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Doing Gender im Schulalltag

Title: Doing Gender im Schulalltag

Term Paper , 2020 , 25 Pages , Grade: 1,67

Autor:in: Mia-Zoé Marben (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Inwieweit wird Geschlecht in der Schule sozial konstruiert und welche Auswirkungen hat das auf die Schulkinder aus der LGBTQIA Gemeinschaft?
In dieser Hausarbeit wird anhand zweier empirischer Studien herausgearbeitet, wie und in welchen Situationen im Schulalltag Geschlecht sozial konstruiert wird.

Sowohl für die pädagogische Praxis als auch für den theoretischen Diskurs ist es relevant herauszufinden, wo und wann an Schulen Geschlecht konstruiert wird und ob Kindern dadurch unbewusst eine spezifische Rolle auferlegt wird.

Zunächst wird das Konzept des „doing gender“ vorgestellt, um einen Überblick zu verschaffen, wie Geschlecht überhaupt hergestellt werden kann. Um hier einen umfangreichen Überblick zu verschaffen, werden die Theorien von Garfinkel, Kessler und McKenna, sowie West und Zimmerman vorgestellt. Daraufhin werden die Studien „Geschlechteralltag in der Schulklasse“ von Breidenstein und Kelle und „Geschlechtergerechtigkeit in der Schule“ von Budde, Schuland und Faulstich-Wieland vorgestellt und verglichen. Mithilfe des Konzept des „doing gender“ werden Strukturen und Mechanismen im Schulalltag analysiert, welche zu der sozialen Konstruktion von Geschlecht führen. Daraus wird darauffolgend ermittelt welche Konsequenzen und Auswirkungen durch die soziale Konstruktion von Geschlecht auf die Schulkinder hat. Mit dem Ausblick sollen Möglichkeiten vorgestellt werden, wie man in der pädagogischen Praxis mit Geschlecht umgehen kann, um Diskriminierung entgegen zu wirken. Zum Schluss wird ein Fazit geboten.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die soziale Konstruktion von Geschlecht

2.1 Theorie nach Garfinkel

2.2 Theorie nach Kessler und McKenna

2.3 Theorie nach West und Zimmerman

3 Doing Gender in der Schule

3.1 „Geschlechteralltag in der Schulklasse“ (1998)

3.1.1 Die Studie und ihre Rahmenbedingungen

3.1.2 „Mädchen“ und „Jungen“ – Zweigeschlechtlichkeit in der Schule

3.1.3 Geschlechtsbezogene Inszenierungen

3.2 „Geschlechtergerechtigkeit in der Schule“ (2006)

3.2.1 Die Studie und ihre Rahmenbedingungen

3.2.2 Der Sportunterricht als Differenzierungspraktik

3.2.3 Mögliche Unterschiede in der Bewertung von Leistungsnachweisen

3.3 Vergleich der Studien

3.4 Doing Gender in der Schule und die Auswirkungen auf LGBTQIA* Kinder

4 Ausblick

5 Fazit

Zielsetzung & Forschungsthemen

Die Arbeit untersucht, inwieweit Geschlecht in der Schule sozial konstruiert wird und welche Auswirkungen diese Konstruktion auf Schülerinnen und Schüler aus der LGBTQIA*-Gemeinschaft hat. Ziel ist es, durch die Analyse zweier empirischer Studien aufzuzeigen, wie pädagogische Diskurse und schulische Strukturen die Geschlechteridentität beeinflussen und soziale Ungleichheiten festigen können.

  • Analyse der theoretischen Konzepte zu „Doing Gender“.
  • Empirische Vergleichsstudie zum Geschlechteralltag in der Grundschule.
  • Untersuchung von Differenzierungspraktiken im Sportunterricht und Bewertungssystemen.
  • Reflexion der Auswirkungen schulischer Geschlechterkonzepte auf LGBTQIA*-Kinder.
  • Entwicklung von Perspektiven für einen geschlechtersensiblen Schulalltag.

Auszug aus dem Buch

2 Die soziale Konstruktion von Geschlecht

Das Konzept des „doing gender“ entstand in der interaktionstheoretischen Soziologie und ist seit dem ein zentraler Bestandteil der Geschlechterforschung. Anstatt die Einteilung der Gesellschaft in Männer und Frauen als „natürlich“ gegeben zu verstehen, hat „doing gender“ das Ziel, die Geschlechtszugehörigkeit nicht als Eigenschaft von einer Person zu betrachten, sondern sich die sozialen Prozesse anzusehen, in denen das „Geschlecht“ hergestellt und reproduziert werden (Vgl. Gildemeister 2008b: S. 156).

In der Frauenforschung wird in den 70er Jahren zum ersten Mal eine soziale Perspektive auf Geschlecht genommen, um somit die biologische Sichtweise zu hinterfragen und aufzubrechen. Die Unterscheidung von „sex“ als biologisches und „gender“ als soziales Geschlecht ist essenziell für die Geschlechterforschung. Durch den Begriff „gender“ wird eine kulturelle Verhaltenserwartung, die geschlechtsspezifische Unterschiede aufweist betrachtet, sowie die soziale Positionierung, Machtverteilungen und Arbeitsteilungen. Trotz allem basiert die sex-gender-Theorie auf der Annahme der „natürlichen“ Zweigeschlechtlichkeit (Vgl. ebd.: S. 67).

Die drei folgenden Konzepte der sozialen Konstruktion von Geschlecht unterscheiden sich in ihren Ausprägungen, sie haben dennoch alle den Ausgangspunkt die „natürlich“ gesehenen Geschlechter zu überwinden und Geschlecht als Produkt sozialer Praktiken zu sehen (Vgl. Wetterer 2008: S. 126). Um einen ausgiebigen Überblick zu verschaffen, werden im Folgenden drei Theorien vorgestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz geschlechtsneutraler Erziehung und führt in die Fragestellung zur sozialen Konstruktion von Geschlecht im schulischen Kontext ein.

2 Die soziale Konstruktion von Geschlecht: Erläutert die theoretischen Grundlagen von Garfinkel, Kessler/McKenna und West/Zimmerman bezüglich der Entstehung von Geschlecht durch soziales Handeln.

3 Doing Gender in der Schule: Analysiert zwei empirische Studien (1998 und 2006) zu schulischen Interaktionsformen und deren negative Konsequenzen für Schüler.

4 Ausblick: Erörtert präventive Methoden zur Verringerung von Diskriminierung und fordert fachübergreifende Kompetenzen im Bereich der Sexualerziehung.

5 Fazit: Fasst zusammen, dass die Schule eine soziale Institution ist, die durch „Doing Gender“ oftmals starre Rollenbilder reproduziert und somit den Freiraum für LGBTQIA*-Kinder einschränkt.

Schlüsselwörter

Doing Gender, soziale Konstruktion, Geschlechterforschung, Schule, Queer, LGBTQIA*, Zweigeschlechtlichkeit, Geschlechtergerechtigkeit, Interaktionstheorie, Schule, Geschlechtsidentität, Diskriminierung, Pädagogik, Heteronormativität, Diversität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Geschlecht im schulischen Alltag als soziale Praxis hergestellt wird und welche Folgen dies für Identitätsentwicklung und Diskriminierung hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie des „Doing Gender“, dem Vergleich zweier empirischer Schulstudien und den spezifischen Herausforderungen für LGBTQIA*-Kinder.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: Inwieweit wird Geschlecht in der Schule sozial konstruiert und welche Auswirkungen hat dies auf Schulkinder aus der LGBTQIA*-Gemeinschaft?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse und einen systematischen Vergleich ethnographischer Studien zur sozialen Konstruktion von Geschlecht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Konzepte (Garfinkel, Kessler/McKenna, West/Zimmerman) diskutiert und auf empirische Fallbeispiele (Sportunterricht, Leistungsbewertung) angewendet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Doing Gender, Zweigeschlechtlichkeit, LGBTQIA*, soziale Konstruktion und geschlechtersensible Pädagogik charakterisieren.

Wie wirkt sich der Sportunterricht auf die Geschlechtsidentität aus?

Laut der untersuchten Studien verstärkt Sportunterricht die strikte binäre Trennung und zementiert machtdominierte Männlichkeitsbilder, die Identitätsfindung außerhalb dieser Normen erschweren.

Warum schneiden Jungen in der Studie eher hinter Mädchen ab?

Die Autorin stellt fest, dass Mädchen oft für ihr organisiertes und „ordentliches“ Arbeitsverhalten mit besseren Noten belohnt werden, während Jungen häufiger auf stereotypische männliche Defizite reduziert werden.

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Details

Title
Doing Gender im Schulalltag
Grade
1,67
Author
Mia-Zoé Marben (Author)
Publication Year
2020
Pages
25
Catalog Number
V1310090
ISBN (PDF)
9783346785381
ISBN (Book)
9783346785398
Language
German
Tags
doing gender schule bildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mia-Zoé Marben (Author), 2020, Doing Gender im Schulalltag, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1310090
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