Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - General

Vernachlässigung als Inklusionsrisiko

Title: Vernachlässigung als Inklusionsrisiko

Term Paper , 2006 , 16 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Mira Düpre (Author)

Pedagogy - General
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Zahl der misshandelten Kinder in Deutschland steigt immer weiter an. Besonders in den Medien wird immer wieder von Neuen Opfern berichtet. Fast Täglich findet man neue Artikel in verschiedenen Zeitungen und ebenso das Medium Fernsehen ist voll von Berichten über misshandelte Kinder. Um einen groben Überblick über dieses komplexe Thema zu schaffen soll im Folgenden die verschiedenen Gewaltformen erläutert werden. Gewalt an Kindern findet nicht nur im öffentlichen Bereich statt, sondern vor allem in der Familie. Sie wird täglich in scheinbar intakten Familien von ebenfalls scheinbar normalen Familienmitgliedern begangen.
Die Gewalt an Kinder gibt es in unterschiedlichen Formen: • Körperliche Gewalt, • Vernachlässigung, • Psychische Gewalt, • Sexuelle Gewalt. Die Formen von körperlicher Gewalt sind sehr vielfältig. Sie ist zum Beispiel dann gegeben, wenn man Kinder absichtlich schüttelt, stößt, würgt oder schlägt. Vernachlässigung liegt dann vor, wenn die physischen oder psychischen Bedürfnisse von Kindern von der Familie nicht oder nur unzulänglich befriedigt werden. Zu den physischen Bedürfnissen zählen hier Ernährung, Pflege, Fürsorge, Geborgenheit, Anregung, Förderung und Abwechselung. Von Psychischer Gewalt spricht man, wenn Erwachsene ihren Kindern mit Ablehnung, Herabsetzung, Schweigen, Kränkung, Ignorierung, Einsperren, Demütigung oder Angstmachen begegnen.
Hier sind körperliche Reaktionen nicht auszuschließen. Es kann zum Beispiel zu Depressionen, erhöhter Nervosität, Schlafstörungen und Einnässen kommen. Sexuelle Gewalt gegen Kinder setzt sich zusammen aus psychischer und körperlicher Gewalt. Eine weitere Art der Gewalt ist die Passive Gewalt an Kindern. Die Passive Gewalt herrscht, wenn Eltern streiten, sich gegenseitig prügeln oder Alkoholprobleme haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zum Begriff Vernachlässigung

2. Kindliche Lebensbedürfnisse

3. Welche familiären und sozialen Faktoren steigern das Risiko von Vernachlässigung?

4. Folgen von Vernachlässigung

5. Anzeichen, die auf eine Vernachlässigung schließen lassen

6. Vernachlässigung als erster Schritt in die Exklusion bzw. als Inklusionsrisiko

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Vernachlässigung bei Kindern und deren langfristige Auswirkungen auf die soziale Integration im Erwachsenenalter. Ziel ist es, den Begriff der Vernachlässigung von allgemeinen Misshandlungsformen abzugrenzen, Risikofaktoren im familiären Umfeld zu identifizieren und aufzuzeigen, wie diese frühkindlichen Erfahrungen als Barriere für die gesellschaftliche Teilhabe wirken können.

  • Definition und Abgrenzung des Begriffs Vernachlässigung
  • Identifikation kindlicher Grundbedürfnisse
  • Analyse familiärer und sozialer Risikofaktoren
  • Darstellung physischer und psychischer Folgen
  • Zusammenhang zwischen Vernachlässigung und gesellschaftlicher Exklusion

Auszug aus dem Buch

1. Zum Begriff Vernachlässigung

Auffällig bei einem ersten Zugang über eine allgemeine Definition des Begriffs Vernachlässigung ist, dass in keinem fachspezifischen Nachschlagewerk wie zum Beispiel dem Wörterbuch der Pädagogik der Begriff Vernachlässigung als gesonderter Eintrag zu finden ist. Es ist immer nur die Rede von Kindesmisshandlung oder sexueller Gewalt gegen Kinder. Der Misshandlungsbegriff darf jedoch nicht nur auf die körperliche Misshandlung beschränkt werden, sondern muss auch schon seelische Misshandlungen im Sinne von abwertenden Erziehungsmaßnahmen und Vernachlässigung von Kindern berücksichtigen, da diese Form von Misshandlung oft eine Vorstufe zur körperlichen Gewalt gegen Kinder darstellt. In dem Buch von Bast, Gewalt gegen Kinder, findet sich eine erste Definition des Begriffes. Dort heißt es, dass „Kindesmisshandlung eine nicht zufällige gewaltsame physische und/oder psychische Beeinträchtigung oder Vernachlässigung des Kindes durch die Eltern oder die Erziehungsberechtigten darstellt, welche das Kind schädigen, verletzen und in seiner Entwicklung hemmen.“ Jedoch kann man hier wieder deutlich sehen, dass der Begriff Vernachlässigung erst unter den generellen Oberbegriff der Kindesmisshandlung gestellt wird. Fragt man nach dem Spezifika der Vernachlässigung, so muss man folgende Ansatzpunkte aufzeigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zum Begriff Vernachlässigung: Dieses Kapitel arbeitet eine eigenständige Definition von Vernachlässigung heraus, die sich vom allgemeinen Begriff der Kindesmisshandlung abgrenzt und chronische Mangelzustände in den Fokus rückt.

2. Kindliche Lebensbedürfnisse: Hier werden die physiologischen, emotionalen und sozialen Grundbedürfnisse eines Kindes definiert, die essenziell für eine gelungene gesellschaftliche Integration sind.

3. Welche familiären und sozialen Faktoren steigern das Risiko von Vernachlässigung?: Dieses Kapitel analysiert multifaktorielle Risikokonstellationen wie soziale Isolation, Armut oder eigene Gewalterfahrungen der Eltern, die das Risiko für eine Vernachlässigung erhöhen.

4. Folgen von Vernachlässigung: Es erfolgt eine Differenzierung in harte, biologische Folgen und weiche, entwicklungspsychologische Defizite, die Kinder nachhaltig in ihrer sozialen und kognitiven Entwicklung schädigen.

5. Anzeichen, die auf eine Vernachlässigung schließen lassen: Das Kapitel bietet eine praktische Checkliste mit beobachtbaren Warnsignalen, die auf eine Vernachlässigung im häuslichen Umfeld hindeuten können.

6. Vernachlässigung als erster Schritt in die Exklusion bzw. als Inklusionsrisiko: Die Arbeit schließt mit einer Darstellung der Langzeitfolgen, die den Ausschluss aus dem System Gesellschaft (Exklusion) für die betroffenen Kinder wahrscheinlicher machen.

Schlüsselwörter

Vernachlässigung, Kindesmisshandlung, Sozialisation, Inklusionsrisiko, Exklusion, familiäre Risikofaktoren, Lebensbedürfnisse, Entwicklungsstörungen, Sozialpädagogik, Kindeswohl, Bindungsstörung, soziale Integration, systemtheoretische Ansätze, Erziehung, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Definition, den Ursachen und den gravierenden Folgen von Kindesvernachlässigung im Kontext der Sozialpädagogik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Vernachlässigung zu anderen Gewaltformen, die Ermittlung von Risikofamilien und die Analyse von Entwicklungsschäden bei betroffenen Kindern.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie sich Vernachlässigung im Kindesalter auf die spätere Lebensbiografie auswirkt und inwiefern sie zu einem dauerhaften Ausschluss (Exklusion) aus der Gesellschaft führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse unter Einbeziehung systemtheoretischer Ansätze und einschlägiger Fachpublikationen zur Sozialarbeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Begriffs, die Identifikation von kindlichen Bedürfnissen, die Analyse von familiären Risikofaktoren sowie die Darstellung der kurz- und langfristigen Folgen von Vernachlässigung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Vernachlässigung, Inklusionsrisiko, soziale Exklusion, Entwicklungsstörungen, familiäre Belastungsfaktoren und die Perspektiven der Sozialen Arbeit.

Warum wird Vernachlässigung oft nicht als eigenständiges Problem wahrgenommen?

Da in vielen Fachlexika Vernachlässigung nur unter dem Oberbegriff der Kindesmisshandlung geführt wird, bleibt ihre Spezifik als chronische Unterversorgung oft hinter akuten Gewalttaten zurück.

Können vernachlässigte Kinder ihr Defizit im späteren Leben aufholen?

Die Autorin weist darauf hin, dass durch das Ausbleiben grundlegender Sozialisationsschritte viele Schäden bleibend sind, auch wenn soziale Arbeit unterstützend eingreifen kann.

Warum spielt das Umfeld der Eltern eine so große Rolle?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Eltern, die selbst durch Armut oder Isolation exkludiert sind, diese Lebensweise oft unbewusst an ihre Kinder weitergeben.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Vernachlässigung als Inklusionsrisiko
College
University of Trier
Course
Sozialpädaggoik
Grade
2,7
Author
Mira Düpre (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V131069
ISBN (eBook)
9783640407446
ISBN (Book)
9783640407514
Language
German
Tags
Vernachlässigung Inklusionsrisiko
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mira Düpre (Author), 2006, Vernachlässigung als Inklusionsrisiko, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131069
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  16  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint