Bei dieser Arbeit handelt sich um einen Unterweisungsentwurf zum Thema Probenahme für den Ausbildungsberuf Pharmakant.
Das Unterweisungsziel wird durch die Vier-Stufen-Methode vermittelt.
Durch meine Erfahrung als Prüfer für die Ausbildereignung bei der IHK sowie als Trainer in der Erwachsenenbildung zeige ich in dieser Unterweisung das Methodische und Didaktische vorgehen auf, so wie es in einem Unterweisungsentwurf erwartet wird.
Der Auszubildende befindet sich im ersten Monat des ersten Ausbildungsjahrs.
Nach einer genauen Adressatenanalyse folgt die sachliche Analyse des Themas.
Anschließend werden die angestrebten Kompetenzen und Lernziele definiert sowie die didaktische Methodefindung begründet.
Im praktischen Teil wird dann die Durchführung der Methode beschrieben.
Zum Abschluss wird diskutiert, wie der Lernerfolg geplant und gesichert werden kann.
Inhaltsverzeichnis
1.0 Begründung der Themenwahl
2.0 Adressatenanalyse
3.0 Lernort und Unterweisungszeitpunkt
4.0 Einordnung des Lernzieles
4.1 Thema der vorausgegangenen Unterweisung
4.2.Thema der nächsten Unterweisung
4.3.Fachliche Einordnung
5.0 Lernziele
5.1.Richtlernziel
5.2.Groblernziel
5.3.Feinlernziele
6,0 Ausbildungsmittel
7.0 Methodenbegründung
8.0 Ablaufbeschreibung Vier-Stufen-Methode
9.0 Abschluss der Ausbildungssituation
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieses Unterweisungskonzepts ist es, einem Auszubildenden zum Pharmakanten die fachgerechte Durchführung einer Probenahme mittels Neotecha-System zu vermitteln, wobei der Fokus auf korrekten Arbeitsabläufen und Arbeitssicherheit liegt.
- Analyse des Auszubildenden hinsichtlich Lerntyp und Vorkenntnissen
- Strukturierung der Unterweisung anhand der Vier-Stufen-Methode
- Sicherer Umgang mit dem Neotecha-Probenahmesystem
- Einhaltung von Arbeitssicherheitsvorgaben und Umweltschutz
- Förderung praktischer, psychomotorischer Fertigkeiten im ersten Ausbildungsjahr
Auszug aus dem Buch
7.0 Methodenbegründung
Als Methode für diese Unterweisung habe ich mich für die Vier-Stufen-Methode entschieden. Begründet wird das gante dadurch dass der Auszubildene sich im ersten Drittel der Ausbildung befindet und somit noch nicht so viel berufsbezogene Fertigkeiten besitzt. Der Auszubildene ist ein haptischer Lerntyp und somit empfehlen sich Methoden die diesen Lerntypen unterstützen.
Da bei der Probenahme auch gefährliche Stoffe zum Einsatz kommen ist es wichtig das der Auszubildene die jeweiligen Handgriffe richtig erlernt und nachmacht. Das Lernziel hat seinen Schwerpunkt im psychomotorischen Bereich und somit brauche ich eine Methode die auch diese Inhalte vermittelt.
Die Vier-Stufen-Methode ist eine Methode, die die oberen Kriterien erfüllt. Den Nachteil, dass die Methode Ausbilderzentriert ist nehme ich in kauf und versuche den Auszubildenen in der 1 und 2 Stufe durch geschickte Gesprächsführung und Demonstrationen zu aktivieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1.0 Begründung der Themenwahl: Erläutert die Relevanz der Probenahme als grundlegende Tätigkeit für Pharmakanten im ersten Ausbildungsjahr.
2.0 Adressatenanalyse: Beschreibt den Auszubildenden, seine bisherigen Vorkenntnisse und seinen haptischen Lernstil.
3.0 Lernort und Unterweisungszeitpunkt: Legt den Besprechungsraum als Lernort fest und begründet die Wahl der Uhrzeit mit der Bioleistungskurve des Azubis.
4.0 Einordnung des Lernzieles: Verknüpft die aktuelle Lerneinheit inhaltlich mit vorausgegangenen und zukünftigen Unterweisungen.
5.0 Lernziele: Definiert die Richt-, Grob- und Feinlernziele basierend auf dem Ausbildungsrahmenplan.
6,0 Ausbildungsmittel: Benennt die notwendigen technischen Hilfsmittel, konkret das Neotechasystem.
7.0 Methodenbegründung: Begründet die Wahl der Vier-Stufen-Methode aufgrund des haptischen Lerntyps und der notwendigen psychomotorischen Fertigkeiten.
8.0 Ablaufbeschreibung Vier-Stufen-Methode: Detailliert die zeitliche und inhaltliche Planung der vier Lernschritte sowie die Begründungen für jede Phase.
9.0 Abschluss der Ausbildungssituation: Regelt das Feedback-Gespräch und die Dokumentationspflicht im Berichtsheft.
Schlüsselwörter
Pharmakant, Unterweisungskonzept, Probenahme, Neotecha, Vier-Stufen-Methode, Ausbildung, Inprozesskontrolle, haptischer Lerntyp, Psychomotorik, Arbeitssicherheit, Gefahrstoffe, Feinlernziel, Ausbildungsrahmenplan, Prozesskontrolle, Bajonettkupplung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Dokument prinzipiell?
Das Dokument stellt ein strukturiertes Unterweisungskonzept für angehende Pharmakanten dar, das die Durchführung einer Probenahme am Arbeitsplatz zum Gegenstand hat.
Welche zentralen Themenbereiche werden abgedeckt?
Die Arbeit behandelt die didaktische Vorbereitung, die Analyse des Auszubildenden, die Festlegung von Lernzielen sowie die methodische Umsetzung der Unterweisung.
Was ist das primäre Ziel der Unterweisung?
Das Ziel ist die Vermittlung der fachgerechten und sicheren Bedienung des Neotecha-Probenahmesystems durch den Auszubildenden.
Welche Lehrmethode wird explizit angewandt?
Es wird die Vier-Stufen-Methode eingesetzt, da diese besonders gut geeignet ist, um haptischen Lerntypen komplexe Handgriffe im psychomotorischen Bereich beizubringen.
Was umfasst der Hauptteil der Unterweisung?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorbereitung, das Vormachen und Erklären, das Nachmachen durch den Azubi sowie eine ausgiebige Übungsphase unter Aufsicht.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich das Dokument charakterisieren?
Zentrale Begriffe sind Pharmakant, Vier-Stufen-Methode, Probenahme, Neotechasystem, psychomotorische Fertigkeiten und Ausbildungssicherheit.
Warum wurde speziell die Vier-Stufen-Methode gewählt?
Die Methode wurde gewählt, um dem Auszubildenden als haptischem Lerntyp direkte, praktische Handgriffe vorzumachen und diese durch Nachmachen und Üben unter Aufsicht zu festigen.
Wie spielt die Bioleistungskurve eine Rolle bei der Planung?
Die Unterweisung ist auf 10:00 Uhr angesetzt, da der Auszubildende zu diesem Zeitpunkt laut der angenommenen Bioleistungskurve am aufnahmefähigsten ("aktivsten") ist.
Welche Rolle spielt die Arbeitssicherheit bei der Probenahme?
Da bei der Probenahme mit Gefahrstoffen gearbeitet wird, ist das korrekte Erlernen der Sicherheitsabläufe, wie das Sichern von Bajonettkupplungen und der Einsatz von persönlicher Schutzausrüstung, essenziell.
Was ist nach der eigentlichen Unterweisung für den Azubi zu tun?
Der Auszubildende wird dazu angehalten, das Feedback des Ausbilders entgegenzunehmen und die durchgeführte Ausbildungssituation formal im Berichtsheft zu dokumentieren.
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- Sven Arnusch (Author), Probennahme Vier Stufen Methode (Unterweisung Pharmakant), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1313300