Auf Instagram sind im Jahr 2022 1,4 Milliarden Menschen weltweit angemeldet (DataReportal, 2022). Primär Jugendliche und junge Erwachsene nutzen diese Medien, so sind 73 % der 14 bis 29-jährigen in Deutschland bei Instagram angemeldet (ARD & ZDF, 2021). Die Plattformen verzeichnen nicht nur wachsende Nutzerzahlen, auch die Werbeeinnahmen steigen. So sind die Werbeeinahmen von Instagram 2020 17,4 Milliarden US-Dollar, laut eMarketer könnten es 2023 39,7 Milliarden US-Dollar sein. (eMarketer, 2021). Unternehmen nutzen die sozialen Medien also als Werbeplattform, dort wo sich viele junge Menschen aufhalten. Da viele junge Menschen (62 %) sich nicht groß mit ihrer Ernährung auseinandersetzen (Nestle, 2019) beschäftigt sich diese Arbeit mit der Forschungsfrage:
Einfluss von sozialen Medien auf das Ernährungsverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Diese systematische Review der aktuellen Studienlage beleuchtet aktuelle wissenschaftliche Befunde aus den Jahren 2017 bis 2022. In der Review wurden in den Suchmaschinen Pubmed, Google Scholar und Springer elf Studien gefiltert und analysiert. In sieben dieser elf Studien wurden Jugendliche und/oder junge Erwachsene mittels Fragebögen, Interviews und Workshops zu ihrer Beziehung zu den sozialen Medien und den Einflüssen dieser auf das Ernährungsverhalten befragten. Vier Studien waren vorrangig Analysen ausgewählter Posts (Videos sowie Fotos) in verschiedenen sozialen Medien.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Definition „Jugendliche und junge Erwachsene“
3.2 Definition „soziale Medien“
3.2.1 Prävalenz der Nutzer von sozialen Medien in Deutschland
3.2.2 Beschreibung der Häufigkeit der Nutzung/Nutzungsdauer von sozialen Medien in Deutschland
3.2.3 Beschreibung der Höhe der Werbeeinnahmen der jeweiligen sozialen Medien
3.2.4 Beschreibung der Marktanteile der jeweiligen sozialen Medien in Deutschland
3.2.5 Instagram – das beliebteste soziale Medium der Jugendlichen/jungen Erwachsenen
3.3 Definition „Influencer“
3.3.1 Aktionsradius „Influencer“
3.4 Definition „Ernährungsverhalten“
3.4.1 Beschreibung des Ernährungsverhalten in Deutschland
3.4.2 Prävalenz und Beschreibung biometrischer Daten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen
3.4.3 Beschreibung der Ernährung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen
3.4.4 Entwicklung der Ernährungsindustrie in Deutschland
4 METHODIK
5 ERGEBNISSE
6 DISKUSSION
6.1 Ergebnisdiskussion
6.2 Kritische Betrachtung der Ergebnisse
6.3 Methodenkritik
6.4 Ausblick
7 ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist die Untersuchung des Einflusses von sozialen Medien auf das Ernährungsverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, wobei insbesondere die Rolle von Influencern und durch Unternehmen gesteuerten Werbemaßnahmen analysiert werden soll.
- Analyse der Nutzungsprävalenz und Verweildauer in sozialen Medien.
- Untersuchung der psychologischen und körperbezogenen Wirkung von Influencer-Content.
- Evaluierung der Erkennbarkeit von Werbeanzeigen auf Plattformen wie Instagram.
- Zusammenhang zwischen digitaler Werbepräsenz und Essgewohnheiten bei jungen Zielgruppen.
Auszug aus dem Buch
3.2 Definition „soziale Medien“
Die sozialen Medien sind ein „Sammelbegriff für Angebote auf Grundlage digital vernetzter Technologien, die es Menschen ermöglichen, Informationen aller Art zugänglich zu machen und davon ausgehend soziale Beziehungen zu knüpfen und/oder zu pflegen.“ (Schmidt & Taddicken, 2017). Sie ermöglichen Menschen lose Verbindungen in einem computergestützten Netzwerk zur Kommunikation (Gabriel & Röhrs, 2017, S. 12).
Die sozialen Medien kann man in zwei Kategorien einteilen; es gibt die Netzwerke, die stärker auf die Kommunikation zwischen den Usern eingestellt sind, und es gibt die Netzwerke, die stärker auf die Verbreitungen von Inhalten von Nutzern eingestellt sind. (Gabriel & Röhrs, 2017, S. 15). Diese Einteilung stellt gleichzeitig auch die beiden großen Nutzen der sozialen Medien dar, sie vereinfachen die Kommunikation der Menschen untereinander und ermöglichen gleichzeitig einen Austausch von Inhalten. Unabhängig von der genauen Funktionsweise der Anwendung, sind die sozialen Medien alle für den Austausch von Informationen aller Art (Texte, Fotos, Videos uvm.) in den digitalen Medien (Schmidt & Taddicken, 2017, S. 4).
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Es wird die hohe Alltagspräsenz sozialer Medien sowie deren zunehmende Rolle als Werbeplattform und Informationsquelle für Ernährungsthemen dargelegt.
2 ZIELSETZUNG: Definition der Forschungsfrage bezüglich des Einflusses sozialer Medien auf das Ernährungsverhalten der Zielgruppe unter Berücksichtigung von Influencer-Strategien.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Theoretische Einordnung der Begriffe Jugendliche, soziale Medien, Influencer sowie Ernährungsverhalten inklusive aktueller Datenerhebungen zum Nutzerverhalten.
4 METHODIK: Beschreibung der durchgeführten Literaturrecherche mittels Suchmaschinen wie PubMed und Google Scholar sowie der Auswahlkriterien für die einbezogenen Studien.
5 ERGEBNISSE: Detaillierte Darstellung und Analyse einzelner Studien, die sowohl die negative Wahrnehmung ungesunder Ernährung als auch die Schwierigkeit bei der Identifizierung von Werbung beleuchten.
6 DISKUSSION: Abwägung der Studienergebnisse unter Einbeziehung des digitalen Nutzungsverhaltens sowie kritische Reflexion hinsichtlich der methodischen Einschränkungen.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Darstellung der Erkenntnisse bezüglich der Notwendigkeit von Jugendschutz und Medienkompetenz hinsichtlich ernährungsbezogener Werbeinhalte.
Schlüsselwörter
Soziale Medien, Ernährungsverhalten, Jugendliche, junge Erwachsene, Influencer-Marketing, Lebensmittelwerbung, Instagram, BMI-Perzentilkurven, digitale Ernährungsumgebung, Gesundheitsprävention, Konsumverhalten, Medienkompetenz, Ernährung, Online-Werbung, Generation Z.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert, wie soziale Medien das Ernährungsverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch Werbung und Influencer beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittmenge zwischen digitaler Plattformnutzung, den Strategien von Influencern und der psychologischen wie physischen Auswirkung auf Essgewohnheiten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie Jugendliche durch soziale Medien in ihrem Ernährungsverhalten beeinflusst werden und ob sie in der Lage sind, werbliche Inhalte korrekt zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine systematische Literaturanalyse durchgeführt, bei der elf relevante Studien aus dem Zeitraum 2017 bis 2022 ausgewertet und in Tabellenform kritisch hinterfragt wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition der relevanten Begriffe, der Analyse der Studienlage zur Mediennutzung und deren direkter Auswirkung auf das Kauf- und Essverhalten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Soziale Medien, Influencer-Marketing, Jugendliche, Ernährungsverhalten und Medienkompetenz.
Warum spielt Instagram eine so große Rolle in der Untersuchung?
Die Studien belegen, dass Instagram das bevorzugte Medium der Jugendlichen ist, das aufgrund seines Fokus auf Optik und Algorithmen einen besonders starken Einfluss auf das Ernährungsbewusstsein ausübt.
Gibt es auch positive Einflüsse sozialer Medien?
Ja, in der Diskussion wird betont, dass soziale Medien auch als positive Informationsquelle für gesundheitsbezogenes Wissen und zur gegenseitigen Unterstützung unter Gleichaltrigen dienen können.
Welches Fazit ziehen die Autoren in Bezug auf den Jugendschutz?
Es wird geschlussfolgert, dass die Medienkompetenz gestärkt werden muss und Gesetzgeber sowie Plattformbetreiber stärker in die Pflicht genommen werden sollten, um Jugendliche vor intransparenter Lebensmittelwerbung zu schützen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Einfluss von sozialen Medien auf das Ernährungsverhalten von Jugendlichen/ jungen Erwachsenen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1313518