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Beethovens Mondschein-Sonate. Vergleich wissenschaftlich fundierter Aussagen mit populärwissenschaftlichen Erläuterungsformaten

Title: Beethovens Mondschein-Sonate. Vergleich wissenschaftlich fundierter Aussagen mit populärwissenschaftlichen Erläuterungsformaten

Seminar Paper , 2022 , 20 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Katharina Ewald (Author)

Musicology - Historical musicology
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In der Seminararbeit soll untersucht werden, inwieweit die populärwissenschaftlichen Formate des BR-Klassik Klavierpodcasts, Folge 14 "Die Mondschein-Sonate: Einsamkeit und Verzweiflung" und der Zeitungsartikel "Bravourmusik mit Geis" aus der Wiener Zeitung Beethovens "Mondschein-Sonate" präsentieren. Die Arbeit soll außerdem die Fragen beantworten, auf welche Art und Weise Beethovens "Mondschein-Sonate" in beiden Medienformen dargestellt wird. Dazu werden zunächst die beiden Medienformate vorgestellt. Daraufhin werden nun die einzelnen Sätze in der Art aufgeschlüsselt, dass Aussagen aus der Wissenschaft mit denen aus dem Zeitungsartikel und aus dem Podcast gegenübergestellt werden.

Das Lesen eines Fachbuches ist in der Regel nur einem kleinen Leserkreis vorbehalten, da es Geld und Zeit kostet, es zu lesen. Ein Podcast hingegen ist normalerweise kostenlos und in einer relativ kurzen Zeit gehört. Zudem kann man das Hören noch mit einer anderen Aktivität verbinden. So ist es z. B. möglich, ihn auf dem Weg zur Arbeit zu hören oder nebenbei beim Sport. Ähnlich verhält es sich mit einem Zeitungsartikel. Dieser informiert kurz über die wichtigsten Punkte zu einem Thema und ist zu einem günstigen Preis zu erwerben. Eine klassisches Buch bietet diese Möglichkeit nicht. Gerade Fachbücher sind eher im höherpreisigen Segment angesiedelt. Außerdem benötigen sie entsprechende Zeit, um sie vollständig zu lesen. Dabei steigt der Leser gleich tiefer in das Thema ein. Vielleicht sogar tiefer, als er eigentlich möchte. Des Weiteren setzt ein Fachbuch auch fachliches Vorwissen voraus, über welches nicht jeder Leser verfügt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Medien

2.1 Der Podcast

2.2 Der Zeitungsartikel

3. Die Mondschein-Sonate

3.1 Erster Satz - Adagio sostenuto

3.2 Zweiter Satz – Allegretto

3.3 Dritter Satz – Presto agitato

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Darstellung der sogenannten „Mondschein-Sonate“ von Ludwig van Beethoven in einem populärwissenschaftlichen Podcast und einem Zeitungsartikel. Ziel ist es herauszuarbeiten, wie wissenschaftlich fundierte Aussagen in diesen Medienformaten vermittelt werden und welche Schwerpunkte die jeweiligen Formate bei der Analyse der drei Sätze setzen.

  • Vergleich von Medienformaten (Podcast vs. Zeitungsartikel)
  • Analyse der Musikrezeption am Beispiel der Mondschein-Sonate
  • Gegenüberstellung von wissenschaftlicher Fundierung und populärwissenschaftlicher Aufbereitung
  • Untersuchung der thematischen Schwerpunkte in der Satzanalyse
  • Evaluation der Vermittlungskompetenz von Audio-Medien versus Print-Medien

Auszug aus dem Buch

3. Die Mondschein-Sonate

Ludwig van Beethovens Klaviersonate Nr. 14 op. 27 Nr. 2 in Cis-Moll ist dem Titel nach der Allgemeinheit kaum bekannt. Nennt man jedoch umgangssprachlich Namen Mondschein-Sonate, beginnt fast jeder die unverkennbare Melodie des ersten Satzes zu singen oder zu summen. Dabei hatte Beethoven diesen Namen für seine Sonata quasi una fantasia überhaupt nicht im Sinn. Schon zu Beethovens Lebzeiten unterlag diese Sonate, vor allem der erste Satz, vielen Deutungsversuchen. Da auch keine Äußerungen Beethovens zu der Sonate überliefert sind, wurde viel über dieses Werk spekuliert. (vgl. Ladenburger 2003, 5f.)

Zunächst gibt es die biographische Deutung. Die Sonate soll in Verbindung mit Beethovens Liebesleben stehen. Angeblich habe Beethoven sie zunächst in einer Laube vor seiner Angebeteten Gräfin Giulietta Guicciardi improvisiert, welches ihr auch den Beinamen Laubensonate bescherte. Fest steht, dass der Komponist die Sonate der Gräfin, die zeitweise auch seine Klavierschülerin war, widmete und in sie verliebt war. Da er ihr jedoch zuvor die Handschrift seines Rondos op. 51 Nr. 2 schenkte, jenes aber zurück verlangte, ist eine Widmung der Mondschein-Sonate aus Liebe fraglich. Die Fragwürdigkeit dieser Deutung wird zusätzlich durch den Fakt untermauert, dass die Schwesternsonate op. 27 Nr. 1 einen ähnlichen Stil aufweist wie die Mondschein-Sonate und beide Sonaten die einzigen sind, die von Beethoven zwar einer Opuszahl, aber unterschiedlichen Empfänger zugeordnet wurden. Daher vermutet, dass ursprünglich beide Sonaten op. 27 der Fürstin Lichtenstein zugedacht gewesen seien, Beethoven die zweite dann aber quasi als Entschuldigung oder Ersatz für das Rondo der Gräfin Guiccardi widmete.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation und die Forschungsfrage der Arbeit vor, die das Ziel verfolgt, populärwissenschaftliche Erläuterungsformate zu Beethovens Mondschein-Sonate zu analysieren.

2. Die Medien: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten und Entwicklungsgeschichte von Podcasts und Zeitungsartikeln als Informationsmedien.

3. Die Mondschein-Sonate: Es wird die Entstehungsgeschichte des Werkes, die Mythen um den Namen und die musikwissenschaftliche Einordnung der drei Sätze detailliert behandelt.

4. Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Ergebnisse des Medienvergleichs zusammen und reflektiert die Stärken und Schwächen der analysierten Formate hinsichtlich der Informationsvermittlung.

Schlüsselwörter

Ludwig van Beethoven, Mondschein-Sonate, Musikwissenschaft, Podcast, Zeitungsartikel, Medienvergleich, Igor Levit, Anselm Cybinski, Klaviersonate, Musikvermittlung, Rezeptionsgeschichte, Adagio, Sendeformat, Populärwissenschaft, Musikanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit vergleicht, wie Beethovens berühmte Klaviersonate Nr. 14 in verschiedenen populärwissenschaftlichen Formaten, nämlich einem Podcast und einem Zeitungsartikel, thematisiert und analysiert wird.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Entstehungsgeschichte des Werkes, die Mythenbildung um den Titel Mondschein-Sonate sowie die Art und Weise der musikalischen Vermittlung durch Experten in Radio- und Printmedien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erforschen, ob und wie wissenschaftliche Informationen über klassische Musik durch populäre Medien für ein breiteres Publikum aufbereitet werden und wo dabei die Unterschiede liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der ausgewählte Medieninhalte systematisch gegenübergestellt und hinsichtlich ihrer inhaltlichen Schwerpunkte und emotionalen Vermittlungsansätze untersucht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Medienformate, eine historische Einordnung der Sonate und eine spezifische Analyse der drei Sätze, wobei der Fokus stark auf dem ersten Satz liegt.

Welche Eigenschaften charakterisieren die Arbeit?

Sie zeichnet sich durch einen medienwissenschaftlichen und musikwissenschaftlichen interdisziplinären Ansatz aus, der sowohl quantitative Aspekte (Sendezeit/Textumfang) als auch qualitative Interpretationsansätze berücksichtigt.

Warum wird der Titel Mondschein-Sonate in der Arbeit kritisch betrachtet?

Die Arbeit beleuchtet, dass dieser Name historisch nicht von Beethoven selbst stammt, sondern durch nachträgliche literarische und künstlerische Deutungen wie die von Ludwig Rellstab entstanden ist.

Welche Rolle spielt der Podcast mit Igor Levit in der Untersuchung?

Der Podcast dient als exemplarisches Medium für die Audio-Vermittlung, bei der durch das Einspielen einzelner Passagen ein direkter akustischer Bezug zur Analyse hergestellt wird.

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Details

Title
Beethovens Mondschein-Sonate. Vergleich wissenschaftlich fundierter Aussagen mit populärwissenschaftlichen Erläuterungsformaten
College
University of Potsdam
Course
Musikgeschichte in 5 Minuten
Grade
2,3
Author
Katharina Ewald (Author)
Publication Year
2022
Pages
20
Catalog Number
V1314128
ISBN (PDF)
9783346794871
ISBN (Book)
9783346794888
Language
German
Tags
Beethoven Mondscheinsonate Podcast Igor Levit Klaviersonate Nr. 14 op. 27 Nr. 2 in Cis-Moll Sonata quasi una fantasia Ludwig Rellstab BR Klassik Cybinski
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Ewald (Author), 2022, Beethovens Mondschein-Sonate. Vergleich wissenschaftlich fundierter Aussagen mit populärwissenschaftlichen Erläuterungsformaten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1314128
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