Über Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen"

Eine Betrachtung im autobiografischen, literarischen und philosophischen Kontext im Hinblick auf Tabubruch und Gesellschaftskritik


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008
28 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Frühlings Erwachen – Einflüsse
2.1 Autobiographische Bezüge
2.2 Literarische Einflüsse und Anspielungen
2.2.1 Goethe: „Faust“ I
2.2.2 Shakespeare: Othello
2.2.3 Georg Büchner: Woyzeck
2.2.4 Heinrich Heine: Die Harzreise
2.3 Philosophische Einflüsse
2.3.1 Arthur Schopenhauer - „Die Welt als Wille“
2.3.2 Friedrich Nietzsche - das Dionysische und das Apollinische
2.3.3 Exkurs: Sigmund Freud - Vorwegnahme Freudscher Erkenntnisse?

3. Die Gesellschaft im ausgehenden 19. Jahrhundert
3.1 Gesellschaft und Literatur
3.2 Lebens- und Erziehungsorientierung im Wilhelminischen Staat
3.2.1 Erziehungsnormen und schulische Erziehung
3.2.2 Häusliche Erziehung
3.2.3 Religiöse Erziehung
3.2.4 Sexualerziehung

4. Frühlings Erwachen – Tabu, Gesellschaftskritik und Zensur
4.1 Tabu und Tabubruch
4.1.1 Bestehende gesellschaftliche und moralische Tabus
4.1.2 Tabubruch und Gesellschaftskritik
4.2 Zensur
4.2.1 Kurzer Abriss der Zensurgeschichte in Deutschland um 1900
4.2.2 Zensur von „Frühlings Erwachen“

5. Weitere Rezeption

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Schon zu Lebzeiten schaffte es der Bühnendichter Frank Wedekind, mit seinem dramatischen Werk das Publikum zu begeistern, obwohl die immer wieder in seinen Werken auftauchenden Themen wie die Bloßstellung der bürgerlichen Scheinmoral, die Entlarvung trieb- und lebensfeindlicher Moral als Heuchelei und die Emanzipation und Befreiung des Sexuellen sich offen gegen die bürgerliche Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts richteten. Das Werk, welches den Grundstein für seinen Erfolg als Bühnenautor und Dramatiker legte, gehört zum dramatischen Frühwerk Wedekinds. „Frühlings Erwachen – eine Kindertragödie“ stellt einen neuen Typus in der Dramengattung dar. Nahmen bisher nur Erwachsene die Hauptrollen in Dramen und Tragödien ein, so stehen hier erstmals Kinder im Mittelpunkt des Geschehens. In dem Stück geht es um das erste Erwachen der Sexualität Jugendlicher und darum, wie Eltern, Lehrer und Kirche damit umgehen. Es ist eine Anklage an die Gesellschaft, die durch Unterdrückung natürlicher Triebe und Veranlagungen die Kinder ins Verderben stürzt.

Um zu einer umfassenden Analyse des Werkes „Frühlings Erwachen“ zu gelangen, halte ich es für wichtig, die Einflüsse zur Entstehung in die Untersuchung zu integrieren. In der vorliegenden Arbeit stelle ich deshalb in Kapitel 2, welches einen ersten Schwerpunkt bildet, die an der Entstehung von „Frühlings Erwachen“ maßgeblich beteiligten Einflüsse vor. Dabei werde ich zunächst auf autobiografische Einflüsse eingehen, da diese eine besonderer Rolle spielen (2.1). Im Anschluss daran werde ich literarische Einflüsse erörtern und strukturelle sowie inhaltliche Ähnlichkeiten exemplarisch herausarbeiten (2.2). Anschließend wird eine Einordnung in den philosophischen Kontext vorgenommen (2.3). In Kapitel 3 schließlich wird Hintergrundwissen zu der Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts bereit- gestellt, was die Grundlage für die Untersuchung der Brüche bestehender Tabus und der daraus entstehenden Gesellschaftskritik bildet (Kapitel 4). Zensur und Rezeption werden in Kapitel 4.2 behandelt. Im Anschluss wird ein Ausblick auf weitere Rezeption gegeben (Kapitel 5), was auch den Schlussteil bildet.

2. Frühlings Erwachen – Einflüsse

Dieses Kapitel stellt den ersten Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit dar. Hier wird herausgearbeitet, welchen Einflüssen die Entstehung von „Frühlings Erwachen“ unterlag. Dabei gehe ich sowohl auf den autobiographischen Hintergrund ein, der bei diesem frühen Drama eine wichtige Rolle spielt; als auch auf literarische und philosophische Einflüsse, die exemplarisch herausgearbeitet werden.

Frank Wedekind schrieb „Frühlings Erwachen“ 26jährig. Nachdem seine ersten Stücke, das in Ansätzen schon antinaturalistische Drama „Die Schnellmaler“(1887) und das Lustspiel „Die junge Welt“ (1889), noch wenig Beachtung fanden, gelang ihm mit „Frühlings Erwachen“, wenngleich auch erst 15 Jahre später, der Durchbruch als ernstzunehmender Dramatiker. Im Spätherbst 1891 ließ Wedekind „Frühlings Erwachen“, welches er eigenen Angaben zufolge zwischen dem Herbst 1889 und Ostern 1890 verfasst hatte, bei dem Verleger Jean Groß in Zürich auf eigene Kosten drucken. Das Titelblatt zeichnete Franz Stuck nach Vorgabe von Wedekind: es zeigte eine Frühlingswiese mit Blumen und Schwalben – eine symbolische Verführung zum Leben. Die erste Druckauflage war sehr gering und wurde kaum beachtet, ebenso wie die zweite Auflage 1894. Doch in Fachkreisen wurde „Frühlings Erwachen“ bereits in dieser Zeit diskutiert und war hoch bewertet. Erst am 20. November 1906 wagte Max Reinhard, der schon vier Jahre zuvor Wedekinds Stück „Der Erdgeist“ auf die Bühne gebracht hatte, „Frühlings Erwachen“ in den Berliner Kammerspielen aufzuführen. Allerdings war dies nicht möglich, ohne dass von der Zensurbehörde die Streichung dreier als sexuell anstößig eingestufter Szenen sowie die Umbenennung der Lehrergestalten angeordnet wurde. Trotz Zensur rief die Aufführung empörte Reaktionen auf die Darstellung jugendlicher Sexualität hervor. Aber die Aufführung erntete auch großes Lob. Die Resonanz von Kritikern und Publikum war immens. Mit der Uraufführung von „Frühlings Erwachen“ wurde Wedekind als seriöser Dramatiker anerkannt. Ein Grundstein für den weltweiten Erfolg seiner Stücke war gelegt.

2.1 Autobiographische Bezüge

Nach eigener Aussage, verarbeitet Wedekind in „Frühlings Erwachen“ zahlreiche persönliche Erlebnisse. Das Werk steht mit den Erlebnissen aus seiner eigenen Gymnasialzeit im schweizerischen Kanton Aarau eng in Zusammenhang und verarbeitet die Erfahrungen, die er in seiner Jugend mit Lehrern, Mitschülern und Freunden gemacht hat. Einige Hauptfiguren der Kindertragödie tragen Züge realer Personen aus verschiedenen Bereichen seines engeren Umfeldes. In dem Essay „Was ich mir dabei dachte“ aus dem Jahre 1911 schreibt Wedekind zur Entstehung von „Frühlings Erwachen“:

„Ich begann zu schreiben ohne irgendeinen Plan, mit der Absicht zu schreiben, was mir Vergnügen macht. Der Plan entstand nach der dritten Szene und setzte sich aus persönlichen Erlebnissen oder Erlebnissen meiner Schulkameraden zusammen. Fast jede Szene entspricht einem wirklichen Vorgang. Sogar die Worte: „Der Junge war nicht von mir“, die man mir als krasse Übertreibung vorgeworfen, fielen in Wirklichkeit.“[1]

Bereits im Sommer 1883, also sieben Jahre vor der Entstehung von „Frühlings Erwachen“, verfasste Wedekind das Gedicht „Santa Simplicitas“, welches in komischer Art und Weise ein Ereignis behandelt, welches auch später Anregung zu „Frühlings Erwachen“ gab: den Selbstmord seines Mitschülers Frank Oberlin. In einem Brief an seinen Schulfreund Adolph Vögtlin im Juli 1881 schreibt er:

Letzten Freitag schwänzte Frank Oberlin die Schule. Samstagmorgen um 4 Uhr nimmt er sein Geschichtsbuch und geht in den Schachen, um Geschichte zu repitieren. Zwei Stunden später, um 6 Uhr, fand man seinen Leichnam, der in der Telli von der Aare aufs Landgeworfen war. Wie er umgekommen, weiß niemand zu sagen. Die Vermuthungen aber über seinen Tod halte ich für grundlos und unwürdig, als daß ich sie weiter melden möchte.[...]Die Gedanken eines Pessimisten über diesen Vorfall wirst Du erraten. Ich umgehe also ihre Mitteilung.“[2]

Dies ist nicht der einzige Selbstmord in Wedekinds Umfeld: 1880 muss er miterleben, wie sich die beiden Schüler Rotner und Rüetschli gegenseitig erschießen. 1885, sechs Jahre vor der Entstehung von Frühlings Erwachen begeht ein weiterer Freund, Moritz Dürr“, auf einer einsamen Wanderung Selbstmord. Zuvor hat er noch regen Briefkontakt mit Wedekind, den er von seinen Selbstmordplänen unterrichtet. Wedekind beschließt zu dieser Zeit, darüber ein Drama zu schreiben. Das Schicksal seines Freundes greift er in der Gestalt des Selbstmörders Moritz Stiefel auf, dem er allerdings auch Züge seines Jugendfreundes Oskar Schibler verleiht.[3] Dieser schreibt ihm im Februar 1983 im Hinblick auf die bevorstehende Maturitätsprüfung:

Lass dir folgendes Wort als Talismann bei der Maturität gesagt sein: Mit meinem Schädel fordre ich die Maturitätscomission in die Schranken! Aus dem Rahmen einer Todesanzeige blickt uns eine ganze Bildergalerie an.[4]

In der bildhaften Sprache dieses Briefauszuges finden sich Motive, die später in „Frühlings Erwachen“ auftauchen: Zum einen das Bild des Gymnasiasten Moritz, der in der letzten Szene mit dem (Toten-) Kopf unter dem Arm auftritt, zum anderen das Bild der grotesken ‚Maturitätscommission’, die sich um die Todesanzeige des Selbstmörders gruppiert. Auch hier ist der Selbstmord eines Schülers kein Einzelfall, es wird sogar von einer „Selbstmord-Epidemie“ gesprochen:

Sonnenstich: Meine Herren! – Setzen wir den Fall, das wir die Relegation unseres schuldbeladenen Schülers bei einem hohen Kultusministerium zu beantragen unterlassen, so wird uns ein hohes Kultusministerium für das hereingebrochene Unglück verantwortlich machen. Von den verschiedenen von der Selbstmord-Epidemie heimgesuchten Gymnasien sind diejenigen, in denen fünfundzwanzig Prozent den Verheerungen zum Opfer gefallen, von einem hohen Kultusministerium suspendiert worden. Vor diesem erschütterndsten Schlage unsere Anstalt zu wahren, ist unsere Pflicht als Hüter und Bewahrer unserer Anstalt.[5]

Im Drama wird der Tod des Schülers Moritz Stiefel wird nicht bedauert. Viel mehr besteht die einzige und größte Angst der Lehrer am Gymnasium darin, für den Selbstmord zur Verantwortlichkeit gezogen und suspendiert zu werden, weshalb sie einen Schuldigen finden müssen: Sie ‚verurteilen’ Melchior, der für Moritz die Aufklärungsschrift „Der Beischlaf“ verfasst hat.

Die Figur Melchior Gabors ist der Gestalt von Moritz Stiefel komplementär gegenübergestellt. Bezüglich seiner Weltanschauung und der kritischen Beobachtung der Gesellschaft weist Melchior Ähnlichkeit mit dem jungen Wedekind auf. Man kann sagen, dass er als Sprachrohr Wedekinds fungiert, wenn er über Themen wie den Egoismus als Triebfeder jeglicher Liebe und den daraus resultierenden Atheismus referiert[6]. Die frühe Beschäftigung mit philosophischen Themen geht aus zahlreichen Briefen des 17jährigen Wedekinds an den drei Jahre älteren Adolph Vögtlin aus dem Jahre 1881 hervor. Dort schreibt er unter anderem, er sei zur Überzeugung gelangt, „daß der Mensch nichts tue ohne angemessene Belohnung, daß er keine andre Liebe kennt, als Egoismus[7]. Wedekind sieht keinen großen Unterschied zwischen Gefühl und Gewissen, denn sie seien „bei verschiedenen Völkern, bei verschiedenen Menschen zu verschiedenen Zeiten so ganz verschieden“[8] Deshalb könnten sie nicht göttlichen Ursprunges sein, sondern resultierten aus der Erziehung und dem Umgang der Menschen untereinander. Daraus leitet sich der frühe Atheismus her, zu dem auch Melchior gelangt: „Du wirst überrascht sein; ich wurde seinerzeit Atheist“[9].

In einem Gespräch versucht Melchior, Wendla seine Erkenntnisse mitzuteilen. Doch Wendla begreift die Bedeutung von Melchiors Fragen offensichtlich nicht, die beiden reden aneinander vorbei, es kommt zu keinem wirklichen Austausch.

Melchior. Gehst du gern oder ungern, wenn deine Mutter dich so wohin schickt?

Wendla. O für mein Leben gern! Wie kannst du fragen?

Melchior. Aber die Kinder sind schmutzig, die Frauen sind krank, die Wohnungen strotzen vor Unrat, die Männer hassen dich, weil du nicht arbeitest...

Wendla. Das ist nicht wahr, Melchior. Und wenn es wahr wäre, würde ich erst recht gehen!

Melchior. Wieso erst recht, Wendla?

Wendla. Ich würde erst recht hingehen. – Es würde mir noch mehr Freude bereiten, ihnen helfen zu können

Moritz. Du gehst also um deiner Freude willen zu den armen Menschen?

Wendla. Ich gehe zu ihnen, weil sie arm sind.

Melchior. Und wenn es dir keine Freude wäre, würdest du nicht gehen?

Wendla. Kann ich denn dafür, dass es mir Freude macht?

[...]

Melchior. Es gibt keine Aufopferung! Es gibt keine Selbstlosigkeit! [...][10]

Der unterschiedliche geistige Horizont der beiden macht Kommunikation unmöglich. Die letzten Worte sagt Melchior mehr zu sich selbst, als zu Wendla - er scheint sie gar nicht mehr wahrzunehmen.

2.2 Literarische Einflüsse und Anspielungen

Neben dem autobiografischen Hintergrund, der Grundlage der Entstehung des frühen Dramas war, beeinflussten auch literarische Werke und Klassiker der Literatur die Arbeit an „Frühlings Erwachen“. Goethes „Faust“ I nimmt dabei eine Sonderstellung ein, da dieses Werk sowohl als Vorlage für mehrere Szenen dient, aber auch das Faust-Motiv mit der Hinwendung zum Leben übernommen wird. Die Anspielung auf die Gretchen-Handlung ist besonders hervorzuheben. Im Gegensatz zu der literarischen Anspielung auf die Pakt-Szene wird die Gretchen-Handlung in einem Teil der dramatischen Konzeption und Konfiguration von Wedekind übernommen.[11]

2.2.1 Goethe: „Faust“ I

a) Die Pakt-Szene

Die Paktszene in Goethes „Faust“ I dient auf mehreren Ebenen als Vorbild für die letzte Szene, in der unvermittelt der vermummte Herr als Personifizierung des Lebens auftaucht.

Sowohl auf der Figurenebene, als auch auf metaphorischer Ebene lassen sich Faust mit Melchior und Mephistopheles mit dem vermummten Herrn direkt vergleichen. Wie Mephistopheles Faust verspricht, ihn ins Leben zu führen, um das ‚wahre’ Leben außerhalb seiner wissenschaftlichen Forschungen zu erfahren, so stellt der vermummte Herr für Melchior eine Verführung zum Leben dar. Ein Unterschied zwischen den beiden Szenen besteht allerdings darin, dass es Melchior um das Über leben geht; Faust hingegen wünscht eine Erweiterung, eine Bereicherung seines Lebens, das sich bisher größtenteils in geistigen Sphären abgespielt hat. Gemeinsam ist beiden jedoch, dass Faust vor dem Erscheinen Mephistopheles und Melchior vor dem Erscheinen des vermummten Herrn Selbstmordgedanken hegen. Mephistopheles gibt folgenden Grund für den Pakt an, zu dem er Faust drängen möchte: „Damit du, losgebunden, frei, erfahrest, was das Leben sei.“[12]

Auf ähnliche Weise möchte der vermummte Herr Melchior vor dem Selbstmord bewahren: „Ich führe dich unter Menschen. Ich gebe dir Gelegenheit, deinen Horizont in der fabelhaftesten Weise zu erweitern. Ich mache dich ausnahmslos mit allem bekannt, was die Welt Interessantes bietet.“[13]

Eine weitere Parallele zwischen den beiden Szenen besteht insofern, als Mephistopheles als Personifizierung des Teufels erscheint - auch Melchior hat den Gedanken, dass der vermummte Herr der Teufel sein könnte: „Es kann nur einer der Teufel sein.“[14]

Sowohl Faust als auch Melchior entscheiden sich für das Leben im Sinne einer lebensphilosophischen Sicht, nehmen also das Leben als solches ohne Einschränkungen an, und folgen ihrem ‚Lebensverführer’. Während Faust mit dem zweiten Teil der Tragödie ein Neuanfang gewährt wird, lässt Wedekind seine Kindertragödie mit dem Abgang Melchiors und des vermummten Herrn enden – was weiter mit Melchior geschieht, bleibt unklar.

b) Die Gretchen-Szene

In der zweiten Szene spielt Wedekind direkt auf die Gretchen-Handlung in „Faust“ I an. Wendlas Monolog „Bergmanns Garten im Morgensonnenglanz“ findet eine Entsprechung in der Szene „Gretchens Stube“ aus „Faust“ I; in beiden wird die Sehnsucht nach den Geliebten zum Ausdruck gebracht.

Im Gegensatz zu Gretchen, die sich über ihre Empfindungen bewusst ist und diese in Form eines Volksliedes Ausdruck bringt[15], weiß Wendla nicht, was mit ihr geschehen ist und kann ihre Empfindungen nicht artikulieren: „Ich weiß nicht. – Ich finde ja keine Worte ...“[16]

[...]


[1] Wedekind, Frank: „Was ich mir dabei dachte“. Kurzer Kommentar zu den Werken Frank Wedekinds von ihm selbst. In: Wedekind, Frank: Prosa, Hrsg. von Hahn, Manfred. Bd. 3. Berlin und Weimar: Aufbau-Verlag, 1969, S. 338.

[2] Wedekind, Frank: Prosa. Hrsg. von Hahn, Manfred, 3 Bde. Berlin und Weimar: Aufbau-Verlag, 1969, Bd. 3, S. 387.

[3] vgl. Kieser, Rolf: Benjamin Franklin Wedekind. Biografie einer Jugend. Zürich: Arche Verlag, 1990, 1990, S. 148.

[4] Ebd.

[5] Wedekind, Frank: Frühlings Erwachen. Reclam, Stuttgart 2006. Im Folgenden mit „FE“ abgekürzt.

[6] Auch die anderen Figuren in FE dienen als Sprachrohr zur Vermittlung von Ansichten vor allem über Erziehung und Gesellschaft, die Wedekind selbst vertritt. Darauf wird im weiteren Verlauf der Arbeit eingegangen.

[7] Wedekind, Frank: Prosa. Hrsg. von Hahn, Manfred, a.a.O., Bd. 3, S. 388.

[8] Ebd. S. 390.

[9] FE, S. 14.

[10] FE, S. 24f.

[11] Vgl. Spittler, Horst : Frank Wedekind: Frühlings Erwachen. Oldenburg Interpretationen. München: Band 94, 1999, S. 70.

[12] Goethe, Johann Wofgang: Faust. München: Goldmann, 1978, S. 197. Diese Ausgabe ist ein Nachdruck der im „Aufbau-Verlag“ erschienenen „Berliner Ausgabe“ von Goethes Werken.

[13] FE, S. 79.

[14] Ebd.

[15] Goethe, Johann Wofgang: Faust. Der Tragödie erster Teil, a.a.O., S. 258.

„ Mein Busen drängt Sich nach ihm hin. Ach dürft ich fassen Und halten ihn [...]“.

[16] FE, S. 43.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Über Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen"
Untertitel
Eine Betrachtung im autobiografischen, literarischen und philosophischen Kontext im Hinblick auf Tabubruch und Gesellschaftskritik
Hochschule
Universität des Saarlandes  (Komparatistik)
Veranstaltung
Tabu und Zensur in der Literatur
Note
1,3
Autor
Jahr
2008
Seiten
28
Katalognummer
V131517
ISBN (eBook)
9783640463503
Dateigröße
577 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frank, Wedekinds, Frühlings, Erwachen, Eine, Betrachtung, Kontext, Hinblick, Tabubruch, Gesellschaftskritik
Arbeit zitieren
Marina Hetheier (Autor), 2008, Über Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131517

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