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Staatslehre und Staatsbeschreibung bei Niccolò Machiavelli

Machiavelli als humanistischer Geschichtsschreiber - "Istorie fiorentine"

Título: Staatslehre und Staatsbeschreibung bei Niccolò Machiavelli

Trabajo Escrito , 2008 , 24 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Robert Griebsch (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Niccolò Machiavelli, einer der bedeutendsten Staatsphilosophen der Neuzeit, war nicht nur Florentinischer Politiker und Philosoph, Dichter und Komödienschreiber, er war auch Geschichtsschreiber. Ziel der Arbeit ist es, zu versuchen, den Zusammenhang zwischen Machiavelli als politischen Denker und seiner Istorie fiorentine (Geschichte von Florenz)
herzustellen. Die Geschichtsschreibung zu Zeiten Machiavellis war geprägt vom humanistischen Geschichtsinteresse. Beeinflusst von der klassischen Historiographie war die Geschichte an sich für die Humanisten etwas Nebensächliches. Machiavellis Schrift über die Geschichte von Florenz war für ihn etwas Einzigartiges unter seinen Werken, war er doch eigentlich mehr politischer Denker als Geschichtsschreiber. Doch die Istorie fiorentine, Machiavellis drittgrößtes Werk nach Il Principe (Der Fürst) und den Discorsi sopra la prima Deca di Tito Livio (Abhandlungen über die ersten zehn Bücher des Titus Livius), zeigt ebenso deutlich Machiavellis politisches Denken. Dennoch hat die Istorie fiorentine heftige Kontroversen ausgelöst. Während die Anhänger Machiavellis in diesem Werk die Begründung der modernen Historiographie sehen,
charakterisieren es seine Kritiker als ausführliche Darstellung der Vorschriften und Regeln, wie Machiavelli sie bereits in den Discorsi und im Il principe dargestellt hatte. Eine dritte
Meinung der Machiavelli-Analysten sieht in der Geschichte von Florenz den letzten Teil in der Entwicklung des Machiavellistischen Denkens. Die Geschichte von Florenz bedient sich am Material aus Chroniken oder älteren Abhandlungen über die Stadtgeschichte und ist somit kein Originalwerk im eigentlichen
Sinne. Anstatt kulturelle Aspekte (oder Verdienste) der Stadt in den Vordergrund zu stellen, wie es andere Darstellungen über Florenz am Ende des 15. Jahrhunderts taten, beschrieb Machiavelli die Krise und den Verfall von Florenz. Machiavelli war demnach also der Begründer einer politischen Geschichtsschreibung. Der „Realist“ Machiavelli schrieb fern von Illusionen und Idealen und zählt heute zu einem der wichtigsten politischen Denker dieser Epoche, seine Schriften stehen am Anfang einer Entwicklung, „in der sich die politische Theorie von der Theologie und Ethik emanzipiert.“

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Vorwort

1.2 Quellen und Quellenkritik

2 Die Biographie Machiavellis

3 Istorie fiorentine – Geschichte von Florenz

3.1 Aufbau des Werkes

3.2 Inhalt der Istorie fiorentine

4 Einbettung der Istorie fiorentine in die politische Theorie Machiavellis

4.1 Hintergrund: Die (italienische) Renaissance

4.2 Die politische Theorie Machiavellis und sein Werk Istorie fiorentine

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit hat zum Ziel, die Zusammenhänge zwischen Niccolò Machiavelli als politischem Denker und seinem Werk Istorie fiorentine (Geschichte von Florenz) aufzuzeigen und zu analysieren, wie seine staatstheoretischen Konzepte in diese historische Darstellung einfließen.

  • Die biographische Prägung Machiavellis als Grundlage für sein politisches Denken.
  • Strukturelle Analyse und inhaltliche Untersuchung der Istorie fiorentine.
  • Einbettung des Geschichtswerkes in den Kontext der italienischen Renaissance.
  • Analyse von Machiavellis Geschichtsverständnis, insbesondere des Konzepts von Verfall und Niedergang.
  • Untersuchung der Verbindung zwischen historischer Empirie und politischer Handlungslehre.

Auszug aus dem Buch

3.2 Inhalt der Istorie fiorentine

Niccolò Machiavelli beginnt die Istorie fiorentine wie bereits erwähnt mit einer Widmung an Papst Clemens VII. Nachdem Machiavelli von Giulio de’ Medici den Auftrag bekam, die Geschichte zu schreiben, habe er sich sofort voller Eifer und mit der Geschicklichkeit, die er der Natur und seinen Erfahrungen verdanke, an die Arbeit gemacht, um den Auftrag nachzukommen. Im Anschluss begründet er, dass er alle Geschehnisse nach dem Tod des „erlauchten“ Lorenzo de’ Medici im Jahre 1492, nachdem „Italien die Gestalt veränderte“, in einem extra Band behandelt hat, da die „späteren Begebenheiten, höher und größer, in höherem und größerem Geist beschrieben werden müssen.“ Hierbei wird das Problem Machiavellis überdeutlich. Für ihn sind die Medici für den Verfall der Republik Florenz verantwortlich. Da er aber eine erneute politische und somit auch eine gesellschaftliche Isolation verhindern möchte, sucht er nach Begründungen, um die Zeit nach 1492 – und das weitere Versagen der Medici – auszuklammern.

Nach der Vorstellung einiger Geschehnisse, die er in seinem Buch ansprechen wird, gerät Machiavelli wieder in den eben benannten Konflikt. Clemens VII. habe ihm aufgetragen, nicht zu schmeicheln und dies würde er auch nie tun, da ihm nichts „so sehr mißfällt [wie] Erdichtetes und nach Gunst Erteiltes.“ Dennoch müsse Clemens VII. Verständnis haben, wenn Machiavelli über die „Güte“ Giovannis oder die „Klugheit“ Lorenzos schreibt. Das Problem, das Machiavelli hatte, war ganz verständlich. Giulio de’ Medici erwartete eine Geschichte, die seine Familie ehrte und rühmte. Dem musste Machiavelli irgendwie nachkommen, um sein Schicksal und das Schicksal seiner Familie nicht zu gefährden. Seine eigene Meinung über die Medici blieb dabei selbstverständlich auf der Strecke bzw. wurde eher gemäßigt oder versteckt in das Werk eingebaut.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Person Machiavelli ein, erläutert die Zielsetzung der Arbeit und beschreibt die methodische Vorgehensweise sowie die kritische Auseinandersetzung mit den verwendeten Quellen.

2 Die Biographie Machiavellis: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Machiavellis nach, von seiner Ausbildung und seinem Aufstieg in der Florentiner Staatskanzlei bis hin zu seinem politischen Niedergang und der späteren Arbeit als Geschichtsschreiber.

3 Istorie fiorentine – Geschichte von Florenz: Hier werden der Aufbau, der Entstehungskontext des Werkes sowie der inhaltliche Schwerpunkt auf der Geschichte von Florenz und Machiavellis Ringen mit seinem Auftraggeber analysiert.

4 Einbettung der Istorie fiorentine in die politische Theorie Machiavellis: Dieses Kapitel analysiert den historischen Kontext der Renaissance und zeigt auf, wie Machiavelli seine staatstheoretischen Überlegungen zur Machtgewinnung und zum Sittenverfall in sein Geschichtswerk integriert.

Schlüsselwörter

Niccolò Machiavelli, Istorie fiorentine, Florenz, Renaissance, politische Theorie, Staatslehre, Historiographie, Medici, Macht, Republik, virtù, Niedergang, Staatsräson, Empirie, politischer Realismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den inhaltlichen und theoretischen Zusammenhang zwischen Niccolò Machiavellis Wirken als politischer Denker und seinem Werk Istorie fiorentine.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Biographie Machiavellis, die Analyse seiner Geschichtsschreibung, der Einfluss der Renaissance sowie seine staatstheoretischen Konzepte zur Macht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Machiavelli seine politischen Theorien in seine historische Arbeit über Florenz einbettete und warum er trotz persönlicher Ablehnung der Medici diesen Auftrag annahm.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenkritische Analyse der Istorie fiorentine in Verbindung mit der Sekundärliteratur zu Machiavellis politischer Theorie und dem zeitgenössischen Kontext vorgenommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Biographie, eine detaillierte Betrachtung des Aufbaus und Inhalts der Istorie fiorentine sowie die theoretische Verknüpfung mit Machiavellis Staats- und Geschichtsverständnis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Machiavelli, Istorie fiorentine, Staatsräson, Republik, Renaissance, virtù, Macht und politischer Niedergang.

Wie ging Machiavelli mit der Diskrepanz zwischen seiner politischen Überzeugung und seinem Auftrag um?

Machiavelli versuchte, seinen Auftraggeber durch eine Widmung zufrieden zu stellen, während er gleichzeitig seine kritische Haltung gegenüber der Medici-Familie durch eine nuancierte und teils ironische Darstellung der Ereignisse versteckt zum Ausdruck brachte.

Warum spielt das Konzept der „virtù“ eine so zentrale Rolle für Machiavelli?

Machiavelli nutzt den Begriff „virtù“ als Ausdruck politischer Tatkraft, die seiner Ansicht nach essenziell für den Erhalt und die Stabilität eines Staates ist und durch den Konflikt zwischen Adel und Volk gewahrt werden muss.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Staatslehre und Staatsbeschreibung bei Niccolò Machiavelli
Subtítulo
Machiavelli als humanistischer Geschichtsschreiber - "Istorie fiorentine"
Universidad
Martin Luther University  (Institut für Geschichte)
Curso
Staatslehre und Staatsbeschreibung in der Frühen Neuzeit
Calificación
2
Autor
Robert Griebsch (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
24
No. de catálogo
V130936
ISBN (Ebook)
9783640375431
ISBN (Libro)
9783640375448
Idioma
Alemán
Etiqueta
Staatslehre Staatsbeschreibung Niccolò Machiavelli Geschichtsschreiber Istorie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Robert Griebsch (Autor), 2008, Staatslehre und Staatsbeschreibung bei Niccolò Machiavelli, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130936
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