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Der Messias als Christos bei Paulus

Titel: Der Messias als Christos bei Paulus

Essay , 2013 , 5 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Kjell Ostenrath (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Neuen Testament läßt sich außer den Evangelien, der Apostelgeschichte und der Offenbarung des Johannes eine Vielzahl an Schriften in Briefform ausmachen. Fast drei Fünftel dieses nicht erzählenden Teils im Neuen Testament sind Briefe und stammen aus der Feder des Paulus. Beim Leser der neutestamentlichen Schriften entsteht somit der Eindruck, dass es sich bei Paulus wohl um den größten und einflussreichsten Denkvater des Urchristentums handeln muss. Dieser Eindruck wird beim Leser verstärkt durch die Tatsache, dass der Verfasser der Briefliteratur, Paulus, die einzige Person ist, von dessen Leben und Historizität auch außerhalb des Neuen Testaments etwas bekannt ist. Die große Sammlung des paulinischen Briefkorpus und das Wissen um die Person des Paulus heben seine Briefe aus dem Neuen Testament derart hervor, so dass sein theologisches Gedankengut die Entwicklung eines urchristlichen Denkens entscheidend geprägt hat und ihn damit in die zeitliche Mitte des Neuen Testaments stellt. Die neutestamentliche Forschung hat inzwischen erkannt, dass die wesentlichen Voraussetzungen des paulinischen Gedankenguts bereits in der palästinischen und im folgenden in der hellenistischen Urgemeinde gelegt worden sind. Des Weiteren ist die Forschung auch zu der Erkenntnis gelangt, dass Paulus in seinem Briefwerk Formulierungen gebraucht, die den Ausgangspunkt seiner theologischen Argumentation untermauern. Daher kann auch kein Zweifel bestehen, dass Paulus bei der Entwicklung des Urchristentums eine wesentliche Rolle gespielt hat; vor allem was sein missionarisches Wirken angeht, denn er war es, der das Evangelium zu den Nicht-Juden gebracht hat. Mit dieser Leistung wurde er zugleich zum ersten theologischen Denker des Christentums.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das tiefgehende Verständnis von Paulus hinsichtlich der Begriffe "Jesus", "Christus" und deren unterschiedlicher Titulatur. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Paulus durch die präzise Verwendung dieser Bezeichnungen seine theologischen Gedankengänge sowie das Verhältnis zwischen dem irdischen Jesus und dem präexistenten Christus strukturiert.

  • Analyse der paulinischen Verwendung von "Christus" als Eigenname vs. Titel
  • Untersuchung der Differenzierung zwischen "Jesus Christus" und "Christus Jesus"
  • Erarbeitung der Messiaserwartung im Kontext des paulinischen Verständnisses
  • Reflektion der Bedeutung der Damaskusvision für die Theologie des Paulus
  • Untersuchung der eschatologischen Dimensionen des paulinischen Christus-Glaubens

Auszug aus dem Buch

Hauptteil

Der vorliegende Essay soll nun anhand eines thematischen Beispiels, nämlich des Messias als Christos, die theologischen Gedankengängen des Paulus näher untersuchen und erläutern. Dazu sollen im folgenden die ausgesuchten Aspekte aus der paulinischen Theologie erörtert werden: zum einen die Begriffe „Christus“, „Jesus Christus“ und „Christus Jesus“ und deren Bedeutung für Paulus, und zum anderen soll daran anschließend auf die Messiaserwartung bzw. das Messiasverständnis des Paulus eingegangen werden.

In der paulinischen Christologie wird der Eigenname Christi in verschiedenen Entwicklungsstufen widergespiegelt, von dem die Briefe und die darin genannte Titulatur Gebrauch machen. Das Schlüsselwort der paulinischen Theologie ist der Begriff „Christus“. Dieser Begriff wird über vierhundertmal gebraucht, der Name „Jesus“ kommt dahingehend weniger als zweihundertmal vor. Wenn der Begriff „Christus“ nur als Eigenname Gebrauch findet, muss genau geklärt werden, unter welchem Aspekt er Jesus bezeichnet. Das wirft im folgenden zwei Fragen auf. Hat der Mensch Jesus von Nazareth den Namen „Christus“ erhalten, um damit in der heidnischen Welt aufzutreten, so wie Saulus als römischer Bürger den Namen Paulus annahm, oder bezeichnet der Name „Christus“ das himmlische Wesen, das in seiner Präexistenz Christus genannt wurde und später auf Erden den Namen „Jesus“ bekam, bis er den Kyrios-Titel empfing?

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel verortet Paulus als zentralen Denker des Urchristentums, dessen Theologie entscheidend durch das Wirken in der hellenistischen Urgemeinde und seine missionarische Tätigkeit geprägt wurde.

Hauptteil: Dieser Abschnitt analysiert die differenzierte Verwendung der Titulaturen wie "Christus Jesus" und untersucht das spezifische Messiasverständnis des Paulus im Vergleich zur zeitgenössischen jüdischen Erwartung.

Schluss: Das Fazit stellt fest, dass Paulus zwischen den Titeln "Jesus Christus" und "Christus Jesus" bewusst differenziert, um jeweils den Fokus entweder auf den Menschen Jesus oder den präexistenten Christus zu legen.

Schlüsselwörter

Paulus, Urchristentum, Christus, Messias, Jesus, Theologie, Christologie, Titulatur, Präexistenz, Heidenmission, Eschatologie, Damaskusvision, Auferstehung, Neues Testament, Briefkorpus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der paulinischen Theologie und der spezifischen Art und Weise, wie Paulus die Identität und die Namen Jesu Christi in seinen Briefen verwendet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Christologie des Paulus, die Titulatur Jesu als "Christus", "Jesus Christus" oder "Christus Jesus" sowie die Verwurzelung seines Denkens im jüdischen Messiasverständnis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuklären, ob Paulus die verschiedenen Bezeichnungen für Jesus Christus zufällig wählt oder ob er damit präzise theologische Nuancen zwischen dem irdischen und dem himmlischen Wesen ausdrückt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine exegetische und theologische Analyse der paulinischen Briefe unter Einbeziehung relevanter fachwissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Untersuchung der Häufigkeit und des Gebrauchs des Begriffs "Christus" und vergleicht diesen mit der Verwendung von "Jesus", um daraus Rückschlüsse auf das Christusverständnis des Paulus zu ziehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Christologie, Paulus, Messiaserwartung, Titulatur, Präexistenz und Urchristentum.

Wie unterscheidet Paulus nach den Ergebnissen des Autors zwischen "Jesus Christus" und "Christus Jesus"?

Paulus verwendet bei "Jesus Christus" den Fokus auf den Menschen, der von Gott zu Leben erweckt wurde, während bei "Christus Jesus" das präexistente Wesen im Mittelpunkt der Betrachtung steht.

Welchen Einfluss hatte die Damaskusvision auf die Theologie des Paulus?

Die Vision ermöglichte Paulus ein neues Verständnis der Heiligen Schrift, wodurch er die Notwendigkeit des Leidens und Auferstehens Christi als zentrales Element des Heils erkannte.

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Details

Titel
Der Messias als Christos bei Paulus
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Institut für Katholische Theologie)
Veranstaltung
Der historische Jesus - Der Messias?
Note
1,7
Autor
Kjell Ostenrath (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
5
Katalognummer
V1312228
ISBN (PDF)
9783346784742
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Historischer Jesus Messias Jesus Christos Christus Paulus Apostel Neues Testament Evangelium Evangelien Briefe Briefkorpus Offenbarung Apostelgeschichte Johannes Schriften Urchristentum Christentum Theologie Jesus Christus Christus Jesus Christologie Christi Messiaserwartung Jesus von Nazareth Kyrios Hellenismus Eschatologie Antiochien Antiochia Präskript Pastoralbriefe Korintherbrief Römerbrief Septuaginta Altes Testament Mission Messianismus Heil Heilige Schrift Vergebung Buße Sünde Präexistenz Erlöser Erlösung Würde Retter Rettung Urgemeinde Menschsein Erleuchtung Erscheinung Auferstehung Wiederauferstehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kjell Ostenrath (Autor:in), 2013, Der Messias als Christos bei Paulus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1312228
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  5  Seiten
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