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Inklusiver Religionsunterricht in einer religiös pluralistischen Gesellschaft

Wie kann Anerkennung nach Prengel im Religionsunterricht verwirklicht werden?

Título: Inklusiver Religionsunterricht in einer religiös pluralistischen Gesellschaft

Trabajo Escrito , 2022 , 21 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Felix Märtin (Autor)

Pedagogía - Inclusión
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Vor dem Hintergrund einer sich im Sinne zunehmender Multikulturalität und -Religiosität wandelnden Gesellschaft ist die Erwartung gegenüber einer Weiterentwicklung religiöser Bildung hin zu einer interreligiösen Bildung weit verbreitet und bezieht sich sowohl auf das Schulfach Religion als auch auf jegliche anderen Formen religiöser Bildung. Die heutigen Vorrausetzungen verweisen auf die neue pädagogische Aufgabe, die herkömmliche Bildung und Erziehung, die sich nur auf die der eigenen Herkunft entsprechenden Religion bezieht, zu erweitern. Neben den zunehmenden Pluralisierungstendenzen ist auch aus (religions-)pädagogischer Sicht ein gemeinsames Lernen unausweichlich. Es sei unerlässlich, den Umgang mit der Andersartigkeit des Anderen zu erlernen und eine grenzübergreifende Verständigung einzuüben.

Obwohl Schulklassen eine sehr große Vielfalt der Schüler*innen aufweisen, versuchen Schulen diese Verschiedenheit oftmals zu verringern. In Anlehnung an Prengel muss in der Schule im Gegensatz zur gesellschaftlich-kulturellen Vielfalt weiterhin von einer „Monokultur“ gesprochen werden. An Regelschulen hat der Unterricht oftmals den Charakter einer Mittelschichtinstitution, die auf weiße, mitteleuropäische Schüler*innen zugeschnitten ist. Der konfessionelle Religionsunterricht hat sich in seiner Vergangenheit dieser Praxis ohne Einschränkung angeschlossen.

Mit diesem Einstieg darüber, wie in einer pluralistischen Gesellschaft ein Leitbild religiöser Erziehung begründet wird, ist der Religionsunterricht an der Schule ein interessantes Studienobjekt für die Frage, wie Schule unter Berücksichtigung einer Pädagogik der Vielfalt religiöser Pluralität begegnen sollte. Um dieser Frage nachzugehen, soll im Anschluss an die Einleitung das Konzept der Pädagogik der Vielfalt (PdV) nach der Erziehungswissenschaftlerin Annedore Prengel vorgestellt werden. Im Folgenden werden zwei Interreligiöse Bildungsansätze vorgestellt, bevor dann im zweiten Hauptteil beurteilt werden soll, ob die Gedanken des neueren Konzepts der „Kultur- und Religionssensiblen Bildung“ den Kerngedanken der PdV Rechnung tragen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Persönlicher Bezug und Relevanz des Themas – Problemskizze

1.2 Religionsunterricht in Deutschland

1.2.1 Gesellschaftliche Rahmenbedingungen

1.2.2 Kirchliche & schulische Rahmenbedingungen

1.3 Fragestellung & Vorgehensweise

2 Der Weg zu einem inklusiven Religionsunterricht

2.1 Anerkennung nach Annedore Prengel – Pädagogik der Vielfalt

2.1.1 Inklusive und interkulturelle Pädagogik

2.1.2 Was ist Vielfalt? - Gleichheit und Verschiedenheit

2.1.3 Kernpunkte der PdV

2.1.4 Vorrausetzung von PdV

2.2 Interkulturelle und interreligiöse Bildungsansätze

2.2.1 Hamburg: Religionsunterricht für alle

2.2.2 Baden-Württemberg: konfessionell-kooperativer Religionsunterricht

2.3 Zwischenfazit

3 Kultur- und religionssensible Bildung (KuRs.B)

4 Fazit & Ausblick

Zielsetzung & Themenbereiche

Die Arbeit untersucht, wie Anerkennung im Sinne der "Pädagogik der Vielfalt" von Annedore Prengel in einem Religionsunterricht realisiert werden kann, der der modernen religiösen Pluralität gerecht wird, und prüft dabei das Konzept der kultur- und religionssensiblen Bildung.

  • Grundlagen der Pädagogik der Vielfalt nach Annedore Prengel
  • Religionsunterricht in einer multikulturellen Gesellschaft
  • Interkulturelle und interreligiöse Bildungsmodelle
  • Kultur- und religionssensible Bildung (KuRs.B) als Bildungsansatz
  • Herausforderungen für Lehrkräfte in heterogenen Lerngruppen

Auszug aus dem Buch

1.1 PERSÖNLICHER BEZUG UND RELEVANZ DES THEMAS – PROBLEMSKIZZE

Im Seminar „Bildungsprozesse und Anerkennung“ habe ich ein breites Verständnis zu den verschiedenen Modellen von Anerkennung aufbauen können. Besonders in Erinnerung ist mir dabei das Konzept der Pädagogik der Vielfalt von Annedore Prengel hängen geblieben, welches sich durch die Anerkennung von Gleichheit und von Differenz auszeichnet. Dabei geht es um die Entwicklung und das Nutzen der Einzigartigkeit bzw. Verschiedenheit jedes Menschen als Ressource. In meiner Schulzeit habe ich den evangelischen Religionsunterricht besucht und viel über meinen Glauben gelernt. Auch der Austausch mit anderen Gläubigen war für mich immer sehr bereichernd. Aber eine dialogische Begegnung mit Menschen anderer Religionszugehörigkeiten hatte ich das erste Mal zu Beginn meines Studiums. Dort habe ich viel über andere Religionen gelernt und das erste Mal festgestellt, dass auch viele Gemeinsamkeiten existieren. Allerdings bin ich gelegentlich auch in Fettnäpfchen getreten und habe mich pauschalisiert und vorurteilsbehaftet in Gesprächen mit Andersgläubigen ausgedrückt. Auch ich musste viele Vorurteile über meinen Glauben hinnehmen. Ich habe sachliche, wertschätzende, aber auch etliche unsachliche und verständnislose Diskussionen und Gespräche erlebt. Gerne möchte ich später das Fach Religion unterrichten, das auch die Möglichkeit eines sachlich-dialogischen Austausches mit einer religiös-heterogenen Gruppe bereitstellt und Schüler*innen befähigt, religiösen Menschen mit Anerkennung, Toleranz und Respekt zu begegnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung reflektiert den persönlichen Bezug des Autors zum Thema und skizziert die Notwendigkeit einer interreligiösen Bildung sowie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Religionsunterrichts in Deutschland.

2 Der Weg zu einem inklusiven Religionsunterricht: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der Pädagogik der Vielfalt von Annedore Prengel und analysiert bestehende interreligiöse Bildungsmodelle sowie deren Stärken und Herausforderungen für schulische Kontexte.

3 Kultur- und religionssensible Bildung (KuRs.B): Das Kapitel stellt das KuRs.B-Projekt vor und untersucht, inwieweit dieser Ansatz die Prinzipien der Inklusion und Anerkennung sowie die Bedürfnisse von Schüler*innen in heterogenen Gruppen adressiert.

4 Fazit & Ausblick: Das Fazit bewertet die Bedeutung einer kultur- und religionssensiblen Bildung als bereichernde Ergänzung zur Pädagogik der Vielfalt und diskutiert die Möglichkeiten einer Verbindung mit interreligiösen Ansätzen im Unterricht.

Schlüsselwörter

Religionsunterricht, Anerkennung, Pädagogik der Vielfalt, Inklusion, interreligiöses Lernen, kulturelle Vielfalt, KuRs.B, Identität, Diversität, Schulpädagogik, religiöse Pluralität, Bildungsansätze, Heterogenität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie ein inklusiver Religionsunterricht in einer religiös pluralistischen Gesellschaft gestaltet werden kann, indem Anerkennung als zentrales pädagogisches Prinzip verankert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Pädagogik der Vielfalt nach Annedore Prengel, die rechtlichen und kirchlichen Rahmenbedingungen des Religionsunterrichts sowie Ansätze zur kultur- und religionssensiblen Bildung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, auf Basis der Pädagogik der Vielfalt zu beurteilen, wie Anerkennung im Religionsunterricht verwirklicht werden kann und ob das Konzept der kultur- und religionssensiblen Bildung dazu einen produktiven Beitrag leistet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit ist konzipiert als theoretische Erörterung auf Basis erziehungswissenschaftlicher Literatur, inklusive der Analyse spezifischer Bildungsmodelle und einer fachlichen Auseinandersetzung mit dem KuRs.B-Projekt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Pädagogik der Vielfalt, die Vorstellung von Interreligiösen Bildungsansätzen, insbesondere aus Hamburg und Baden-Württemberg, sowie die kritische Prüfung des KuRs.B-Ansatzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Schlüsselwörter sind unter anderem Religionsunterricht, Inklusion, Pädagogik der Vielfalt, Anerkennung, religiöse Pluralität und Kultur- und religionssensible Bildung.

Was genau ist laut Prengel das Problem bei traditionellem Religionsunterricht?

Nach Prengel besteht die Problematik in einer tendenziellen "Monokultur" in der Schule und der Gefahr, dass Kinder durch getrennte Unterrichtsformen in ihrer Entwicklung voneinander separiert werden, anstatt Vielfalt als Bereicherung zu lernen.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "Kultur" und "Religion" im KuRs.B-Projekt so bedeutsam?

Die Unterscheidung ist zentral, um zu vermeiden, dass Religionen allein als kulturelle Phänomene verallgemeinert werden, was dazu führen könnte, dass die individuelle religiöse Identität von Schüler*innen stigmatisiert oder falsch zugeordnet wird.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Inklusiver Religionsunterricht in einer religiös pluralistischen Gesellschaft
Subtítulo
Wie kann Anerkennung nach Prengel im Religionsunterricht verwirklicht werden?
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Pädagogik, Abteilung Sozialpädagogik)
Curso
Seminar: Bildungsprozesse und Anerkennung
Calificación
1,3
Autor
Felix Märtin (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
21
No. de catálogo
V1310105
ISBN (PDF)
9783346784957
ISBN (Libro)
9783346784964
Idioma
Alemán
Etiqueta
Prengel Pädagogik der Vielfalt Religionsunterricht KuRs.B Anerkennung Interreligiöser Religionsunterricht Hamburger Modell Multikulturalität Leitbild religiöser Erziehung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Felix Märtin (Autor), 2022, Inklusiver Religionsunterricht in einer religiös pluralistischen Gesellschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1310105
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