Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Política - Sistema político de Alemania

Organisation und Politik der Liberalen und Konservativen Parteien des Kaiserreichs im Vergleich

Título: Organisation und Politik der Liberalen und Konservativen Parteien des Kaiserreichs im Vergleich

Trabajo Escrito , 2009 , 14 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Ayca Aytekin (Autor)

Política - Sistema político de Alemania
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Der Begriff Konservatismus „ist eine politische Weltanschauung, die die Stärke der Tradition hervorhebt“. Sie versucht die bestehende politische und gesellschaftliche Ordnung zu bewahren. Die Hüter dieser Ordnung gehören meist der Elite der Gesellschaft an, aber betonen gleichzeitig die Notwendigkeit der unteren Schichten. Radikalen Änderungen stehen die Konservativen oft kritisch gegenüber und vorsichtig.
Die Liberalen, insbesondere die Linksliberalen, waren im Kaiserreich das Feindbild der Konservativen. Definiert man den Liberalismus, so erkennt man schon den großen weltanschaulichen Unterschied zwischen beiden Begriffen. Im Gegensatz zur Traditionsgebundenheit der Konservativen betont der Liberalismus die Freiheit eines Individuums und gewährt ihm politische, geistige und soziale Freiheit. Im Kaiserreich vertraten die Liberalen das Bürgertum, blieben aber aufgrund ihrer inneren Zerrissenheit und Unstimmigkeit machtlos und waren sehr anfällig für gesellschaftliche Veränderungen. Die Geschichte der Liberalen ist geprägt durch Fusionen und Abspaltungen.
Die Liberalen, insbesondere die Linksliberalen, waren im Kaiserreich das Feindbild der Konservativen. Definiert man den Liberalismus, so erkennt man schon den großen weltanschaulichen Unterschied zwischen beiden Begriffen. Im Gegensatz zur Traditionsgebundenheit der Konservativen betont der Liberalismus die Freiheit eines Individuums und gewährt ihm politische, geistige und soziale Freiheit.1 Im Kaiserreich vertraten die Liberalen das Bürgertum, blieben aber aufgrund ihrer inneren Zerrissenheit und Unstimmigkeit machtlos und waren sehr anfällig für gesellschaftliche Veränderungen. Die Geschichte der Liberalen ist geprägt durch Fusionen und Abspaltungen.
Die Bedeutung der Parteien im Kaiserreich und Kompetenzen müssen an dieser Stelle auch erwähnt werden, damit man die eigenartigen Entwicklungen bei den Liberalen und Konservativen verstehen kann. Warum waren die Konservativen schlecht organisiert, warum waren die Liberalen so anfällig für Veränderungen in der Gesellschaft?
Bei der Untersuchung der Reichsverfassung von 1871 ist es auffällig, dass die Parteien darin nicht erwähnt werden. Das Wahlrecht war damals allgemein, gleich, geheim und direkt. Obwohl es ein Wahlrecht gab, war der Spielraum der politischen Parteien sehr begrenzt, um ihren Wählern gerecht zu werden. Ihre wichtigste Aufgabe, nämlich die „Gestaltung der Politik“ stand den Parteien nicht zu. Parteien waren im Kaiserreich nur Kritiker.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die liberalen Parteien im Kaiserreich

2.1 Die Linksliberalen

2.2 Die Nationalliberalen

3. Die konservativen Parteien im Kaiserreich

4. Organisation der Liberalen

5. Organisation der Konservativen

6. Beziehung der Liberalen und Konservativen zu Bismarck

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die strukturelle Organisation der konservativen und liberalen Parteien im deutschen Kaiserreich vergleichend gegenüberzustellen. Dabei wird analysiert, wie sich die unterschiedlichen parteiinternen Organisationsformen auf die politische Handlungsfähigkeit und den Umgang mit gesellschaftlichem Wandel auswirkten.

  • Vergleich der Organisationsformen von liberalen und konservativen Parteien
  • Die Rolle der Honoratioren und Vereine bei den Liberalen
  • Die Bedeutung von Gutsbesitzern und informellen Netzwerken bei den Konservativen
  • Einfluss der Reichsverfassung von 1871 auf die Parteienlandschaft
  • Instrumentalisierung der Parteien durch Otto von Bismarck

Auszug aus dem Buch

4. Organisation der Liberalen

Die lokale Organisation hatte bei den Liberalen drei Formen: das Komitee, die Wählerversammlung und der Wahlverein. Das Komitee zu bilden war im Prinzip sehr einfach und verlief problemlos. Politisch interessierte Personen fanden sich hierfür zusammen und trieben die Vorbereitungen für die Wahlen voran. Mitglieder des Komitee waren in dem jeweiligen Ort geachtete Leute, die gleichzeitig einen angesehenen Beruf hatten und einen gewissen Einfluss in ihrer Stadt besaßen. Meistens übernahmen die Führung, die Honoratioren, zu diesen zählten z.B. Richter oder Professoren. Um den Führungsposten im Komitee gab es so gut wie gar keine Konkurrenz, denn war bereits jemand bestimmt, dann wurde diese Person auch von allen anderen Mitgliedern akzeptiert. Gründe für diese reibungslose Bildung des Komitee sind leicht zu erkennen, denn liberale Honoratioren gab es kaum.

Besonders schwer war es auf dem Land, welche zu finden. Auf dem Land gab es keine Komitees, dort übernahmen die ländlichen Honoratioren, wie Lehrer, die Aufgabe, Wähler zu gewinnen und Wahlzettel zu verteilen. Waren die Wahlen vorbei, dann löste sich das Komitee wieder auf und bei der nächsten Wahl fanden meist wieder dieselben Männer zusammen. Aber ab 1880 wurden die Wahlkomitees zu festen Bestandteilen der Liberalen und gehörten somit zur Parteiorganisation.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den Vergleich der konservativen und liberalen Parteien im Kaiserreich ein und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich ihrer Organisation und weltanschaulichen Unterschiede.

2. Die liberalen Parteien im Kaiserreich: Dieses Kapitel differenziert zwischen den Linksliberalen und den Nationalliberalen sowie deren historischer Entwicklung, Abspaltungen und Fusionen.

3. Die konservativen Parteien im Kaiserreich: Hier werden die Deutschkonservative und die Freikonservative Partei betrachtet, insbesondere deren Nähe zur Regierung und dem Bund der Landwirte.

4. Organisation der Liberalen: Das Kapitel beschreibt die Entwicklung von Komitees und Wählerversammlungen hin zu festen Wahlvereinen in der liberalen Parteistruktur.

5. Organisation der Konservativen: Diese Analyse zeigt auf, dass bei den Konservativen aufgrund der machtbasierten Abhängigkeiten auf dem Land weniger organisatorischer Aufwand nötig war als bei den Liberalen.

6. Beziehung der Liberalen und Konservativen zu Bismarck: Dieses Kapitel thematisiert die geschickte Ausspielung der Parteien durch Bismarck sowie die instrumentelle Abhängigkeit der Parteien vom Reichskanzler.

7. Zusammenfassung: Hier werden die Ergebnisse des Vergleichs zusammengefasst, wobei insbesondere der Mangel an Identifikation bei den Liberalen und die Anfälligkeit für Antisemitismus bei den Konservativen hervorgehoben werden.

Schlüsselwörter

Kaiserreich, Liberalismus, Konservatismus, Parteienforschung, Bismarck, Reichsverfassung 1871, Wahlverein, Komitee, Honoratioren, Antisemitismus, Nationalliberale, Linksliberale, Bund der Landwirte, Parteiorganisation, Politikgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht und vergleicht die organisationale Struktur und die politische Rolle liberaler und konservativer Parteien während der Zeit des deutschen Kaiserreichs.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Parteistrukturen, das Wahlverhalten, die Rolle der Honoratioren sowie das Spannungsfeld zwischen den Parteien und der Regierung unter Otto von Bismarck.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Organisation der beiden politischen Lager herauszuarbeiten und zu erklären, warum diese Parteien trotz ihrer limitierten Macht Einfluss auf den politischen Diskurs nahmen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse auf Basis historischer Quellen und politikwissenschaftlicher Sekundärliteratur zur Parteienentwicklung im 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Was wird im Hauptteil des Textes analysiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Parteien, die Untersuchung der internen Organisationsformen (Vereine, Komitees) sowie die Analyse der Abhängigkeitsverhältnisse zwischen den Parteien und Reichskanzler Bismarck.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Neben den Hauptströmungen wie Konservatismus und Liberalismus sind "Parteiorganisation", "Reichstagswahlen" und "Instrumentalisierung" zentrale Begriffe der Arbeit.

Warum hatten die Konservativen im Gegensatz zu den Liberalen kaum organisatorische Strukturen?

Die Konservativen profitierten von der sozialen Abhängigkeit der Landbevölkerung in ihren Hochburgen (Ostelbien), wodurch sie auf eine formelle Parteiorganisation oder aufwendige Mitgliederwerbung weitgehend verzichten konnten.

Inwiefern hat Bismarck die Parteien beeinflusst?

Bismarck nutzte die Parteien durch gezieltes Ausspielen gegeneinander aus und band sie an seine machtpolitischen Ziele, wobei er insbesondere die liberale und konservative Uneinigkeit für seine Zwecke instrumentalisiert hat.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Organisation und Politik der Liberalen und Konservativen Parteien des Kaiserreichs im Vergleich
Universidad
University of Göttingen  (Seminar für Politikwissenschaft, Göttingen)
Curso
Einführung in die Politikwissenschaft am Beispiel der Parteienforschung
Calificación
2,0
Autor
Ayca Aytekin (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
14
No. de catálogo
V131037
ISBN (Ebook)
9783640370313
ISBN (Libro)
9783640369928
Idioma
Alemán
Etiqueta
Organisation Politik Liberalen Konservativen Parteien Kaiserreichs Vergleich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ayca Aytekin (Autor), 2009, Organisation und Politik der Liberalen und Konservativen Parteien des Kaiserreichs im Vergleich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131037
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  14  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint