Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › World History - Early and Ancient History

Alexander der Große als "letzter Achämenide"

Title: Alexander der Große als "letzter Achämenide"

Bachelor Thesis , 2018 , 52 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Lukas Mertschuweit (Author)

World History - Early and Ancient History
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Im ersten Teil der Arbeit wird zunächst das Perserreich vorgestellt, um zu erfahren, welches Reich Alexander eroberte und um definieren zu können, in welche Nachfolge sich Alexander vermeintlich zu stellen versuchte. Da Alexanders Nachfolge des achämenidischen Königtums anhand von Quellen untersucht werden soll, werden diese in der Folge vorgestellt. Danach werden der erste Teil des Alexanderzuges einschließlich bis zum Tod des vermeintlich letzten Großkönigs Dareios III. untersucht. Dabei wird vor allem die ehrenvolle Behandlung der großköniglichen Familie von Alexander sowie der Titel „βασιλεύς τῆςς Ἀσίας” genauer untersucht.

Im Folgenden wird die neue Tracht Alexanders untersucht. Der Schwerpunkt soll dabei auf der Kopfbedeckung liegen. Des Weiteren wird darzulegen versucht, inwieweit Alexander persische Institutionen übernahm und gebrauchte. Außerdem soll das Hofleben einer näheren Betrachtung unterzogen werden, wobei der Einführung der sogenannten Proskynese eine besondere Rolle zukommt. Dann werden die Sitten und Brauche betrachtet, die Alexander von den Persern übernahm. Es wird versucht zu deuten, warum Alexander persische Elemente in Kleidung, Hofleben und Sitten annahm.

Anschließend wird untersucht, welche Folgen diese Übernahmen beim makedonischen Adel hatten. Im vierten Teil dieser Arbeit sollen zwei Hochzeiten von Alexander mit adligen Frauen des persischen Reiches beleuchtet werden. Es wird versucht zu erläutern, welche Ziele er mit der jeweiligen Hochzeit verfolgt hat. Zuletzt wird das Armeewesen genauer studiert. Dabei soll vor allem die Aushebung von orientalischen Truppen nach 329 v. Chr. eine Rolle spielen. Es wird versucht darzulegen, inwieweit die persischen Truppen die makedonischen ersetzt haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Das Achämenidische Reich

1.2. Quellenproblematik

2. Erste Anzeichen der Nachfolge bis zu Dareios’ Tod

2.1. Der Umgang mit der königlichen Familie

2.2. Der „König von Asien“

3. Dareios’ Tod als Wendepunkt im Alexanderzug

3.1 Das Anlegen der persischen Tracht

3.2. Die Übernahme von persischen Institutionen

3.2.1. Die Satrapien

3.2.2. Der königliche Harem

3.3. Die Übernahme von persischen Elementen im Hofleben

3.3.1. Höflinge und Leibwächter vor 324 v. Chr.

3.3.2. Die fehlgeschlagene Einführung der Proskynese

3.4. Die Annahme von persischen Sitten und Bräuchen

3.4.1. Bestrafungen

3.4.2. Das Verteilen von Goldmünzen

3.4.3. Gottheiten und religiöse Kulte

3.4.4. Trinkgelage

3.4.5. Die Königskrönung

3.5. Folgen

4. Hochzeiten

4.1. Die Hochzeit mit Rhoxane

4.2. Die Massenhochzeit von Susa

5. Das Armeewesen

6. Schlussbetrachtung und Ausblick

8. Anhang

Zielsetzung & Forschungsthemen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Alexander der Große nach seinem Sieg über das Achämenidenreich versuchte, als dessen legitimer Nachfolger anerkannt zu werden. Dabei steht die Analyse im Fokus, wie Alexander durch die Übernahme persischer Institutionen, Trachten und Hofsitten versuchte, sowohl den persischen Adel als auch die neue eroberte Bevölkerung an sich zu binden, während er gleichzeitig seine Rolle gegenüber dem makedonischen Adel neu definieren musste.

  • Analyse der Herrschaftslegitimation Alexanders als persischer Großkönig.
  • Untersuchung der Integration persischer Hofsitten, Institutionen und religiöser Praktiken.
  • Bewertung der propagandistischen Wirkung persischer Kleidung und des Diadems bei Alexander.
  • Analyse des schwierigen Spagats zwischen griechisch-makedonischer Identität und der Rolle als orientalischer Herrscher.

Auszug aus dem Buch

1.1. Das Achämenidische Reich

„Ich bin Dareios, der Großkönig, König der Könige, König von Persien, König der Länder/Völker, des Hystaspes Sohn, des Arsames Enkel, ein Achämenide“

Diese Inschrift wurde auf eine religiös-kultischen Felswand an einer Karawanenstraße, die von Babylon nach Ekbatana führte, geschlagen, im Auftrag von Dareios I. Sie war als königliche Selbstdarstellung und Propaganda gedacht. Seit 520 v. Chr. hatte Dareios I. seine Taten dort bildlich und schriftlich festhalten lassen. Er ließ die Inschrift in elamisch, babylonisch und altpersisch niederschreiben, um für eine weitreichende Verbreitung zu sorgen. Das Relief zeigt Dareios I., der auf seinen besiegten Gegnern steht. Der Text beschreibt seine Herkunft.

Dareios I. stellte sich in dieser Inschrift als rechtmäßiger persischer König dar, der über die Lügenkönige triumphierte. Er schrieb sich der Dynastie der Achämeniden zu als Sohn des Hystaspes und Enkel des Arsames. ‚Αχαιμενίδαι war eine persische Dynastie. Der Name Persien geht auf eine Region zurück, die im heutigen Südwesten liegt. Sie wurde von den Persern Parsa und von den Griechen Persien genannt. Die heutigen iranische Provinz Fars beschreibt ungefähr das Gebiet der damaligen Persis.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik von Alexanders Herrschaftsanspruch und Vorstellung der untersuchten Quellenlage.

2. Erste Anzeichen der Nachfolge bis zu Dareios’ Tod: Analyse der Behandlung der Familie des Dareios sowie der Aneignung des Titels „König von Asien“ durch Alexander.

3. Dareios’ Tod als Wendepunkt im Alexanderzug: Untersuchung der Übernahme persischer Insignien, privater Institutionen wie dem Harem und der Sitten durch Alexander.

4. Hochzeiten: Betrachtung der Ehen Alexanders mit orientalischer Adliger als politisches Instrument zur Konsolidierung des Reiches.

5. Das Armeewesen: Analyse der Umstrukturierung des makedonischen Heeres durch die Aufnahme orientalischer Truppenkontingente.

6. Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung von Alexanders Integrationsversuchen und den Reaktionen des makedonischen Adels.

Schlüsselwörter

Alexander der Große, Achämenidenreich, Dareios III., Persien, Makedonien, Proskynese, Herrschaftslegitimation, Hofkultur, Satrapien, Arrian, Curtius Rufus, Plutarch, Alexanderhistoriker.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Bestreben Alexanders des Großen, sich im besiegten Achämenidenreich als legitimer Machtnachfolger zu etablieren, indem er gezielt persische Traditionen und Strukturen in sein Herrschaftssystem integrierte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Kernbereiche sind die politische Propaganda durch Kleidung, die Übernahme persischer Verwaltungssysteme (Satrapien), der Umgang mit der besiegten Königsfamilie sowie die Auswirkungen auf das makedonische Heer.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, ob und wie Alexander mit seinem neuen orientalischeren Herrschaftsstil versuchte, die persische Elite zu gewinnen, ohne dabei den notwendigen Rückhalt seines makedonischen Gefolges zu verlieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer kritischen Analyse antiker schriftlicher Quellen (u.a. Arrian, Curtius Rufus, Plutarch) und deren Abgleich mit der modernen historischen Forschungsliteratur.

Was wird primär im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise die Aneignung persischer Symbole, wie das Diadem und die Tracht, das Zeremoniell am Hofe, die Integration persischer Truppen und die Rolle politisch motivierter Ehen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben dem historischen Kontext sind Begriffe wie „Herrschaftslegitimation“, „Proskynese“, „Alexanderhistoriker“ und „Achämenidenherrschaft“ zentral für das Verständnis.

Warum war die Einführung der "Proskynese" so problematisch für Alexander?

Die Proskynese wurde von den Makedonen als göttliche Verehrung verstanden, was sie als freie Krieger strikt ablehnten. Alexander versuchte damit, sich dem persischen Hofprotokoll anzupassen, scheiterte jedoch am kulturellen Widerstand seiner Landsleute.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Rolle der Alexanderhistoriker?

Der Autor zeigt auf, dass die Alexanderhistoriker (wie Arrian oder Curtius Rufus) oft sehr subjektiv schrieben und ihre Schilderungen häufig durch Propaganda oder literarische Konventionen der Antike geprägt sind, was eine kritische Quellenprüfung notwendig macht.

Excerpt out of 52 pages  - scroll top

Details

Title
Alexander der Große als "letzter Achämenide"
College
University of Wuppertal
Grade
1,5
Author
Lukas Mertschuweit (Author)
Publication Year
2018
Pages
52
Catalog Number
V1309272
ISBN (PDF)
9783346783998
ISBN (Book)
9783346784001
Language
German
Tags
alexander große achämenide
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lukas Mertschuweit (Author), 2018, Alexander der Große als "letzter Achämenide", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1309272
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  52  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint