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Der Wert der Freundschaft. Wertekonstruktion anhand von Freundschaften und ihrer Entstehungsbedingungen

Titel: Der Wert der Freundschaft. Wertekonstruktion anhand von Freundschaften und ihrer Entstehungsbedingungen

Hausarbeit , 2020 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Fabian Fischbach (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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In dieser Arbeit wird versucht, das Phänomen der Freundschaft unter wertkonstruktivistischen Gesichtspunkten zu fassen. Dabei wird einerseits am Beispiel der Freundschaft eine Möglichkeit illustriert, wie handlungsweisende Werte lebensweltlich konstruiert werden können. Andererseits wird Freundschaft selbst als Wert zwischen den Befreundeten aufgefasst, aus dem sich beziehungsspezifische Pflichten ergeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Der Sonderstatus von Freundinnen*Freunden

2 Werte als motivierende Konstruktionen

3 Freundschaft als praktische Konstruktion eines Wertes

3.1 Freundschaft – Ein diverses Phänomen mit gemeinsamer Grundlage

3.2 Der Wert der Freundschaft

4 Auflösung des Dilemmas

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Freundschaft durch die Linse des Wertekonstruktivismus. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Freundschaft als ein von den beteiligten Personen konstruierter Wert verstanden werden kann, der als motivierende Kraft für Handlungen dient und insbesondere erklärt, warum befreundete Personen in moralischen Konfliktsituationen eine Vorzugsbehandlung erfahren.

  • Ontologie von Werten als Konstrukte rationaler Akteure
  • Familienähnlichkeit und Diversität des Freundschaftsbegriffs
  • Die Rolle der gegenseitigen Wertschätzung und Fürsorge
  • Konstruktion von Werten in persönlichen Beziehungen
  • Praktische Implikationen der Wertkonstruktion in Krisensituationen

Auszug aus dem Buch

3.1 Freundschaft – Ein diverses Phänomen mit gemeinsamer Grundlage

Freundschaft kann auf unterschiedliche Weisen auftreten und unterschiedliche Dinge beinhalten. Unterschiedliche Praktiken der Freundschaft liefern unterschiedliche Normen und Motivationen die Befreundete einander gegenüber haben. Eine Theorie, die klärt, worum es sich bei Freundschaft handelt, muss versuchen dieser Diversität gerecht zu werden. Eine Möglichkeit dem zu begegnen ist, Freundschaft als ein Phänomen der Familienähnlichkeit aufzufassen. Das Konzept der Familienähnlichkeit geht auf Wittgenstein zurück und besagt, dass es innerhalb einer Gruppe von Phänomenen bestimmte Charakteristiken gibt, die vorkommen, aber nicht von allen geteilt werden müssen. Auf Freundschaft gemünzt bedeutet das, dass es zwischen verschiedenen Ausprägungen der Freundschaft Gemeinsamkeiten gibt, die bei einer Analyse des Feldes auftauchen und verschwinden, je nach Phänomen.

Dass es eine solche Diversität gibt, zeigt sich an den unterschiedlichen Freundschaften, die jeder Mensch haben kann und daran, dass die Freundschaften, die jemand geschlossen hat, sich von Zeit zu Zeit im Wandel befinden. Ein solches Konzept impliziert, dass es keine finale Antwort darauf gibt, was Freundschaft ist, weil kein definitives Kriterium zur Abgrenzung von anderen Phänomenen gegeben ist. Ein Konzept der Familienähnlichkeit ist mit anderen Konzepten über Freundschaft kompatibel, kann aber keinem möglichen Konzept eine stärkere Gültigkeit zusprechen als einem anderen. Außerdem resultiert das Fehlen eines abgrenzenden Kriteriums darin, dass es keine klaren Grenzen dessen gibt, was als Freundschaft gezählt wird und was nicht. Ein Vorteil des Konzepts ist, dass es es schafft, die Bandbreite von Freundschaften zu berücksichtigen. Außerdem macht es deutlich, dass Freundschaft keine festgelegte Größe ist, sondern eine Flexibilität besitzt, die sich aus dem menschlichen Denken ergibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Der Sonderstatus von Freundinnen*Freunden: Das Kapitel führt in die moralische Problematik persönlicher Beziehungen ein, indem es ein Entscheidungsdilemma diskutiert, das die Bevorzugung von nahen Freunden gegenüber Fremden beleuchtet.

2 Werte als motivierende Konstruktionen: Hier wird der theoretische Rahmen des Wertekonstruktivismus dargelegt, wobei argumentiert wird, dass Werte keine realen Entitäten, sondern von rationalen Akteuren geschaffene, handlungsmotivierende Konstrukte sind.

3 Freundschaft als praktische Konstruktion eines Wertes: Dieses Kapitel verknüpft das Konzept der Familienähnlichkeit mit der Idee, dass Freundschaften einen zwischen Befreundeten konstruierten Wert darstellen, der spezifische Verpflichtungen und Verhaltensweisen begründet.

4 Auflösung des Dilemmas: Das Schlusskapitel kehrt zum Eingangsbeispiel zurück und erläutert, wie das konstruktivistische Verständnis von Freundschaft das moralisch gerechtfertigte Handeln in Krisensituationen begründbar macht.

Schlüsselwörter

Freundschaft, Wertekonstruktivismus, moralische Akteure, Familienähnlichkeit, Wertschätzung, Fürsorge, Handlungsgründe, Ontologie der Werte, Dilemma, rationale Konstruktion, Integrität, akteursrelative Gründe, interpersonale Beziehungen, Normativität, Sozialethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Wesen der Freundschaft auf Basis des Wertekonstruktivismus und analysiert deren Rolle als handlungsleitender Wert in moralischen Situationen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verbindet moralphilosophische Debatten über den Status von Werten (Realismus vs. Konstruktivismus) mit dem soziologischen bzw. erkenntnistheoretischen Phänomen komplexer, pluralistischer Freundschaftsbeziehungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu zeigen, dass Freundschaft ein von den Beteiligten konstruierter Wert ist, der aus einer relativen Perspektive die bevorzugte Behandlung von Freunden gegenüber Fremden moralisch nachvollziehbar macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytisch-philosophische Untersuchung, die sich auf fachspezifische Literatur zur Metaethik, zum Wertekonstruktivismus und auf verschiedene Freundschaftstheorien stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert zunächst die Konstruktion von Werten allgemein und führt anschließend das Konzept der "Familienähnlichkeit" ein, um die Vielfalt der Freundschaftsformen, deren notwendige (wie Fürsorge, Intimität) und variable Merkmale theoretisch zu rahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere der Wertekonstruktivismus, das Modell der Familienähnlichkeit, akteursrelative Gründe und die moralische Struktur von Freundschaft.

Inwiefern beeinflusst das Konzept der Familienähnlichkeit das Freundschaftsverständnis?

Es erlaubt, Freundschaft als ein flexibles Konstrukt ohne feste, notwendige Grenzwerte zu betrachten, was der hohen Diversität menschlicher Beziehungen besser gerecht wird als starre Definitionen.

Was unterscheidet konstruierte Werte in Freundschaften von allgemeinen moralischen Gesetzen?

Im Gegensatz zu universellen moralischen Prinzipien sind konstruierte Werte in Freundschaften akteursrelativ; sie gelten kontextbezogen zwischen den beteiligten Individuen, die den Wert durch ihr gemeinsames Handeln konstituieren.

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Details

Titel
Der Wert der Freundschaft. Wertekonstruktion anhand von Freundschaften und ihrer Entstehungsbedingungen
Hochschule
Universität Trier
Note
1,3
Autor
Fabian Fischbach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V1309651
ISBN (PDF)
9783346786913
ISBN (Buch)
9783346786920
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Philosophie der Freundschaft Wertekonstruktivismus Moralische Motivation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Fischbach (Autor:in), 2020, Der Wert der Freundschaft. Wertekonstruktion anhand von Freundschaften und ihrer Entstehungsbedingungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1309651
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Leseprobe aus  20  Seiten
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