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Organisation und Management der Prozesse im demokratischen Staat für den Umgang mit Korruption als gesellschaftspolitische Herausforderung

Soziologische und kriminologische Grundlagen von Korruption

Title: Organisation und Management der Prozesse im demokratischen Staat für den Umgang mit Korruption als gesellschaftspolitische Herausforderung

Academic Paper , 2022 , 301 Pages , Grade: Excellent (5,66)

Autor:in: Dr. Uwe Dolata (Author)

Business economics - Information Management
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Summary Excerpt Details

Ausgangspunkt für diese Studie ist die weltweit zunehmende Korruption in Wirtschaft und Gesellschaft. Sumpf, Filz und Vetternwirtschaft - mehr als jeder zweite EU-Bürger geht davon aus, dass Korruption, Bestechung und Käuflichkeit sowohl in der EU als auch in seinem eigenen Land an der Tagesordnung sind.

Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Untersuchung stehen daher die soziologischen und kriminologischen Grundlagen von Korruption und Compliance als verwaltungs- und unternehmenspolitische Möglichkeit zur Prävention von Korruption und Wirtschaftskriminalität.

In diesem Zusammenhang betrachtet die Studie Compliance als Strategie und Instrument, das korrektes Verhalten in Übereinstimmung mit geltendem Recht sicherstellen soll. Zu den Strategien und Instrumenten gehören aber auch moralisch-ethische Verhaltenskodizes, die selbstverständlich der Freiwilligkeit unterliegen. Es werden die Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen von Compliance-Maßnahmen aufgezeigt und politische, rechtliche und soziologische Gestaltungsmöglichkeiten diskutiert.

Die These: Transparenz ist der Todfeind der Korruption.

Excerpt


Inhaltsübersicht

EINFÜHRUNG

KAPITEL I. KORRUPTION UND COMPLIANCE

1.1. Korruption in deutschen Unternehmen

1.1.1. Definition: Korruption

1.1.2. Rechtslage in Deutschland

1.1.3. Das Vertragsverhältnis

1.1.4. Formen der Korruption

1.1.5. Fakten und Zahlen

1.1.5.1. Bundeslagebild Korruption

1.1.5.2. Zielbereiche der Korruption

1.1.5.3. Verdächtige - Verteilung von Gebern und Nehmern

1.1.6. Das Dilemma der Korruption

1.1.7. Schäden aufgrund von Korruption

1.1.7.1. Verfälschung des Wettbewerbs

1.1.7.2. Schädigung Dritter und des Täters selbst

1.1.7.3. Volkswirtschaft, Staat und Gesellschaft als Geschädigte

1.1.8. Das Korruptionsparadoxon

1.1.9. Korruption in der Mittelschicht

1.2. Compliance in Deutschland

1.2.1. Definition und Zweck der Einhaltung

1.2.2. Mittelständische Unternehmen in Deutschland

1.2.3. Gesetzliche Verpflichtung zur Einhaltung in Deutschland

1.2.3.1. Internationalisierung des KMU-Sektors

1.2.3.2. Betrug

1.2.3.3. Wettbewerbsverstöße

1.2.3.4. Produkthaftung

1.2.3.5. Ausfuhrbestimmungen

1.2.3.6. Kapitalmarktrecht

1.2.4. Einwände gegen die Einhaltung der Vorschriften

1.2.5. Compliance in mittelständischen Unternehmen

1.3. Korruptionsprävention - Compliance

1.3.1. Entstehung von Korruption und Prävention durch Compliance

1.3.1.1. Das Betrugsdreieck

1.3.1.2. Einhaltung der Vorschriften in drei Stufen

1.3.2. Erkennung von Korruption

1.3.3. Umgang mit Hinweisen und Maßnahmen bei Korruptionsverdacht

1.3.3.1. Whistleblowing

1.3.3.2. Compliance-Beauftragter

1.3.3.3. Ombudsleute

1.3.3.4. Zusammenfassung Hinweis-Systeme

1.3.4. Verhaltenskodex

1.3.5. Vier-Augen-Prinzip und Funktionstrennung

1.3.6. Rotation des Personals

1.3.7. Mindestanforderungen an eine Compliance-Organisation

1.3.8. Überwachung der Einhaltungsprogramme

1.3.8.1. Zustandskontrolle

1.3.8.2. Kontrollmechanismen

1.4. Compliance - Umsetzung in mittelständischen Unternehmen

1.4.1. Strategie

1.4.2. Implementierung in die Organisation und Prozesse

1.4.2.1. Einhaltung der kaufmännischen Grundsätze und Transparenz

1.4.2.2. Leitlinien

1.4.2.3. Zuständigkeiten

1.4.2.4. Ausbildung der Mitarbeiter

1.4.2.5. Compliance Management - Risiken und Prozesse

1.4.3. Empfehlung von Maßnahmen für den KMU-Sektor

1.5. Compliance - Umsetzung in der Verwaltung

1.5.1. Strategie

1.5.2. Compliance-Fragen für die Geschäftsführung

1.5.2.1. Gründe für die Einhaltung der Vorschriften in der öffentlichen Verwaltung

1.5.2.2. Legislative Maßnahmen

1.5.2.3. Verfassungsrechtliche und verwaltungsrechtliche Anforderungen

1.5.2.4. Leitlinien für die Einhaltung

1.5.2.5. Institutionalisierung

1.5.3. Öffentliche Unternehmensführung

1.5.4. Für Korruption besonders anfällige Bereiche

1.5.4.1. Öffentliches Auftragswesen

1.5.4.2. Konstruktion

1.5.4.3. Finanzielle Verwaltung

1.5.4.4. Genehmigungen und Kontrolltätigkeiten

1.5.5. Maßnahmen

1.5.5.1. Vier-Augen-Prinzip

1.5.5.2. Personalauswahl und Rotation

1.5.5.3. Antikorruptionsbeauftragter

1.5.5.4. Ombudsleute

1.5.5.5. Whistleblowing

1.5.5.6. Interne Prüfung

1.5.5.7. Ethik in der Verwaltung und Ehrenkodex

1.5.5.8. Verhaltenskodex

1.5.5.9. Einhaltung des Datenschutzes und der Datensicherheit

1.5.5.10. Freiheit der Information

Schlussfolgerungen und Empfehlungen aus Kapitel I

KAPITEL II. NICHTKONFORMITÄT UND GESCHÄFTSRISIKEN

2.1. Nichteinhaltung von Vorschriften: Geschäftsrisiken / § 130 OWiG-Betrachtung

2.1.1. Konzept und Folgen der Nichteinhaltung

2.1.2. Auswirkungen von Geschäftsrisiken

2.1.2.1. Strafrechtliche Aspekte

2.1.2.2. Aspekte des Ordnungswidrigkeitenrechts

2.1.2.3. Sonstige Nachteile unter verschiedenen rechtlichen Aspekten

2.1.2.4. Reputation

2.1.3. Verstoß gegen die Aufsichtspflicht nach § 130 OWiG

2.1.3.1. Verhältnis der Norm

2.1.3.2. Anforderungen

2.1.3.3. Die Beweislast

2.1.4. Strafrechtliche Anforderungen an das interne Risikomanagement

2.1.5. Verringerung des Risikos der strafrechtlichen Verantwortlichkeit durch Compliance-Maßnahmen

2.1.5.1. Exkulpationsmöglichkeit

2.1.5.2. Datenschutz

Schlussfolgerungen und Empfehlungen aus Kapitel II

KAPITEL III. EMPIRISCHER ÜBERBLICK

3 1. Praxisprojekte des Schwerpunktes Wirtschaftsinformatik der Universität

3.1.1. Methoden der Erhebung

3.1.2. Projektorganisation der Universität

Schlussfolgerungen und Empfehlungen aus Kapitel III

SCHLUSSFOLGERUNG

BIBLIOGRAPHIE

Anhänge

Anhang A: Die 10 größten "Unternehmensverbrecher der 1990er Jahre

Anhang B: Liste der Indikatoren - Aufdeckung von Korruption

Anhang C: Compliance in mittelständischen Unternehmen

Anhang D: Verpflichtung zur Einrichtung eines Compliance-Systems

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die soziologischen und kriminologischen Grundlagen von Korruption und Compliance, um effektive Strategien und Instrumente zur Prävention in mittelständischen Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen zu identifizieren.

  • Analyse der soziologischen und kriminologischen Entstehung von Korruption
  • Untersuchung von Compliance als Instrument zur Korruptionsprävention
  • Herausforderungen und Rahmenbedingungen für Compliance im Mittelstand
  • Übertragbarkeit von Compliance-Prinzipien auf die öffentliche Verwaltung
  • Empirische Untersuchung von Praxisprojekten zur Implementierung von Compliance

Auszug aus dem Buch

1.3.1.1. Das Betrugsdreieck

Das Fraud Triangle oder Kriminalitätsrisikomodell ist ein Modell, das versucht, das Auftreten von kriminellen Handlungen zu erklären. Es wurde vor mehr als einem halben Jahrhundert in den USA von Donald Ray Cressey entwickelt und wird noch heute zur Systematisierung der Ursachen von Wirtschaftskriminalität verwendet. In der Theorie sind die Gelegenheit, die Motivation oder das Bedürfnis, die Tat zu begehen, und die innere Rechtfertigung die Auslöser. Wirtschaftskriminalität liegt demnach dann vor, wenn alle drei Faktoren erfüllt sind, d.h. es muss eine Gelegenheit zur Begehung der Tat, eine Motivation zur Tat und auch eine anschließende Rechtfertigung vor sich selbst geben.

Zusammenfassung der Kapitel

KAPITEL I. KORRUPTION UND COMPLIANCE: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe Korruption und Compliance aus einer wissenschaftlichen Perspektive und analysiert deren Voraussetzungen und Anwendungsmöglichkeiten in Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung.

KAPITEL II. NICHTKONFORMITÄT UND GESCHÄFTSRISIKEN: Hier werden die Geschäftsrisiken bei Nichteinhaltung von Vorschriften sowie die Bedeutung der strafrechtlichen Aufsichtspflicht nach § 130 OWiG detailliert beleuchtet.

KAPITEL III. EMPIRISCHER ÜBERBLICK: Das Kapitel wertet die mit der Geschäftsführung von zwölf Praxispartnern geführten Interviews aus und liefert eine vergleichende Analyse der Situation in deutschen mittelständischen Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen.

Schlüsselwörter

Korruption, Korruptionsprävention, Compliance, Non-Compliance, Wirtschaftskriminalität, Betrugsdreieck, Compliance-Management, öffentliche Verwaltung, Mittelstand, Whistleblowing, Aufsichtspflicht, Compliance-Beauftragter, Unternehmensführung, Transparenz, Integrität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den kriminologischen und soziologischen Hintergründen von Korruption sowie der Etablierung von Compliance-Systemen als präventives Instrument in der Wirtschaft und öffentlichen Verwaltung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Der Fokus liegt auf den Ursachen von Korruption, den rechtlichen Rahmenbedingungen der Compliance, der Umsetzung in mittelständischen Unternehmen sowie der speziellen Situation in der öffentlichen Verwaltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den hohen Stellenwert von Compliance als Präventionsmaßnahme gegen Korruption zu belegen und praktische Lösungsansätze zu entwickeln, die KMU und Verwaltungen zur Identifizierung und Vermeidung von Geschäftsrisiken nutzen können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor führt eine theoretische Aufarbeitung durch, die durch einen empirischen Teil ergänzt wird, in dem 19 Experten-Interviews aus zwölf Praxisprojekten ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von theoretischen Definitionen über rechtliche Anforderungen (z.B. § 130 OWiG, § 299 StGB) bis hin zu organisierten Präventionsmaßnahmen wie Whistleblowing-Systemen, der Implementierung von Verhaltenskodizes und der Personalauswahl.

Welche Keywords charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Korruption, Compliance, Wirtschaftskriminalität, § 130 OWiG, Compliance-Management-System (CMS), Mittelstand und Whistleblowing.

Wieso ist Korruption auch ein Problem für den Mittelstand?

Auch mittelständische Unternehmen sind Ziel von Wirtschaftskriminalität und Korruption. Oft fehlt es ihnen jedoch aufgrund begrenzter Ressourcen an systematischen Compliance-Strukturen, was bei einem Schadensfall existenzbedrohend sein kann.

Warum ist Transparenz laut Autor so wichtig?

Die These des Autors lautet "Transparenz ist der Todfeind der Korruption". Transparenz hilft dabei, die informellen, korrupten Strukturen zu durchbrechen und das Vertrauen in rechtmäßige Abläufe zu stärken.

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Details

Title
Organisation und Management der Prozesse im demokratischen Staat für den Umgang mit Korruption als gesellschaftspolitische Herausforderung
Subtitle
Soziologische und kriminologische Grundlagen von Korruption
Grade
Excellent (5,66)
Author
Dr. Uwe Dolata (Author)
Publication Year
2022
Pages
301
Catalog Number
V1315585
ISBN (PDF)
9783346803382
ISBN (Book)
9783346803399
Language
German
Tags
Korruption Korruptionsprävention Compliance Non-Compliance Non- Compliance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Uwe Dolata (Author), 2022, Organisation und Management der Prozesse im demokratischen Staat für den Umgang mit Korruption als gesellschaftspolitische Herausforderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1315585
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