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Stettin und die deutschen Siedler. Deutscher Einfluss auf die Entwicklung der Stadt im 13. Jahrhundert

Título: Stettin und die deutschen Siedler. Deutscher Einfluss auf die Entwicklung der Stadt im 13. Jahrhundert

Trabajo de Seminario , 2010 , 18 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Mit der folgenden Arbeit soll untersucht werden, bis zu welchem Punkt man Stettin tatsächlich als deutsche Stadt bezeichnen kann oder ob die Titulierung gewissermaßen ungerechtfertigt ist. Im Vordergrund steht dazu die Frage, in welchem Umfang die Gestaltung Stettins in ihren Anfängen vom Einfluss deutscher Ostkolonisation bestimmt wurde und inwiefern dieser auch Auswirkungen auf die weiteren Entwicklungen im 13. Jahrhundert nahm.

Der Forschungsteil der Arbeit greift auf diese wissenschaftliche Grundlage zurück und behandelt das Thema gliedert in drei Bereiche: Im Hinblick auf den geografischen Hintergrund und die Anfänge der Besiedlung Stettins werden zunächst knapp die frühen Voraussetzungen für die Stadtentwicklung untersucht. Im Anschluss an die Vorgeschichte erfolgt in chronologischer Vorgehensweise eine Betrachtung der Stadt im Kontext des 13. Jahrhunderts, wobei im Besonderen das Aufkommen deutscher Siedlungstätigkeiten in den Fokus rückt. Aus einem städtischen Blickwinkel heraus wird versucht, eine Antwort auf folgende Fragen zu finden: In welchem Zusammenhang entwickelten sich die deutschen Siedlungsverhältnisse und inwiefern stehen diese in Verbindung mit dem städtischen Aufschwung? Wer waren die Träger der Germanisierung Stettins? Ging die Initiative von den Kolonisten selbst aus oder ist die deutsche Ansiedlung auf die Pragmatik herrschaftlicher Akteure zurückzuführen? Wie konnte sich die Stadt rechtlich legitimieren und in welchen juristischen Rahmen sind die städtischen Anfänge einzuordnen? Unter dem Gesichtspunkt einer neu entwickelten städtischen Struktur wird schließlich im dritten Teil auf den bürgerlichen Alltag eingegangen. Dabei soll geklärt werden, wie sich das Verhältnis zwischen Deutschen und Slawen gestaltete. War es ein friedliches Zusammenleben oder bestanden rivalisierende Interessen?

Zusammenfassend liegt der Arbeit letztlich die Intention zugrunde, herauszufinden, ob Stettin als deutsche Stadt eingestuft werden kann, inwieweit die Germanisierung erfolgreich war und welche Auswirkungen der Wandel des 13. Jahrhunderts auf das Leben der Einheimischen mit sich brachte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung: Fragestellung, Methode, Quellenlage

II. Stettin und die deutschen Siedler

1. Grundlegende Entwicklungsvoraussetzungen

1.1 Geographischer Hintergrund

1.2 Frühe Siedlungsgeschichte

2. 13. Jahrhundert – Stettin wird zur Stadt

2.1 Beginn deutscher Siedlungstätigkeiten

2.2 Förderer und Ziele der Germanisierung

2.3 Entstehung einer deutschen Gemeinde

2.4 Rechtliche Gründung der Stadt

3. Bürgerleben und Stadtstruktur

3.1 Neustrukturierung der Stadt

3.2 Deutsch-slawisches Verhältnis

III. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Stadt Stettin im 13. Jahrhundert, mit dem primären Ziel zu klären, inwieweit die Stadt berechtigterweise als „deutsche Stadt“ bezeichnet werden kann und welche Rolle die deutsche Ostkolonisation sowie das Verhältnis zwischen deutschen Siedlern und der slawischen Bevölkerung dabei spielten.

  • Historische Entwicklung Stettins im 13. Jahrhundert
  • Einfluss der deutschen Ostkolonisation auf Stadtstruktur und Gesellschaft
  • Die Rolle christlicher Missionierung und städtischer Neugründungen
  • Deutsch-slawische Interaktion und kulturelle Assimilationsvorgänge
  • Autonomieentwicklung und rechtliche Rahmenbedingungen der Stadtwerdung

Auszug aus dem Buch

2.2 Förderer und Ziele der Germanisierung

Das Besondere an der deutschen und deutschrechtlichen Besiedlung Stettins ist die Tatsache, dass es vor allem die führende Schicht slawischer Herrscher war, die die Germanisierung vorantrieb. Ab ca. 1235/1240 ergriffen einheimische Herrscherfamilien vermehrt die Initiative und betrieben eine gezielte Siedlungspolitik. Dabei wurden explizit deutsche Siedler angesprochen. Mit deren Hilfe sollten die westliche Kultur und das wirtschaftliche Fachwissen nach Pommern exportiert werden: Dadurch konnte nicht nur im wirtschaftlichen, politischen und militärischen Bereich eine Stärkung des Landes erzielt werden, sondern auch der Lebensstandard generell gesteigert werden. Im Vordergrund standen also weniger der ethnische Hintergrund und das Kulturgut der Herkunftsländer, sondern die Vorteile, die eine Ansiedlung für den Erhalt und den Ausbau des eigenen Herrschaftsgebietes mit sich brachte.

Slawische Herrscher riefen jedoch nicht nur zu einer deutschen Siedlungstätigkeit auf, sondern förderten diese auch aktiv: z.B. durch rechtliche Bevorzugungen oder die Gewährung diverser Privilegien. In diesem Zusammenhang sind vor allem die Fürsten Wartislaw III. und Barnim I. zu nennen, die maßgeblich dazu beitrugen, dass die neu entstehenden deutschen Städte juristisch gefestigt wurden. Diese Basis ermöglichte es den Städten, eine Vormachtstellung innerhalb Pommerns zu erlangen. Erwähnenswert ist dabei auch, dass Barnim I. im Verlauf seiner Herrschaftszeit 21 pommerschen Städten, u.a. Stettin, das deutsche Recht verliehen hat, wodurch er sie gegenüber slawischen Siedlungen privilegierte. „In der Tat ist Barnim I. zum wichtigsten Städtegründer Pommerns geworden.“ Seine persönlichen Absichten, die hinter diesen Stadterhebungen stehen, zeigen sich in einer Urkunde über die Gründung der Stadt Prenzlau. Barnim I. gibt darin an, dass er zu seinem eigenen Vorteil beschlossen habe, es anderen Gegenden gleich zu tun und in seinem Land freie Städte zu errichten. Ausschlaggebend ist also auch für ihn der eigene Profit.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Fragestellung, Methode, Quellenlage: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, hinterfragt die These von Stettin als „deutsche Stadt“ und legt die methodische Grundlage sowie die verwendeten Quellen offen.

II. Stettin und die deutschen Siedler: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Voraussetzungen, die Anfänge deutscher Siedlungstätigkeiten, die Rolle der Herrscher bei der Germanisierung, die Entstehung der deutschen Gemeinde sowie die rechtliche und strukturelle Entwicklung Stettins.

1. Grundlegende Entwicklungsvoraussetzungen: Hier wird der geographische Hintergrund Stettins als Handelsplatz sowie die frühe slawische Besiedlungsgeschichte bis zur ersten Zuwanderung deutscher Kaufleute analysiert.

1.1 Geographischer Hintergrund: Dieser Abschnitt beschreibt die günstige Lage Stettins zwischen Oderarmen und am Stettiner Haff, die für die Handelsgeschichte und die wirtschaftliche Entwicklung von zentraler Bedeutung war.

1.2 Frühe Siedlungsgeschichte: Der Abschnitt rekapituliert die Entwicklung von der ersten slawischen Burganlage über die wendische Siedlung bis hin zur ersten Ansiedlung deutscher Kaufleute.

2. 13. Jahrhundert – Stettin wird zur Stadt: Dieses Kapitel erläutert den Prozess der Stadtwerdung unter dem Einfluss deutscher Siedler und die gezielte Politik der pommerschen Herzöge.

2.1 Beginn deutscher Siedlungstätigkeiten: Hier werden die Kontakte durch Missionsreisen, insbesondere von Bischof Otto von Bamberg, und die späteren Einwanderungswellen ab dem 12. Jahrhundert beschrieben.

2.2 Förderer und Ziele der Germanisierung: Dieser Teil analysiert, wie slawische Herrscher, allen voran Barnim I., die deutsche Besiedlung aus wirtschaftlichem und politischem Kalkül aktiv förderten.

2.3 Entstehung einer deutschen Gemeinde: Der Abschnitt thematisiert die Rolle der Geistlichkeit und die Gründung der Jakobikirche als Fixpunkt für die wachsende deutsche Glaubensgemeinschaft.

2.4 Rechtliche Gründung der Stadt: Hier wird die Verleihung des Magdeburger Stadtrechts im Jahr 1243 und der damit verbundene Schritt zur städtischen Autonomie behandelt.

3. Bürgerleben und Stadtstruktur: Dieses Kapitel untersucht die physische Neugestaltung des Stadtbildes und das soziale Zusammenleben zwischen Zuwanderern und Einheimischen.

3.1 Neustrukturierung der Stadt: Dieser Abschnitt beschreibt die Umgestaltung der Stadtinfrastruktur nach deutschem Vorbild mit schachbrettartiger Straßenanordnung und zentralem Marktplatz.

3.2 Deutsch-slawisches Verhältnis: Hier wird das soziale Gefüge analysiert, das von gegenseitiger Beeinflussung, aber auch von Spannungen geprägt war, wobei die slawische Bevölkerung keineswegs verdrängt wurde.

III. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Stettin zwar maßgeblich durch den deutschen Einfluss modernisiert wurde, das Slawentum jedoch ebenso kontiniuierlich zur Entwicklung beitrug, weshalb die "deutsche Stadt" ein komplexes Konstrukt bleibt.

Schlüsselwörter

Stettin, Ostkolonisation, Mittelalter, Stadtgründung, Pommern, Barnim I., Germanisierung, deutsche Ostsiedlung, Stadtstruktur, Deutsch-slawisches Verhältnis, Siedlungsgeschichte, Autonomie, kultureller Wandel, Identität, Handelsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Stadt Stettin im 13. Jahrhundert und hinterfragt kritisch die vereinfachte Einordnung Stettins als „deutsche Stadt“.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Zu den Schwerpunkten gehören die Siedlungspolitik der pommerschen Herzöge, der Einfluss deutscher Kaufleute und Siedler, die rechtliche Etablierung der Stadt sowie die sozialen Interaktionen zwischen der deutschen und slawischen Bevölkerung.

Was ist die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, bis zu welchem Punkt man Stettin tatsächlich als „deutsche Stadt“ bezeichnen kann und in welchem Umfang die Gestaltung Stettins durch deutsche Ostkolonisation beeinflusst wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Fachliteratur sowie auf der Auswertung von Primärquellen, insbesondere diplomatischen Dokumenten und Urkunden aus dem 13. Jahrhundert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung geographischer Grundlagen, die chronologische Betrachtung der Stadtwerdung im 13. Jahrhundert durch Siedlungstätigkeiten und rechtliche Anerkennung sowie eine Analyse des bürgerlichen Alltags und der soziokulturellen Verhältnisse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Stettin, Ostkolonisation, Germanisierung, pommersche Herzöge wie Barnim I., Stadtgründung, Autonomie sowie das deutsch-slawische Verhältnis.

Welche Bedeutung kommt der Jakobikirche zu?

Die Jakobikirche fungierte als zentraler Glaubensmittelpunkt der deutschen Gemeinde und spiegelt in ihrer Widmung und urkundlichen Erwähnung sowohl die exponierte Stellung der Zuwanderer als auch die noch nicht vollzogene vollständige Integration wider.

Welche Rolle spielten die slawischen Herrscher bei der Entwicklung Stettins?

Anders als oft angenommen, waren es die slawischen Herrscher, wie Barnim I., die die Germanisierung aus eigenem wirtschaftlichem und politischem Kalkül aktiv vorantrieben, um die Stadt zu stärken und Privilegien zu vergeben.

Zu welchem Fazit kommt die Arbeit bezüglich der "deutschen Stadt"?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die These von Stettin als pure "deutsche Stadt" nicht verifiziert werden kann, da slawische Siedler von Anfang an integriert waren und eine Kontinuität slawischer Tendenzen bis in die Gegenwart besteht.

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Detalles

Título
Stettin und die deutschen Siedler. Deutscher Einfluss auf die Entwicklung der Stadt im 13. Jahrhundert
Universidad
University of Bamberg
Curso
Blühende Städte und kulturelle Vielfalt? Deutsche Siedlungen und Deutscher Einfluss in Osteuropa im Mittelalter
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
18
No. de catálogo
V1315676
ISBN (PDF)
9783346792440
ISBN (Libro)
9783346792457
Idioma
Alemán
Etiqueta
Stettin Siedlungsgeschichte Ostkolonisierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2010, Stettin und die deutschen Siedler. Deutscher Einfluss auf die Entwicklung der Stadt im 13. Jahrhundert, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1315676
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