“).

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Details

Title
Die Beziehung zwischen Denken und Sein bei Descartes. "Cogito ergo sum"
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
3,0
Author
Thomas Roy Craig (Author)
Publication Year
2013
Pages
13
Catalog Number
V1308940
ISBN (eBook)
9783346786937
ISBN (Book)
9783346786944
Language
German
Tags
CES Descartes Cogito ergo sum Denken Sein Skeptizismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Roy Craig (Author), 2013, Die Beziehung zwischen Denken und Sein bei Descartes. "Cogito ergo sum", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1308940
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