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Portfoliomanagement: Erfolgsmessung, Vergütung und Anlageverhalten von Portfoliomanagern

Title: Portfoliomanagement: Erfolgsmessung, Vergütung und Anlageverhalten von Portfoliomanagern

Seminar Paper , 2009 , 18 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Andreas Berndt (Author)

Business economics - General
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Bei der Erörterung von Finanzmarktphänomenen wird auf keine Spezies der Tierwelt so häufig Bezug genommen wie auf Lemminge oder Schafe. Diese Spezies trifft man fast nur in Herden an und sie imitieren das Verhalten ihrer Artgenossen. Diese eigenartige Naturerscheinung wird häufig als Metapher für das Verhalten von Börsenakteuren herangezogen. Viele Fondsmanager, Analysten und Anleger fühlen sich wohler, wenn sie sich in ihren Einschätzungen und Handlungen in Übereinstimmung mit ihren Mitmenschen befinden. Dabei lösen sie sich im Extremfall ganz von eigenen Sinn- und Vorteilhaftigkeitsüberlegungen. Dieses Phänomen zu beschreiben und vertraglich basierte Lösungsansätze zu finden, die das Auftreten von Herding eindämmen sollen, ist Teil dieser Seminararbeit. Dabei werden die Begriffe ″Herding″ und ″Herdenverhalten″ gleichbedeutend verwendet.
Das zweiten Kapitel gibt einen allgemeinen Einblick in das Thema Herding und befasst sich mit Erklärungsansätzen für das Auftreten von Herding speziell an Börsen und unter Fondsmanagern.
Im dritten Kapitel geht es um die theoretischen Grundlagen des Principal-Agenten Ansatzes, dem eine bedeutende Rolle für das Entstehen von Herding zukommt. Speziell das Moral Hazard Problem.
Das vierte Kapitel bildet den Hauptteil dieser Seminararbeit. Es geht um die Anreiz- und Vergütungsstrukturen, die bei Fondsmanagern mit Karriereinteressen Herding auslösen und liefert, basierend auf der Arbeit ″The Surprising Role of Contractual Incentives“ von Dass, Massa und Patgiri, Möglichkeiten, mittels vertraglichen Incentives das Herdenverhalten von Fondsmanagern einzuschränken.
Im Fazit fasse ich in kurzen Worten noch einmal zusammen, was das Auftreten von Herding begünstigt und nehme kritisch Stellung zu dem Lösungsansatz der vertraglichen Incentives.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Herding

2.1 Begriffsdefinition Herding

2.2 Rationales Herdenverhalten

2.3 Irrationales Herdenverhalten

3. Prinzipal-Agenten Ansatz – Theoretische Grundlagen

3.1 Adverse Selection

3.2 Das Moral Hazard Problem

3.3 Das Hold-Up Problem

4. Anreiz- und Vergütungsstrukturen unter Karriereinteressen

4.1 Prinzipal-Agenten Ansatz mit Karriereinteressen

4.2 Das Auftreten von Herding bei Fondsmanagern

4.3 Möglichkeiten, Herding bei Managervergütung entgegenzuwirken

4.3.1 Incentives

4.3.2 Vertragliche Incentives contra Herding

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht das Phänomen des "Herding" (Herdenverhalten) bei Portfoliomanagern und Analysten. Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Karriereinteressen, Vergütungsstrukturen und dem Auftreten von Herdenverhalten zu analysieren sowie Lösungsansätze mittels vertraglicher Anreizsysteme (Incentives) zu diskutieren.

  • Grundlagen des Herdenverhaltens an Finanzmärkten
  • Theoretische Verankerung im Prinzipal-Agenten-Ansatz
  • Einfluss von Karriereinteressen auf das Anlageverhalten
  • Analyse von Vergütungsstrukturen als Ursache für Herding
  • Wirksamkeit vertraglicher Incentives zur Minderung von Herdenverhalten

Auszug aus dem Buch

4.2 Das Auftreten von Herding bei Fondsmanagern

Da Fondsmanager Profis sind, sollte man meinen, dass sie nicht einfach in der Herde mitrennen. Noch in den 1960er und 1970er Jahren handelten Fondsmanager von Zeit zu Zeit antizyklisch und korrigierten so das Herdenverhalten. Diese Zeiten sind vorbei. Für Fondsmanager wird es immer schwieriger, überdurchschnittliche Erfolge zu erzielen.

In den Fondsgesellschaften arbeiten viele junge Händler, die unter einem kurzfristigen Erfolgsdruck stehen. Jeder von ihnen muss dafür Sorge tragen, wenigstens im Trend der Mehrheit zu bleiben, dann kann man ihm niemals vorwerfen, danebengelegen zu haben. Deshalb handelt er prozyklisch mit der Herde. Die Aufwärtsbewegung an der Börse von Oktober 1999 bis März 2000 wurde beispielsweise nur von wenigen Aktien aus dem Elektrotechnik-; Internet- und Telekombereich getragen. Das lag auch an dem Herdenverhalten der Fondsmanager, die sich fast immer geschlossen auf bestimmte Branchen stürzen und ängstlich darauf bedacht waren, ja nicht von dem abzuweichen, was die anderen Fondsmanager gerade kaufen. „Ich verlasse mich da mal auf die Meinung der anderen“, wird wohl ein häufiger Gedankengang bei Managern sein.

Eine Möglichkeit Herdenverhalten herzuleiten, ist das Vorhandensein expliziter relativer Leistungsbewertung in Vergütungsverträgen. Neben der Berücksichtigung von Karriereinteressen kann auch die Verwendung relativer Leistungsbewertung zur Bestimmung der Vergütung zu Herdenverhalten führen. Bezogen auf einzelne Akteure, wie Fondsmanager, Analysten und Topmanager, gibt es eine Reihe von Untersuchungen (Maug/Naik (1995), Scharfstein/Stein (1990)), ob empirische Hinweise auf die Existenz expliziter relativer Leistungsbewertung in Vergütungsverträgen existieren. Die verschiedenen Modelle zum Herdenverhalten erklären, wie es zu einem etwaigen Auftreten von rationalem Herdenverhalten kommen kann. Sie unterstellen hingegen nicht, dass sich stets und zwangsläufig rationales Herdenverhalten einstellen muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik des Herdenverhaltens an Finanzmärkten und Skizzierung der Struktur der Seminararbeit.

2. Herding: Definition von Herdenverhalten sowie Differenzierung zwischen rationalen und irrationalen Ursachen für gleichgerichtetes Handeln.

3. Prinzipal-Agenten Ansatz – Theoretische Grundlagen: Erläuterung der ökonomischen Theorie hinter Interessenkonflikten und Informationsasymmetrien, insbesondere Adverse Selection, Moral Hazard und Hold-Up.

4. Anreiz- und Vergütungsstrukturen unter Karriereinteressen: Detaillierte Untersuchung, warum Fondsmanager aufgrund von Karriereinteressen und relativer Leistungsbewertung zum Herdenverhalten neigen und wie Incentives als Gegenmaßnahme dienen können.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit von Incentives, um Fondsmanager zur Abkehr von der Herde zu bewegen.

Schlüsselwörter

Herding, Herdenverhalten, Portfoliomanagement, Prinzipal-Agenten-Theorie, Moral Hazard, Adverse Selection, Karriereinteressen, Incentive-Systeme, Vergütung, Finanzmärkte, Risikoaversion, Fondsmanager, relative Leistungsbewertung, Bubble Stocks, Analysten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen des Herdenverhaltens von Akteuren an Finanzmärkten, insbesondere von Fondsmanagern, und wie dieses durch ökonomische Anreizstrukturen beeinflusst wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der Prinzipal-Agenten-Ansatz, die Auswirkungen von Karriereinteressen auf Anlageentscheidungen sowie die Gestaltung von Vergütungsverträgen zur Steuerung von Fondsmanagern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Herdenverhalten bei Fondsmanagern entsteht und inwieweit vertragliche Anreize (Incentives) dazu beitragen können, dieses Verhalten einzudämmen und proaktivere Anlageentscheidungen zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Seminararbeit, die auf Basis bestehender Literatur (u.a. der Prinzipal-Agenten-Theorie) und empirischer Studien (z.B. von Dass, Massa und Patgiri) eine kritische Analyse des Herdenverhaltens vornimmt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich den Anreiz- und Vergütungsstrukturen, den Gründen für das Herdenverhalten in der Fondsindustrie und der Untersuchung von "Contractual Incentives" als Lösungsstrategie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Herding, Prinzipal-Agenten-Ansatz, Moral Hazard, Incentive-Systeme und Fondsmanagement.

Welchen Einfluss haben Karriereinteressen auf das Herdenverhalten?

Karriereinteressen fördern Herdenverhalten, da Fondsmanager fürchten, bei einer Abweichung von der Mehrheit und daraus resultierendem Misserfolg ihre Reputation und ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

Wie können vertragliche Incentives das Herdenverhalten konkret reduzieren?

Durch hohe leistungsabhängige Incentives steigt die Motivation des Managers, überdurchschnittliche Renditen zu erzielen. Wenn die Belohnung für eine riskante, aber erfolgreiche Strategie den Reputationsverlust bei Fehlentscheidungen überwiegt, ist der Manager eher bereit, sich von der Herde zu lösen.

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Details

Title
Portfoliomanagement: Erfolgsmessung, Vergütung und Anlageverhalten von Portfoliomanagern
College
University of Cologne
Course
Haoptseminar Finanzierungslehre
Grade
2,7
Author
Andreas Berndt (Author)
Publication Year
2009
Pages
18
Catalog Number
V131237
ISBN (eBook)
9783640393466
ISBN (Book)
9783640393688
Language
German
Tags
Managervergütung Herding Herdenverhalten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Berndt (Author), 2009, Portfoliomanagement: Erfolgsmessung, Vergütung und Anlageverhalten von Portfoliomanagern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131237
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