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Die Religions- und Reichspolitik Kaiser Julians zur Erneuerung der alten Götterverehrung

Título: Die Religions- und Reichspolitik Kaiser Julians zur Erneuerung der alten Götterverehrung

Trabajo Escrito , 2007 , 19 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Stephanie Felsmann (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Flavius Claudius Julianus wurde in einer Zeit geboren, in der man den alten Göttern abgesagt hatte, der sogenannten „konstantinischen Ära.“ Sein Onkel Konstantin der Große war es, der mit seiner „konstantinischen Wende (...) das Christentum zur offiziellen Religion“ erklärte und dessen Sohn Constantius II., Julians Vorgänger, führte diese Politik fort, indem er jede Verehrung des alten Götterglaubens unter Strafe verboten hatte.
Julian dagegen gilt als „Repräsentant des spätantiken Heidentums“ und er unterstellte sein Regierungsprogramm dem großen Vorhaben die konstantinische Wende rückgängig zu machen und den alten Götterkult wieder zur Staatsreligion zu erklären.

Kaiser Julian war ein vielseitig begabter und gebildeter Mensch, der Missstände im Römischen Reich ausmachte und eine ungeheure Reformtätigkeit entfaltete, um den Staat vollständig und von Grund auf zu restaurieren. Er ist, trotz seiner kurzen Regierungszeit von nicht einmal zwei Jahren, sowohl einer der bekanntesten als auch einer der umstrittensten Kaiser der Spätantike. Dies liegt mitunter an der außergewöhnlich guten Quellenlage, denn „kein römischer Kaiser hat in seinen Selbstzeugnissen mehr von sich preisgegeben als Julian, und kaum einer hat bei der Mit- und Nachwelt so unterschiedliche Reaktionen ausgelöst (...).“ Polymnia Athanassiadi sieht in Julian eine Persönlichkeit, die schon zu Lebzeiten legendenhaft wurde: „Even before the end of his brief life Julian had become a legendary figure, and all these writers had their share in the fostering of his myth.“

Julian übt aus den oben genannten Gründen eine große Faszination aus. Ein spätantiker Kaiser, dessen Hauptanliegen es war die Geschichte umzukehren, um dem Römischen Staat sein altes Fundament, den Götterglauben, zurückzugeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Julians philosophische und theologische Denkweise

II. 1. Kindheit und Jugend

II. 2. Der Zusammenhang zwischen Philosophie und Religion – Die neuplatonische Theosophie

III. Julians Maßnahmen nach seinem Regierungsantritt

III. 1. Die Reformierung am Beispiel der Hofreformen sowie der Städteförderung und der Erneuerung der städtischen Ratsversammlungen

III. 1.1. Die Hofreformen

III. 1.2. Die Förderung der Städte und die Erneuerung der Ratsversammlungen

III. 2. Wiederherstellung des alten Götterglaubens

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Religions- und Reichspolitik Kaiser Julians, mit dem Ziel, seine Motivation zur Rückkehr zum Heidentum zu ergründen und seine politischen Reformmaßnahmen im Kontext seiner philosophischen Überzeugungen zu bewerten.

  • Julians religiöse Sozialisation und philosophische Prägung durch die neuplatonische Theosophie.
  • Die radikale Umgestaltung des kaiserlichen Hofstaates und das Streben nach einem antiken Herrscherideal.
  • Die Förderung der Städte und Ratsversammlungen als Instrumente wirtschaftlicher und administrativer Stabilität.
  • Die gezielte Restauration des Götterglaubens sowie die legislative Zurückdrängung des Christentums.

Auszug aus dem Buch

II. 2. Der Zusammenhang zwischen Philosophie und Religion – Die neuplatonische Theosophie

Julians Hauptziel war die „Erneuerung der Götterverehrung, [welches eng verbunden war mit] einer umfassenden Wiederherstellung der inneren und äußeren Stabilität des [Römischen] Reiches.“28 Er wollte „einen neuartigen heidnischen Staat schaffen“29, so Karl-Leo Noethlichs und somit die Umkehrung der konstantinischen Wende herbeiführen. Aber worauf basierte Julians religiöse Restauration?

Wie eingangs erwähnt gibt es einen außergewöhnlich gut erhaltenen und umfangreichen schriftlichen Nachlass von Julian. Kurz nach seinem Amtsantritt, im November 361 bis zum April 362 verfasste er „insgesamt vier [seiner] größeren Werke“30, unter anderem die „menippeische Satire“, die Kaiser oder Caesares, eine Untergattung der Satire, die sich vor allem mit gesellschaftskritischen Inhalten befasst.31 Julian fällte in dieser Satire ein komplett vernichtendes Urteil über seinen Onkel, Konstantin d. Großen, dem es immer nur um den Ausbau von Macht und Reichtum gegangen sei.32 Marc Aurel dagegen, den Philosophenkaiser, hat er als sein Vorbild betrachtet, da dieser nicht als „Verfechter vom Macht- und Lustprinzip“33 galt. Wie am einleitenden Zitat in Kapitel II. 1. deutlich wurde, waren die Christen in Julians Augen götterlos und er sah es als sein höchstes Ziel an „die Menschheit vom Schmutz der Götterlosigkeit zu befreien“34, wie er sich ausdrückte. Vor allem sein Onkel, der als Verbreiter des Christentums gilt, hatte sich gegen die wahre Religion gewandt.35 Hier wird erkennbar, dass Julians Hass auf die Christen auch eng mit seinem Hass auf die eigene Familie zusammen hing.36

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Das Kapitel führt in die historische Ausgangslage der konstantinischen Ära ein und skizziert Julians Bestreben, das Christentum als Staatsreligion abzulösen und den Götterkult wieder zu etablieren.

II. Julians philosophische und theologische Denkweise: Hier werden Julians Kindheit, seine traumatischen Erfahrungen mit dem christlichen Herrscherhaus und seine philosophische Prägung durch den Neuplatonismus analysiert.

III. Julians Maßnahmen nach seinem Regierungsantritt: Dieser Abschnitt behandelt die konkreten Reformschritte, darunter die drastische Verkleinerung des Hofstaates, die Restitution der Städte sowie die gezielte gesetzgeberische Förderung des heidnischen Glaubens.

IV. Fazit: Das Kapitel resümiert Julians kurze Regierungszeit und bewertet seine Reformpolitik als konsequenten, wenn auch überfordernden Versuch, das Römische Reich auf sein antikes Fundament zurückzuführen.

Schlüsselwörter

Kaiser Julian, Spätantike, Religionspolitik, Heidentum, Christentum, Konstantinische Wende, Neuplatonische Theosophie, Restitutionsedikt, Rhetorenedikt, Stadträte, Römische Geschichte, Götterglaube, Konstantin der Große, Marc Aurel, Reformpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das politische Handeln und die religiöse Motivation Kaiser Julians, der versuchte, das durch das Christentum geprägte Römische Reich wieder zu einer heidnischen Staatsform zurückzuführen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der neuplatonischen Philosophie als Glaubensgrundlage, der administrativen Umstrukturierung des Reiches und den konkreten gesetzgeberischen Maßnahmen gegen die christliche Kirche.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, ob Julians religiöse Reformen schlüssig und durchdacht waren und ob er unter günstigeren Umständen eine erfolgreiche Restauration des Heidentums hätte erreichen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Quellenanalyse und der Auswertung wissenschaftlicher Literatur zum spätantiken Umbruch zwischen Heidentum und Christentum.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Julians Hofreformen, seine Bemühungen zur Stärkung der städtischen Autonomie sowie die verschiedenen Edikte zur Förderung des alten Götterglaubens im Detail dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Kaiser Julian, Heidentum, Christentum, Konstantinische Wende, Restauration, Religionspolitik und Spätantike.

Warum war das Rhetorenedikt für Julian so bedeutend?

Das Rhetorenedikt war ein entscheidendes Instrument, um den christlichen Einfluss im Bildungswesen zu schwächen, da es Julian ermöglichte, christliche Lehrer von der Vermittlung heidnischer klassischer Literatur auszuschließen.

Wie bewertet die Autorin Julians Vorgehen gegen die Christen?

Die Autorin sieht Julians Taktik als intellektuell klug an, bemerkt jedoch kritisch, dass er mit seiner Reformgeschwindigkeit die Gesellschaft überforderte und teilweise aggressive Methoden anwendete, die selbst bei heidnischen Zeitgenossen auf Skepsis stießen.

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Detalles

Título
Die Religions- und Reichspolitik Kaiser Julians zur Erneuerung der alten Götterverehrung
Universidad
University of Hamburg
Curso
Das Imperium Romanum zwischen Heidentum und Christentum
Calificación
2
Autor
Stephanie Felsmann (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
19
No. de catálogo
V131156
ISBN (Ebook)
9783640414352
ISBN (Libro)
9783640410149
Idioma
Alemán
Etiqueta
Religions- Reichspolitik Kaiser Julians Erneuerung Götterverehrung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stephanie Felsmann (Autor), 2007, Die Religions- und Reichspolitik Kaiser Julians zur Erneuerung der alten Götterverehrung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131156
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