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Der hermeneutische Ansatz. Eine Lehre des Verstehens

Titel: Der hermeneutische Ansatz. Eine Lehre des Verstehens

Hausarbeit , 2020 , 22 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zum einen wird in dieser Ausarbeitung aufgegriffen, welchen Hauptgedanken bzw. welchen wesentlichen Aspekten der hermeneutische Ansatz folgt. Zum anderen werden die Fragen der Motivation hinter den Überlegungen der Begründer der Hermeneutik und die Relevanz für die Hermeneutik in der Sozialen Arbeit heute geklärt. Im zweiten Kapitel werden der historische Hintergrund und die Ursprünge des hermeneutischen Ansatzes näher beleuchtet. Zudem erhält der Leser einen Einblick in die Gedankenwelt einiger seiner Schöpfer und den Regeln, welchen die Hermeneutik unterliegt. Das dritte Kapitel widmet sich dem Fundament, aus dem die Hermeneutik heraus gegründet wurde: dem Erleben, Verstehen und Erklären. Dazu werden Begrifflichkeiten geklärt und ihre Zusammengehörigkeit für die Thematik dargelegt. Weiterhin erfasst das Kapitel den Vorgang und die Ebenen des elementaren und höheren Verstehens, innerhalb deren sich die Hermeneutik bewegt. Kapitel vier greift die berühmteste Methode der Hermeneutik auf: den hermeneutischen Zirkel. Zudem wird sein ihm innewohnendes Problem offengelegt, sowie die Problematiken der hermeneutischen und historischen Differenz, welche sowohl Konfliktpotenzial als auch Chancen in der Hermeneutischen Methode beherbergen. Das fünfte Kapitel umfasst inwieweit die Hermeneutik in Verbindung mit der Sozialen Arbeit steht, welche Bedeutung ihr dabei zukommt und es werden Chancen für die Nutzung des Ansatzes in der Praxis aufgezeigt. Weiterhin werden Methoden aus der Sozialforschung benannt und zwei davon im Anschluss

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Eine Einführung in die Hermeneutik

2.1 Historie der Hermeneutik

2.2 Begründer und ihre Auffassungen

3 Das Konzept des Erlebens - Verstehens - Erklärens

3.1 Begriffsklärung Erleben, Verstehen und Erklären

3.2 Der Vorgang des Verstehens

4 Der Hermeneutische Zirkel

4.1 Die Hermeneutische Differenz

4.2 Die Historische Differenz

5 Hermeneutik in der Sozialen Arbeit

5.1 Die Objektive Hermeneutik

5.2 Die Metahermeneutik

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den hermeneutischen Ansatz als Lehre des Verstehens, um dessen theoretische Grundlagen und die Bedeutung für die moderne Soziale Arbeit zu erörtern. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie wissenschaftliches Verstehen aus alltäglichen Prozessen abgeleitet und durch hermeneutische Methoden methodisch abgesichert werden kann.

  • Historische Entwicklung und philosophische Begründer der Hermeneutik
  • Die triadische Grundstruktur von Erleben, Verstehen und Erklären
  • Funktionsweise und Problematik des hermeneutischen Zirkels
  • Anwendung hermeneutischer Methoden in der Sozialen Arbeit
  • Reflexion des Spannungsfeldes zwischen Subjektivität und Objektivität

Auszug aus dem Buch

3.2 Der Vorgang des Verstehens

Das Fundament der Geisteswissenschaften und somit auch der Hermeneutik, als eine Kunstlehre des Verstehens, basiert auf den Prozessen des Verstehens und Auslegens. Dilthey nutzt als Grundlage das Modell der Nachbildung um das individuelle Verstehen zu begründen. Er weist dabei darauf hin, dass das fremde Dasein zunächst nur von außen als sinnlich gegebene Zeichen wahrzunehmen ist, wie z.B. Laute, Handlungen und Gebärden, welche einen Vorgang der inneren ‚Nachbildung‘ bedürfen. Diese Ergänzung des Inneren greift dabei auf das Vorverständnis des Verstehenden zurück, was insgesamt den Vorgang des Verstehens nach Dilthey beschreibt (vgl. Lessing 2011: S.111 ff.). Weiterhin unterscheidet er dabei zwischen zwei Formen des Verstehens: Zum einen das elementare Verstehen und zum anderen das höhere Verstehen.

Das elementare Verstehen knüpft an die Interessen des praktischen Lebens an und zielt auf die Deutung einzelner Lebensäußerungen ab, wie zum Beispiel einfache Sätze, einzelne Gesten, Gebärden und Handlungen. Aufgrund dieser Einfachheit findet beim elementaren Verstehen ein Rückschluss auf den Hintergrund der Lebensäußerungen statt. Dabei erfassen wir das Geschehen um uns herum, mit einer unbewussten Selbstverständlichkeit, durch das eingespielte Wissen um die Bedeutung dieser alltäglichen Lebenspraxis. Folglich wird also nicht versucht den Hintergrund bzw. die Psyche des Handelnden zu verstehen um den Handlungssinn zu erfassen, sondern konkrete Lebensäußerungen bzw. Handlungen werden nur als selbstverständliche Alltagskommunikation mit individuell festgelegtem Bedeutungsgehalt begriffen, um darauf sinnvoll antworten zu können, beispielweise indem eine alltägliche Begrüßung mit einem selbstverständlichen Gruß erwidert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung setzt den Fokus auf die Alltäglichkeit des Verstehens und definiert die Hermeneutik als wissenschaftliche Methode zur Erschließung menschlicher Sinnstrukturen.

2 Eine Einführung in die Hermeneutik: Das Kapitel bietet einen historischen Aufriss der Hermeneutik von ihren Ursprüngen bis hin zur Etablierung als eigenständige Disziplin durch bedeutende Denker wie Schleiermacher und Dilthey.

3 Das Konzept des Erlebens - Verstehens - Erklärens: Hier werden die zentralen Begriffe voneinander abgegrenzt und das Fundament für das wissenschaftliche Verständnis sowie die Differenzierung zwischen elementarem und höherem Verstehen gelegt.

4 Der Hermeneutische Zirkel: Dieser Abschnitt erläutert die methodische Zirkelbewegung zwischen Vorverständnis und Textverständnis sowie die damit einhergehenden erkenntnistheoretischen Herausforderungen der hermeneutischen und historischen Differenz.

5 Hermeneutik in der Sozialen Arbeit: Das Kapitel beleuchtet die praktische Relevanz hermeneutischer Ansätze wie der Objektiven Hermeneutik und der Metahermeneutik im Kontext pädagogischer und sozialarbeiterischer Arbeitsweisen.

6 Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen, reflektiert das Paradoxon des subjektiven Maßstabs in der Hermeneutik und diskutiert deren Zukunftspotenzial als Metatheorie.

Schlüsselwörter

Hermeneutik, Verstehen, Erklären, Erleben, Hermeneutischer Zirkel, Wilhelm Dilthey, Friedrich Schleiermacher, Hans-Georg Gadamer, Soziale Arbeit, Objektive Hermeneutik, Metahermeneutik, Horizontverschmelzung, Historische Differenz, Sinnstruktur, Interpretationskunst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem hermeneutischen Ansatz als einer wissenschaftlichen Lehre des Verstehens und untersucht dessen konzeptionelle Entwicklung sowie Anwendungsmöglichkeiten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen des Verstehens, die historische Entwicklung der Hermeneutik, die Rolle namhafter Philosophen sowie die praktische Bedeutung hermeneutischer Methoden in der Sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, den hermeneutischen Ansatz theoretisch zu durchdringen, die Motivation seiner Begründer zu klären und aufzuzeigen, welchen Nutzen diese Methoden zur professionellen Reflexion in der Sozialen Arbeit haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit greift auf eine theoretische Literaturanalyse zurück, um die hermeneutischen Konzepte und ihre methodischen Anwendungen zu systematisieren und kritisch zu diskutieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinitionen (Erleben, Verstehen, Erklären), die Darstellung methodischer Kernstücke wie den Hermeneutischen Zirkel sowie die spezifische Anwendung von Interpretationsansätzen im Feld der Sozialen Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Hermeneutik, Verstehensprozess, hermeneutischer Zirkel, methodische Textauslegung, Geisteswissenschaften und subjektbezogene Reflexion in der Sozialarbeit.

Wie unterscheidet Dilthey zwischen dem Erklären und dem Verstehen?

Dilthey ordnet das Erklären den Naturwissenschaften zu, um Kausalitäten aufzudecken, während er das Verstehen als spezifisch geisteswissenschaftliche Methode betrachtet, um den Sinn psychischer Prozesse und Lebensäußerungen zu erfassen.

Was ist mit der "Horizontverschmelzung" bei Gadamer gemeint?

Es beschreibt den hermeneutischen Prozess, in dem sich der Horizont des Interpreten mit dem Horizont des Textautors annähert und überlappt, um ein tieferes Verständnis der jeweiligen historischen und inhaltlichen Zusammenhänge zu ermöglichen.

Wie unterscheidet sich die Metahermeneutik von der objektiven Hermeneutik?

Während die objektive Hermeneutik den Forscher zu strenger Regeltreue und objektiver Distanz zwingt, stellt die Metahermeneutik den Forscher selbst in den Mittelpunkt und nutzt dessen bewusste Selbstreflexion als wissenschaftlich nutzbares Element.

Warum spielt die Subjektivität in der hermeneutischen Arbeit eine so große Rolle?

Da der Forscher untrennbar mit seiner eigenen Lebenswelt und seinem Vorverständnis am Erkenntnisprozess beteiligt ist, bleibt ein gewisses Maß an Subjektivität bestehen, was eine der zentralen erkenntnistheoretischen Problematiken der Hermeneutik darstellt.

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Details

Titel
Der hermeneutische Ansatz. Eine Lehre des Verstehens
Hochschule
Fachhochschule des Mittelstands
Veranstaltung
Sozialarbeitswissenschaften
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
22
Katalognummer
V1311361
ISBN (PDF)
9783346785725
ISBN (Buch)
9783346785732
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ansatz eine lehre verstehens
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Der hermeneutische Ansatz. Eine Lehre des Verstehens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1311361
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Leseprobe aus  22  Seiten
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