Der Titel der Präventionsmaßnahme lautet „Ich entspann´ mich – Yoga für den Einstieg“. Es handelt sich um ein ganzheitliches Yogaprogramm, welches nach den Grundprinzipien des Hatha Yogas konzipiert ist und sich an Frauen und Männer in jeder Lebensphase richtet, denn es ist nie zu spät, um mit Yoga zu beginnen. Sportliche Vorerfahrungen oder Vorerfahrungen mit Yoga sind nicht erforderlich, da Bewegungsabläufe, sowie die Meditations- und Achtsamkeitsübungen für den Einstieg geeignet sind. Über verschiedene Entspannungs-, Bewegungs- und Meditationsübungen haben die Teilnehmer die Möglichkeit zu erfahren, zu mehr Gelassenheit und Kraft zu finden. Der Kurs entspricht in Zielen, Inhalten und Methoden den Kriterien der Spitzenverbände der Krankenkassen zur Umsetzung von § 20 Abs. 1 SGB V. Bei der Auswahl des Titels wurde auf eine klare, unmissverständliche und positive Ansprache geachtet und bewusst auf Fremdwörter und Fachtermini verzichtet.
Nach GKV-Leitfaden Prävention (GKV-Spitzenverband, 2018 S. 75) stellt psychosozialer Stress einen bedeutsamen (mit-)verursachenden, auslösenden oder aggravierenden Faktor für viele der heute sozialmedizinisch besonders relevanten kardiovaskulären, muskuloskelettalen, immunologischen, psychosomatischen und psychischen Erkrankungen dar. Es kommt zu psychosozialem Stress, wenn die Häufigkeit sowie Intensität von auftretenden Stressbelastungen die persönlichen Stressbewältigungskompetenzen übersteigen.
Inhaltsverzeichnis
1 GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN ZUR PRÄVENTIONSMAßNAHME
1.1 Bezeichnung des Kursprogramms
1.2 Handlungsfeld und Präventionsprinzip
1.3 Bedarf
1.3.1 Epidemiologische Daten zum Gesundheitsproblem „Chronischer Stress“
1.3.2 Mögliche Ursachen und Risikofaktoren des Gesundheitsproblems
1.3.3 Mögliche Auswirkungen des Gesundheitsproblems
1.4 Wirksamkeit
1.5 Zielgruppe
1.6 Ziele der Maßnahme
1.6.1 Verbesserung der Stresswahrnehmung
1.6.2 Verbesserung der Herzratenvariabilität
1.6.3 Förderung der Selbstwirksamkeiterwartung und Selbstregulation
2 INHALTLICH-ORGANISATORISCHE GROBPLANUNG DES KURSPROGRAMMS
3 INHALTLICH-METHODISCHE DETAILPLANUNG DES KURSPROGRAMMS
4 DOKUMENTATION UND EVALUATION DES KURSPROGRAMMS
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein ganzheitliches, auf den Prinzipien des Hatha Yoga basierendes Präventionskonzept zu entwickeln, das Menschen befähigt, individuelle Stressbelastungen besser zu bewältigen, die Stresswahrnehmung zu schulen und die Selbstregulationsfähigkeit zu stärken.
- Entwicklung eines evidenzbasierten 8-Wochen-Yogakurses zum Stressmanagement
- Analyse epidemiologischer Daten zu chronischem Stress und dessen sozioökonomischen Faktoren
- Theoretische Fundierung der Wirkmechanismen von Yoga auf das vegetative Nervensystem
- Detaillierte methodische Planung der Kursinhalte unter Berücksichtigung von Stresskompetenz
- Etablierung eines Evaluationskonzepts zur Messung des individuellen Fortschritts
Auszug aus dem Buch
1.6.1 Verbesserung der Stresswahrnehmung
Stress ist ein ständiger Wegbegleiter der Menschen, der sich in allen Lebensbereichen wiederfindet: Berufs-, Familie-, oder Alltagsstress, ob positiv oder negativ definiert. Unser Körper ist ständig externen und internen Reizen (Stressoren) ausgesetzt und ein Jeder reagiert anders auf diese dauerhaften Reizeinflüsse. „Jedem Menschen stehen auf Grund seiner physischen und psychischen Veranlagung, aber auch im Hinblick auf seine sozialen, emotionalen, kogitiven Kompetenzen unterschiedliche Ressourcen zur Verfügung“ (Rusch, 2019, S. 6). Jeder Mensch nimmt ganz individuell und unterschiedlich diesen Stress wahr, was heißt das Stressempfinden subjektiv ist. So können ein und dieselbe Stresssituation für zwei Menschen ganz individuelle Stressreaktionen auslösen: für den einen wird das Ganze als belastend und unangenehm, vielleicht sogar bedrohlich empfunden, während die andere Person die Stresssituation als positiv herausfordernd bewertet. Die Bewertung der Stresssituation hängt also von unserer individuellen Wahrnehmung ab. Es gilt also, die persönliche Stresswahrnehmung zu schulen, die Bewertung der Stresssituationen zu verändern und sich Selbst mental und körperlich zu stärken, dass Jeder in sich selbst die Fähigkeit trägt, Stresssituationen zu reflektieren und neuzubewerten und dem Stress dadurch positiv entgegenwirken zu können.
Zusammenfassung der Kapitel
GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN ZUR PRÄVENTIONSMAßNAHME: Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis, epidemiologische Daten und definiert die Zielsetzung sowie die Zielgruppe für die geplante Intervention.
INHALTLICH-ORGANISATORISCHE GROBPLANUNG DES KURSPROGRAMMS: Hier werden der zeitliche Rahmen, die notwendigen Ressourcen und die übergeordneten Themenblöcke des 8-wöchigen Yogakurses strukturiert dargelegt.
INHALTLICH-METHODISCHE DETAILPLANUNG DES KURSPROGRAMMS: Dieses Kapitel führt für jede der acht Kurseinheiten spezifische Lernziele, inhaltliche Schwerpunkte und methodische Umsetzungsschritte detailliert auf.
DOKUMENTATION UND EVALUATION DES KURSPROGRAMMS: Hier wird das Messverfahren beschrieben, anhand dessen der Erfolg der Präventionsmaßnahme durch standardisierte Fragebögen und physiologische Messungen überprüft wird.
Schlüsselwörter
Stressmanagement, Prävention, Hatha Yoga, Gesundheitsförderung, Herzratenvariabilität, Stresswahrnehmung, Selbstwirksamkeit, Selbstregulation, Entspannungstechniken, Bewegung, psychische Gesundheit, Kursprogramm, Evaluation, Stressoren, Wohlbefinden.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Planung und Konzeption einer Präventionsmaßnahme im Handlungsfeld Stressmanagement, basierend auf Hatha Yoga.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit thematisiert die psychophysiologischen Auswirkungen von chronischem Stress, die Wirkweise von Yoga als Präventionsinstrument sowie die didaktische Aufbereitung von Entspannungstraining.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, ein konkretes 8-Wochen-Kursprogramm zu erstellen, das die Stresswahrnehmung verbessert und die Selbstregulationsfähigkeit der Teilnehmer stärkt.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Zur Planung werden epidemiologische Daten analysiert, und zur Wirksamkeitsprüfung werden standardisierte psychologische Fragebögen (PSQ20) sowie EKG-basierte Messungen der Herzratenvariabilität vorgesehen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Bedarfsanalyse, eine organisatorische Grobplanung sowie eine methodische Detailplanung der Kursinhalte für die acht Kurseinheiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Konzept?
Die zentralen Charakteristika des Konzepts sind Gesundheitsförderung, Stressbewältigung, Selbstwirksamkeitserwartung und eine ganzheitliche Körper-Geist-Einheit.
Warum wurde Hatha Yoga als Interventionsmethode gewählt?
Yoga verbindet Bewegung, Atemtechniken und Meditation, wodurch es sowohl physische Spannungszustände mildert als auch mentale Techniken zur Stressbewältigung effektvoll vermittelt.
Wie wird der Erfolg des Programms evaluiert?
Der Erfolg wird durch ein kontrolliertes Evaluationsdesign am Anfang, in der Mitte und am Ende des Kursverlaufs mittels Fragebögen und der Messung des Cardio-Stress-Index (CSI) ermittelt.
- Arbeit zitieren
- Sebastian Scholz (Autor:in), 2020, Konzepte und Strategien der Gesundheitsförderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1311968