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Die Darstellung der sowjetischen Entnazifizierungspolitik durch die SED im Artikel des "Neuen Deutschland"

Title: Die Darstellung der sowjetischen Entnazifizierungspolitik durch die SED im Artikel des "Neuen Deutschland"

Term Paper , 2007 , 9 Pages , Grade: 9 Punkte

Autor:in: Anonym (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification
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Summary Excerpt Details

Wie schon vor Ende des zweiten Weltkrieges, auf der Konferenz von Jalta, die Sieger Stalin, Churchill und Roosevelt vereinbart hatten, wurde Deutschland nach ihrer bedingungslosen Kapitulation am 08.05.1945, aufgrund einer fehlenden, eigenen staatlichen Organisation, durch die Alliierten in vier Besatzungszonen eingeteilt. Für die Regelung von Fragen, die Deutschland als Ganzes betrafen, bildeten die vier Militärbefehlshaber den „Alliierten Kontrollrat“, der nur einstimmig Beschlüsse fassen konnte. In jeder einzelnen Besatzungszone hingegen hatte der jeweilige Oberbefehlshaber der Streitkräfte gleichzeitig die oberste Regierungsgewalt inne. Ein Kriegsziel der Alliierten war die Säuberung Deutschlands von jeglichem national-sozialistischem Einfluss. Ausgehend von dem Zeitungsartikel des „Neuen Deutschlands“ zum SMAD-Befehl Nr. 201 vom 27. August 1947, die dieser Arbeit als Quelle dient, wird vorliegend behandelt, wie die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) in ihrer Besatzungszone die sowjetische Entnazifizierungspolitik der Öffentlichkeit präsentierte. Hierfür werden im Hauptteil die notwendigen Begriffserklärungen und geschichtlichen Kontexte dargestellt und diese in Bezug zur Quelle gesetzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Forschungsstand

2. Hauptteil

2.1. Entnazifizierung

2.2. SMAD

2.3. Die SED

2.4. SMAD- Befehl Nr. 201

2.5. Demokratieverständnis der SBZ

2.6. Das politische System in der SBZ

3.Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) die sowjetische Entnazifizierungspolitik in dem Artikel des „Neuen Deutschland“ zum SMAD-Befehl Nr. 201 vom 27. August 1947 gegenüber der Öffentlichkeit darstellte und welche propagandistischen Ziele damit verfolgt wurden.

  • Analyse der sowjetischen Entnazifizierungspolitik in der SBZ
  • Rolle der SMAD und der SED bei der gesellschaftlichen Umgestaltung
  • Bedeutung des SMAD-Befehls Nr. 201 für den Abschluss der Entnazifizierung
  • Unterschiedliche Demokratieverständnisse zwischen der SBZ und den westlichen Zonen
  • Zusammenhang zwischen politischer Säuberung und dem Aufbau des Sozialismus

Auszug aus dem Buch

2.1. Entnazifizierung

Der Alliierte Kontrollrat verabschiedete am 12. Januar 1946 mit der Kontrollrats-Direktive Nr. 24 und am 12. Oktober 1946 mit der Direktive Nr. 38 eine einheitliche Entnazifizierungsrichtlinie für alle Zonen. Die Direktive Nr. 24 beinhaltete die „Entfernung von Nationalsozialisten und Personen, die den Bestrebungen der Alliierten feindlich gegenüberstehen, aus Ämtern und verantwortlichen Stellungen“, in der Direktive Nr. 38 wurde die „Verhaftung und Bestrafung von Kriegsverbrechern, Nationalsozialisten und Militaristen und Internierung, Kontrolle und Überwachung von möglicherweise gefährlichen Deutschen“ erlassen. Die großzügige Interpretation dieser Direktive Nr.38 ermöglichte es der sowjetischen Besatzungsmacht diese auch gegen Gegner des kommunistischen Regimes anzuwenden. Eine denkbare Alternative zur Entnazifizierung wäre eine Revolution des deutschen Volkes gegen das Naziregime gewesen, diese war jedoch ausgeblieben.

Die Entnazifizierung ist daher ein einmaliges, historisches Phänomen, worunter alle Maßnahmen der Besatzungsmächte Deutschlands verstanden werden, die in den Jahren 1945 bis 1949 gegen die große gesellschaftliche Akzeptanz des Nationalsozialismus in der deutschen Bevölkerung genutzt wurden. In der SBZ diente diese „Säuberungspolitik“ auch zur Umwälzung zum Sozialismus und wurde so im Vergleich zu den westlichen Zonen viel konsequenter durchgeführt, um den kommunistischen Machtanspruch in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) durchzusetzen. Die politische Umwälzung zum Sozialismus wurde mithilfe des Elitenwechsels, den die Entnazifizierungsgesetze möglich machten, konsequent durchgesetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den historischen Kontext nach der Kapitulation Deutschlands dar und definiert das Ziel, die Darstellung der Entnazifizierung durch die SED anhand eines spezifischen Zeitungsartikels zu untersuchen.

1.1. Forschungsstand: Dieser Abschnitt erörtert die Schwierigkeiten der Quellenlage vor 1989 und stellt die unterschiedlichen zeitgeschichtlichen Interpretationen der Entnazifizierung in der SBZ im Vergleich zu den westlichen Zonen vor.

2. Hauptteil: Der Hauptteil erläutert die wesentlichen Begriffe und historischen Kontexte, von der Entnazifizierung über die Rolle der SMAD und SED bis hin zum SMAD-Befehl Nr. 201.

2.1. Entnazifizierung: Dieses Kapitel definiert Entnazifizierung als historisches Phänomen und zeigt auf, wie sie in der SBZ zur politischen Umwälzung und Etablierung des Sozialismus instrumentalisiert wurde.

2.2. SMAD: Hier wird die Funktion der Sowjetischen Militäradministration als oberste Besatzungsbehörde und deren zentrale Rolle bei der Steuerung des gesellschaftlichen Lebens in der SBZ beschrieben.

2.3. Die SED: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung der SED durch die Zwangsvereinigung von SPD und KPD und ihre Funktion als propagandistisches Organ zur Legitimation der sowjetischen Politik.

2.4. SMAD- Befehl Nr. 201: Es wird dargelegt, wie dieser Befehl als Instrument diente, um die Entnazifizierung zu beschleunigen und den Aufbau eines „demokratischen“ Deutschlands im kommunistischen Sinne zu rechtfertigen.

2.5. Demokratieverständnis der SBZ: Hier werden die gegensätzlichen Auffassungen von Demokratie zwischen der Sowjetunion und den Westmächten thematisiert, die zu unterschiedlichen politischen Entwicklungen in den Besatzungszonen führten.

2.6. Das politische System in der SBZ: Dieses Kapitel analysiert die Verknüpfung von Entnazifizierung, Enteignungen, Bodenreform und Elitenwechsel als Schritte zum Aufbau eines sozialistischen Systems.

3.Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass die SED-Führung die Entnazifizierung erfolgreich zur politischen Transformation und zur Festigung des eigenen Machtanspruchs nutzte.

Schlüsselwörter

Entnazifizierung, SBZ, SMAD, SED, SMAD-Befehl Nr. 201, Neues Deutschland, Sozialismus, Antifaschismus, politische Säuberung, Bodenreform, Demokratieverständnis, Besatzungspolitik, Elitenwechsel, Propaganda, Systemwechsel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie die SED in der sowjetisch besetzten Zone (SBZ) die Entnazifizierungspolitik der SMAD durch das Zentralorgan „Neues Deutschland“ darstellte und propagandistisch verarbeitete.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen den Prozess der Entnazifizierung, die Rolle der Besatzungsmächte (SMAD), die Parteipolitik der SED, das sowjetische Demokratieverständnis sowie den ökonomischen Systemumbau in der SBZ.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der offiziellen Entnazifizierungspraxis und dem ideologischen Ziel der SED aufzuzeigen, den Sozialismus unter sowjetischer Führung zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenkritische Analyse, indem sie den spezifischen Zeitungsartikel aus dem „Neuen Deutschland“ in den geschichtswissenschaftlichen Kontext der damaligen Zeit einordnet.

Was bildet den Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entnazifizierungsrichtlinien, die Rolle der SMAD, den Einfluss der SED, die Funktion des SMAD-Befehls Nr. 201 sowie die Auswirkungen auf das politische System durch Enteignungen und Bodenreformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Entnazifizierung, SED, SMAD, SBZ, politischer Systemwechsel, Sozialismus und antifaschistisch-demokratische Umwälzung.

Wie unterschied sich die Entnazifizierung in der SBZ von den Westzonen?

Während sie in den Westzonen als gescheitert galt, wurde sie in der SBZ als erfolgreich gewertet, da sie unmittelbar mit dem Ziel der gesellschaftlichen und ökonomischen Umgestaltung zum Sozialismus verknüpft war.

Welche Bedeutung hatte der SMAD-Befehl Nr. 201 konkret?

Dieser Befehl leitete die letzte Phase der Entnazifizierung ein, beschleunigte die Verfahren und sollte den Weg für den Aufbau eines „friedlichen, demokratischen Deutschlands“ nach kommunistischem Vorbild ebnen.

Warum wurde die Entnazifizierung in der SBZ als Erfolg gewertet?

Die SED-Führung wertete die Entnazifizierung als Erfolg, weil sie gleichzeitig den Elitenwechsel und die Enteignung von Industriebetrieben und Großgrundbesitzern ermöglichte, was wiederum die ökonomischen Grundlagen des Nationalsozialismus beseitigen sollte.

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Details

Title
Die Darstellung der sowjetischen Entnazifizierungspolitik durch die SED im Artikel des "Neuen Deutschland"
College
University of Frankfurt (Main)  (Historisches Seminar)
Course
Einführung in die neuere Geschichte: Entnazifizierung
Grade
9 Punkte
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2007
Pages
9
Catalog Number
V131367
ISBN (eBook)
9783640414628
ISBN (Book)
9783640412617
Language
German
Tags
Sozialistische Einheitspartei Deutschlands Entnazifizierungspolitik Artikel Deutschland“ SMAD-Befehl August Punkte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2007, Die Darstellung der sowjetischen Entnazifizierungspolitik durch die SED im Artikel des "Neuen Deutschland", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131367
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