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Geschlechterungleichheiten und Klimawandel

Titel: Geschlechterungleichheiten und Klimawandel

Hausarbeit , 2020 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Mia-Zoé Marben (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Inwiefern wird die Vulnerabilität von Frauen gegenüber dem Klimawandel durch das doing gender begünstigt?
In dieser Hausarbeit wird analysiert, inwieweit die Ungleichheiten, durch die soziale Konstruktion, also dem doing gender beeinflusst beziehungsweise begünstigt wird.
Zu Beginn wird das doing gender Konzept von West und Zimmerman vorgestellt, darauf folgt eine kurze Erklärung des Begriffs Vulnerabilität und eine Analyse der Vulnerabilität von Frauen* im Klimawandel mit Hilfe des doing gender Ansatzes. Zum Schluss wird eine Kritik, ein Ausblick und ein Fazit geboten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Doing Gender nach West und Zimmerman

3 Geschlechtsspezifische Auswirkungen des Klimawandels

3.1 Vulnerabilität

3.2 Vulnerabilität der Frauen* durch das doing gender

4 Kritik: Doing gender durch Entwicklungspolitik

5 Ausblick

5.1 Gender-Mainstreaming in der Bildungspolitik

5.2 Globales Lernen

5.3 Feministische Bildungsarbeit

5.4 Empowerment von Frauen*

6 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die geschlechtsspezifische Vulnerabilität von Frauen* im Kontext des Klimawandels und analysiert, inwiefern diese Ungleichheiten durch soziale Konstruktionsprozesse des "doing gender" mitbedingt werden.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen des "doing gender" nach West und Zimmerman
  • Untersuchung der ungleichen Betroffenheit durch den Klimawandel
  • Kritische Reflexion internationaler Entwicklungshilfe unter Gender-Aspekten
  • Vorstellung von Bildungsansätzen zur Überwindung von Geschlechterungerechtigkeiten

Auszug aus dem Buch

3.2 Vulnerabilität der Frauen* durch das doing gender

Wenn man die Vulnerabilität der Frauen* aus verschiedenen Sichtweisen betrachten möchte, müssen unter anderem folgende Aspekte behandelt werden: die sozial konstruierte Rollenzuschreibung und deren Folgen, der Zugang zu notwendigen Ressourcen und der Zusammenhang von Armut und Umwelt durch die Faktoren Einkommen, Chancen und Partizipation.

Durch die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, die auch im doing gender Ansatz angesprochen wurde, wird von Frauen* überwiegend erwartet, die Verantwortung des Care-Givers einzunehmen und somit den Großteil der Care-Arbeit zu leisten. Ein wichtiger Teil dieser Care-Arbeit ist die Versorgung des Haushalts mit Wasser, was dazu führt, dass Frauen* in den meisten Fällen an Wasser gebunden sind. Das macht sich dadurch deutlich, dass in acht von zehn Haushalten die Frauen* die Verantwortung für die gesamte Wasserversorgung tragen (Castañeda Camey, Sabater, Owren, & Boyer, 2020: S. 44). Das bedeutet ihre Aufgabe es, dass Wasser zu sammeln, speichern, beschützen und aufzuteilen.

Durch steigende Hitze und zunehmende Dürre vertrocknen viele herkömmliche Wasserquellen, was dazu führt, dass Frauen* einen längeren Weg auf sich nehmen müssen und somit weniger Zeit für Bildung und Lohnarbeit haben. Zudem helfen die Mädchen* im Haushalt oft bei dieser Aufgabe, wenn eine Person nicht ausreicht. Der stetig längere werdende Weg zum Wasser führt zu ansteigenden Gefahren, wie Überfällen, Vergewaltigungen oder Entführungen (jährlich verschwinden 3,9 Millionen Mädchen*). Zudem wird bei den Mädchen* in diesen Fällen an der Schul- und Ausbildung gespart. Mittlerweile muss der Weg zur Wasserquelle in vielen Regionen 2-3 Mal pro Tag zurück gelegt werden, was ca. 30% der Tageszeit von den Frauen* und Mädchen* beansprucht (vgl. Habtezion, 2013, S. 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass Klimawandel ungleiche Auswirkungen auf die Geschlechter hat, und formuliert die zentrale Fragestellung zur Vulnerabilität von Frauen* durch das doing gender.

2 Doing Gender nach West und Zimmerman: Dieses Kapitel erläutert das Grundkonzept, dass Geschlecht keine biologische Eigenschaft ist, sondern eine soziale Konstruktion, die durch alltägliche Interaktionen und Zuweisungen ständig reproduziert wird.

3 Geschlechtsspezifische Auswirkungen des Klimawandels: Hier wird der Begriff der Vulnerabilität definiert und analysiert, wie diese durch soziale Faktoren und Armut im Zusammenhang mit Umweltveränderungen massiv verstärkt wird.

4 Kritik: Doing gender durch Entwicklungspolitik: Der Abschnitt kritisiert westliche Ansätze in der Entwicklungspolitik, welche koloniale Strukturen reproduzieren und lokale Lebensrealitäten oft verkennt.

5 Ausblick: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene politische und pädagogische Strategien, wie Gender-Mainstreaming, Globales Lernen und Empowerment, um Geschlechterungerechtigkeiten aktiv entgegenzuwirken.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Frauen* durch soziale Diskriminierung und Arbeitsteilung stärker unter Klimafolgen leiden, betont jedoch auch die Rolle von Frauen* als Akteurinnen des Wandels.

Schlüsselwörter

Klimawandel, Vulnerabilität, Doing Gender, Frauen*, Care-Arbeit, Gleichstellung, Entwicklungspolitik, Soziale Konstruktion, Empowerment, Geschlechtergerechtigkeit, Ressourcenknappheit, Bildung, Weltklimawandel, Diskriminierung, Soziale Rollen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der ungleichen Betroffenheit der Geschlechter durch den Klimawandel und analysiert die sozialen Gründe für die erhöhte Verwundbarkeit von Frauen*.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Thematisiert werden das Konzept "doing gender", geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, der Zugang zu Ressourcen, soziale Gerechtigkeit sowie Entwicklungspolitik und Bildungsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, inwiefern die soziale Konstruktion von Geschlecht die Vulnerabilität von Frauen* im Kontext der Klimakrise verschärft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Anwendung des "doing gender"-Ansatzes nach West und Zimmerman auf aktuelle Klimastudien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung von "doing gender", die konkrete Analyse der Klimafolgen für Frauen* (z.B. Wasserversorgung) und die Kritik an bisherigen entwicklungspolitischen Ansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Klimawandel, Vulnerabilität, Doing Gender, Care-Arbeit und Empowerment.

Warum sind Frauen* besonders von Wasserknappheit betroffen?

Durch die traditionelle Rollenverteilung tragen Frauen* und Mädchen* oft die Hauptlast der Wasserbeschaffung, was durch Dürren zeitintensiver und gefährlicher wird.

Inwiefern können Frauen* trotz der Belastungen als Akteurinnen des Wandels fungieren?

Durch Empowerment-Projekte und politisches Engagement können sie sich aus untergeordneten Rollen befreien und als Experten für Ressourcenmanagement entscheidend zur Gemeinschaftsstabilität beitragen.

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Details

Titel
Geschlechterungleichheiten und Klimawandel
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
1,0
Autor
Mia-Zoé Marben (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
18
Katalognummer
V1310091
ISBN (PDF)
9783346785367
ISBN (Buch)
9783346785374
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Klimawandel Geschlecht Frauen gender vulnerabilität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mia-Zoé Marben (Autor:in), 2020, Geschlechterungleichheiten und Klimawandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1310091
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Leseprobe aus  18  Seiten
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