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Krisenkommunikation am Beispiel eines fiktiven Szenarios

Titel: Krisenkommunikation am Beispiel eines fiktiven Szenarios

Ausarbeitung , 2021 , 20 Seiten , Note: 1,1

Autor:in: Tim Krausser (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine gute Krisenkommunikation ist maßgeblich für den Erfolg oder Misserfolg der Krisenbewältigung verantwortlich. Krisenkommunikation ist dabei Mittel und Maßnahme zugleich. Mittels Kommunikation lässt sich die Krisensituation strukturierter bewältigen. Die Krisenkommunikation gegenüber den Medien trägt dazu bei, wie die Krisenbewältigung im Nachhinein bewertet wird. Krisenkommunikation nimmt so eine Schlüsselrolle sowohl intern als auch extern ein. Im Folgenden wird ein praxisnahes Szenario vorgestellt und die verwendete Krisenkommunikation anhand eines "Best-Case"-, sowie eines "Worst-Case" Szenarios analysiert. Anschließend werden an die verschiedenen Stakeholder angepasste Kommunikationsstrategien vorgestellt.

In dem vorliegenden Szenario stießen auf einem unbeschrankten Bahnübergang ein Schulbus und ein Nahverkehrszug zusammen. Dabei entgleiste ein Triebwagen und riss den Schulbus 50 Meter entlang des Gleisbettes mit sich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Krisenkommunikation

2 Szenario

2.1 MANV-Konzept des Kreises Bergstraße

2.2 Komplexität

2.3 Best-Case Szenario

2.4 Worst-Case Szenario

3 Kommunikationsstrategien

3.1 Rettungskräfte

3.2 Betroffene Kinder

3.3 Schaulustige

3.4 Presse

4 Kritische Betrachtung und Ausblicke in die Zukunft

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung der Krisenkommunikation im Kontext eines Massenanfalls an Verletzten (MANV). Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie eine strukturierte Kommunikation zur Komplexitätsreduktion beiträgt und welche Auswirkungen sowohl die Einhaltung als auch das Versagen in der Anwendung entsprechender Konzepte, insbesondere unter emotionalem Stress für den Einsatzleiter, auf den Erfolg der Krisenbewältigung haben.

  • Grundlagen und Definitionen der Krisenkommunikation im Bevölkerungsschutz
  • Analyse des MANV-Konzepts und der Komplexitätsfaktoren in Schadenslagen
  • Kontrastierung von Best-Case und Worst-Case Szenarien anhand eines Fallbeispiels
  • Entwicklung zielgruppenspezifischer Kommunikationsstrategien für verschiedene Stakeholder
  • Bedeutung des Human Faktors und psychologischer Stressfaktoren im Einsatz

Auszug aus dem Buch

2.3 Best-Case Szenario

Bei dem vorgestellten Szenario findet sich der kommissarische Einsatzleiter des ersten Rettungsmittels in einer Situation wieder, in der die Kennzeichen der Komplexität kumulativ auftreten. Um die Fehleranfälligkeit des „menschlichen Faktors“ bei der strukturierten Abarbeitung zu minimieren, sollte ein zuvor entwickeltes und im optimalen Falle, ein erprobtes System greifen, welches allen Beteiligten bekannt ist. Ziel dabei ist die Reduktion der Komplexität, eine Festlegung von Verantwortlichkeiten sowie ein daraus resultierender, optimierter Informationsfluss. Ein solches System bildet das beschriebene MANV-Konzept. Dieses definiert eine feste Hierarchie am Einsatzort, wie auch ein effektives Kommunikationsmuster. Durch regelmäßiges Training wurde das Konzept verinnerlicht, sodass die vertrauten Handlungsweisen unter Stress abgerufen werden können. Die Komplexität der Ausnahmesituation bewirkt beim Einsatzleiter funktionalen Stress und erhöht die psychische und physische Belastbarkeit. Dieser ist gut ausgebildet und weiß um die Bedeutung seiner Funktion für das komplette System.

Eine erste orientierende Lagemeldung zur Situation wird zeitnah, unter der Beachtung aller für die Leitstelle wichtigen Faktoren, ruhig, sachlich und präzise abgesetzt. Der kommissarische Einsatzleiter verlässt sein Fahrzeug und beginnt mit seiner Vorsichtung. Als er beim Eindringen in den verunfallten Bus sein eigenes Kind rufen hört, kommt es zu einer ersten Kontaktaufnahme. Hierbei gelingt es dem Einsatzleiter, Distanz zu sich zu gewinnen und die doppelte Beobachterposition einzunehmen. Er nutzt dabei das Wissen um die Beteiligung seines Kindes als Motivator, die Lage ruhig, strukturiert und souverän abzuarbeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Krisenkommunikation: Das Kapitel definiert den Begriff der Krise und die Notwendigkeit einer Besonderen Aufbauorganisation (BOA), wobei die Krisenkommunikation als zentrales Mittel zur Begrenzung von Vertrauensverlust und zur erfolgreichen Krisenbewältigung eingeführt wird.

2 Szenario: Es wird ein hypothetisches Fallbeispiel eines Schulbusunglücks vorgestellt und das MANV-Konzept des Kreises Bergstraße sowie die psychologischen Merkmale komplexer Einsatzlagen erläutert.

3 Kommunikationsstrategien: Dieses Kapitel erarbeitet spezifische kommunikative Leitlinien für den Umgang mit unterschiedlichen Gruppen wie Rettungskräften, betroffenen Kindern, Schaulustigen und der Presse.

4 Kritische Betrachtung und Ausblicke in die Zukunft: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit von Training und professioneller Struktur, um als Einsatzkraft auch in komplexen und hochgradig stressbelasteten Situationen handlungsfähig zu bleiben.

Schlüsselwörter

Krisenkommunikation, MANV-Konzept, Szenarioanalyse, Human Factors, Stressmanagement, Gefahrenabwehr, Komplexitätsreduktion, Patientenpriorisierung, Stakeholderkommunikation, Einsatzleitung, Triage, Notfallmanagement, Kommunikationspsychologie, Krisenbewältigung, Rettungsdienst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der essenziellen Rolle der Kommunikation bei der Bewältigung von Großschadenslagen und Massenanfällen an Verletzten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das MANV-Konzept, die psychologischen Einflüsse von Stress (Human Factors) und zielgruppengerechte Kommunikationsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Untersuchung, wie durch strukturierte Kommunikation und etablierte Konzepte die Komplexität einer Krise reduziert und ein erfolgreiches Krisenmanagement ermöglicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fallbasierte Analyse, die theoretische Modelle der Kommunikation auf ein konkretes, praxisnahes Szenario überträgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben der Theorie die Handlungsoptionen in unterschiedlichen Eskalationsstufen (Best-Case vs. Worst-Case) sowie spezifische Empfehlungen für die Kommunikation mit verschiedenen Personengruppen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Krisenkommunikation, MANV-Konzept, Stressmanagement, Human Factors und Einsatzleitung sind die prägenden Begriffe.

Wie unterscheidet sich Stress im Best-Case gegenüber dem Worst-Case Szenario?

Im Best-Case führt Stress bei geschultem Personal zu funktionaler Leistungssteigerung, während im Worst-Case eine emotionale Überforderung zu dysfunktionalem Aktivismus und Kontrollverlust führt.

Warum ist die Beteiligung des eigenen Kindes im Szenario als kritisch einzustufen?

Dies stellt eine massive psychische Belastung dar, die den professionellen Tunnelblick gefährden und die objektive Priorisierung im Rahmen der Patientenversorgung verhindern kann.

Welche Rolle spielt die Presse im Krisenmanagement?

Die Presse kann retrospektiv den Erfolg der Bewältigung bewerten und ist daher durch eine One-Voice-Policy und einen geschulten Pressesprecher ein kritischer Erfolgsfaktor für das Image der Einsatzkräfte.

Was bedeutet das Prinzip der Kommunikation „ohne Verluste“ für Einsatzkräfte?

Es bezeichnet eine situationsgerechte, präzise Übermittlung von Befehlen, die vor allem durch geschlossene Kommunikationsschleifen und Redundanzen sichergestellt wird.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Krisenkommunikation am Beispiel eines fiktiven Szenarios
Hochschule
Steinbeis-Hochschule Berlin
Note
1,1
Autor
Tim Krausser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
20
Katalognummer
V1313937
ISBN (PDF)
9783346791818
ISBN (Buch)
9783346791825
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Katastrophenmanagement Emergency Management Krisenkommunikation Case
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tim Krausser (Autor:in), 2021, Krisenkommunikation am Beispiel eines fiktiven Szenarios, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1313937
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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