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Interne Revision in Kreditinstituten

Möglichkeiten der Umsetzung im deutschen Bankgewerbe unter Berücksichtigung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben

Title: Interne Revision in Kreditinstituten

Diploma Thesis , 2009 , 187 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Diplom-Kaufmann (FH) Marco Rauthe (Author)

Business economics - Revision, Auditing
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Summary Excerpt Details

Vor dem Hintergrund immer weiter wachsender Herausforderungen an die Führung und Überwachung von Kreditinstituten steht auch die Interne Revision als ein unverzichtbarer Bestandteil eines effizienten unternehmensinternen Überwachungssystems zunehmend im Fokus. Unzureichende Unternehmensplanung und -steuerung, Schwächen in der Geschäftsführung und eine ungenügende Unternehmenskommunikation sind wesentliche Elemente für Performancedefizite sowie für Finanzskandale in der nahen Vergangenheit. In diesem Zusammenhang stellen sowohl die Öffentlichkeit als auch die gesetzgebenden Organe und Aufsichtsbehörden qualitative Anforderungen an die Revisionsarbeit. Die Interne Revision erbringt im Auftrag der Geschäftsleitung unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, was sie von anderen unternehmensinternen Kontrollstellen, etwa dem Controlling, unterscheidet. Im Rahmen ihrer Tätigkeit ist es ihre Aufgabe, Mehrwerte zu schaffen und Geschäftsprozesse zu verbessern. Darüber hinaus unterstützt sie das Kreditinstitut bei der Erfüllung der geplanten Ziele, indem sie systematisch, zweckmäßig und zielgerichtet die Effektivität des Risikomanagements und der internen Kontrollen sowie die Führungs- und Überwachungsprozesse beurteilt und optimieren hilft. Die Prüffelder der Internen Revision umfassen alle Bereiche des Kreditinstituts und beziehen sich sowohl auf kaufmännische, technische als auch juristische Aufgaben und betreffen ebenso Organisationsthemen. Durch ihre Tätigkeit muss die Interne Revision wie jeder andere Unternehmensbereich auch aktiv zum Geschäftserfolg des Kreditinstituts beitragen.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung der Internen Revision als interne Überwachungsinstitution im Bereich der Kreditinstitute unter Beachtung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben aufzuzeigen. Dabei werden auch umliegende Problembereiche und aktuelle Entwicklungen berücksichtigt.
Bei der Konzeption dieser Arbeit und der Themenauswahl konnten aus Kapazitätsgründen nicht sämtliche die Interne Revision betreffenden relevanten Aspekte aufgezeigt werden. Zuweilen werden Themen aber auch bewusst ausführlicher aufbereitet. Das gilt z.B. neben der Darstellung der theoretischen Grundlagen der Internen Revision vor allem für die Ausführungen zu den aufsichtsrechtlichen Vorgaben und die Vorstellung der risikoorientierten Vorgehensweise der Internen Revision.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ziel der Arbeit

1.2 Gang der Arbeit

2 Abgrenzung der Begrifflichkeiten und theoretische Grundlagen

2.1 Die Kreditinstitute in der Bundesrepublik Deutschland

2.1.1 Definition des Kreditinstituts

2.1.2 Rechtsform der Kreditinstitute

2.1.3 Bedeutung der Kreditinstitute in der Volkswirtschaft

2.1.4 Das Bankensystem in der Bundesrepublik Deutschland

2.1.5 Die deutsche Bankenaufsicht

2.1.5.1 Vorbemerkungen

2.1.5.2 Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

2.1.5.3 Die Deutsche Bundesbank

2.2 Interne Revision

2.2.1 Definition und Zielsetzung

2.2.2 Historische Entwicklung

2.2.2.1 Vorbemerkungen

2.2.2.2 Entwicklung im Altertum

2.2.2.3 Entwicklung im Mittelalter

2.2.2.4 Entwicklung in der Neuzeit

2.2.3 Notwendigkeit und organisatorische Eingliederung

2.2.4 Interne Revision als Element der Corporate Governance

2.2.4.1 Vorbemerkungen

2.2.4.2 Einordnung in das System der Corporate Governance

2.2.4.3 Einordnung in das Risikomanagementsystem

2.2.4.4 Das Risikomanagementsystem

2.2.4.4.1 Internes Überwachungssystem

2.2.4.4.2 Controlling

2.2.4.4.3 Risikomanagementsystem im engeren Sinne

2.2.5 Tätigkeitsfelder der Internen Revision

2.2.5.1 Vorbemerkungen

2.2.5.2 Financial Audit

2.2.5.3 Operational Audit

2.2.5.4 Management / Managerial Audit

2.2.5.5 Internal Consulting

2.2.5.6 Compliance Audit

2.2.5.7 Risk Management

2.2.5.8 Due Diligence und Post-Merger-Integration Support

2.2.5.9 Unterschlagungsprüfung

2.2.6 Berufsstand und Berufsgrundsätze

2.2.6.1 Vorbemerkungen

2.2.6.2 Kodex der Berufsethik

2.2.6.3 Standards für die berufliche Praxis

2.2.6.3.1 Vorbemerkungen

2.2.6.3.2 Attributstandards (Attribute-Standards)

2.2.6.3.3 Ausführungsstandards (Performance-Standards)

2.2.6.4 Andere Empfehlungen

2.2.6.4.1 Praktische Ratschläge (Practice Advisories)

2.2.6.4.2 Revisionsstandards des DIIR

2.2.6.4.3 Professional Practices Pamphlets

2.2.6.4.4 Entwicklungs- und Praxishilfen

3 Aufsichtsrechtliche Vorgaben an die Interne Revision von Kreditinstituten

3.1 Vorbemerkungen

3.2 Vorstellung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement

3.2.1 Anwendungsbereich

3.2.2 Ziele

3.2.3 Begriffe

3.2.4 Struktur

3.3 Grundlegende interne Voraussetzungen für die Interne Revision in Kreditinstituten

3.3.1 Vorbemerkungen

3.3.2 Organisationsrichtlinien

3.3.3 Dokumentation

3.3.4 Ressourcen

3.4 Besondere Anforderungen an die Ausgestaltung der Internen Revision

3.4.1 Vorbemerkungen

3.4.2 Aufgaben

3.4.2.1 Tätigkeitsbereiche

3.4.2.2 Begleitung von Projekten

3.4.2.3 Beteiligung bei Auslagerungen (Outsourcing)

3.4.2.4 Beteiligung bei Aktivitäten in neuen Produkten oder auf neuen Märkten

3.4.3 Grundsätze

3.4.4 Prüfungsplanung und -durchführung

3.4.4.1 Prüfungsplanung

3.4.4.2 Prüfungsdurchführung

3.4.4.3 Sonderprüfungen

3.4.5 Berichtspflicht

3.4.6 Reaktion auf festgestellte Mängel

3.5 Konzernrevision

3.6 Auslagerung der Internen Revision

4 Möglichkeiten der Umsetzung im deutschen Bankgewerbe

4.1 Einführung

4.2 Risikoorientierte Vorgehensweise der Internen Revision

4.2.1 Risikoorientierter Prüfungsansatz

4.2.1.1 Vorbemerkungen

4.2.1.2 Prüfungsrisiko

4.2.1.3 Inhärentes Risiko

4.2.1.4 Kontrollrisiko

4.2.1.5 Fehlerrisiko

4.2.1.6 Entdeckungsrisiko

4.2.2 Prüfungshandlungen

4.2.2.1 Vorbemerkungen

4.2.2.2 Systemprüfung

4.2.2.2.1 Aufbauprüfung

4.2.2.2.2 Funktionsprüfung

4.2.2.3 Aussagebezogene Prüfungshandlungen

4.2.2.3.1 Analytische Prüfungshandlungen

4.2.2.3.2 Einzelfallprüfungen

4.2.3 Zusammenfassung

4.2.4 Risikoorientierte Prüfungsplanung

4.2.4.1 Vorbemerkungen

4.2.4.2 Risikoorientierte Prüfungsplanung auf Unternehmensebene

4.2.4.3 Risikoorientierte Prüfungsplanung auf Prüffeldebene

4.3 Prozessorientierter Prüfungsansatz

4.4 Zusammenarbeit der Internen Revision mit anderen Überwachungsinstitutionen

4.4.1 Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsorgan

4.4.2 Zusammenarbeit mit dem Abschlussprüfer

4.4.3 Zusammenarbeit mit der Bankenaufsicht

5 Zusammenfassung und Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung der Internen Revision in deutschen Kreditinstituten als Überwachungsinstitution. Dabei liegt der Fokus auf der Implementierung risikoorientierter Prüfungsansätze unter Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk).

  • Theoretische Grundlagen und historische Entwicklung der Internen Revision
  • Aufsichtsrechtliche Anforderungen an die Interne Revision in Kreditinstituten
  • Analyse risikoorientierter Prüfungsansätze und -planung
  • Prozessorientierte Erweiterung des Prüfungsansatzes zur Effizienzsteigerung
  • Zusammenarbeit zwischen Interner Revision, Abschlussprüfern und Aufsichtsbehörden

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Definition und Zielsetzung

Das Deutsche Institut für Interne Revision e.V. (DIIR) definiert die Interne Revision wie folgt:

„Die Interne Revision erbringt unabhängige und objektive Prüfungs- (‚assurance‘-) und Beratungsdienstleistungen, welche darauf ausgerichtet sind, Mehrwerte zu schaffen und die Geschäftsprozesse zu verbessern. Sie unterstützt die Organisation bei der Erreichung ihrer Ziele, indem sie mit einem systematischen und zielgerichteten Ansatz die Effektivität des Risikomanagements, der Kontrollen und der Führungs- und Überwachungsprozesse bewertet und diese verbessern hilft.“

Bei dieser Definition handelt es um die deutsche Übersetzung, abgeleitet aus der definitorischen Begriffsbestimmung von 1999 der internationalen Berufsvereinigung der Internen Revision, des Institute of Internal Auditors (IIA), die im Original wie folgt lautet:

„Internal auditing is an independent, objective assurance and consulting activity designed to add value and improve an organization’s operations. It helps an organization accomplish its objectives by bringing a systematic, disciplined approach to evaluate and improve the effectiveness of risk management, control, and governance processes.”

Diese Definition des IIA besitzt seit 1999 ihre Gültigkeit und ersetzte die letzte Fassung von 1978. Da diese Institutionen eine allgemeingültige Definition aufgestellt haben, die für alle Unternehmensformen und -arten anwendbar ist, gilt diese grundsätzlich auch für die Interne Revision von Kreditinstituten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die wachsende Bedeutung der Internen Revision für Kreditinstitute ein und definiert das Ziel sowie den Aufbau der Diplomarbeit.

2 Abgrenzung der Begrifflichkeiten und theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe definiert und die theoretischen Fundamente der Internen Revision, ihre historische Entwicklung und Rolle innerhalb der Corporate Governance erläutert.

3 Aufsichtsrechtliche Vorgaben an die Interne Revision von Kreditinstituten: Dieses Kapitel stellt die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) vor und leitet daraus die spezifischen organisatorischen und prozessualen Voraussetzungen für die Revisionsarbeit ab.

4 Möglichkeiten der Umsetzung im deutschen Bankgewerbe: Der Hauptteil analysiert die praktische Anwendung risikoorientierter sowie prozessorientierter Prüfungsansätze und beleuchtet die Zusammenarbeit mit weiteren Überwachungsinstitutionen.

5 Zusammenfassung und Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen der Revisionspraxis.

Schlüsselwörter

Interne Revision, Kreditinstitute, Bankenaufsicht, MaRisk, Risikomanagement, Risikoorientierter Prüfungsansatz, Corporate Governance, Internes Überwachungssystem, Compliance, Prozessorientierung, Prüfungsplanung, Abschlussprüfung, Outsourcing, Bankensystem, Fehlerrisiko.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit?

Die Arbeit analysiert die Rolle und Bedeutung der Internen Revision innerhalb deutscher Kreditinstitute, insbesondere im Hinblick auf die Einhaltung und Umsetzung aufsichtsrechtlicher Anforderungen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?

Zentrale Felder sind die regulatorischen Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk), die historische Entwicklung der Revision sowie moderne Prüfungsstrategien wie der risikoorientierte und prozessorientierte Ansatz.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Interne Revision als interne Überwachungsinstitution unter Beachtung der geltenden aufsichtsrechtlichen Vorgaben effizient und zukunftsorientiert in die betriebliche Praxis integriert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse sowie der detaillierten Untersuchung regulatorischer Dokumente wie der MaRisk und der Standards für die berufliche Praxis des DIIR.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den aufsichtsrechtlichen Vorgaben, der Gestaltung der risikoorientierten Prüfungsplanung sowie den methodischen Vorgehensweisen wie System- und Einzelfallprüfungen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Risikomanagement, Bankenaufsicht, MaRisk, Prüfungsrisiko und prozessorientierter Prüfungsansatz definiert.

Wie unterscheidet sich die Interne Revision vom Controlling?

Während das Controlling primär eine prozessorientierte Unterstützung der Unternehmenssteuerung mit beratender und planender Funktion ausübt, fungiert die Interne Revision als unabhängige Überwachungseinrichtung, die Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit prüft.

Welche Rolle spielt die Risikoorientierung?

Die Risikoorientierung ist das zentrale Leitprinzip der modernen Revision. Sie dient dazu, knappe Ressourcen effizient einzusetzen, indem Prüfschwerpunkte auf Bereiche mit dem höchsten Fehlerrisikopotenzial gelegt werden.

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Details

Title
Interne Revision in Kreditinstituten
Subtitle
Möglichkeiten der Umsetzung im deutschen Bankgewerbe unter Berücksichtigung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben
College
University resin university for applied sciences
Grade
2,0
Author
Diplom-Kaufmann (FH) Marco Rauthe (Author)
Publication Year
2009
Pages
187
Catalog Number
V131139
ISBN (eBook)
9783640368358
ISBN (Book)
9783640368617
Language
German
Tags
Interne Revision Revision Kreditinstitut Bankgewerbe aufsichtsrechtliche Vorgaben Kreditinstitute Aufsicht Aufsichtsrecht MaRisk Prüfung Audit Internal Audit Externe Revision Abschlussprüfer Aufsichtsorgan Aufsichtsrat Prüfungsplanung Prüfungsdurchführung Definition Tätigkeitsfelder Corporate Governance Governance Risikomanagement Risikoorientierter Prüfungsansatz Risikoorientierte Prüfungsplanung Prozessorientierter Prüfungsansatz Bankenaufsicht Auslagerung Outsourcing
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Kaufmann (FH) Marco Rauthe (Author), 2009, Interne Revision in Kreditinstituten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131139
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