"Ein Schaf fürs Leben" von Maritgen Matter und Anke Faust im Unterricht

Unterrichtseinheit für eine vierte Klasse


Hausarbeit, 2007
20 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Fachwissenschaftliche und fachdidaktische Grundlagen

3. Darstellung der Unterrichtseinheit
Gesamteinheit
Tabellarische Übersicht Gesamteinheit
Lernbedingungsanalyse – Theorie
Sachanalyse – Theorie
Didaktische Analyse
Lernziele – Praxis
Ausarbeitung von zwei Stunden
Einordnung der Unterrichtsstunden 3 und 6
Sozialformen
Lernkontrolle
Durchführung der beiden Unterrichtsstunden (Tabelle)

4. Literaturangaben

5. Anhang Lückentexte

1. Einleitung

Ein Wolf trifft ein Schaf und will es eigentlich fressen, freundet sich aber mit ihm an. Daraus ergeben sich Konflikte, die so leicht nicht gelöst werden können, denn der Wolf ist ein Fleischfresser. So könnte man in Kurzform die Geschichte von „Ein Schaf fürs Leben“ beschreiben.

Wir konzipieren in dieser Hausarbeit eine Unterrichtseinheit, die dieses Buch in einer vierten Klasse im Deutschunterricht behandeln wird. Die Klasse haben wir uns ausgedacht, so existiert die Unterrichtseinheit nur in der Planung.

Für die Planung ergeben sich unter anderem folgende Fragen:

- Inwieweit ist dieses Buch überhaupt für eine vierte Klasse geeignet?
- Welche fachwissenschaftlichen Grundlagen können wir heranziehen?
- Wie kann dieses Buch zur Förderung der Lesekompetenz oder zum literarischen Lernen beitragen?
- Welche Lernziele möchten wir in unserer Unterrichtseinheit verfolgen? Wo legen wir Schwerpunkte?
- Welche Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung ergeben sich aus den Vorraussetzungen des Buches und der Lerngruppe?
- Welche Unterrichtsformen können wir wählen? Was für Materialien wollen wir nutzen?

Wir werden zunächst auf die fachwissenschaftlichen und fachdidaktische Grundlagen eingehen, die unserer Unterrichtseinheit zugrunde liegen sollen. In einem zweiten Schritt werden wir uns mit der Darstellung der gesamten Unterrichtseinheit befassen. Hierzu zählen auch die Lernbedingungsanalyse, die didaktische Analyse, die Sachanalyse und die Lernziele. In einem dritten Schritt werden wir zwei Unterrichtsstunden genauer ausarbeiten, die Unterrichtsformen, Medien und Inhalte dieser Unterrichtsstunden darstellen und diskutieren.

2. Fachwissenschaftliche und fachdidaktische Grundlagen

Im Folgenden werden wir zunächst die theoretischen Grundlagen umreißen, auf die wir uns in unserer Unterrichtseinheit stützen werden. Dabei greifen wir die Aspekte auf, die wir für unser Unterrichtskonzept wichtig finden.

Kaspar Spinner hat den Begriff des literarischen Lernens geprägt. Er geht davon aus, „dass es Lernprozesse gibt, die sich speziell auf die Beschäftigung mit literarischen […] Texten beziehen“ (Spinner, 2006). Er unterscheidet 13 Aspekte des literarischen Lernens. Wir beziehen uns vor allem auf die vier folgenden Aspekte:

- Verstehen narrativer und dramaturgischer Handlungslogik: Hier geht es darum Querverweise im Text finden zu können. Die Welt, die sich durch das Buch erschließt, ist meist eine geschlossene, mit eigenen Regeln, die sie z.B. von der Lebenswelt der Schüler unterscheidet. Viele Kausalzusammenhänge können sich also nur durch die Herstellung innertextlicher Beziehungen erschließen.
- Verstehen von metaphorischer und symbolischer Ausdrucksweise: Spinner setzt bei dem Verstehen von Metaphern und Symbolen intuitives Wissen der Kinder voraus. Eine metaphorische und symbolische Ausdrucksweise verweist immer über den benannten Gegenstand hinaus, auf andere Bedeutungsfelder (bei Matter gibt es viele Textstellen, die metaphorische und symbolische Bedeutung haben – z.B. „Pfefferminzgefühl“, s.u.)
- Sinn für die Unabschließbarkeit des Sinnbildungsprozesses: Literarische Texte regen Sinnbildungsprozesse an (vgl. Spinner, 2006), die aber nicht immer mit einer abschließenden, eindeutigen Deutung enden müssen (bei Matter wird dies besonders am Ende des Buches klar, denn es ergeben sich durch das Nachdenken über den Schluss sehr viele Deutungsmöglichkeiten).
- Vertraut werden mit dem literarischen Gespräch: Literarische Gespräche sind offene Gespräche, die, nach Spinner, von den Teilnehmern folgende Fähigkeiten verlangen: die Teilnehmer müssen eigene Sinnbedeutungen einbringen können, sie müssen Vorschläge anderer Teilnehmer nachvollziehen können, sie müssen das Gespräch als Suchbewegung verstehen und „mit dazu beitragen, eine Balance zwischen Selbstkundgabe, Ernstnehmen des anderen und Textbezug“ (Spinner, 2006) herstellen.

Zudem möchten wir uns hier an die Aspekte der Verstehensleistungen nach IGLU anlehnen. Wir beziehen uns im nächsten Abschnitt ausschließlich auf Bos u.a., 2003. Die Autoren von IGLU unterscheiden zwischen primär textbasierten und wissensbasierten Verstehensleistungen. Bei den primär textbasierten Verstehensleistungen wird zudem unterschieden in

- „Informationen finden und wiedergeben“: Die zu findenden Informationen stehen im Text
- und „ Einfache Schlussfolgerungen ziehen“: Die Informationen sind auch im Text vorhanden. Es müssen allerdings einfache Beziehungen im Text hergestellt werden, um die Information entnehmen zu können.
Die wissensbasierten Verstehensleistungen werden von den Autoren von IGLU in folgende Kategorien aufgeteilt:
- „Komplexe Schlussfolgerungen ziehen“: Informationen können nur mit externem Wissen (Vorwissen, Wissen aus anderen Quellen) erschlossen werden.
- „Kritisch prüfen und bewerten“: Hier geht es darum, Textaussagen und -qualität zu bewerten. Dazu ist Wissen über Form und Inhalt erforderlich.

Des Weiteren ziehen wir die Lesestrategien von PISA als fachwissenschaftliche Grundlage heran. Die Autoren von PISA unterscheiden folgende Lesestrategien:

Elaborieren, Überwachen, Reduzieren und Selektieren, Organisieren und Strukturieren. Wir werden uns vor allen Dingen auf die erste Lesestrategie beziehen.

Elaborieren ist eine kognitive Strategie, die dazu dient, einen Lerngegenstand zu verstehen und dessen Bedeutung zu erschließen (vgl. Deutsches PISA Konsortium), z.B. „Vorhersagen über weitere Abschnitte, Schlussfolgern, Verbindungen zwischen einzelnen Textteilen und /oder dem Weltwissen herstellen“ (ebd.).

3. Darstellung der Unterrichtseinheit

3.1. Gesamteinheit

3.1.1. Tabellarische Übersicht Gesamteinheit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.1.2. Lernbedingungsanalyse – Theorie

Unsere Klasse ist eine 4. Klasse einer Grundschule in Hamburg-Eimsbüttel, die 4a.

In der Klasse sind 20 Kinder, 12 Mädchen und 8 Jungen. Die Klasse ist relativ heterogen, was sowohl den Leistungs- als auch den ethnisch-kulturellen Hintergrund angeht. In Bezug auf Leistung findet sich ein breites Mittelfeld, es sind ungefähr 5 bis 6 Leistungsschwache (2 w, 3m, 1 sehr Leistungsschwacher) und auch 3 sehr Leistungsstarke (2w, 1m). Bezogen auf die mündliche Mitarbeit vermischen sich die Verhältnisse hier etwas: 2 der Leistungsschwachen und einige des mittleren Leistungsfeldes sind nicht besonders gut in mündlicher Mitarbeit, 3 der Leistungsschwachen und die meisten des Mittelfeldes sind aktiv beteiligt, die 3 Leistungsstarken sind auch hier besonders gut.

[...]

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
"Ein Schaf fürs Leben" von Maritgen Matter und Anke Faust im Unterricht
Untertitel
Unterrichtseinheit für eine vierte Klasse
Hochschule
Universität Hamburg  (Grundschulpädagogik)
Veranstaltung
Lesenlernen in der Grundschule
Note
1
Autor
Jahr
2007
Seiten
20
Katalognummer
V130964
ISBN (eBook)
9783640401895
ISBN (Buch)
9783640401949
Dateigröße
420 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Kurzer schriftlicher Kommentar der Professorin: "sehr schön"
Schlagworte
Sachanalyse, Unterrichtsentwurf, Ein Schaf fürs Leben
Arbeit zitieren
Ursula Mock (Autor), 2007, "Ein Schaf fürs Leben" von Maritgen Matter und Anke Faust im Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130964

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