Zu Beginn der Arbeit wird die Bedeutung der Interkulturellen Pädagogik für die Erziehungswissenschaft beschrieben. Im weiteren Verlauf wird auf den Paradigmenwechsel im Hinblick auf Migration, Differenz und Heterogenität eingegangen. Die sprachliche Entwicklung der Kinder mit Migrationshintergrund bilden den Schwerpunkt in dieser Arbeit. Hierbei stellen sich die Fragen, welche Sprachbarrieren bei Kindern mit Migrationshintergrund ergeben sich im Elementarbereich und wie gehen pädagogische Fachkräfte mit dieser Herausforderung um?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Bedeutung der Interkulturellen Pädagogik für die Erziehungswissenschaft
3 Paradigmenwechsel in der Interkulturellen Pädagogik
3.1 Im Hinblick auf Migration
3.2 Im Hinblick auf Differenz und Heterogenität
4 Sprachbarrieren bei Kindern mit Migrationshintergrund im Elementarbereich
5 Der Umgang mit Sprachbarrieren bei Kindern mit Migrationshintergrund im Elementarbereich
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Interkulturellen Pädagogik innerhalb der Erziehungswissenschaft und analysiert die spezifischen Herausforderungen von Sprachbarrieren bei Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Elementarbereich. Dabei steht die Forschungsfrage im Fokus, wie pädagogische Fachkräfte aktiv mit diesen Sprachbarrieren umgehen und wie eine integrative Sprachförderung gestaltet werden kann, die Mehrsprachigkeit als Potenzial begreift.
- Grundlagen und historische Entwicklung der Interkulturellen Pädagogik
- Paradigmenwechsel im Umgang mit Migration und Heterogenität
- Analyse sprachlicher Entwicklungsprozesse bei Kindern mit Migrationshintergrund
- Herausforderungen in der praktischen Sprachförderung im Elementarbereich
- Strategien zur Implementierung einer durchgängigen Sprachbildung in Kitas
Auszug aus dem Buch
4 Sprachbarrieren bei Kindern mit Migrationshintergrund im Elementarbereich
In Europa, ganz besonders in den städtischen Gebieten, wird seit den vergangenen Jahrzenten ein deutlicher Anstieg an Völkervielfalt beobachtet (Göbel & Buchwald, 2017, S. 88). Menschen aus den verschiedenen Ländern bringen unterschiedliche Sprachen mit in das zugewanderte Land, die zu einer enormen Sprachenvielfältigkeit führt. Einwanderer verfügen oft über mehr als zwei Sprachen, die sie in ihrem privaten Bereich zu Hause und mit ihren Freunden verwenden. Der Sprachgebrauch des Menschen ist eine vielfältige Verhaltensweise. Augenblicklich wird von vererblichen und sprachwissenschaftlichen Posten ausgegangen, die den Spracherwerb beeinflussen (Göbel & Buchwald, 2017, S. 93- 95). Sprachwissenschaftliche Kenntnisse sind erblich bedingt. Die Sprachkompetenz wird unabhängig von anderen geistigen Erbanlagen angesehen. Der wohl bedeutendste Spracherwerbsforscher, welcher diese Position vertritt ist Noam Chomsky.
Die genetische sprachliche Begabung, die auch als Universalgrammatik betitelt wird, muss demnach nicht erlernt werden. Dieser Prozess ereignet sich aus der Entstehung einer speziellen Sprache nach einem festgelegten Bauplan. Die Entstehung der Sprache wird mit der Ausprägung eines Organs verglichen. Die sprachliche Entwicklung ist weitestgehend naturgegeben- sie bedarf einzig eine Stimulation aus der Umgebung, um den Entwicklungsverlauf entstehen zu lassen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung gibt einen historischen Abriss über die Ursprünge der Interkulturellen Pädagogik und führt in die Relevanz der Sprachproblematik bei Kindern mit Migrationshintergrund ein.
2 Die Bedeutung der Interkulturellen Pädagogik für die Erziehungswissenschaft: Dieses Kapitel erläutert, wie sich die Disziplin der Interkulturellen Pädagogik auf die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen und die Sozialisation von Kindern auswirkt.
3 Paradigmenwechsel in der Interkulturellen Pädagogik: Es wird die historische Verschiebung von der einstigen „Ausländerpädagogik“ hin zu einem modernen Verständnis von Migration, Vielfalt und Heterogenität analysiert.
4 Sprachbarrieren bei Kindern mit Migrationshintergrund im Elementarbereich: Hier werden spracherwerbstheoretische Grundlagen sowie die politische Debatte um die deutsche Sprache im Kontext früher Bildung beleuchtet.
5 Der Umgang mit Sprachbarrieren bei Kindern mit Migrationshintergrund im Elementarbereich: Das Kapitel befasst sich mit den praktischen Herausforderungen für Erzieherinnen und Erzieher und der Notwendigkeit alternativer Sprachförderkonzepte.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer reflexiven, evidenzbasierten Praxis zusammen, die Mehrsprachigkeit als Ressource anerkennt.
Schlüsselwörter
Interkulturelle Pädagogik, Migration, Elementarbereich, Sprachbarrieren, Heterogenität, Erziehungswissenschaft, Kindertageseinrichtung, Mehrsprachigkeit, Sprachförderung, Sozialisation, Identitätsentwicklung, Integrationspädagogik, Sprachkompetenz, Diversität, Bildungsauftrag.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Bedeutung der Interkulturellen Pädagogik und den Umgang mit Sprachbarrieren bei Kindern mit Migrationshintergrund im Elementarbereich.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind Migrationsgeschichte, der Paradigmenwechsel in der Erziehungswissenschaft, die Bedeutung von Sprache für die Integration sowie Methoden der sprachlichen Förderung in Kindertagesstätten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie pädagogische Fachkräfte Sprachbarrieren überwinden und eine qualitativ hochwertige Sprachbildung unter Anerkennung der Muttersprachen der Kinder umsetzen können.
Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden genutzt?
Die Arbeit stützt sich auf erziehungswissenschaftliche Theorien, die Migrationsforschung und aktuelle Diskurse zur Sprachpädagogik und Mehrsprachigkeit.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung der Interkulturellen Pädagogik und die vertiefende Auseinandersetzung mit Sprachbarrieren und deren Überwindung in der Kindertagesbetreuung.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Interkulturelle Pädagogik, Mehrsprachigkeit, Sprachbarrieren, Integration, Identität und Elementarbereich.
Wie bewertet die Autorin die Rolle der Muttersprache in der Kita?
Die Autorin betont, dass die Muttersprache nicht als Defizit, sondern als Ressource betrachtet werden sollte, da sie eng mit der Identitätsentwicklung der Kinder verknüpft ist.
Welche Rolle spielt Noam Chomsky in dieser Untersuchung?
Chomsky wird herangezogen, um die Position der genetischen sprachlichen Begabung und die Theorie der Universalgrammatik im Kontext des Spracherwerbs zu diskutieren.
- Arbeit zitieren
- Denise Czaja (Autor:in), 2022, Interkulturelle Pädagogik in der Erziehungswissenschaft und Sprachbarrieren bei Kindern mit Migrationshintergrund im Elementarbereich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1312198