Die Problem- beziehungsweise Fragestellung dieser Arbeit liegt in der Erörterung der Grundlagen der BGB-Innengesellschaft. Dabei wird verschiedenen Fragestellungen nachgegangen: Wie unterscheiden sich die BGB-Außen- und Innengesellschaft? Wie kann eine Abgrenzung der beiden GbR stattfinden? Wo sind die rechtlichen Grundlagen der BGB-Innengesellschaft geregelt? Wie entsteht eine BGB-Innengesellschaft und in welchen Formen kann diese auftreten? Welche Organe kann sie beinhalten? All diese Fragen legen den Grundstein für das Verständnis der BGB-Innengesellschaft und tragen daher zur Beantwortung der übergeordneten Problemstellung bei.
Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), oder auch BGB-Gesellschaft genannt, ist die vielseitigste der verschiedenen Gesellschaftsformen, die im deutschen Recht existieren. Sie reicht von Außen- zu Innengesellschaften, von Gelegenheitsgesellschaften des Alltags wie Lotto-Tippgemeinschaften über stille Gesellschaften bis hin zu Ehegattengesellschaften. Die Varietät ist groß und ebenso die Existenz im alltäglichen Leben.
Die für den gewöhnlichen Bürger eher unbekannte Unternehmensform ist keinesfalls so unbedeutend wie aus dem mangelnden Wissen über diese zu erwarten wäre. Aus diesem Grund wird in dieser Arbeit die BGB-Gesellschaft näher betrachtet. Da die Betrachtung beider Grundausprägungen der GbR, der Außen- und Innengesellschaft, den Rahmen dieser Arbeit übersteigen würde, wird auf die Grundlagen der BGB-Innengesellschaft eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise und Ziel der Arbeit
2. Definition der Gesellschaft bürgerlichen Rechts
2.1 BGB-Außengesellschaft
2.2 BGB-Innengesellschaft
3. Grundlagen der BGB-Innengesellschaft
3.1 Erscheinungsformen
3.2 Entstehung
3.3 Organe
3.4 Rechte und Pflichten der Gesellschafter
4. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die fundierte Erörterung der rechtlichen Grundlagen der BGB-Innengesellschaft im deutschen Wirtschaftsrecht. Dabei steht insbesondere die Abgrenzung zur BGB-Außengesellschaft sowie die systematische Untersuchung der Entstehung, der Organe sowie der Rechte und Pflichten ihrer Gesellschafter im Fokus der Forschungsarbeit.
- Grundlagen der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
- Abgrenzung zwischen Außen- und Innengesellschaft
- Entstehungsvoraussetzungen und Gesellschaftsvertrag
- Organisationsstrukturen und Haftungsfragen
- Rechte und Pflichten der Gesellschafter
Auszug aus dem Buch
3.1 Erscheinungsformen
Grundsätzlich ist zu sagen, dass die GbR eine Vielzahl von Erscheinungsformen hat. Grob ist sie, wie bereits deutlich wurde, in die BGB-Außen- und -Innengesellschaft zu unterteilen. Im Folgenden werden die unterschiedlichen Erscheinungsformen der BGB-Innengesellschaft betrachtet.
Die BGB-Innengesellschaft kann wiederum viele Erscheinungsformen haben. Die typischsten Erscheinungsformen sind dabei die stillen Gesellschaften, Bauherrengemeinschaften, Konsortien, Metaverbindungen, Poolverträge, Kartelle, Ehegattengesellschaften und vor allem die vielen kleinen Gelegenheitsgesellschaften des Alltags (wie bspw. Lotto-Tippgemeinschaften).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die vielseitige Welt der GbR ein, thematisiert die Problemstellung der Rechtsabgrenzung und umreißt die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Definition der Gesellschaft bürgerlichen Rechts: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung der GbR als Personengesellschaft sowie eine Differenzierung zwischen der rechtsfähigen Außengesellschaft und der Innengesellschaft.
3. Grundlagen der BGB-Innengesellschaft: Dieser zentrale Teil der Arbeit analysiert tiefgehend die spezifischen Ausprägungen, rechtlichen Voraussetzungen für die Entstehung, existierende Organe sowie die korrespondierenden Gesellschafterrechte.
4. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse systematisch zusammen und stellt resümierend fest, dass die Abwesenheit eines Auftretens im Rechtsverkehr das wesentliche Unterscheidungsmerkmal der Innengesellschaft ist.
Schlüsselwörter
BGB-Innengesellschaft, Gesellschaft bürgerlichen Rechts, GbR, Personengesellschaft, Gesellschaftsvertrag, Rechtsfähigkeit, Haftung, Gesamthandvermögen, Innenverhältnis, Ehegattengesellschaft, Unternehmensrecht, Rechtsbindungswille, Gesellschafterpflichten, Wirtschaftsrecht, Rechtsform.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die rechtlichen Grundlagen und Wesensmerkmale der BGB-Innengesellschaft innerhalb des deutschen Rechtsrahmens.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition der GbR, die Abgrenzung zwischen Außen- und Innengesellschaft sowie eine detaillierte Analyse der internen Strukturen und Gesellschafterrechte.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, worin sich die BGB-Innengesellschaft von der Außengesellschaft unterscheidet und welche rechtlichen Rahmenbedingungen für ihre Existenz und Entstehung gelten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin oder der Autor wendet eine rechtswissenschaftliche Literaturanalyse an, um auf Basis einschlägiger Kommentare und Fachliteratur die Grundlagen der BGB-Innengesellschaft systematisch herauszuarbeiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der GbR, die Abgrenzung der Gesellschaftsformen sowie die Untersuchung von Erscheinungsformen, Entstehungswegen, Unternehmensorganen und der Rechte und Pflichten der Gesellschafter.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind BGB-Innengesellschaft, Rechtsfähigkeit, Haftung, Gesellschaftsvertrag und das interne Verhältnis der Gesellschafter.
Besitzt die BGB-Innengesellschaft eine eigene Rechtssubjektivität?
Nein, da sie nicht als Gesellschaft nach außen auftritt, besitzt sie keine eigene Rechtssubjektivität und ist folglich weder rechts-, partei- noch insolvenzfähig.
Warum spielt die Ehegattengesellschaft in diesem Kontext eine Rolle?
Sie dient im Abschnitt zu den Erscheinungsformen als konkretes Beispiel für eine BGB-Innengesellschaft, bei der die eheliche Lebensgemeinschaft durch einen unternehmerischen Zweck überlagert wird.
Ist ein schriftlicher Gesellschaftsvertrag zwingend erforderlich?
Nein, der Gesellschaftsvertrag kann gemäß den Ausführungen der Arbeit formlos, also auch durch konkludentes Handeln oder mündliche Vereinbarung, geschlossen werden.
Welche Rolle spielt die Vertretungsmacht bei einer Innengesellschaft?
Ein Vertretungsorgan existiert naturgemäß nicht, da die Gesellschafter im Außenverhältnis stets in eigenem Namen und auf eigene Rechnung agieren.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Grundlagen der BGB-Innengesellschaft. Erscheinungsformen, Entstehung, Organe sowie Rechte und Pflichten der Gesellschafter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1313119