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Nationalsozialismus im Geschichtsfernsehen - Flucht und Vertreibung

Eine Dokumentation von Jost von Morr

Title: Nationalsozialismus im Geschichtsfernsehen - Flucht und Vertreibung

Term Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Philip Holler (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Summary Excerpt Details

Diese Hausarbeit befasst sich mit der dreiteiligen Dokumentarfilmreihe „Flucht und Vertreibung“ von Jost von Morr, und Eva Berthold. In den Filmen wird die Vertreibung volksdeutscher Bürger aus den ehemaligen Ostgebieten wie beispielsweise Schlesien oder Ostpreußen thematisiert.
Die zentrale Frage dieser Arbeit ist die Intention der Reihe. Erhält der Zuschauer einen objektiven Einblick in die Geschehnisse der Zeit oder steht doch mehr die Emotionalisierung der deutschen Bevölkerung mit den Betroffenen im Vordergrund? Verharmlost die Dokumentation vielleicht sogar die deutsche Kriegsschuld?
Um diese brisanten Fragen zufrieden stellend beantworten zu können, müssen Antworten auf weitere Fragen gefunden werden:
Mit welchen filmischen Mitteln arbeiteten die Macher, die diese heikle Thematik erstmals versuchten umzusetzen?
Weiterhin lässt sich die Reihe nur bedingt mit zeitgleich erstellten Produktionen vergleichen, da sie einerseits eine völlig neue Thematik behandelt, andererseits eine Sonderstellung hinsichtlich eines beliebten Aspekts von Weltkriegsdokumentationen einnimmt: Den Berichten von Zeitzeugen. Welche Bedeutung kommt diesen Befragten in von Morrs Filmen zu?
Um einen objektiven Überblick zu erhalten, sollten allerdings nicht nur filmtechnische Details behandelt werden. Auch der rein historische Aspekt sollte in einer solchen Arbeit nicht völlig außen vor bleiben. Deswegen wird erörtert wie die Vertreibungen aussahen, welche Fehler und Verbrechen bei der Organisation der eigentlich als human geplanten Umsiedlungen begangen wurden und wie die Folgen einer bis dahin nie gesehenen Menschenflut nach Deutschland aussahen. Am Beispiel Bayerns werden dann die Auswirkungen der Flüchtlingsflut auf Deutschland erläutert.
Im Fazit soll dann geklärt werden, inwiefern den Initiatoren der Reihe der Versuch einer soliden Annäherung an eines der schwierigsten Kapitel deutscher Kriegs und Nachkriegsgeschichte gelungen ist. Um den Einstieg zu erleichtern, beginnt diese Arbeit mit der Definition von häufig genutzten oder schwierigen Begriffen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Definition in dieser Arbeit auftauchender Begriffe

1.1.1 Definition der Begriffe „Flucht“ und „Vertreibung“

1.1.2 Definition des Begriffes „Volksdeutscher“

1.1.3 Definition des Begriffes „Irredenta“

1.1.4 Definition des Begriffes „Fünfte Kolonne“

2. Hauptteil: Die Dokumentationsreihe „Flucht und Vertreibung“

2.1 Fakten zur Filmreihe „Flucht und Vertreibung“

2.2 Genutzte filmische Mittel und deren Intention – Äußere Analyse und Interpretation

2.3 Die besondere Bedeutung der Zeitzeugenberichte in „Flucht und Vertreibung“

3. Der historische Hintergrund

3.1 Die Vorgeschichte

3.2 Die eigentliche Vertreibung

3.3 Die Vertriebenenflut erreicht das deutsche Reich: Beispiel Bayern

4. Einordnung der Reihe „Flucht und Vertreibung“ in den historischen Kontext

5. Fazit

6. Weiterführende Fragen

7. Literatur und Internetquellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Intention der dreiteiligen Dokumentarfilmreihe „Flucht und Vertreibung“ von Jost von Morr und Eva Berthold. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob die Reihe einen objektiven historischen Einblick bietet oder durch eine starke Emotionalisierung des Publikums eine kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Kriegsschuld erschwert.

  • Analyse der filmischen Gestaltungsmittel und deren Wirkungsabsicht.
  • Untersuchung der Bedeutung und Rolle der Zeitzeugeninterviews.
  • Historische Einordnung der Flucht- und Vertreibungsprozesse nach dem Zweiten Weltkrieg.
  • Betrachtung der Auswirkungen der Flüchtlingsströme am Beispiel Bayerns.
  • Kritische Bewertung der filmischen Aufarbeitung eines historischen Tabuthemas.

Auszug aus dem Buch

2.3 Die besondere Bedeutung der Zeitzeugenberichte in „Flucht und Vertreibung“

Der Bericht von Zeitzeugen stellt eine enorme bedeutsame Quelle im Rückblick auf die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs dar und ist somit von extremer Wichtigkeit für die Historienwissenschaft. Daher kann man wohl sagen, auch wenn die Eindrücke dieser Menschen oft unwahrscheinlich subjektiv erscheinen, und ihre Glaubwürdigkeit von der räumlichen und zeitlichen Nähe zum Geschehenen abhängt, dass sie selbst doch wichtige Belege für einen bestimmten Zeitraum sind.14

In allen drei Teilen nehmen diese Betroffenen eine wichtige Rolle ein, verstärken die Authentizität des Gezeigten.

Zu jeder ehemaligen systematisch abgehandelten, volksdeutschen Provinz gibt es mindestens einen passenden Zeitzeugen, der die Vertreibungen aus genau diesem Gebiet, sei es das Sudetenland oder Schlesien, beschreiben kann.

Man bekommt das Gefühl, dass jeder Zuschauer, der auf die eine oder andere Weise noch mit den ehemaligen deutschen Minderheitsgebieten emotional verbunden ist, sich mit der Produktion identifizieren können soll.

Auch das breite Spektrum der Befragten dient höchstwahrscheinlich dem Zweck der Identifizierung, denn nicht nur vertriebene deutsche Zivilisten stehen Frage und Antwort, auch andere Betroffene wie der Pole Nikolaus Arndt, ebenfalls durch die Rotarmisten vertrieben oder der Generalstabsoffizier Udo Rittgen, der mitverantwortlich für die Gefangenentransporte über die Ostsee war, schildern ihre Erfahrungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit stellt die Dokumentarfilmreihe vor, definiert zentrale Begriffe und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich Objektivität und Emotionalisierung.

2. Hauptteil: Die Dokumentationsreihe „Flucht und Vertreibung“: Dieses Kapitel analysiert die Fakten zur Produktion, die filmischen Mittel und die zentrale Rolle der Zeitzeugen für die emotionale Wirkung beim Zuschauer.

3. Der historische Hintergrund: Hier wird der historische Kontext der Vertreibung dargelegt, beginnend mit der Vorgeschichte über den tatsächlichen Ablauf bis hin zur wirtschaftlichen Integration der Flüchtlinge in Bayern.

4. Einordnung der Reihe „Flucht und Vertreibung“ in den historischen Kontext: Die Dokumentation wird in das politische Klima der frühen 80er Jahre sowie den gesellschaftlichen Diskurs nach dem Warschauer Vertrag eingeordnet.

5. Fazit: Das Fazit bewertet die Reihe als mutigen, wenn auch nicht fehlerfreien Versuch, ein Tabuthema der deutschen Nachkriegsgeschichte aufzugreifen.

6. Weiterführende Fragen: Es werden Impulse für zukünftige Forschungsansätze und eine objektivere Aufarbeitung der Thematik gegeben.

7. Literatur und Internetquellen: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur, Online-Ressourcen und Filmquellen.

Schlüsselwörter

Flucht und Vertreibung, Volksdeutsche, Dokumentarfilm, Zeitzeugen, Zweiter Weltkrieg, Ostgebiete, NS-Propagandaproduktionen, Integration, Bayern, historische Aufarbeitung, Kriegsschuld, Emotionen, Zeitzeugnisse, Fluchtursachen, Erinnerungskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der 1981 ausgestrahlten Dokumentarfilmreihe „Flucht und Vertreibung“ und deren Einfluss auf die historische Aufarbeitung der Flucht und Vertreibung der Volksdeutschen aus den ehemaligen Ostgebieten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die filmische Analyse der Dokumentation, die Bedeutung von Zeitzeugenberichten sowie die historische Einbettung der Vertreibungsereignisse und deren Folgen für die deutsche Nachkriegsgesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin zu klären, ob die Filmreihe einen sachlich-historischen Einblick vermittelt oder die Zuschauer primär emotionalisiert, um so eine differenzierte Auseinandersetzung mit der deutschen Kriegsschuld zu umgehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine Kombination aus einer inhaltsanalytischen Betrachtung der filmischen Mittel (Äußere Analyse) und einer historischen Kontextualisierung anhand von Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der filmischen Gestaltung, die tiefgehende Analyse der Zeitzeugeninterviews und eine historische Darstellung der Vertreibungsprozesse sowie der Integration der Flüchtlinge am Beispiel Bayerns.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Flucht, Vertreibung, Zeitzeugen, Kriegsschuld, historische Aufarbeitung, Integration und die Dokumentationsreihe selbst als zentrales Untersuchungsobjekt.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Zeitzeugen in der Reihe?

Der Autor stellt fest, dass die Zeitzeugen eine tragende Rolle spielen, die über bloße Information hinausgeht und stark auf das Mitgefühl und die emotionale Identifikation des Zuschauers abzielt.

Welche Rolle spielt die wirtschaftliche Integration der Vertriebenen?

Die Integration wird exemplarisch am Beispiel Bayerns erläutert, wobei aufgezeigt wird, dass die große Anzahl an Vertriebenen zunächst soziale Probleme verursachte, aber langfristig durch Industrialisierungsprozesse zur wirtschaftlichen Entwicklung des Freistaats beitrug.

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Details

Title
Nationalsozialismus im Geschichtsfernsehen - Flucht und Vertreibung
Subtitle
Eine Dokumentation von Jost von Morr
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Geschichte)
Course
Nationalsozialismus im Geschichtsfernsehen
Grade
2,3
Author
Philip Holler (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V131409
ISBN (eBook)
9783640374168
ISBN (Book)
9783640373918
Language
German
Tags
Nationalsozialismus Geschichtsfernsehen Flucht Vertreibung Eine Dokumentation Jost Morr
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philip Holler (Author), 2007, Nationalsozialismus im Geschichtsfernsehen - Flucht und Vertreibung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131409
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