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Franchising in Deutschland. Rechtliche Grenzen und Rahmenbedingungen

Titre: Franchising in Deutschland. Rechtliche Grenzen und Rahmenbedingungen

Thèse de Bachelor , 2021 , 73 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Droit - Droit civil / Droit commercial, Droit des sociétés, Droit des cartels, Droit des affaires
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Résumé Extrait Résumé des informations

Wie kann Franchising im Rahmen der rechtlichen Grenzen in Deutschland gestaltet werden? Welche Gesetze sind analog anwendbar, welcher Rechtsnatur ist der Franchisevertrag zugehörig und welche Probleme können insbesondere in Bezug auf Kartell-, Arbeits- und Datenschutzrecht auf Franchisenehmer und Franchisegeber zukommen? Ziel der Arbeit ist es, rechtliche Fragestellungen bezüglich des Franchising zu beleuchten und diese zu beantworten.

Da kein einheitlich regelndes Gesetz für das Gebiet des Franchising existiert, werden mögliche analog anwendbare Gesetze analysiert und ihre Anwendbarkeit auf das Franchising geprüft. Mit Abschluss dieser Arbeit soll erreicht werden, dass analog anwendbare Gesetze in Bezug auf das Franchising identifiziert und die Grenzen des Franchising herausdifferenziert wurden. Das Fazit soll einen Ausblick darauf geben, ob ein Franchise-Gesetz für die Klärung Franchisesysteme betreffender Fragen von Nutzen sei.

Bereits 1974 erkannte Peter G. Jurgeleit das Potential des Franchise. Als bekannteste Beispiele sind McDonalds aus dem Gastronomiegewerbe, das Obi-Heimwerkermarkt-System und Yves Rocher aus der Kosmetikindustrie zu nennen. Hintergrund der Beliebtheit dieses Vertriebssystems sind die umfangreichen Vorteile, von denen insbesondere Start-Ups und Existenzgründer profitieren. Die seit langem steigenden Zahlen an Franchisesystemen und Franchisenehmern verdeutlichen dies. Im letzten Jahrzehnt ist die Anzahl der Franchisesysteme in Deutschland um rund 41.000 auf etwa 176.000 (2020) gestiegen. Die Zahl der Franchisenehmer ist in demselben Zeitraum um rund 34.000 auf etwa 138.000 gestiegen.

Diese Zahlen verdeutlichen die steigende Bedeutung und den stetig wachsenden Einfluss von Franchisesystemen auf die Wirtschaft. Dennoch gibt es Nachteile dieser Unternehmensform. In juristischer Hinsicht ist dies vordergründig das Fehlen eines kodifizierten Franchise-Gesetzes in Deutschland. Dagegen ist in den Ländern Frankreich, Spanien, Italien, Belgien und Schweden bereits jeweils ein Franchise-Gesetz in Kraft getreten. Dieses regelt jedoch lediglich Aufklärungs- und Informationspflichten des Franchisegebers gegenüber dem Franchisenehmer und ist daher als reines Disclosure Law (Offenlegungsgesetz) anzusehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Vorgehensweise und Ziel der Arbeit

2. Systematik, Definition und Rechtsgrundlagen

2.1. Historie des Franchising

2.2. Wesen und Merkmale des Franchisings

2.3. Definition „Franchising“ der Europäischen-Kommission und des Europäischen Gerichtshofs

2.4. Typologie des Franchising

2.4.1. Vertriebsfranchise

2.4.2. Dienstleistungsfranchise

2.4.3. Produktionsfranchise

3. Der Franchisevertrag

3.1. Rechtsnatur des Franchisevertrags

3.2. Vorvertragliche Pflichten

3.3. Vertragsinhalte

4. Rechtsprobleme

4.1. Kartellrecht

4.1.1. EU-Gruppenfreistellungsverordnung

4.1.2. Preisbindung

4.1.3. Gebiets- und Kundenbeschränkungen

4.2. Arbeitsrecht – der Franchisenehmer ein selbstständiger Arbeitnehmer?

4.3. Datenschutzrecht - Franchising als Auftragsdatenverarbeitung?

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten des Franchising innerhalb der bestehenden Rechtsordnung in Deutschland. Da kein spezielles Franchise-Gesetz existiert, liegt das primäre Ziel darin, analog anwendbare gesetzliche Normen zu identifizieren und die spezifischen rechtlichen Grenzen in den Bereichen Kartell-, Arbeits- und Datenschutzrecht für die Akteure Franchisegeber und Franchisenehmer zu analysieren.

  • Historische Entwicklung und wesentliche Merkmale von Franchisesystemen
  • Rechtliche Einordnung des Franchisevertrags als Misch- oder Typenkombinationsvertrag
  • Kartellrechtliche Herausforderungen wie Vertikal-GVO, Preisbildung und Gebietsschutz
  • Abgrenzung der arbeitsrechtlichen Stellung des Franchisenehmers (Selbstständigkeit vs. Arbeitnehmerähnlichkeit)
  • Datenschutzrechtliche Konformität durch Auftragsdatenverarbeitung nach der DS-GVO

Auszug aus dem Buch

Rechtliche Selbstständigkeit

Grundsätzlich ist der Franchisenehmer als rechtlich sowie wirtschaftlich selbstständiger Unternehmer zu betrachten. Es gibt jedoch Ausnahmen. Die Feststellung der Selbstständigkeit eines Franchisenehmers bedarf jeweils einer Einzelfallprüfung. Maßgeblich ist insbesondere, der Grad der Weisungsbindung und die daraus folgende persönliche Abhängigkeit des Franchisenehmers, nach § 611a Abs. 1 S. 1. S. 4 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) . Grundsätzlich handelt der Franchisenehmer im eigenen Namen sowie auf eigene Rechnung. Dies trifft ebenso auf den Franchisegeber zu. Die beiden selbstständigen Unternehmer gehen demnach keinen Arbeitsvertrag, sondern ein bilaterales Dauerschuldverhältnis ein. Dieses bilaterale Dauerschuldverhältnis wird per Vertrag, dem Franchisevertrag, festgelegt. Pflichten des Franchisegebers sind dabei die zur Verfügung Stellung des Beschaffungs-, Organisations- und Nutzungskonzepts sowie die laufende Unterstützung des Franchisenehmers. Ferner muss der Franchisegeber die Know-how-Generierung sicherstellen, sowie das Recht zur Nutzung von Schutzrechten an den Franchisenehmer übergeben. Der Franchisenehmer ist verpflichtet, Entgelte für die Verwendung des identischen Namens, die Markennutzung, die identische Einrichtung sowie das identische Vertriebssystem zu zahlen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung und wachsende wirtschaftliche Bedeutung von Franchisesystemen in Deutschland und begründet die Notwendigkeit einer rechtlichen Untersuchung in Ermangelung eines speziellen Franchise-Gesetzes.

2. Systematik, Definition und Rechtsgrundlagen: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen, definiert Franchising aus unterschiedlichen juristischen Perspektiven und klassifiziert verschiedene Typologien wie Vertriebs-, Dienstleistungs- und Produktionsfranchise.

3. Der Franchisevertrag: Es wird die komplexe Rechtsnatur des Franchisevertrags als Vertrag sui generis erörtert, die notwendigen vorvertraglichen Aufklärungspflichten analysiert sowie die typischen Inhalte und Klauseln eines solchen Vertrags erläutert.

4. Rechtsprobleme: Das Kapitel analysiert tiefgreifend die drei kritischen Rechtsgebiete Kartellrecht (mit Fokus auf Vertikal-GVO), Arbeitsrecht (Statusprüfung des Franchisenehmers) und Datenschutzrecht (Franchising als Auftragsdatenverarbeitung).

5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und argumentiert gegen die Einführung eines gesonderten „Franchise-Gesetzes“, da die bestehende Rechtsanwendung auf Basis der Rechtsprechung und Analogien als ausreichend betrachtet wird.

Schlüsselwörter

Franchising, Franchisevertrag, Kartellrecht, Vertikal-GVO, Arbeitsrecht, Franchisenehmer, Datenschutz, DS-GVO, Auftragsdatenverarbeitung, Selbstständigkeit, Mischvertrag, Typenkombinationsvertrag, Weisungsgebundenheit, Aufklärungspflicht, Wettbewerbsrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der rechtlichen Gestaltung von Franchisesystemen im deutschen Rechtsraum, da kein einheitliches gesetzliches Regelwerk für dieses spezifische Geschäftsmodell existiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich primär auf die Rechtsnatur des Franchisevertrags sowie auf komplexe Fragestellungen aus dem Kartellrecht, Arbeitsrecht und dem Datenschutzrecht.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die rechtlichen Grenzen des Franchisings zu definieren, analog anwendbare Gesetze zu identifizieren und die praktische Anwendung der rechtlichen Rahmenbedingungen für Franchise-Partner zu beleuchten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche Analyse, bei der vorwiegend auf einschlägige Literatur, höchstrichterliche Rechtsprechung (z.B. EuGH, BGH) und die Anwendung von Analogieprinzipien auf bestehende Gesetze wie BGB, HGB und GWB zurückgegriffen wird.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Einordnung des Franchisevertrags als Typenkombinationsvertrag, die vorvertraglichen Aufklärungspflichten, die kartellrechtliche Zulässigkeit von Bindungen sowie die arbeits- und datenschutzrechtliche Einordnung der Franchisepartner.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Franchising, Franchisevertrag, Kartellrecht, Vertikal-GVO, Arbeitsrecht, Franchisenehmer, Datenschutz und Auftragsdatenverarbeitung sind die zentralen Begriffe.

Wird die Einführung eines Franchise-Gesetzes befürwortet?

Die Autorin oder der Autor gelangt zu dem Schluss, dass ein solches Gesetz wenig Nutzen hätte, da es voraussichtlich lediglich als disclosure law fungieren würde und die bestehende Rechtsprechung bereits eine gefestigte Basis für die Einordnung bildet.

Was ist das Ergebnis zur Einstufung des Franchisenehmers im Arbeitsrecht?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Einstufung als selbstständiger Unternehmer oder als arbeitnehmerähnliche Person von den Gesamtumständen abhängt, wobei insbesondere die Weisungsgebundenheit und die Organisation des Betriebes entscheidende Kriterien sind.

Wie ist das Verhältnis zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer datenschutzrechtlich zu bewerten?

Unter der Voraussetzung, dass der Franchisegeber Daten ausschließlich auf Weisung des Franchisenehmers und nicht in eigenem wirtschaftlichen Interesse verarbeitet, wird das Modell der Auftragsdatenverarbeitung (Art. 28 DS-GVO) empfohlen.

Fin de l'extrait de 73 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Franchising in Deutschland. Rechtliche Grenzen und Rahmenbedingungen
Université
University of applied sciences, Munich
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
73
N° de catalogue
V1313120
ISBN (PDF)
9783346790521
ISBN (Livre)
9783346790538
Langue
allemand
mots-clé
Franchising Rechtliche Grenzen Typologie des Franchising Franchisevertrag Rechtsprobleme Kartellrecht Datenschutzrecht Arbeitsrecht Systematik Definition Rechtsgrundlagen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2021, Franchising in Deutschland. Rechtliche Grenzen und Rahmenbedingungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1313120
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