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Wettbewerb zwischen Ärzten

Title: Wettbewerb zwischen Ärzten

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniel Lehmann (Author)

Business economics - General
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Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Wettbewerb bei Ärzten, wobei zwischen niedergelassenen Ärzten und Gruppenpraxen bzw. Partnerschaften unterschieden wird. Es erfolgt eine Darstellung, inwiefern agglomerative Gründe und Marktwettbewerbsgründe bei der Standortwahl des Arztes von Relevanz sind. Die Hauptfolgen von Wettbewerb, die gleichzeitig auch die Gründe für ein Marktversagen sein können, sind die angebotsinduzierte Nachfrage und die ungleiche geographische Aufteilung. Es gibt verschiedene Vor- und Nachteile von Wettbewerb bei Ärzten, und das Thema ist ein äußerst wichtiger Bestandteil zukünftiger politischer Entscheidungen im Gesundheitsmarkt.
Die Literatursuche fokussierte sich vornehmlich auf fachspezifische Studien und Zeitschriften, aber auch das Internet und verschiedene Online-Magazine dienten als Recherchequellen.
Darüber hinaus wurde der Markt aufgrund von branchenspezifischen Untersuchungen und einer ausführlichen Presseanalyse sowohl von der Angebots-, als auch von der Nachfrageseite betrachtet. Ein Expertengespräch ergänzte die Recherchen qualitativ und quantitativ. Die Validität der Ergebnisse wurde durch einen ständigen Quellenabgleich und der Datenüberprüfung gewährleistet.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in den Wettbewerb

1.1 Definition von Wettbewerb

1.2 Verlauf von Wettbewerbsprozessen bei Ärzten

2 Wettbewerb bei niedergelassenen Ärzten

2.1 Zulassung zum niedergelassenen Arzt und Entstehung von Wettbewerb

2.2 Agglomerative Gründe vs. Wettbewerbsgründe bei der Standortwahl durch den Arzt

2.3 Erscheinungsformen und Grenzen der Werbung

2.4 Folgen

2.4.1 Angebotsinduzierte Nachfrage

2.4.2 Ärzteanzahl und ungleiche geographische Aufteilung

2.5 Politische Interventionsmöglichkeiten um geographische Ungleichheiten zu eliminieren

2.6 Empirische Studie

3 Wettbewerb bei Gemeinschaftspraxen / Partnerschaften

3.1 Einführung und Entstehung von Wettbewerb

3.2 Intraspezifischer Wettbewerb

3.3 Interspezifischer Wettbewerb

4 Generelle Folgen des Wettbewerbs

5 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wettbewerb im ärztlichen Versorgungssektor, wobei differenziert zwischen niedergelassenen Einzelärzten sowie Gruppenpraxen und Partnerschaften analysiert wird. Ziel ist es, die ökonomischen Determinanten der Standortwahl, die Folgen des Wettbewerbs wie die angebotsinduzierte Nachfrage sowie die Auswirkungen auf die geographische Ärzteverteilung zu identifizieren und politische Interventionsmöglichkeiten kritisch zu beleuchten.

  • Analyse von Standortfaktoren (agglomerative vs. wettbewerbliche Gründe)
  • Untersuchung der angebotsinduzierten Nachfrage als Folge von Marktversagen
  • Bewertung der ungleichen geographischen Verteilung von Ärzten
  • Vergleich von Wettbewerbsdynamiken in Gemeinschaftspraxen
  • Diskussion politischer Regulierungsoptionen im Gesundheitsmarkt

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Angebotsinduzierte Nachfrage

Eine negative Folge von Wettbewerb zwischen Ärzten kann die angebotsinduzierte Nachfrage und ein damit verbundenes Marktversagen sein.

In der Gesundheitsversorgung liegt zwischen dem Arzt und dem Patienten eine Informationsasymmetrie vor. Eine selbstständige Entscheidung des Patienten ist nicht möglich und der fachkundige Arzt „[…] muss daher die Nachfrageentscheidung übernehmen. Damit muss die Gesundheitsversorgung im Licht der Principal-Agent Theorie betrachtet werden.“

Der Patient übernimmt die Rolle des principal, das heißt er ist der Auftraggeber der Entscheidung. Im Gegensatz dazu wurde der Arzt als Agent beauftragt. Er muss seine Entscheidung genau so treffen, wie sie der Patient „in voller Kenntnis der Lage selbst getroffen hätte“ und ist somit Sachwalter der Patienteninteressen.

Infolgedessen entsteht die Gefahr von angebotsinduzierter Nachfrage, supplier-induced demand (SID), da der Arzt als Anbieter die Nachfrage mitbestimmen und zu seinem Vorteil beeinflussen kann.

Es herrschen zwei Formen von angebotsinduzierter Nachfrage: Zum einen existiert das individuelle Niveau, das besagt, dass der Anbieter aus eigenem Interesse mehr Leistungen als nötig erbringt.

Demgegenüber steht das aggregierte Niveau der angebotsinduzierten Nachfrage. In diesem Fall dominieren die Wettbewerbskräfte und es liegt eine Leistungsintensitätszunahme bei Anstieg der Ärzteanzahl, also bei erhöhtem Wettbewerb, vor. Die darauf bezugnehmende Zieleinkommens-Hypothese unterstellt, dass der Arzt zwischen folgenden drei Nutzendeterminanten abwiegt: Dem Einkommen, der Arbeitszeit und der Ethik. Den wichtigsten Part übernimmt ein bestimmtes Zieleinkommen, bei dessen Unterschreitung überhaupt erst Nachfrageschaffung auftritt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in den Wettbewerb: Das Kapitel definiert den Wettbewerbsbegriff im Allgemeinen und im Gesundheitssektor und erläutert den typischen Verlauf von Wettbewerbsprozessen bei Ärzten.

2 Wettbewerb bei niedergelassenen Ärzten: Hier werden die Zulassungsbedingungen, Standortfaktoren sowie die spezifischen Wettbewerbsfolgen wie die angebotsinduzierte Nachfrage und die geographische Ungleichverteilung untersucht.

3 Wettbewerb bei Gemeinschaftspraxen / Partnerschaften: Dieses Kapitel analysiert die Dynamiken innerhalb von Kooperationen, insbesondere die Unterscheidung zwischen intra- und interspezifischem Wettbewerb.

4 Generelle Folgen des Wettbewerbs: Es werden die übergeordneten positiven und negativen Auswirkungen des ärztlichen Wettbewerbs auf Qualität, Patientenversorgung und das Ansehen des Berufsstandes diskutiert.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Rolle des Wettbewerbs im Kontext gesundheitsökonomischer Ziele.

Schlüsselwörter

Wettbewerb, Ärzte, Gesundheitsmarkt, angebotsinduzierte Nachfrage, Standortwahl, Gemeinschaftspraxen, Marktversagen, Principal-Agent-Theorie, Qualitätswettbewerb, Preiswettbewerb, Bedarfsplanung, Gesundheitsökonomie, Patientenversorgung, Leistungsspektrum, Kooperation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den ökonomischen und strukturellen Bedingungen des Wettbewerbs zwischen Ärzten und analysiert, wie sich dieser auf den Gesundheitsmarkt auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Standortwahl von Ärzten, die Auswirkungen von Wettbewerb auf die Leistungserbringung und die verschiedenen Organisationsformen ärztlicher Arbeit, insbesondere Einzel- versus Gemeinschaftspraxen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Mechanismen hinter der Standortwahl und die potenziellen Folgen des Wettbewerbs – wie Marktversagen oder Qualitätsverbesserungen – wissenschaftlich darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Auswerten branchenspezifischer Untersuchungen sowie einer qualitativen und quantitativen Ergänzung durch ein Expertengespräch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Einzelpraxen, Kooperationsformen und die Untersuchung der angebotsinduzierten Nachfrage sowie der geographischen Ärzteverteilung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Wettbewerb, angebotsinduzierte Nachfrage, Gesundheitsmarkt, Standortwahl, Gemeinschaftspraxen und Marktversagen.

Was genau versteht man unter angebotsinduzierter Nachfrage in dieser Arbeit?

Es ist das Phänomen, bei dem Ärzte aufgrund von Informationsasymmetrien oder Einkommensdruck mehr Leistungen erbringen, als medizinisch notwendig wären, um ihr Einkommen zu sichern.

Welche Rolle spielen "agglomerative Gründe" bei der Standortwahl?

Dies sind Faktoren wie eine gute medizinische Infrastruktur, Forschungsmöglichkeiten oder ein attraktives soziales Umfeld, die Ärzte dazu bewegen, sich in bestimmten Regionen – oft in Großstädten – niederzulassen.

Wie beeinflusst die kassenärztliche Bedarfsplanung den Wettbewerb?

Die Bedarfsplanung wirkt indirekt steuernd, da sie über Zulassungsbeschränkungen in bestimmten Gebieten entscheidet und somit einen vollkommen freien Marktwettbewerb bei der Praxisgründung verhindert.

Welche Auswirkung hat die Bildung von Gemeinschaftspraxen auf den Wettbewerb?

Sie zielen darauf ab, den praxisinternen (intraspezifischen) Wettbewerb zu reduzieren, während sie gleichzeitig ihre Position im interspezifischen Wettbewerb gegenüber anderen Praxen stärken.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Wettbewerb zwischen Ärzten
College
LMU Munich
Grade
2,0
Author
Daniel Lehmann (Author)
Publication Year
2007
Pages
22
Catalog Number
V131167
ISBN (eBook)
9783640367023
ISBN (Book)
9783640367344
Language
German
Tags
Wettbewerb
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Lehmann (Author), 2007, Wettbewerb zwischen Ärzten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131167
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