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Spannungserzeugende narrative Erzähltechniken im Comic „The Walking Dead“

Titel: Spannungserzeugende narrative Erzähltechniken im Comic „The Walking Dead“

Hausarbeit , 2018 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit thematisiert die erzähltechnischen Mittel der Comicserie „The Walking Dead“, die für die Leserbindung und große Adaption der Serie mitverantwortlich sind. Analysiert werden textimmanente Elemente, die Spannung erzeugen. Bei der formalen Analyse der Comicserie richtet sich die Arbeit im Besonderen nach den Forschungserkenntnissen und Begriffsdefinitionen Vincent Fröhlichs, die er in seiner Monografie „Der Cliffhänger und die serielle Narration“ erarbeitet hat.

Die Arbeit konzentriert sich auf den ersten Band (#Issue 1-6) und damit auf den Anfang der Erzählung, da sich daran gut erkennen lässt, wie Kirkman seinen Comic konstruiert und Erzählunterbrechungen einsetzt, um den Rezipienten erstmalig in die Diegese einzuführen. Eine Besonderheit, die es zu analysieren gilt, ergibt sich aus der wandelnden Erzähltechnik, die sich aus der Anzahl an Handlungsträgern ergibt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1 Mikroanalyse

2.1 Einordnung der Comicserie „The Walking Dead“

2.2 Aufbau, Struktur

2.3 Stil und Farbe

2.4 Medienspezifische Mikroanalyse der seriellen Narration

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die erzähltechnischen Mittel der Comicserie „The Walking Dead“, um zu analysieren, wie durch formale Strukturen, wie etwa den Einsatz von Cliffhangern, Erzählunterbrechungen und Perspektivwechseln, die Spannung für den Rezipienten gezielt aufgebaut und aufrechterhalten wird.

  • Analyse narrativer Spannungs- und Erzähltechniken
  • Untersuchung der seriellen Struktur und ihrer Wirkung auf den Rezipienten
  • Bedeutung von Panel-Konstruktion, Stil und Farbgebung
  • Der Einfluss von Cliffhangern auf die Leserbindung
  • Die Rolle der Diegese und die Charakterentwicklung von Rick Grimes

Auszug aus dem Buch

2.4 Medienspezifische Mikroanalyse der seriellen Narration

In diesem Teil meiner Arbeit möchte ich für die Spannungserzeugung wesentliche Erzählunterbrechungen, angefangen bei der ersten Seite von Kirkmans Comic, herausarbeiten. Martinez und Scheffels Zusammenfassungen der erzähltheoretischen Erkenntnisse sollen nebst Fröhlichs Begriffsdifferenzierungen, „diegetischen Fortsetzungskategorien“ und Jakob F. Dittmars Comic-Analysewerkzeuge, für meine Analyse dienen. Es ist evident, dass sich erzähltheoretische Erkenntnisse nicht ohne weiteres auf das Medium Comic übertragen lassen, da hier keine Erzählung in Worten, sondern in Bildern vorliegt. Mit dem Vergleich möchte ich jedoch Ähnlichkeiten in der perspektivischen Darstellung und der Distanz von Beobachter zum Geschehen aufzeigen. Das Verhältnis von „erzählter Zeit“ und „Erzählzeit“ ist für die Analyse einer Erzählung, besonders nach Fröhlichs Auffassung relevant, da sie Auskunft über die Chronologie und Ordnung einer Geschichte gibt. Die Erzählzeit ist im Sinne einer sprachlichen Äußerung linear, wohingegen der erzählten Zeit in ihrer Anordnung keine Grenzen gesetzt sind. Jede Reihenfolge bringt verschiedene erzählertechnische Perspektivierungen mit sich. Bei „The Walking Dead“ ist die Reihenfolge klassisch linear angeordnet, allerdings finden sich Auslassungen in der erzählten Zeit, die wesentlich für die Spannungserzeugung sind.

Schon auf der ersten Seite des Comicheftes wird ein Erzählstrang eröffnet, bei dem der Rezipient mehr oder minder ins Geschehen geworfen wird und der Protagonist Rick Grimes sich in einer unmittelbaren Gefahrensituation – bedingt durch seinen Beruf als Sheriff – befindet, am Ende der Seite sogar in Lebensgefahr schwebt. Der Rezipient wird nicht durch eine schrittweise erfolgende Einleitung in den Comic eingeführt, sondern ohne große Umschweife mit einer ‚nervenaufreibenden‘ Handlung konfrontiert, bei der ihm weder der oder die Protagonisten vorgestellt wurden, noch eine einleitende extradiegetische Schrift die Situation erläutert, beispielsweise in Form einer Textbox. Erzähltheoretisch hat der Rezipient keinen Einblick in die Gedankenwelt der Protagonisten, beispielsweise anhand von Gedankenblasen. Es können nur seine Äußerungen und Mimik interpretiert werden. Diese Visualisierung ließe sich mit einer „externen Fokalisierung“ des Erzählers (nach Gerard Genette) vergleichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz der Serie „The Walking Dead“ und stellt das Ziel der Arbeit vor, die erzähltechnischen Mittel zur Spannungserzeugung zu analysieren.

1 Mikroanalyse: Dieses Kapitel widmet sich der detaillierten Untersuchung des Aufbaus und der Erzählprinzipien der Comicserie.

2.1 Einordnung der Comicserie „The Walking Dead“: Die Comicserie wird der Fortsetzungsnarration zugeordnet, wobei die Bedeutung der stetigen Handlung für die Leserbindung und den Spannungsaufbau hervorgehoben wird.

2.2 Aufbau, Struktur: Hier wird analysiert, wie die gleichförmige Struktur der Ausgaben und gezielte Unterbrechungen die Spannung in den ersten sechs Ausgaben des Comics potenzieren.

2.3 Stil und Farbe: Das Kapitel untersucht, wie die Schwarz-Weiß-Darstellung, die Panelanordnung und die Gestaltung der Seiten zur Atmosphäre und zur Steuerung der Rezeption beitragen.

2.4 Medienspezifische Mikroanalyse der seriellen Narration: Eine vertiefende Analyse der Erzählunterbrechungen, Cliffhanger und Minicliffs, die den Rezipienten durch das Erzählgeschehen führen.

3 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass der Unterbrechungsmoment und die spezifischen Erzählmittel des Comicmediums essenziell für die Erfolgsgeschichte von „The Walking Dead“ sind.

Schlüsselwörter

The Walking Dead, Erzähltechnik, Spannungsaufbau, Comic-Analyse, Cliffhanger, Minicliff, serielle Narration, Leserbindung, Panelanordnung, Mikrotext, Erzählzeit, Rick Grimes, Genre, Horrorcomic, Perspektivwechsel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die narrativen Erzähltechniken und Mittel der Spannungserzeugung in Robert Kirkmans Comicserie „The Walking Dead“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die serielle Narration, die Bedeutung von Cliffhangern, die formale Gestaltung durch Panelanordnungen sowie die Beziehung zwischen Erzählzeit und erzählter Zeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, textimmanente Elemente und formale Kniffe zu identifizieren, die für die Spannung in den ersten sechs Ausgaben des Comics verantwortlich sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine formale Analyse auf Basis von erzähltheoretischen Ansätzen (u.a. von Vincent Fröhlich und Jakob F. Dittmar) angewandt, um die medienspezifischen Besonderheiten des Comics zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Einordnung der Serie, die Untersuchung von Aufbau und Struktur, die Rolle von Stil und Farbe sowie eine detaillierte Mikroanalyse der seriellen Narration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Spannungserzeugung, serielle Narration, Cliffhanger, Minicliff, Erzählzeit, Comic-Analyse und die spezifischen gestalterischen Bedingungen des Mediums Comic.

Inwiefern beeinflusst der Schwarz-Weiß-Stil die Wirkung der Geschichte?

Der Schwarz-Weiß-Stil dient der Kontrastierung, unterstreicht die Reduzierung auf das Wesentliche und kann, laut Arbeit, als Referenz an klassische Zombiefilme interpretiert werden.

Welche Rolle spielen Cliffhanger konkret für den Autor?

Cliffhanger fungieren als entscheidendes Werkzeug, um den „Rezeptionsimpuls“ aufrechtzuerhalten und den Leser trotz längerer Abstände zwischen den Ausgaben an die Geschichte zu binden.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Spannungserzeugende narrative Erzähltechniken im Comic „The Walking Dead“
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V1311198
ISBN (PDF)
9783346785176
ISBN (Buch)
9783346785183
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Comic The Walking Dead Cliffhanger Formanalyse Erzähltechniken
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Spannungserzeugende narrative Erzähltechniken im Comic „The Walking Dead“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1311198
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Leseprobe aus  19  Seiten
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